Beiträge von Elbdorfbiene

    Moin,


    Imkern ist nicht einfach!


    Es erfordert Hingabe, charakterliche Eignung, geistige Befähigung, körperliche Leistungsfähigkeit und die Bereitschaft, stetig aus Fehlern zu lernen und sich zu verbessern.


    Mach einen Kurs, lies ein Grundlagenbuch, geh mal in deinen örtlichen Verein und unterhalte dich mit den Leuten. Lauf mal ein paar Mal bei einem Imker mit.


    Bedenke, es geht um lebende Tiere, und zwar nicht nur um deine, sondern auch die der benachbarten Imker.


    Beste Grüße


    Peter

    Moin,


    Stiche im Gesicht sind immer doof. Wenn sie unter den Schleier kommen ist entweder der Schleier Mist, oder die Bienen sehr zahlreich und aggressiv.


    Gegen beides kann man etwas tun, gerade jetzt ist der Austausch "griffiger" Königinnen gut möglich. Und bis man den richtigen Schleier gefunden hat braucht's auch mal mehrere Anläufe.


    Mit der Zeit gibt sich das mit den Schwellungen - schmerzhaft ist's trotzdem. Achte auf deine Handhabung der Bienen, wenn du Ruhe brauchst oder willst gib etwas Rauch, dann gibt sich das auch mit den Stichen, durchhalten! :thumbup:


    Beste Grüße


    Peter

    Wenn schon AS, dann bitte damit.

    Und nie wieder über Schwammtücher nachdenken.

    Moin,


    zarter Einspruch von mir. Aufgrund der maximalem Verdunstungsmenge und der vergleichsweise guten Planbarkeit auf Grund der Kürze der Anwendung halte ich das Schwammtuch, richtig angewendet, für ein gutes Applikationsvehikel.


    Beste schwammige Grüße


    Peter

    Servus,


    es ist eine Entscheidungshilfe. Insbesondere die unteren sozioökonomischen Teile einer Bevölkerung verfügen oft über wenig bis kein Wissen und Bewußtsein über Ernährung. Dabei ist genau das einer der verhärtenden Armutsfaktoren, da mit schlechter Ernährung eine schlechte Gesundheit einhergeht, und somit die Möglichkeiten für eine erfolgreiche Beteiligung in der Gesellschaft vermindert werden. Das Marketing in der Lebensmittelbranche tut ein Übriges, damit in dieser Käufergruppe ungünstige Konsumentscheidungen getroffen werden.


    Ob sich dadurch etwas ändert? Es bleibt abzuwarten, aber schaden kann die Ampel nicht. Der aufgeklärte Konsument weiß ohnehin, dass z.B. viele Müller-Produkte viel Zucker enthalten - dank einer ansonsten ausgewogenen Ernährung und eines aktiven Lebensstils ist es da aber nicht von Bedeutung.


    Dass sich Zucker in irgendeiner Form unglücklicherweise in fast jedem verarbeiteten Lebensmittel wiederfindet ist einfach nur gröbster Mist, da gebe ich dir völlig Recht. In der Praxis kaufen wir beispielsweise schon länger z.B. keine fertigen Sahneheringe mehr (enthalten diverse Zucker, manche Produkte sogar Gelatine!), sondern nehmen "normal" eingelegten Hering, und veredeln diesen von Hand mit saurer Sahne, Apfel und Zwiebeln. Ditto für alles vom Eiersalat bis zum selbstgebackenen Brot. Das ist freilich wiederum ein Luxus, für den man neben dem Wissen um Lebensmittel und deren Zubereitung auch die Zeitressourcen haben muss.


    Und da ich jetzt soweit vom Thema abgerutscht bin: Honig ist eines der edelsten und naturnähesten Lebensmittel überhaupt, dieses kommt bei mir vorzugsweise auf mit gesalzener Butter (Achtung, oh du mein armes Herz!) dick bestrichenes Weißbrot (ade du gesunde Verdauung), und zwar so dick, dass es dafür zwei Ampeln bräuchte.


    Beste Grüße und guten Appetit ;)


    Peter

    Ampeln haben sich nur im Straßenverkehr bewährenkönnen. Es gibt keine Ausnahmen!

    Moin,


    der Aussage kann ich nicht zustimmen. Die Nährwertampel für verarbeitete Lebensmittel halte ich für äußerst sinnvoll, zeigt sie doch ganz klar den Wahnsinn, mit dem uns Nestle, Unilever, Kraft & Co bombardieren, an. Eine Vielzahl an "Lebensmitteln" werden, vollständig irreführend, als vitalisierend, für Kinder und Jugendliche besonders geeignet etc. angepriesen. Es gibt ein nicht kleines Segment in der Bevölkerung, welches mit Nährwertangaben nichts anfangen kann. Da wird nicht hinterfragt, warum das Müsli extra für Kinder 28g Zucker (nicht Kohlenhydrate) auf 100g hat, Hauptsache ein entsprechendes Testimonial von irgendeiner unbedeutenden Person liegt vor, dazu eine quitschige Figur auf der Verpackung, und schon wird gekauft.


    Die Verfügbarkeit von billigen, massiv verarbeiteten, im Wesentlichen aus Kristallzucker und Palmöl bestehenden Nahrungsmitteln in Verbindung mit Unwissenheit in der Bevölkerung sowie einem immer ausgeprägteren passiven Lebensstil sind wesentliche Gründe für den immer weiteren Anstieg des BMI in Ländern mit hohem und mittleren Einkommen, schon bei kleinen Kindern.


    Allein das Lebensmittelampeln in Deutschland so vehement von der Konzernlobby und den oben genannten Verdächtigen bekämpft werden zeigt doch sehr deutlich, wie sinnvoll diese Kennzeichnung ist.


    So, und nachdem ich jetzt schon soviel gewütet habe: Eine Lebensmittelampel auf Honig ist natürlich vollkommen sinnlos und sollte nicht kommen, die Gründe dafür wurden schon genannt ;)


    Beste wutschnaubende Grüße


    Peter

    Ich war eben überrascht schon um 8h morgens Bienen auf den Lindenblättern zu sehen. Was für Frühaufsteher.

    Hier summt es auch noch, da die Linde nun etwas klebt, und der Morgentau dies aufschleckbar macht. Allerdings kommt da nichts mehr rein - alles was gesammelt werden kann wird praktisch noch am selben Tag verbraucht - hier zumindest.

    So, die Ergebnisse meiner Honigbeprobungen sind da!


    Die letzte Ernte, also "die Linde", überrascht sensorisch mit wahrnehmbarer Edelkastanie. Wenig überraschend hingegen der deutliche Anteil Linde. Für eine Deklaration als Lindenblütenhonig fehlt leider etwas Pollen (18% von den erforderlichen >20%), so dass es in Summe "nur" für "Sommertracht mit Linde" reicht.


    In jedem Fall ist dies mein Favorit 2019 :)

    Moin,


    bist du lieb und berichtest von deinen Erfahrungen? Das wäre super, jede alternative Behandlungsmethode ist wichtig, da man bei der Sommer- und Spätsommerbehandlung oft abhängig vom Wetter ist.


    Merci :)


    Beste Grüße


    Peter

    mit der Varroabehandlung wollte ich beginnen wenn die Völker brutfrei sind.

    Das sollte ja spätestens 3 Wochen nach dem ersten Bodenfrost geschehen.

    Moin,


    sofern die Völker nicht in irgendeiner Form gegen die Varroa behandelt wurden, z.B.


    - Als Ableger brutfrei im Mai mit OS/MS

    - Ganz klassisch mit AS per Schwammtuch oder Langzeitverdunster nach Honigernte

    - alternativ per thymolbasierter Langzeitbehandlung nach der Honigernte

    - oder per TBE mit Fangwabe und/oder OS/MS

    - alternativ per Scalvini und OS/MS


    halte ich den Plan, die Völker erst bei jahreszeitlich bedingter Brutfreiheit zu behandeln für sehr bedenklich. Wenn das Volk jetzt brutfrei bzw. ohne verdeckelte Brut ist behandle es jetzt mit gesprühter Oxalsäure.



    Zum eigentlichen Thema: Ich füttere meine Völker nach der Honigernte mit 3 Kg Zucker auf, zum nächstmöglichen Zeitpunkt erhalten die Altvölker dann eine Behandlung per Schwammtuch in mehrfacher Wiederholung. Dabei behandele ich regelmäßig in Intervallen von nur vier oder fünf Tagen. Nach drei Anwendungen führt das über das Ausräumen von offener Brut fast zwangsläufig zur Brutfreiheit, Königinnen mit Opalithplättchen und ein stiftfindendes Auge helfen hier sehr bei imkerlicher Unsicherheit.


    Du schreibst eine stiftende Königin ist im Volk. Damit ist das Wichtigste doch schon einmal gegeben. Ob es diesselbe Königin wie im Frühjahr ist kannst du freilich nur wissen, wenn sie gezeichnet ist. Wenn sie brutfrei sind würde ich das am ehesten über Futtermangel erklären.


    Zum Füttern: Es kommt, wie immer, drauf an. Womit imkerst du? Segeberger/Zander ? ein- oder zweizargig? Dadant? Die Zielfutterwerte für die unterschiedlichen Formate finden sich hier im Forum. Dabei ist drauf zu achten, dass du Ihnen die Hütte nicht im August zuklatschst, damit Platz für die Anlage der Winterbienen vorhanden ist. Auch im Herbst muss ausreichend Platz für die Wintertraube sein, auf kalten Futterwaben können die Bienen nicht überwintern. Ich füttere bis Mitte August 60-80% der Futtermenge für meine Beuten ein, behandele dann vier Wochen mit Thymovar, wiege die Völker im September, und gebe dann das restliche Winterfutter.


    Beste Grüße


    Peter

    Moin,


    das ist nach Trachtschluß ein völlig normales Verhalten und bei allen ausreichend starken Völkern zu beobachten.


    Zum einen gibt es nichts mehr zu sammeln, und die Flugbienen haben somit nichts zu tun. Dann gilt es gerade jetzt aber die Wintervorräte zu verteidigen, so dass viele Wächterbienen am Flugbrett zu finden sind.


    Sieht von außen wie Rumlungern vor der Beute aus ;)


    Alles ganz normal.


    Beste Grüße


    Peter

    eigentlich behandelt man nach dem letzten Hr-Abnehmen.

    Nicht nur eigentlich. Auch nicht verdeckelter Honig kann reif zum Ernten sein, ein Refraktometer, oder die Spritzprobe, hilft. Wenn du den gesäuerten Honig eh nur alleine essen willst dann ist auch ein Wassergehalt von 20% (oder sogar noch etwas höher) nicht tragisch. Sogar mit 20% Wassergehalt dürfte er noch als Honig verkauft werden (mit entsprechend kürzerem MHD).


    Ehrlich: Was du vorschlägst führt nicht zum Erfolg.Nimm denen jetzt den Honig weg und fange mit Behandeln und Auffüttern an.