Beiträge von Elbdorfbiene

    Hallo Frank,


    in Norddeutschland warten wir noch auf die Weidenblüte !


    Das Wetterorakel prophezeit aber für die Zeit nach Ostern deutlich freundlicheres Wetter. Wenn der Verlauf so anhält (Höchsttemperaturen dauerhaft >12 Grad), dann erhalten meine Völker ab dem 07.04. allesamt einen ersten Baumrahmen und einen halben Honigraum - ich imkere mit einem Brutraum Segeberger. Dann werde ich beobachten, und je nach Wetter- und Blühverlauf weiter erweitern.


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo JanL,


    für mich sieht das nach Ruhr aus. Wie du schon schreibst ist das Volk schwach in den Winter gegangen, und mit dem ungünstigen Wetterverlauf in diesem Winter war das dann wohl der Todesstoss für das Volk.


    Beste Grüße

    Peter

    Beim ersten wirklich schönen Tag in diesem Jahr durfte ich gestern allen sechs eingewinterten Völkern beim fleissigen Fliegen zuschauen, ein herrliches Gefühl nach der langen Zeit !


    Zwei Völker waren etwas leicht, und haben noch ein Paket Futterteig erhalten, eines war vom Gewicht voll im Plan (gut sechs Kilo Futter). Drei Völker haben mich allerdings überrascht, da sie zum jetzigen Zeitpunkt immer noch über zehn Kilo Futter besitzen. Reingeschaut habe ich nur bei einem Volk, wobei ich dann auch feststellen durfte, dass es für eine Durchschau noch zu früh ist, und die große Kälte die Völker in ihrer Entwicklung zurückgehalten hat (Ok, das war ein echter Captain Obvious, aber die Freude über den Beginn der Saison war zu groß).


    Beste Grüße


    Peter

    Hi,


    zu deiner ersten Frage: Bedenke, dass die Königin stiftet, wie sie gerade kann. Ein Brutraum Zander/Segeberger stellt ihr dabei mehr Platz zur Verfügung, als sie benötigt. Wenn das Volk also stark genug ist, dann ist die Entnahme von zwei Brutwaben bei einräumiger Führung nicht dramatischer, als wenn dasselbe Volk auf zwei Zargen geführt wird.


    Zum Pollen im Honigraum: Es spricht ja nichts dagegen, mit einer Ganzzarge anzufangen, und dann um eine weitere Ganzzarge zu erweitern. Allerdings muss die nächste Zarge dann auf die erste aufgesetzt werden, um zu verhindern, dass auch in den zweiten Honigraum Pollen gelangt (diese Eselei habe ich letztes Jahr begangen, so dass ich am Ende richtig viel Wachs gewinnen konnte :rolleyes:).


    Beste Grüße


    Peter

    Dein Kommentar bzgl. "...eine Schwäche der einräumigen Führung : Ein kleinerer Wintervorrat..." - na das hängt ja wohl von der Größe des "einen Raumes" ab und von den Anforderungen der verwendeten Bienenrasse ab - ;-) :-) ... - ja bei Seeberger ist das wohl nicht alzu groß...



    Gruß

    Franz

    Servus aus Hamburg !


    Du hast Recht, meine Aussage ist Segebergerzentrisch, mea culpa ;)

    Hallo zusammen,


    ich imkere auch mit einem "kleinen" Brutraum (Segeberger). Obwohl ich das erst in der letzten Saison so praktiziert habe (davor "klassisch" mit zwei Bruträumen) bin ich sehr angetan davon, wiewohl es etwas mehr Aufmerksamkeit und Einsatz benötigt.


    Der Honigraum wird dabei etwas zeitiger gegeben als bei der zweiräumigen Führung. Da bei einem "kleinen" Brutraum der Pollenkranz bei gutem Polleneintrag nach oben, also in die Honigräume, wandert, werde ich dieses Jahr als ersten Honigraum eine Halbzarge geben. Diese verbleibt dann während der gesamten Trachtzeit auf dem Volk, geschleudert werden nur die Waben der folgenden Ganzzargen. Dies hat den Vorteil, dass die meisten Honigwaben pollenfrei bleiben, und neben dem Pollen auch immer etwas Honig im Volk verbleibt.


    Was ich dann mit den Halbzargen nach dem Abschleudern mache ist mir noch nicht ganz klar. Entweder werden sie geschleudert und eingeschmolzen, oder untergesetzt. Letzteres beseitigt eine Schwäche der einräumigen Führung : Ein kleinerer Wintervorrat. Die Halbzarge wird dann erst im Frühjahr entfernt und die Waben eingeschmolzen. Hat hierzu vielleicht jemand eine Meinung, bzw. praktiziert dies so ?


    Beste Grüße


    Peter

    Moin,


    als Volkswirt (ich wusste es nicht besser!) finde ich solche Arbeiten enorm spannend, vielen Dank für den Hinweis darauf.


    Bei der Kritik an einer rein technokratisch-ökonomischen Betrachtung der Imkerei möchte ich doch darauf hinweisen, dass harte, kalte Fakten als Basis für einen uninformierten, und emotional nicht investierten Entscheider (anderer Begriff: Politiker) wichtig sind, um Sachverhalte im Kontext des "großen Ganzen" richtig einordnen zu können.


    Und dann muss nur noch "richtig" gehandelt werden.


    Auf ein baldiges Brechen des Winters, und schöne Grüße aus Hamburg


    Peter

    Hi,


    in der ersten Folge der Netflix-Serie "Rotten" (Lawyers, Guns & Honey) wird gezeigt, wie chinesische Billighonigimporte amerikanische Imker unter ruinösen Preisdruck versetzen, so dass viele in Konsequenz ihr Geld mit der Bestäubung verdienen.


    Dabei wird auch klar und deutlich gesagt, dass chinesischer Exporthonig mit (Reis)Sirup gestreckt, und über verschiedene südostasiatische Staaten Richtung USA verschifft wird, was es auch dem US-Zoll unmöglich macht, die geographische Herkunft des Honigs nachzuvollziehen.


    Die Panscher gehen dabei hochprofessionell vor, beim aktuellen Stand ist das Strecken des Honigs mittels Sirup per Laboranalyse kaum bis garnicht mehr nachzuweisen.


    Beste Grüße


    Peter

    In Hamburg gab es bei mir seit Anfang November keinen Bienenflug mehr, an den wärmeren Tagen hat Regen verhindert, dass mehr als ein paar einzelne Bienen unterwegs waren, 6 von 6 Völkern sitzen in einer kuscheligen Wintertraube. Jetzt wird es wieder kühler, und regelmäßiger Frost ist angekündigt.


    Persönlich wünsche ich mir ja, dass wir dieses Wetter, gerne noch etwas kühler, bis in den Februar hinein haben, um dann ein richtig schönes Frühjahr und einen tollen Sommer zu kriegen.


    Unabhängig von dieser rosaroten Fieberphantasie bin ich auf das Schlimmste gefasst, und mental darauf eingestellt, der April 2017 ist mir leider noch all zu präsent.

    Hallo Wiesenimker

    Sprich:
    - Apilife Var-Behandlung --> Ende Mitte August

    - Ameisensäure mittels Nassenheider --> Anfang September

    - Oxalsäure mit Bienenwohl --> 24. Dezember

    Warum so ein später Beginn mit der Behandlung ?


    Mitte/Ende August ist der Bien im vollem Gange mit dem Heranziehen der Winterbienen, die Varroapopulation aber nicht dezimiert sondern im Vergleich zum Frühjahr erheblich angewachsen, so dass es zwangsläufig zu massiv geschädigten Bienen, und in Summe zum Völkerverlust kommt.


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo zusammen,


    am 02. Dezember wurde geträufelt, dabei sind weniger als 70 Milben pro Volk gefallen. Heute einmal das Ohr an alle Kästen gehalten, und in jedem summte es ruhig und friedlich. Behandelt wurde per Drohnenschnitt im Frühjahr, Schwammtuch im Sommer, und Thymovar im Spätsommer/Herbst.


    Beobachten muss ich bei einigen das Futter, das war Ende Oktober je nach Volk zwischen 10 und 13 Kg (einzargig Segeberger) - anscheinend haben alle nochmal einen ordentlichen Schlag umgesetzt.


    Weihnachtliche Grüße aus Hamburg und uns allen ein tolles Bienenjahr 2018


    Peter

    Hallo zusammen,


    bei meinen Bienen habe ich Ende September bereits bei allen Völkern, bis auf einen Ableger, Brutfreiheit festgestellt.


    Meine Erfahrung ist allerdings, dass die Bienen Ende November/Anfang Dezember noch ziemlich weit unten in der Zarge (einzargige Betriebsweise mit Segebergern) sitzen.


    Klar sehe ich das jeweilige Volk in den Wabengassen wenn ich von oben reinleuchte, aber eine genaue Beträufelung kriege ich so nicht hin.


    Kennt ihr das ? Natürlich beträufele ich irgendwann, so richtig nach oben wandert die Traube bei mir jedoch meist erst ab Januar.



    Winterliche Grüße


    Peter

    Hallo Juli,


    in den meisten Gegenden Deutschlands ist die reguläre Sommertracht Mitte Juli durch. Auf Spättrachten hoffen solltest du nur, wenn du weißt, dass diese auch auftreten können. Hierbei können dir erfahrene Imker in deiner Umgebung, ein(e) Pate/in oder auch dein örtlicher Verein helfen.


    Um Spättrachten anzupeilen musst du die Völker auch anders führen. d.h. Abschleuderung/Behandlung/Fütterung einfach nur nach hinten verschieben ist nicht der Weg.

    ... und es gibt nicht wenige Stimmen die sagen, man kann/soll später anfangen mit AS, im August.

    Dazu gab es diesen Spätsommer schon einige Threads. Wenn die Abschleuderung erfolgt ist gibt es keinen Grund, die Varroabehandlung noch hinauszuzögern, den Spätsommer brauchen die Bienen für die Wintervorbereitung, und die ist umso besser, je weniger Milben in den Völkern sind.


    Varroawetter ist schön und gut, aber bitte beachte, dass die Varroabehandlung mit dem Schwammtuch nicht lange im voraus planbar ist, hier ist es notwendig, dass man auch flexibel behandelt. Die Wirksamkeit der Behandlung mit Ameisensäure durch geeignetes Wetter ist entscheidend ! Von einer höheren Dosierung bei ungünstigem Wetter rate ich dringend ab. Zur richtigen Anwendung gibt es hier im Forum eine Menge Material.


    Denn ich habe sicher noch AS mit rausgenommen, da die Tücher am Boden und Holz noch deutliche Ätzspuren hinterlassen haben.

    Ich behandle von oben, bin mir aber recht sicher, dass die Behandlung von unten in einer Schale durchgeführt wird. Man möge mich bitte korrigieren, aber ist diese Behandlungsform nicht mittlerweile veraltet ?


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo Brutus,


    die jährliche Futterkranzprobe, idealerweise mit der letzten Kontrolle vor dem Einwintern Ende September, gehört zur guten imkerlichen Praxis.


    Bist du in einem Verein ? Diese organisieren sehr häufig die gemeinsame Probenabgabe, und unterstützen, falls erforderlich, beim Probenziehen nach Vier-Augen-Prinzip.


    Jetzt würde ich nichts mehr machen, solltest du dir unsicher sein aber im kommenden Frühjahr Proben nehmen und untersuchen lassen.


    Bei uns in Hamburg haben wir auch in schöner Regelmäßigkeit den Ausbruch der AFB, der letzte war von mir auch nur zehn Kilometer Luftlinie entfernt, schön ist was anderes. Im Spätsommer hatten wir sogar ein paar Wochen keine Sperrbezirke in der Stadt, was seit September leider schon wieder vorbei ist.


    Aber: Einmal im Jahr eine (Sammel)Probe ziehen sollte reichen.


    Beste Grüße


    Peter