Beiträge von Elbdorfbiene

    Und um zum Thema zurück zu kommen: Bei mir sind die Völker gefühlt für die Jahreszeit auch relativ stark, aber das ist ja nur logisch:


    Wenn die Volksentwicklung dem Durchschnittsjahr hinterherhinkt, erreichen die Völker ihre Maximalstärke eben vergleichsweise kurz vor Trachtende, und dann sitzen halt die ganzen beschäftigungslosen "Spätentwickler" massenweise in den Beuten, und der Imker freut sich ob der vermeintlichen Stärke. Im September sehen wir dann, was von der Kraft bleibt ;)

    Aufgrund des wirklich miesen April (es gab wenn ich recht erinnere keinen einzigen Tag mit Flugwetter hier) war die Volksentwicklung bei mir etwa einen Monat verzögert, im Vergleich zum Vorjahr.


    Schwarmstimmung war überhaupt kein Thema, stattdessen habe ich das Gefühl, dass ich mir mit der Ablegerbildung viel Honig genommen habe.


    Im Endergebnis gab es von vier Wirtschaftsvölkern 50 Kg Frühtracht (mit sehr hohem Waldhoniganteil), und nochmal 50 Kg Sommertracht mit viel Linde drin. Hier erhoffe ich mir 2018 eine deutliche Steigerung pro Volk.


    Altvölker und Ableger sind alle aufgefüttert, und seit heute alle mit vier (Altvölker) bzw. zwei (Ableger) Anwendungen Schwammtuch von oben behandelt. Kontrolle des Milbenfalls und abschließende Einfütterung dann ab Ende August.


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo Elbdorfbiene


    waren das nur 3kg Zucker in 14 Tagen ?


    Gruß Uwe

    Hallo Uwe,


    die Bienen hatten vom 28.06. bis 15.07. den darüber liegenden Honigraum, vom 15.07. bis 22.07. nochmal drei Kilo Zucker, und am 22.07. noch einmal fünf Kilo Sirup.


    Das Futter wurde alles abgenommen, allerdings ganz offensichtlich nicht umgesetzt bzw. eingelagert. Ganz offensichtlich geräubert, aber der Zusammenbruch muss schon vor dem 15.07. stattgefunden haben... oder ?


    Viele Grüße


    Peter

    Hier sehe ich den Unterschied und evtl. die Verbesserungsmöglichkeit deiner Vorgehensweise, vielleicht waren zu wenig Bienen im Flugling? War der neue Brutraum total Bienenleer, bis sich ein paar Honigraumbienen hinunter gewagt haben und bis am nächsten Tag die ganzen Flugbienen vom Altvolk völlig verwirrt dort falsch angekommen sind?

    Hallo


    In der Tat war der neue Brutraum bienenleer, der darüber befindliche Honigraum allerdings voller Bienen. Meinst du wirklich, dass das mit den Flugbienen zu wenige waren ?

    Hallo zusammen,


    knapp fünf Wochen nach der Durchführung: Die Kiste ist leer.


    Nochmal in Kurzform:


    Am 28.06. wurde der Brutraum am Stand verstellt, eine Zarge mit Mittelwänden, einer ausgebauten Wabe und begatteter Königin zum Ausfressen an dessen Stelle aufgestellt, der Honigraum wurde aufgesetzt.


    An den folgenden Tagen beobachtete ich Flug wie bei den Nachbarvölkern und den regelmäßigen Eintrag von Pollen.


    Am 15.07. wurde der Honigraum abgenommen, am Abend drei Kilo Zucker mit zwei Liter Wasser gegeben. Der Ausbau blieb da schon nach kurzer Sichtprüfung von oben hinter meinen Erwartungen.


    Jetzt am 31.07. muss ich feststellen: Die Kiste ist vollkommen leer, es wurden gerade mal drei Mittelwände ausgebaut. Es finden sich eine handvoll Zellen mit Drohnenbrut, sowie zwei Nachschaffungszellen.


    Hat jemand eine Idee, was schief gegangen ist, bzw. was ich falsch gemacht habe ?


    Ich will gerne meine Fehler erkennen und daraus erkennen, dieses Desaster erschreckt mich zutiefst :(


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo Rolfpaul,


    so sehr ich Frau Aumeier schätze:


    1. Der Milbenfall sagt nur eingeschränkt etwas über den tatsächlichen Befall aus


    2. Zu warten, bis nach Milbenfall behandelt wird halte ich für fahrlässig. Die Winterbienen werden hauptsächlich im August erbrütet, dafür sollte die Milbenpopulation möglichst stark dezimiert sein


    3. Wenn man wie angegeben entsprechend lange wartet behandelt man die Winterbienen gleich mit, was unnötig ist



    Beste Grüße


    Peter

    brumli J "..."Kommen sie dann "zum Schuss", würden die Menschen das wohl als den schönsten Tod auf Erden bezeichnen ;-) "..."

    Da dem Drohn zum Ende des Begattungsaktes das Geschlechtsteil herausgerissen wird, er dann tödlich verwundet auf die Erde fällt, um da dann ganz schnöde zu krepieren, möchte ich postulieren, dass nicht wenige Menschen (sogar Männer) dies als eher weniger erstrebenswerte Art des Ablebens sehen würden;)


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo Resl,


    Wenn du diese Wochen schon gesehen hast, dass die neue Königin geschlüpft ist, dann wird voraussichtlich nächste Woche die Begattung stattgefunden haben. Ameisensäure ist für eine junge Königin immer schlecht, andererseits ist beim Verdunster die Konzentration längst nicht so hoch wie beim Schwammtuch.


    Wenn ich du wäre würde ich die übrigen Völker in jedem Fall wie geplant behandeln, und beim Umweiselungsvolk noch eine Woche warten, auch wenn das einen zusätzlichen Aufwand bedeutet.


    Wenn du das Auffüttern mit allen Völkern um eine Woche verschiebst bist du Mitte August, was doch ein guter Zeitpunkt ist :)


    Beste Grüße


    Peter

    Auch auf die Gefahr hin, mit harten Worten beworfen zu werden: Was verstehen wir eigentlich unter "mau", "so lala", oder eben "Totalausfall" ?


    Mir ist schon klar geworden, dass die Nennung von Zahlen recht kritisch betrachtet wird, aber Vergleichswerte des Honigertrags für Lindenstandorte in diesem Jahr wären doch schon recht spannend.


    Meine Wirtschaftsvölker habe ich alle kurz vor der Blüte der Sommerlinde am 09.06. geschleudert, und am 14.07. abgeschleudert. Der geschleuderte Honig ist hell mit dem deutlich klinischen Mentholgeschmack von Lindenhonig.


    Der durchschnittliche Ertrag pro Wirtschaftsvolk aus dieser Schleuderung liegt bei mir bei 12,5 Kg, wobei ich denke, dass ein paar wärmere Tage das Ergebnis deutlich gesteigert hätten.


    Insgesamt bin ich mit dem Honig dieses Jahr zufrieden, besonders wenn man bedenkt, dass im fast gesamten April keine Biene bei uns fliegen konnte, und der Juni nicht besonders warm war. So stehe ich wieder einmal in tiefer Ehrfurcht vor meinen Bienen, die trotz widriger Umstände unglaubliches geleistet haben.


    Beste Grüße


    Peter

    Linde hier war so lala, es gab zwar etwas, aber der Juni war einfach zu durchwachsen. An Regen hat es zwar nicht gemangelt, aber ein paar mehr warme Tage haben einfach gefehlt.

    Flüssigfütterung im Verhältnis 1:1 oder 3:2 (3 Kilo Zucker zu 2 Litern Wasser) sind möglich. Alternativ Sirup, den zu beschaffen aber etwas aufwändiger ist, Zuckerlösung ist einfach herzustellen.


    Zuckerlösung hat aber die folgenden Nachteile:


    - Riecht für die Bienen stärker --> Räubereigefahr. Wenn du fütterst solltest du das Flugloch entsprechend verkleinern


    - Das Anrühren dauert etwas


    - Beim Anrühren kann es leicht zu kleinen Sauereien kommen (ist nicht schlimm, aber wenn man es vermeiden kann...)


    - Zuckerwasser hält sich nicht lange und schimmelt bereits nach wenigen Tagen



    In jedem Fall mit der Fütterung erst zum Ende des Flugbetriebs am abend beginnen. Wenn du Sirup nimmst kannst du auch größere Mengen (4-5 Liter) geben. Falls du mit Zuckerlösung fütterst würde ich kleine Mengen (2 Kg Zucker, dann Wasser mit dem jeweils gewünschten Mischverhältnis hinzufügen) verwenden. Lieber in mehreren kleinen Schüben füttern, als in wenigen großen, dabei die Abnahme alle paar Tage kontrollieren.


    Bedenke aber, dass die Winterbienen hauptsächlich im August erbrütet werden, dafür muss noch ein ausreichend großes Brutnest angelegt werden. Deshalb solltest du bei Trachtarmut jetzt etwas anfüttern, und dann ab Mitte/Ende August mit der eigentlich Auffütterung beginnen, die Mitte September abgeschlossen sein sollte.


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo Tobias,


    die fehlenden Rähmchen würde ich in der Brutraumzarge ergänzen. Wenn das Volk jetzt auf acht Waben sitzt sollten die bei Fütterung die restlichen Mittelwände zügig annehmen und ausbauen. Ohne Fütterung werden die neuen Mittelwände wohl erstmal einmal nur zögerlich belaufen, aber trotzdem langsam ausgebaut - die Fütterung (vor allem wenn du auf Flüssigfutter setzt) aktiviert nochmal den Bautrieb der Bienen, auch später im Jahr.


    Was das Füttern angeht würde ich dir raten, auf den aufgesetzten Eimer mit Stroh zu verzichten, und stattdessen lieber eine(n) Futtertrog/Futterwanne zu verwenden, das kontaktfreie (Nach)Füttern erspart Bienen wie Imker unnötigen Stress.


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo zusammen,


    ich wollte nur kurz erzählen, wie es gelaufen ist:


    Zuerst habe ich den Honigraum abgenommen und eingepackt, dann den alten Brutraum verstellt, und einen neuen mit zehn Mittelwänden und einer ausgebauten Wabe aufgestellt. In diesen habe ich die neue Königin zum Ausfressen eingehängt.


    Ich nutze jetzt die ausgebaute Wabe als Fangwabe. Das liegt daran, dass ich noch etwas "Störfeuer" in Form von vor vorhandener offener Brut warnenden Stimmen erhalten habe. Dieses Volk ist mir persönlich sehr wichtig, da ich es zum Anfangen von meiner in diesem Jahr verstorbenen Imkerpatin erhalten habe, und möchte darum jedes Risiko ausschließen.


    Am Sonntag ergab die Beobachtung regen Flugverkehr, sowie den regelmäßigen Eintrag von hellgelbem Pollen, vermutlich Winterlinde. Ich werte das zunächst als gutes Zeichen, das Volk selbst bleibt bis zum Abschleudern völlig ungestört.


    Am 16. schleudere ich alle Völker ab, und werde dann bei diesem die Fangwabe entnehmen. Dann berichte ich gerne, wie es abschließend gelaufen ist.


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo Ludger,


    da es bei mir morgen, am letzten halbwegs trockenen Tag der Woche, losgehen soll, habe ich folgende Überlegung:


    Ich verzichte auf die Fangwabe, und befülle den neuen Brutraum mit Mittelwänden und einer ausgeschleuderten Honigwabe. In diese leere Honigwabe dürfte die Königin ja ihre Eier zuerst ablegen, so dass sich diese Wabe dann zur Entnahme der restlichen Varroen eignen würde. Über Absperrgitter verbleibt der Honigraum noch zwei Wochen bis zur Abschleuderung auf dem Volk. Direkt danach wird die ausgeschleuderte Honigwabe mit dann verdeckelter Brut entnommen.


    Ist das eine sinnvolle Vorgehensweise ?


    Beste Grüße


    Peter