Beiträge von Elbdorfbiene

    Hallo Moart,


    wenn sich jetzt noch vereinzelt Drohnenbrut findet ist das meiner Einschätzung nach ein recht sicheres Zeichen dafür, dass der Samenvorrat der Königin nun wirklich zur Neige geht. Falls du die Möglichkeit hast würde ich die Königin in der derzeitigen Schönwetterphase tauschen.


    Ob sie es im kommenden Frühjahr noch schafft die nächsten Generationen Sommerbienen zu erbrüten ist leider nicht sicher. Bedenke auch, dass Königinnen im Frühjahr Mangelware sind.


    Beste Grüße


    Peter

    Die Königin ist da, ist 3 Jahre alt

    Moin,


    ich glaube, die Antwort findet sich schon in deinem Beitrag. Üblicherweise wird eine Königin vor ihrem dritten Winter ausgetauscht (da sonst die Wahrscheinlichkeit ansteigt, dass die Bienen dies selber tun), manche Imker tun dies sogar jährlich.


    Mit zunehmenden Lebensalter geht der Samenvorrat der Königin zur Neige, und um im Frühjahr Buckelbrütigkeit(die Königin kann nur noch unbefruchtete Eier legen) zu vermeiden erfolgt ein rechtzeitiger Austausch. Junge Königinnen neigen auch weniger zum Schwärmen.


    Finden sich im Volk denn auch noch Drohnen ?


    Beste Grüße


    Peter

    Meine 2. Frage ist....

    Ich würde gerne oder ich werde mit der Segeberger Beute DNM Anfangen.

    Ist das auch wirklich die richtige Entscheidung?

    Hallo TobiBee,


    zu deinen Fragen wurden schon alles gesagt, und wenn du nächstes Jahr in den Kurs gehst wird vieles klarer. Zur Vorbereitung auf den Kurs kann es sicher auch nicht schaden, eines der zahlreichen Grundlagenbücher zu lesen.


    Die zweite Frage zitiere ich aber explizit, da du bedenken musst, dass ein voller DNM-Honigraum gut 25 Kg wiegt.


    Du bist jetzt 11, und wenn es 2019 losgeht 13. Das ist für einen Jugendlichen ein ziemlich hohes Gewicht, und schon für viele Erwachsene schlecht bzw. nicht empfehlenswert zu heben.


    Mein Tip: Nimm Segeberger Ganzzargen für den bzw. die Bruträume (ob ein oder zwei entscheidet dann jeder für sich), und Halbzargen für die Honigräume.


    Beste Grüße

    Peter

    So, nachdem die Thymoltherapie durch ist, hier für Interessierte ein Erfahrungsbericht:


    Die Thymolstreifen wurden am 01.09. in die Völker eingebracht. Da ich die Völker in einer Segeberger Zarge führe reichte also ein Streifen Thymovar, der halbiert, und an die Seiten des Brutnestes mit etwas Abstand gelegt wurde. Als Abstandhalter habe ich Streifen von der Papprolle von Toilettenpapier verwendet. Dieses haben die Bienen teilweise komplett zerfressen, so dass Holz hier definitiv Material der Wahl ist.

    Abstandshalter für die Folie bildet ein entsprechend dünnes Holzstückchen

    Da war das Thymovar schon drin, und ich zu faul zum Wechseln. Nächstes Jahr :)


    Die Tageshöchstwerte sollen ja mindestens 15 Grad erreichen, was an fast allen Tagen auch geschah. Trotzdem denke ich, dass gerade in Norddeutschland der Einsatz Anfang September schon etwas spät ist, so dass ich nächstes Mal eher um den 20.08. auflege.


    Der Stand bzw. die Völker riechen schon etwas nach Erkältungsbad, was mich aber nicht gestört hat, die Bienen augenscheinlich auch nicht (sehr).


    Eben habe ich die Streifen entfernt, Proben auf Faulbrut gezogen, zwei Völkern noch eine kleine Fütterung gegeben, und dann mit Spannung die Bodenschieber herausgenommen.


    Bei allen Völkern bis auf einem fanden sich nach vier Wochen zwischen 40 und 60 Milben auf der Windel, woraus ich schließe, dass die AS-Behandlung im Sommer wirksam war, und auch das Thymovar, wenn auch nicht optimal, gewirkt hat. Da die Völker mittlerweile größtenteils aus der Brut gegangen sind denke ich, dass die Völker derzeit äußerst milbenarm sind.


    Bei einem Volk fand ich allerdings über 300 Milben auf der Windel. Dieses war im Sommer genauso wie alle anderen Völker am Stand behandelt worden. Dazu kommt, dass dieses Volk etwa vier Kilo mehr wiegt als die anderen, so dass hier der Verdacht naheliegt, dass dieses Volk woanders genascht, und dabei Milben eingeschleppt hat.


    Aufbauend auf den gemachten Erfahrungen sieht mein Varroakonzept nun wie folgt aus:


    - Entnahme von Drohnenbrut zwischen April und Juli

    - Ggf. Bilden von Brutwabenablegern (diese brutfrei mit Milchsäure behandeln)

    - Behandlung der Völker unmittelbar nach dem Abschleudern mit Ameisensäure (Nassenheider bzw. Schwammtuch)

    - Einsatz von Thymovar nach dem Auffüttern ab dem 20.08.

    - Träufeln von Oxalsäure im Spätherbst


    Beste Grüße


    Peter

    "...um die Brut zu schützen"

    Hallo SaFlor,


    das Schwammtuch als Behandlungsmethode ist wirksam, aber nicht gerade schonend für Bienen und Brut. Wenn du versuchst die Applikation so abzuwandeln, dass die Brut geschützt wird, verminderst du damit zwangsläufig die Wirksamkeit, was das Verhältnis Schaden zu Nutzen ungünstig verändern dürfte.


    Ich lege das mit tiefgekühlter Ameisensäure gleichmäßig getränkte Schwammtuch direkt auf die Rähmchenoberträger, die Folie oben drauf. Bei der Anwendung unbedingt das Wetter beachten.


    Beste Grüße


    Peter

    Ende August...


    Danach alte Kö. raus, nach 9 Tagen kontrolliert- Weisellosigkeit festgestellt

    und sogleich die neuen, begatteten Kö. (Käfig/ Futterteig/verschlossen) rein. 3

    Hallo Micha,


    hast du auch auf Nachschaffungszellen kontrolliert ? Wenn nicht könnt ihr mir vorstellen, dass die Annahme in drei Völkern am Vorhandensein eigener Prinzessinen gescheitert ist.


    Die Beeinflussung der Stockluft durch Apiguard hat da wahrscheinlich auch nicht geholfen.


    So wie du es beschreibst klingt es für mich, als hättest du nun in drei Völkern unbegattete Königinnen herumlaufen. Die müsstest du vor einem Umweiseln natürlich herausnehmen.


    Zum möglichst sicheren Umweiseln wurde hier im Forum eine Menge geschrieben, um diese Jahreszeit nehme ich die Altweisel heraus, und gebe sofort die Neue zum Ausfressen ins Volk.


    Beste Grüße


    Peter

    Welche Methode und wie viel AS würdet ihr da nehmen ? Bin mir da etwas unsicher, vielleicht könnt ihr mir helfen. Danke schon mal.

    Gruß Steffen

    Hallo Steffen,


    du schreibst ja eingangs, dass du Anfang August mit dem Nassenheider behandelt hast. Magst du noch erzählen, wie ? :)


    Also Dauer der Behandlung, Verdunstungsmenge, wieviele Varroen lagen auf der Windel nach der Behandlung ?


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo Blümchenblume,


    da du von drei zweizargigen Völkern schreibst gehe ich davon aus, dass dies Wirtschaftsvölker sind ?


    Dann schreibst du von einem Ableger, kommt der noch dazu, oder ist das eines der drei Völker ?


    Das Schwammtuch ist ja hoch umstritten (ich nutze es selbst), aber eine einmalige Anwendung erscheint mir wenig, außer für einen brutfrei mit Milchsäure behandelten Ableger, da wäre es vollkommen ausreichend.


    Wenn es jetzt 1-3/Tag sind würde ich jetzt nichts machen. Ich würde aber alle 14 Tage den Milbentotenfall bestimmen.

    Gruß Ralph

    Bitte sieh mir nach, dass ich dazu fragen muss, aber ist das wirklich noch grenzwertig ? Es erscheint mir für Anfang September relativ hoch, was aber auch aufgrund des nur einmaligen Schwammtucheinsatzes keine Überraschung ist.


    Ich würde nochmal behandeln, dabei den Völkern aber eine erneute Schwammtuchtherapie ersparen wollen. Wenn du Oxalsäure verdampfen kannst würde ich handeln wie Marcus es vorschlägt .


    Beste Grüße


    Peter

    Oder folgender Vorschlag: Kennt ihr den dänischen Film "Adams Äpfel"? Unten mal ein Filmbanner / Werbebild davon. Wie wäre es stattdessen in Anlehnung an das Bild mit "Adams Honig" und schwarz stilisierten Bienen am gelben Himmel statt der Krähen? :)


    AdamsAepfel1-696x317.jpg

    Das würde super aussehen, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die Produzenten des Films das so entspannt betrachten würden ;)

    Hallo,


    eine harte Kostenrechnung werden vermutlich nur Berufs- oder Nebenerwerbsimker aufstellen. Grundsätzlich sehe ich es so, dass das Hobby sich selbst tragen muss - idealerweise finanziert es auch den nächsten Urlaub oder andere schöne Dinge mit ;)


    Ich nehme für 500g 7€, für 250g 4€. Dabei erfolgt der Verkauf sowohl in der Nachbarschaft, als auch im Kollegenkreis. Obwohl ich die Marktpreise damit übertreffe (~6,5€ für 500g) geht der Honig schon fast zu schnell weg.


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo Franz Xaver,


    ganz herzlichen Dank für den Beitrag und die Anregung, das hilft mir bei der Weiterentwicklung meines Varroakonzeptes !


    Dieses basiert auf dem, was in den Kursen der Imkerschule Bad Segeberg vermittelt wurde, und das ist im Spätsommer eben primär das Schwammtuch. Glücklich bin ich mit diesem Verdunstungsvehikel, und natürlich der Ameisensäure selbst, auch nicht besonders, so dass ich nächstes Jahr neue Wege gehen, und auch mit dem Nassenheider arbeiten werde.


    Thymolpräparate scheinen einfach kaum verbreitet zu sein, und nachdem in diesem Jahr fast alle Vereinskollegen in meinem Umkreis erhebliche Verluste, teils schon im Herbst, zu beklagen hatten, finde ich die bienenschonende Behandlung noch im September nicht unwichtig.


    Beste Grüße


    Peter

    Liebes Forum,


    meine Varroabehandlung im Spätsommer ist die bis zu viermalige Applikation von Ameisensäure per Schwammtuch von oben. Diese Behandlung habe ich üblicherweise Anfang bis Mitte August abgeschlossen. Daneben entnehme ich verdeckelte Drohnenrahmen, behandle Ableger im brutfreien Zustand mit Milchsäure, und träufele Oxalsäure im Dezember.


    Bislang habe ich in meinen zwei Imkerwintern noch nie ein Volk verloren. Derzeit laufen die Vorbereitungen auf den dritten Winter. Nach meinem bisherigen Varroakonzept sind alle meine Völker behandelt.


    Im Augenblick läuft die Auffütterung der Völker (aktuell kleine Mengen Zuckerwasser 1:1, ab dem Wochenende dann zwei große Schübe Sirup), Anfang September ist sie abgeschlossen.


    Nun interessiere ich mich für die Möglichkeit, eine abschließende Langzeitbehandlung mit Thymovar durchzuführen, um die verbleibenden Milben noch einmal (bienenschonend) zu treffen, und der Reinvasion durch zusammenbrechende Nachbarvölker entgegen zu wirken.


    Mein Plan hierzu wäre:


    - Auffütterung bis Anfang September abschließen


    - Folien entfernen


    - Thymovar gem. Packungsbeilage auflegen


    - Beutenboden schließen


    - Milbenfall wochenweise kontrollieren


    - Nach drei Wochen Reste entfernen, Folien wieder drauf, und wo notwendig Ende September letzte Tätigkeiten durchführen (Umweiseln, ggf. nachfüttern)



    Verbauen die Bienen mir im September noch die Rähmchenoberträger mit dem Deckel ? Wir haben hier ab nächster Woche viel Efeu, was den Bautrieb noch etwas anregen könnte. Dann würde ich die Folie belassen und mit einfachen Abstandshaltern neben dem Thymovar arbeiten (ich dachte an in der Mitte durchgeschnittene Papprollen von Küchen- bzw. Toilettenpapier).



    Über Erfahrungen und Einschätzung hierzu freue ich mich.


    Beste Grüße


    Peter