Beiträge von Elbdorfbiene

    Hallo Fjordimker,


    Bienen im Schleuderraum sind für mich absolut zu vermeiden. Durch Bienenfluchten, welche mindestens 24 Stunden eingesetzt werden, wandern schonmal die meisten Bienen in den Brutraum.


    Den Honig hole ich normalerweise sehr früh, bevor richtig Flugbetrieb eingesetzt hat.


    Am Stand stelle ich dann zwei Zargen auf. Dann setze ich den ersten Honigraum auf die eine Zarge, ziehe die Honigwaben und fege die paar Restbienen in der Nähe der Beuten ins Gras, und hänge die abgefegten Waben in die danebenstehende Leerzarge. Der dann bienenfreie Honigraum wandert ins Auto, und das Spielt beginnt mit dem nächsten Honigraum. Dauert keine drei Minuten pro Honigraum, und ich habe praktisch keine Bienen im Kofferraum.


    Meine Empfehlung ist es also, den Freiluftkunstschwarm nur am Stand zu bilden. Das Honigschleudern ist immer wieder ein besonderes Ereignis, was am besten in Ruhe ohne Bienen genossen wird :)


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo, eigentlich passt der Thread auch zu meiner Frage, daher hänge ich mich hier mal dran: Bei mir geht es um den HR nach der Frühtracht. Hatte zwei HR drauf, einen zum Honig eintragen und einen zum Mittelwände ausbauen lassen (da ich erst angefangen habe). Habe dann zum Schleudern den ausgebauten (und mit verdeckelten Waben vollen) HR runter genommen und geschleudert (leckere 20kg). Jetzt ist meine Frage: Was mache ich mit dem HR nach dem Schleudern. Hatte ihn über Leerzarge wieder aufgesetzt mit der Idee, dass Waben repariert werden etc. und ich ihn dann wieder runter nehme - jetzt sagte mir aber jmd, dass die Bienen dort vermutlich wieder Honig eintragen werden (obwohl ein HR direkt über dem BR ist). Mein Imkerpate ist derzeit im Urlaub und nicht erreichbar, daher wende ich mich an euch und hoffe auf Hilfestellung. Vielen Dank!

    Moin Daniel,


    den ausgeschleuderten Honigraum einfach wieder direkt auf den anderen aufsetzen, die Bienen reparieren die Waben auch so.


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo Linda,


    bei anhaltender Tracht gebe ich bei halbvollen Honigräumen einen weiteren Honigraum, somit sollte das ok sein. Wenn man mit der Erweiterung zu lange wartet (und darauf zu warten, dass der erste Honigraum voll ist, ist definitiv zu lang) begünstigt das Schwarmstimmung.


    Pollen in den Honigwaben ist kein Problem, solange die Waben im Volk sind. Ansonsten schimmeln sie nach ein paar Tagen.


    Waben mit unreifem Honig würde ich nicht lagern, da diese bei hohem Wassergehalt in Gärung übergehen, und mit Pollen nach einigen Tagen anfangen zu schimmeln. Gib lieber dem stärksten Volk die Waben in einem zweiten Honigraum. Nach dem Abschleudern kannst du die honigfeuchten Waben luftdicht lagern. Da aber darauf achten, dass keine Waben mit Pollen eingelagert werden. Die Stellen mit Pollen kannst du aber auch ausschneiden, den Schaden reparieren die Bienen in der nächsten Saison schnell.


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo,


    wann ist der Schwarm denn abgegangen ? Schau in ein paar Tagen mal auf die zugehängten Brutwaben, falls du keine Nachschaffungszellen findest ist eine Königin im Volk. Bis diese geschlechtsreif und begattet ist können ein paar Tage vergehen. Etwa 3 Wochen nach Schwarmabgang solltest du erste neue Brut finden.


    Warum die halb befüllten Waben nicht den anderen Völkern in die Honigräume dazuhängen ? Falls da wirklich nur Nektar drin ist sollte das kein Problem sein.


    Beste Grüße


    Peter

    Anschlußfrage: Meine zweite Schleuderung hat einen relativ hohen Wassergehalt (so 18 %). Bei der feuchten Wetterlage habe ich nun etwas Angst, daß ich den Wassergehalt noch verschlechtere, wenn ich jetzt die Eimer öffne und rühre, was meint ihr ?

    Hallo,


    rühr doch in einem trockenen Raum ;) Im Ernst, jetzt bei den höheren Temperaturen ist auch die Luftfeuchtigkeit in Gebäuden etwas höher, aber sofern du nicht in der laufenden Dampfsauna den halben Tag rührst (ok auch hier: ich übertreibe) solltest du keine Probleme kriegen. Ein paar Tage lang morgens und abends wenige Minuten rühren sollte den Wassergehalt nicht merklich steigen lassen.


    Wenn der Honig in DIB-Gläser soll ist es natürlich etwas unentspannter, aber dann hat das Rühren darauf auch kaum noch Einfluss.


    Beste Grüße


    Peter, der nicht in DIB-Gläser abfüllt

    Heute geschleudert, um die Honigräume vor der Linde zu leeren. Auf dem Weg zum Stand schon die erste blühende Sommerlinde gesehen. Vermutlich wird bei uns die Sommerlinde Anfang der Woche richtig in Blüte gehen.

    Nach zwei Monaten der Trockenheit gab es Freitag und Samstag zusammen über 50 Liter Niederschlag pro m², könnte also was werden ;)


    Beste Grüße aus der FHH

    Liebe Imkerinnen und Imker,


    bei der heutigen Durchsicht meiner Völker ist mir bei einem aufgefallen, dass es keinerlei offene Brut mehr hat. Von dem Volk wurde vor 12 Tagen eine Brutwabe für einen Sammelbrutableger geschröpft, zu diesem Zeitpunkt hatte das Volk noch Brut in allen Stadien, ohne Anzeichen für Schwarmstimmung.

    Nachschaffungszellen oder Schwarmzellen (bzw. Reste davon) habe ich keine gefunden, so dass ich an diesem Punkt vor einem Rätsel stehe.


    Viel wichtiger ist es mir aber, dass nun vermutlich weisellose Volk zu retten. Von einem Nachbarvolk habe ich eine Wabe mit offener Brut eingehängt, um eine Möglichkeit zum Nachschaffen zu geben. Vielleicht ist ja auch eine unbegattete Königin im Volk, was für mich auch in Ordnung wäre. In jedem Fall würde ich nächste Woche auf Brut bzw. Nachschaffungszellen kontrollieren.


    Da die Königinnen aus meiner Zucht in zehn Tagen schlüpfen stelle ich mir nun die Frage, ob ich im Falle von Nachschaffungszellen im Volk auch einfach die Zellen brechen, und eine unbegatte Königin zum Ausfressen einhängen könnte ?



    Beste Grüße


    Peter

    Wir haben hier seit Ostern keine Niederschläge mehr gehabt. Christi Himmelfahrt ist der Hamburger Osten weggespült worden, der Rest der Stadt blieb trocken.


    Diesen Samstag fahre ich die erste Honigernte ein, bin aber ein bisschen geknickt: Die oberen Honigräume (Ganzzargen) sind meist nur knapp zur Hälfte gefüllt. Darunter liegen zwar halbe, recht gut gefüllte Honigraumzargen, die will ich den Völkern aber bis zum Abschleudern und Auffüttern lassen, da bei dem Wetter praktisch nichts mehr reinkommt.


    So eine Trockenheit im Norden habe ich noch nie erlebt, und wenn sich das nicht bald bessert sehe ich auch für die bald blühende Linde schwarz.


    Staubtrockene Grüße


    Peter

    Ich habe erst heuer mit der Imkerei angefangen, d. h. theoretisches Wissen und praktische Erfahrung stehen in krassem Gegensatz zueinander.


    Hm, ich würde dringend dazu raten, erstmal ein, besser zwei Jahre mit überschaubarem Bestand zu arbeiten, dann kannst auch viel besser abschätzen, wie die Beanspruchung durch die Imkerei ausschaut. Letztendlich geht es hier um die Verantwortung für Lebewesen, für deren Wohlergehen der Imker zuständig ist.


    Mein Vorschlag: setz dir für jedes Jahr ein Hauptziel, und im ersten Jahr sollte das erst einmal die unfallfreie Führung der Völker durch das Jahr sein. Stark vermehren kannst du durch starkes Schröpfen auch 2018, so dass du vermutlich schon an die acht Völker einwintern kannst. Wenn du meinst, dass das zu einfach war kannst du 2019 von da immer noch auf 20 Völker aufstocken.


    Was deine Stecher angeht: Im ersten Jahr hatte ich auch "welche". Ich setze die Anführungszeichen, da ich mir mittlerweile ziemlich sicher bin, dass der Imker (ich!) die Bienen vergrätzt hat, denn im Folgejahr waren die Bienen lammfromm. Was will ich damit sagen ? Vorsicht mit der Bezeichnung Stecher. Kannst du neben der Beute ohne Schleier hocken und das Flugloch betrachten ? Hängen dir Bienen im Schleier nachdem du die Beute geöffnet hast ?


    Gib Ihnen Zeit, über das Knie gebrochene Entscheidungen und Aktionismus sind in der Imkerei oft schädlich.


    Viel Erfolg und beste Grüße


    Peter

    Eine Frage in die Robinienrunde: Seit ein paar Tagen steht die Robinie nun auch in Hamburg in Vollblüte, und ich nehme an, dass einer meiner Stände sie gut befliegt. Ist es dabei normal, dass von den Bäumen praktisch kein Pollen gesammelt wird ? Die Völker am Stand haben Brut in allen Stadien, aber am Flugloch habe ich weder am vormittag, mittag oder nachmittag eine Biene mit Pollen gesehen.


    Beste Grüße

    Peter

    Es gibt Imkervereine, bei denen ist es sogar in der Satzung verankert, welche Rasse man haben muss, um Mitglied sein zu dürfen.

    Das stelle ich mir in der Praxis aber spannend vor. Ob da der Vorstand bzw. seine Obleute die Völker aller Mitglieder abklappern, und beim Auffinden von "Fehlfarben" die Mitgliedschaft kassieren ? :/

    Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass die Bienen den Honigraum nicht annehmen wollten.

    Deshalb habe ich das Absperrgitter weggenommen und zwei Futterwaben von unten nach oben gehängt. Da die ja doppelt so hoch wie das Honigrähmchen sind, musste ich zwei Honigräume aufeinanderstellen. Vielleicht war es deshalb auch so unhandlich.

    Hi,


    wolltest du die Bienen damit nach oben locken ? Dafür sind leider nur Honigwaben sinnvoll. Wenn du sie trotz Mittelwänden schnell dahin kriegen willst solltest du mit Schied und angepasstem Brutraum arbeiten, um die Bienen in die Honigräume zu lenken. Sobald die Bienenmasse stimmt nehmen sie auch die Mittelwände in den Honigräumen an.


    Du schreibst, du hast nun endlich dein erstes eigenes Volk. Glückwunsch dazu ! :) Ist es ein Ableger aus diesem Jahr ? Wie stark ist es, d.h. auf wievielen Waben hat es Brut ? Ohne mit Dadant zu imkern würde ich aber schätzen, dass es mindestens auf vier Waben Brut haben sollte, um den Honigraum anzunehmen.


    Beste Grüße


    Peter

    Hallo Sonnenhut,


    Bienenquetschen gehört absolut vermieden, was leider nicht immer gelingt.


    Wenn ich den Honigraum aufsetze kommt bei mir zuerst das Absperrgitter wieder auf den Brutraum. Die Bienen treibe ich dazu gerne mit etwas Sprühnebel aus Wasser zurück, was sie auch für kurze Zeit deutlich stärker den Kopf einziehen lässt als Rauch. Ist das Gitter einmal aufgesetzt wüßte ich nicht, wie man eine Biene an der Falz quetschen könnte.


    Du schreibst, du imkerst mit Dadant. Deine Honigräume sind aber die für das Maß üblichen, also deutlich kleineren ? Die sollten auch prallvoll nicht mehr als so etwa 13 Kg wiegen, ist das ein Problem ?

    Dadant/DN 1,5 wird u.a. auch deswegen von vielen genutzt, weil volle Honigräume nur halb so schwer sind wie bei DN/Zander.


    Falls ja würde ich empfehlen, soviele Waben in einen separaten Honigraum zu hängen bis der Honigraum sicher gehoben werden kann, und dann erst den Honigraum abzunehmen. Die entnommenen Honigwaben müssen nach dem Wiederausetzen des Honigraums dann eben wieder eingehängt werden.


    Beste Grüße


    Peter