Beiträge von Vivajohn

    Ansonsten mache ich es noch ruchloser: Die gewünschte Weisel abdrücken, im Zielvolk Platz schaffen, Waben vom aufzulösenden Volk reindrücken. Fertsch.

    Bin froh zu hören, dass ich nicht der Einzige bin, der so ruchlos vorgeht. ;) Ich musste dieses Jahr zum ersten Mal überhaupt ein Volk auflösen, da es nicht überwinterungsfähig gewesen wäre. Bin dann fast genau so wie Du verfahren, rall0r , allerdings umgekehrt, denn das nicht überwinterungsfähige Volk sass fast komplett auf Futterwaben. Ich habe die Weisel abgedrückt, die Waben auseinander geschoben und das andere Volk, wie es war, reingesetzt. Im Nachhinein kamen dann natürlich Zweifel auf, aber offenbar hat es durchaus geklappt.

    Dito ^^


    War auch gerade am Samstag noch am letzten Kurstag des Jahres vom Zuchtkurs. Ging noch mal um Selektion und Umweiseln.


    Der Züchter, immerhin 250+ Völker machte das auch nicht viel anders. Einziger Unterschied: Die Kö kommt nochmal in den Ausfresskäfig.

    Funktioniert in der Masse also ohne Probleme mit einfachen Methoden.

    Ich konnte die schon des öfteren beobachten. Aber ehrlich gesagt noch nie in der Beute...

    An Sommerabenden kann mal ab und an mal einen beobachten, wenn er/sie gegen Lichter fliegen. Diese Jumbos unter den Nachtfaltern sind auch kaum zu übersehen.

    Auch als Raupe sind sie mir nicht unbekannt. Der schafft es in dieser Form hier auch immer mal wieder in die Presse aufgrund aufgebrachter Mitbürger und Sommer-Berichterstattungs-Flaute.


    mfg Vivajohn

    Die Zeichnung sieht nach einem Beflug des "drüsigen Sprinkrauts" aus.

    Kann man googeln, sieht cool aus. Völlig unbedenklich.


    Die Teller der Hornissen werden um die Jahreszeit langsam leerer. Dann werden sie auch aufdringlicher gegenüber den Bienen. Bei normal starken Völkern sollte das nicht zum Problem werden.


    mfg Vivajohn

    3 : 2 Futtersirup hat nur 25% Wassergehalt, da ist nicht mehr viel einzudicken. Aber die Zelldeckel sind vielfach noch offen und das offene Futter zieht die AS an ("Sauerdrops"). Das ist Teil des Puffereffekts, der naturgemäß die Gesamtwirkung der AS-Behandlung abschwächt aber eben auch die subletalen Auswirkungen von AS verlängert.

    Auch wenn der "nur" auf 19% runter gebracht wird, sind das vielleicht "nur" marginale 6%. Die 6% sind auf ein Kilo Futter gerechnet aber eben doch 60 ml. Diese 60 ml Verdunsten überwiegend im Stock. Bei Tagesdosen von 25ml Ameisensäure sind diese 60 ml Wasser eben doch nicht ganz zu vernachlässigen. Aber wahrscheinlich noch unerheblich. Aber das ist lediglich 1 Kilo Futter und das noch 3:2... Also das optimalste Szenario der Fütterung.


    Fütterst vor der Behandlung mal eben 5 Kilo, vielleicht noch 1:1 weil du den Bautrieb noch mal anregen willst, hast du das schlimmste Szenario, dann sind wir bei 1,6 Liter, welch da in der Bude verdunsten müssen.

    - Die Empfehlung, erst nach AS zu Füttern, geht wohl von den subletalen Nebenwirkungen der AS auf die Bienen aus. Sie setzt aber voraus, daß genügend Futterreserven im Volk sind. Unter AS hat der Bien andere Prioritäten, als Futter zu sammeln. Da muß vorrangig die Brut und die Kö. vor AS geschützt und die ätzenden Dämpfe weggefächelt werden. Wenn dann noch Futternot herrscht oder generell zu wenig Bienenmasse da ist, muß man sich über letale Schäden nicht wundern.

    Bei uns wurde das immer so erklärt, dass Flüssigfutter ja erst noch eingedickt werden muss. Das heisst es hat "zu viel Wasser in der Beute". Ameisensäure wirkt hygroskopisch, bindet sich am Wasser und die Wirkung wird reduziert. Treibt man das auf die Palme, kann es sogar zu feucht werden, so dass die Ameisensäure Mühe bekommt, überhaupt zu Verdunsten.

    Auch in feuchten Gebieten, mit beispielsweise viel Nebel, insbesondere dann zur 2ten Behandlung im September, ist deshalb viel Sorgfalt geboten...

    Muss dich da noch etwas korrigieren:

    dass auch dort wohl hauptsächlich Hobbyimker imkern.

    Der Artikel besagt, dass einfach die Apis Cerana fast ausschliesslich durch Hobbyimker gehalten wird. Es dürfte in Japan durchaus genaus vo viele Berufsimker geben, wie sonst wo auf der Welt.


    dass anscheinend nur Pestizide (Apivar, Apistan) gegen die Varroa zugelassen sind. Wie ist das dort mit den Säuren?

    Es geht aus dem Artikel nicht ganz hervor... Aber es könnte sein, dass Ameisensäure und Oxalsäure dort gar keine Zulassung benötigen, um eingesetzt zu werden...



    Was ich nicht ganz verstehe ist, was an der japanischen Biene wilder sein soll als an den europäischen? Oder werden die einfach nicht so gezüchtet wie bei uns, sondern eben nur geschaut, dass man Schwärme lockt?

    Die Apis Cerana schwärmt nicht nur zur Vermehrung, sondern auch zur Migration. Wenns ihr an einem Standort zu bunt wird (kein Nahrungsangebot, übermässige Störungen, etc..), packt das gesamte Volk die Sachen und flitzt davon. In den oft tropischen Verhätnissen ihres Verbreitungsgesbiet hat sich das als nützlich erwiesen. Das heraus zu züchten ist wahrscheinlich auch nicht das einfachste...

    Unsere Biene profitierte wohl seit jeher eher von einer gewissen Ortsgebundenheit, da der Winter viel intensiver vorbereitet werden muss... Das Verhalten kennt sie aber auch!

    Auf ein mieses Frühjahr folgte ein mieser Sommer. Die Linde hat die Völker soweit ernährt, dass sie nicht gefüttert werden mussten, mehr nicht. Wald Fehlanzeige. Musste nun mit einer ersten Fütterung beginnen. Fazit: 0,0kg im gesamten Jahr. Scheine hier bei weitem nicht der Einzige zu sein.

    Sch...

    ...ade...


    Lief hier auch nicht wirklich gut, die Frühtracht haben die Völker wieder verbaucht. Was nicht geschwärmt und genügend stark war, konnte dann im Juni über einen kurzen Moment noch was eintragen. Seit her läuft nur noch gerade so viel, dass sich die Völker davon ernähren können.

    Mit 10 Völker in den Frühling gestartet, wird mein Ertrag wahrscheinlich etwas um die 50 Kilo sein. Der Grossteil davon von 3 ausserordentlichen Völkern. Hier gingen aber auch viele Imker ganz leer aus.


    Laut älteren Imkern, gibts hier ab und an mal solche Jahre.

    Ich staune aber auch sonst immer mal wieder. Die hier unerträglichsten Gebiete sind diejenigen, welche für die Insekten am besten sind. Hochwald mit naturgeschützten Moorgebieten und ausgiebigen Öko-Wiesen rundherum. Das ganze Jahr blüt was, aber nichts bringt wirklich was ein. Ausser alle 10 Jahre die Tanne, die dann dafür dermassen explodiert, dass dir Angst und Bange wird um die Völker.


    Wenigstens klappte es mit Vermehrung und Zucht. Ich hoffe darauf, knapp 20 Völker einwintern zu können.

    Eigenartig...

    Die Bestiftung der Zellen schreit förmlich nach Afterweiseln...

    Auf dem ersten Bilder sieht man auf der linken Seite allerdings Arbeiterinnenbrut...

    Und du selbst sagst ja auch, dass Arbeiterinnenbrut vorhanden ist.

    Das kann nur von einer Königin stammen!

    Item vielleicht doch eher weiselrichtig, aber die Kö taugt nichts? Das wäre mal eher mein Verdacht!

    Ich fahre mit dieser Methode recht gut.

    Es ist schnell, einfach und man stört oder tötet keine Bienen.

    Man muss da unterschiedliche Behandlungsmodelle betrachten:

    Arbeitet man sowieso immer mit 2 Behandlungen im Sommer, so wie es beispielsweise das CH-Ausbildungsmodell vorgibt und propagiert, reicht die Auszählung der Milben auf der Unterlage völlig aus.


    Arbeitet man nach dem Schema der "schadschwellenorientierten Behandlung", reicht es nicht mehr...



    mfg Vivajohn

    Der Artikel ist echt toll geschrieben...

    Er macht zwar interessante Erklärungsversuche zu über den Blütenbesuch und suggeriert dabei natürlich die Beeinflussung von "elektrischen Feldern" durch Handystrahlung...

    ... Das ist aber bei vernünftiger, näherer Betrachtung Schwachsinn.

    Ein Potentialunterschied zwischen Biene und Blüte bleibt ein Potentialunterschied... Völlig egal ob der sonst wirkenden Handystrahlung. Mit 5G verändert sich zwar die genutzten Frequenzen, viel mehr ist das aber nicht. Das nun bei den geänderten Frequenzen (die übrigens teilweise vor 5G bereits in Betrieb waren) sich etwas wesentliches ändert, ist nicht zu erwarten.


    Der Artikel hat aber einen klaren Charakter:

    Was viele heute nicht verstehen, ist die Macht von sogenannten "Think Tanks" oder Denkfabriken. Solche Denkfabriken streuen gezielt Informationen, auch über Bot-News-Netzwerke, wo dann Artikel schnell durchs Web wandern und durch zig Nachrichtenportale automatisch (wieder-)veröffentlicht werden. Das macht Meinungsbildung. Insbesondere politische Parteien oder freischaffende Denkfabriken im Industrieauftrag vollführen solche Aktionen. Man kann das immer wieder beobachten. Zunehmend wird leider mehr und mehr die Meinungsbildung innerhalb eines Landes durch andere Staaten. "Freie" Medien sind in der Hinsicht nun mal nicht grundsätzlich vorteilhaft.

    Was einem an der 5G-Kritik stutzig machen sollte, ist, dass beispielsweise ausgerechnet Russland hierzulande ein wahrnehmbares Interesse daran hat, einen 5G-Ausbau zu verzögern. Mehr und mehr verkommt der öffentlich politische und wissenschaftliche Diskurs zu einem Wahnwitz der immer angespannteren, globalen Wirtschaftssituation.

    Weil ich mich da fest Fahre wo du nicht hin kommst

    Und was soll das heissen? :/


    Bei 2en von denen hab ich schon mehr als einmal über die Schulter schauen können. Gleichzeitig überschneidet sich das auch mit der Wahrnehmung sonst. Fortbildungstechnisch aktive Leute, die mit genug Elan und Medienkompetenz dabei sind, haben selten Verluste an die Varroa... Selten ist nicht nie... Bei jenen Hobbyimker pendeln sich die Verluste bei um die 10% herum ein. Deshalb erscheinen mir die aber die Zahlen jener Berufsimker ebenfalls glaubwürdig... Weil vom zum Beruf hats noch mal einiges an Luft nach oben zur Verbesserung.

    Wenn es nur einige betreffen würde, aber immer wieder kommt es zu vermehrten Verlusten auch bei Berufsimkern. Also nicht pauschalisieren!

    Aus meiner Wahrnehmung:

    Ich kenne mittlerweile 3 berufsmässige Imker (will heissen mit einem Völkerbestand von deutlich über 100). Alle 3 haben Winterverluste von höchstens 2-3%. Regelmässig. Die Varroa stellt bei keinem ein grösseres Problem mehr dar.