Beiträge von Vivajohn

    Das schreit nach etwas Kontext:


    "Florida man" ist eine Internet- Medienlegende. Florida ist mit seinen Sümpfen, Alligatoren, Schlangen und anderem Getiere ein nicht ganz unrauhes Pflaster (Zumindest abseits der Städte). Das hinterlässt angeblich Spuren bei den Menschen. Wenn deshalb ein "Florida man" angeblich irgend was verrücktes tut, ist das eine Anspielung darauf.


    Weil das so kultig ist, liest man mittlerweile Unmengen an "Fake-News" darüber. Das scheint eine entsprechende Fake Headline zu sein und ist nur mit oben genannten Hintergrund als entsprechenden Humor zu verstehen.

    Ich habe letztes Jahr auch einfach den Metalldeckel samt Folie auf die oberste Zarge gelegt. Klar, optimal ist das auch nicht bei heißen Temperaturen, aber schlimm wars auch nicht. Mir sind keine Waben geschmolzen und tote Bienen hatte ich auch keine in den Zargen.

    Wie gesagt, hab das auch so getan, aber nicht mal mit Folie dazwischen... War erst kurz vor der Ernte auf die Idee gekommen, dass dies ja ein Problem darstellen könnte. Meine Gedanken waren aber eher bei der Räuberei, falls der Blechdeckel nicht sauber abschliesst.

    Trotz Rekordsommer aber keinerlei Probleme hier bei mir...

    Ich habe letztens beobachtet, dass bei Temperaturen von 9°C dünnflüssiges Zeug aus 2 Waben tropfte, die über Absperrgitter aufgesetzt waren und direkt über dem Brutnest waren. Bei 9°C und kaum Bienenflug kann das kein Nektar gewesen sein, sondern nur umgetragenes Winterfutter.

    Offenes Winterfutter tropft doch nicht einfach so raus...

    War also ziemlich sicher Nektar. Bei uns blüht die Weide gerade voll und die Bienen lassen keine Gelegenheit offen! Auch wenn die Bedingen suboptimal sind...

    Denn die Lebensmittel (ersetze beliebig durch andere Güter wie Strom, Benzin, Flüge etc.) sind ja nur deshalb so vermeintlich billig und sozial, weil die wahren Kosten auf andere, Unschuldige abgewälzt werden, die sich nicht dagegen wehren können (Entwicklungsländer, Umwelt, Flughafenanwohner, zukünftige Generationen, wir alle)!


    Jaien...

    ... ich bin da schon in vielen Bereichen deiner Meinung, aber "günstiger produzieren" heisst eben nicht zwangsläufig die Kosten abzuschieben... Leider bedeutet es heute in vielen Bereichen dasselbe. Aber das ist eben nicht grundsätzlich so.

    Industrialisierung ist wichtig und notwendig! Die Frage ist mehr, wie weit man das auf die Palme treiben darf. Und da landet man leider (noch) oft bei negativen Konsequenzen...


    Was man da aber beheben muss ist unser Wirtschaftssystem. Unendliches Wachstum funktioniert nicht mehr, wir basieren aber darauf... Da müssen bald mal alternative Modelle her... Stichwort "Zinsfreie Wirtschaft", z.B.


    Was aber nicht funktionieren wird:

    Die Volkswirtschaft durch Regelungen an die Wand fahren zu lassen! Das führt nur zu Armut. Und mit der Armut verschwindet jegliche Hoffnung auf eine bessere Zukunft!

    Na und?
    Dann sind halt ein paar LEBENSmittel etwas teuerer.

    :D:D:D


    Als Bewohner eines Landes mit einer bereits "entschleunigten" Landwirtschaft:

    Die Schweiz hat bereits ein verhältnissmässig lahmes Kleinbauerntum, welchem doch eine ordentliche Nachhaltigkeit nachgesagt wird.

    Trotzdem wird hier keinesfalls auf PSM verzichtet. Gefühlt ist deren Einsatz jedoch strenger geregelt.

    Um jetzt hier dem einfachen "ist dann halt teurer" mal ein paar Zahlen zu nennen:

    In der Schweiz sind die Lebensmittel im Schnitt bis zu 78% teurer als im EU-Schnitt. Alleine Fleisch ist rund 150% teurer. DE ist ca. auf dem EU-Schnitt.

    Also um rund 78% teurere Lebensmittel müsste man in DE berechnen, wollte man die Landwirtschaft ähnlich "entschleunigen".


    Das trifft aber nur zu, wenn man, wie die Schweiz, das ganze über ähnliche Importzölle finanzieren könnte. Trifft das nicht zu, kommen noch mal Kosten dazu, die zu tragen sind. Der DE-Bauer bezieht rund 23,5% seines Einkommens aus Subventionen. Der schweizer Bauer allerdings bezieht rund 63% seines Einkommens vom Staat. Diese Differenz, also rund ca. 40%, kommen dann noch mal obendrauf zu den 78%. (Diese 40% sind die ungefähren Zustüpfe, welche die Schweiz über die Importzölle erhebt) Dann sind wir bereits mal bei rund 118% Preissteigerung.

    Und das wohl verstanden noch nicht PSM-frei.


    Hierzulande gibts eine Volksinitatiative für ein Verbot synthetischer Pestizide. Die einzige Schätzung, welche ich kenne, geht hierbei von nochmal rund 30-40% gesteigerten Preisen aus. Dann sind wir irgendwo bei 148-158% Preissteigerung.


    Das ist aber immer noch nicht alles. Denn wenn die Lebensmittelpreise um 148-158% steigen, muss die Folge sein, dass alle Sozialbezüge steigen müssen. Also Rente hoch, Sozialhilfe hoch, usw. Das muss ebenfalls wieder bezahlt werden und das geschieht folgerichtig mit höheren Steuern. Hier wird die Rechnung nun recht unpräzise... Gehen wir mal davon aus, dass einem Sozialhilfebezüger rund 30% seiner Ausgaben für Lebensmittel drauf gehen, müssten 30% um die ca. 148-158% steigen. Daumen mal Pi sind das glaub so 49-53% Steigerung der Sozialausgaben, welche über höhere Steuern getragen werden müssten.


    Jetzt noch nicht berücksichtigt ist die Tatsache, dass damit die Kaufkraft drastisch sinkt. Das hemmt die Wirtschaft und senkt nochmal die Löhne. Wieviel in etwa wird jetzt richtig "glaskugelmässig" und ich lass das lieber.


    Aber ja: Das kann man ja wollen! Dann aber bitte das Preisschild mitbenennen, mit dem das einhergeht. Also sagen wir eine Steigerung von ungefähr 153% der Lebensmittelpreise + eine Erhöhung der sozialen Ausgaben um 51%. Mit dem Preisschild muss man mitberücksichtigen, dass wenn die Leute erst mal wieder arm sind, die Umwelt wieder völlig egal wird...


    Alternativ kann man natürlich einfach weiter billig importieren... Ist in der Schweiz schon auch ähnlich, auch wenn Billigprodukte durch Importzölle gar nicht mehr billig sind.

    So kann man die Probleme mit der Produktion gleich mit outsourcen. Dann hat man doppelt Freude: Man kann sich moralisch übermächtig fühlen und sich gleichzeitig über den Rest der Welt aufregen, wie schlecht die das dort so machen...


    Oder aber man fängt halt an, seine Zielvorstellung auf etwas realistisches zu setzen:

    Man könnte ökologischen Landbau besser (oder anders) fördern. Monätere Anreize da, wo man die Landwirtschaft hintreiben möchte. Das funktioniert! Kostet auch, siehe auch an verschiedenen Beispielen in der Schweiz.

    Je mehr Imker in Italien bestellen, desto höher wird das Risiko, desto wahrscheinlicher ist ein zeitnahes Auftauchen des Beutenkäfers in D. Wenn der fünf Jahre später kommt, ist schließlich schon viel gewonnen - immerhin weitere fünf Jahre (relativ) problemloses Imkern. Und wer weiß schon, ob nicht doch in drei Jahren DIE Methode entdeckt wird, den KBK zu bekämpfen und wir hier gar keine Probleme bekommen.

    5 Jahre sind arg optimistisch, selbst bei Null-Import-Strategie, welche ja erwiesenermassen nicht erreichbar ist. Der KBK verteilt sich ja auch durch Transporte aus Nicht-Bienen-Produkten, wie Früchten z.B. Ich seh das nicht ganz so, dass man da wesentlich was gewinnen kann.

    Insbesondere scheinen die Quarantänemassnahmen aber sowieso zu funktionieren...


    1. Es geht keineswegs um blasse Moralpredigten, sondern um konkrete Alternativen. Und um Sachinformationen. Es ist ein Unterschied, ob man aus dem Ausland herantransportierte Bienen unbekannten Alters/Restlebenserwartung und mit fehlender lokaler Anpassung kauft oder sich unter einheimischen Imkern regional gegenseitig aushilft mit lokal angepaßten und natürlich gewachsenen Völkern in jahreszeitgerechter demografischer Zusammensetzung.

    Leider wird das auch unter uns Imkern oft verkürzt auf das - nicht unwichtige - veterinärmedizinische Thema: Einschleppung von Parasiten und Bienenkrankheiten.

    -->

    Ich kenne einige Gründe, keine Paktebienen aus Italien zu kaufen...


    2. Vivajohn: Was schlägst Du vor, um zuverlässig den Wahrheitsgehalt der TRACES-Papiere zu prüfen?

    Gute Frage, wir schwebte nur mal vor von einer 2. veterinärärztlichen Untersuchung im Zielland. Du machst aber selber auch einige Beispiele. Aber eigentlich ist es nicht an mir, solche Vorschläge zu bringen. Ich kritisiere da insbesondere die Arbeit behördennaher Organisationen, auch Vereine. Wie da ab und an gehetzt wird empfinde ich mittlerweile als störend.

    Auch wenn Beispiele gezeigt werden, wie der Import die Regeln eben verletzt... So sind doch dort eben viel eher Massnahmen vorzunehmen, um diese Regelverletzungen zu verhindern. Das moralische Hetzen gegen potentielle Käufer bringt doch nichts.


    Oder mal so gefragt: Wären Paketbienen immer noch so schlimm, kämen sie aus Schweden, wie das heutzutage viele Königinnen (Mellifera und Ligustica-Fans in Europa) immerhin schon tun?

    Der internationale Bienenhandel in Europa ist doch schon vollständig etabliert. Das zum Fallen bringen zu wollen, ist doch ähnlich, wie das Klagelied über unseren Konsum...

    Wo Angebot und Nachfrage sich finden, ist es schwer, sich verbietend dazwischen zu stellen... Handel lässt sich schwer verbieten (Er wird dann nicht selten zum Schwarzhandel). Aber Handel lässt sich besser regulieren!

    Ich verstehs nicht ganz...

    Ich kenne einige Gründe, keine Paktebienen aus Italien zu kaufen...

    ... Aber weder der KBK, noch ein anderer Schädlinge oder Krankheiten gehören dazu.

    Die Italiener habens entweder im Griff mit der Quarantänezone, dann kommt da weder was nach DE, noch sonst wo hin, was verseucht sein könnte.

    Oder sie habens nicht im Griff. Dann breitet er sich sowieso auf den Rest Europas aus, völlig unabhängig von Bienenimporten. Zugegeben, ist er so wohl etwas schneller in der Verbreitung, aber verhindern tut das gar nichts... Dafür sind die Länder zu klein und viel zu dicht besiedelt, inbesondere in Grenzgebieten. Italien oder Frankreich sind halt nun nicht Übersee. Bei Überseeimporten seh ich das auch wieder anders, das ist klar. Man sieht ja jetzt auch mit der asiatischen Hornisse, wie sehr die die Grenzen in Europa respektiert^^


    Ich finds einfach verschwendete Energie, die ganze Zeit den Leuten moralisch einpredigen zu wollen, was sie sollen und nicht sollen. Es ist ja erlaubt. Hat etwa denselben Effekt wie die Predigt vom Pfarrer am Sonntag. Die Kontaktbar ist dann geächtet, zählt aber immer noch mehr als genug Besucher, obwohl ja angeblich niemand dort zu Besuch geht...

    Das ganze führt doch vor allem nur, dass Imker gegenseitig aufeinander los gehen.

    Energie würde man doch viel eher dort rein stecken, dass die Traces-Papiere, also die Gesundheitsbescheinigungen, auch das Wert sind, was sie versprechen.

    Ich find die mit Astronatenhaube top! Kenne aber kaum andere, bei denen mit Hut soll sich schnell alles verrutschen, eine Sicherheitsnadel an der richtigen Stelle soll dem entgegenhelfen.


    Zu Beginn habe ich mit einem einfachen Schleier aus Baumwolle begonnen. Weil man ja nicht gestochen werden möchte, zieht man dann natürlich jedesmal noch lange Hosen an... Und so gehts los mit der Schwitzerei...

    Deshalb habe ich mir letztes Jahr einen ventilierten Ganzkörperanzug angeschafft. Meiner Meinung eine sehr lohnende Investition. In den kurzen Hosen zum Stand, Anzug drüber und entspannt loslegen. Ohne Schleier kommt für mich (noch) nicht in Frage und würde den auch jedem Anfänger empfehlen.

    ich bin gerade zufällig auf dieses Video gestoßen, welches die Ausmaße eines Angriffs verdeutlicht. Falls schon bekannt, einfach diese Nachricht ignorieren.

    Falsche Hornissenart. Im Video ist die Vespa mandarinia japonica. Hier eingewandert ist aber eine andere Art, die Vespa Velutina. Die grosse japanische Hornisse ist noch einmal einiges Grösser und für uns wohl Furchteinflössender.

    Auch scheint es in der Nord- und Zentralschweiz starke Verluste zu geben (leider habe ich noch keine Primärquelle, nur ein Aussage aus einem Youtube-Kommentar).

    Kann ich zur Zeit nicht bestätigen...

    Es werden mehr Verluste erwartet als üblich. Gründe dafür sind eine regional sehr lange anhaltende Waldtracht bis in den September und der überwarme Spätsommer.

    Aber hier in meinem Umfeld scheinen sich die Verluste noch in Grenzen zu halten. Ich habe ein Volk von 12 verloren. Bisher sind mir auch keine grösseren Verluste bekannt, genau weiss ich das aber erst, wenn hier die ersten Ortsgruppentreffen sind.


    mfg Vivajohn

    Das bringt eben nichts. Guck mal bei Youtube, wie viele Serien dort einfach mit Rahmen, Tonaussetzern oder leicht beschnittenem Bild hochgeladen werden.

    Ein Hash erlaubt nur das Vergleichen ob zwei Dateien identisch sind. Bereits leichteste Veränderungen verändern den Hash so massiv das man ihn nicht mehr vorraussagen kann.

    Natürlich kann man solche Filter umgehen, wird ja gemacht... Aber sie sind in meinen Augen die einzig Realisierbaren...

    Alles andere gipfelt meiner Meinung nach in einer unheiligen Rechnerauslastung, die gar niemand finanzieren will oder kann... Auch wenn Politiker oder Rechteinhaber es gerne hätten...

    Erfahrungsgemäss funktioniert eine Hash-Berechnung, auch eine vielleicht komplexere, noch in einigermassen vernünfiger Rechenzeit. Irgendwelche Analytika über Bild und Video: Keine Chance da irgendwas Performantes hin zu kriegen.


    mfg Vivajohn