Beiträge von RoWa Bielitz

    Solange es kein kleiner Beutenkäfer ist - leben und leben lassen! ;)

    Ich stelle aber bei meinen Beuten einen Zusammenhang zwischen Art der Deckeldämmung und Bevölkerung durch Untermieter fest: Bei den Beuten mit druckfester Holzfaserplatte als Dämmung im Deckel tummeln sich dort nur ab und an mal die von Ulrich erwähnten Ohrenkneifer, bei den Beuten mit weicher Filzmatte als Dämmung sitzen dort auch Spinnen und anderes Krabbelgetier - vermutlich Filzhöhlenbauend. ^^

    Moin Chris. Wurden die Ableger vom Ersteller nach der Bildung (brutfrei) mit MS oder OX behandelt? Das wäre erstmal die Grundvoraussetzung dafür, jetzt evtl. nicht behandeln zu müssen und bis zur Winterbehandlung warten zu können.

    3 Milben pro Tag (9 in 3 Tagen) ist für einen Ableger noch grenzwertig, würde ich sagen. Im Oktober sollten es nicht mehr als 10 pro Tag sein. Davon ausgehend, dass sich die Milbenpopulation bis Mitte Oktober noch verdoppelt, wären das also ca. 6 bei Dir. Was die Ameisen weg getragen haben, weiß aber niemand. Wenn du dir unsicher bist, kann die PZM sicher nicht schaden.


    Ich selbst hatte im letzten Jahr ebenfalls 3 Ableger, die bei Erstellung mit MS behandelt wurden und um diese Zeit dann einen nat. Milbenfall von 2-3 Milben pro Tag hatten. Habe daraufhin bis zur Winterbehandlung mit OX-Träufelung gewartet und es haben alle überlebt.

    Allerdings habe ich keine Langzeiterfahrung, da ich auch erst seit knapp anderthalb Jahren dabei bin und erst einen Bienenwinter durch habe - kann also auch Glück gewesen sein. ;)

    Dabei meinte ich mit Kevin-Jamie und Chantalle-Chayenne gar nicht explizit die sogenannten "sozial-schwachen" (die vielleicht eher ökonomisch-schwach genannt werden sollten?), eine Wichtung in diese Richtung lag mir fern - es war eher eine Anspielung in Richtung verwöhnte-Rotzgöre-mit-möglichst-exotischem-Doppelnamen. Sorry, falls sich jemand auf den Schlips getreten fühlen sollte...

    Auch Kevin-Jamie und Chantalle-Chayenne haben oft wenig Geld und können sich Honig nur kaufen, wenn er nicht nach deutschen Löhnen und Bürokratiekosten produziert wurde.

    Das hinkt doch aber an anderer Stelle und nicht beim deutschen Imker oder Honig!

    Natürlich gibt es aus Gründen einen Markt für beide, trotzdem muss man noch lange nicht mit dem "Warum" einverstanden sein und darf sich mal mit den Zusammenhängen auseinandersetzen und diese kritisch bewerten. Besser als einfach hinnehmen. Über den Tellerrand eben... ;)

    Wie wiegt ihr mit der Kofferwaage?

    Könnt ihr mir das als Anfänger etwas genauer beschreiben?

    Ich will die Dinger doch nicht immer anheben.

    Genau das ist aber der physikalische Witz daran - die Waage zeigt nur was an, wenn du die Beuten anhebst. ;)

    Du musst sie dabei natürlich nicht einen Meter in die Luft heben. Im Allgemeinen hängt man die Kofferwaage einmal links und einmal rechts unter den Beuten-Boden und zieht nach oben, bis die Beute sich LEICHT anhebt, also vielleicht einen cm. Die beiden Ergebnisse addierst du, um das Gesamtgewicht zu erhalten. Links und rechts deswegen, weil das Gewicht nicht gleichmäßig in der Beute verteilt ist. (Einmal von hinten wiegen und das Ergebnis verdoppeln soll auch funktionieren, habe ich selbst noch keinen Vergleich angestellt.)

    Mein Kofferwaage hat unten einen Haken, der nicht so ideal unter die Beute greift, ohne abzurutschen. Daher behelfe ich mir mit einer großen Schraubzwinge, die ich unter der Beute entlang führe und am Boden fest zwinge, dann kann ich mit der Waage auf beiden Seiten die Zwinge greifen und anheben. Etwas umständlich, funktioniert aber.

    Dass es auch hier schwarze Schafe gibt, ist sicherlich richtig. Trotzdem wage ich zu behaupten, dass im Allgemeinen "unser" Imkerhonig doch wertiger / hochwertiger ist als Importhonig aus Nicht-EU-Ländern. Und damit meine ich nicht unbedingt die Qualität des Honigs an sich. Tollen Honig gibt es mit 100prozentiger Sicherheit nicht nur in Deutschland oder anderen EU-Ländern. Aber kommt der hochwertigste Honig von dort hier in der Quetschflasche an??

    80 Cent pro 100 Gramm, also lumpige 4,- Euro für ein 500 g Glas. In diesen 4 Euro ist der Honig drin, das Glas, das Etikett, der Transport per Schiff und LKW durch die halbe Welt, Diesel, Gewinn für Händler+Zwischenhändler+Transporteure, Abschreibung für Fässer, Abfüllmaschinen, Gabelstapler, Frachtschiffe, ... , Lagerhaltung, Lohnkosten für die Bediener letzterer und nicht zuletzt der Lohn der armen Schweine, die unter z.T. wüsten Bedingungen für vermutlich 1,50 die Stunde im Akkord mit den Waben hantieren, damit Kevin-Jamie und Chantalle-Chayenne immer den selben Mix-Geschmack aus der Quetschflasche zum Frühstück kriegen. Armer Mensch, arme Biene. Wie "wertig" ist dieser Honig dann noch, für den in so einer Rechnung vielleicht 1 Euro pro Glas übrig bleibt? Allein deshalb macht es für mich Sinn, Honig "von hier" zu kaufen (wenn man selbst keinen erzeugt).

    Horst Lüning hat so eine Rechnung vor paar Jahren mal für Single Malt Whisky aus dem Discounter aufgemacht. Interessant und durchaus vergleichbar.

    Genau! Kurze Alternative zur meditativen Haselnuss-Pell-Aktion: Schneller geht's wenn man die Nüsse in ein Geschirrtuch o.ä. einwickelt und dann über den Tisch oder aneinander rubbelt. Dauert auch n paar Minuten ist aber schneller als einzeln schälen.

    OT aber verdammt lecker... :S