Beiträge von RoWa Bielitz

    Habs dieser Tage wieder mal gemerkt, im Dauerplatzregen alles patsch nass geworden, und schwupp 1,5% mehr....

    Ich denke es ist besser an der Ursache als am Symtom zu werkeln.

    Nee, Styro daugt nicht, das wird nur einmal nass;)

    Erklärt auch, warum, die alten HBB trockeneren Honig liefern - die stehen im Normalfall nicht im Freien und daher auch nicht im Regen.

    Klingt logisch. Vielleicht kann das jemand bestätigen, der seine (Dadant-)Magazine unter einer Überdachung stehen hat? Bilder von solchen Überdachungen habe ich hier schon gesehen, weiß aber nicht mehr von wem.

    Am Sonntag beim Spaziergang sind wir an einer Bienenweide-Fläche direkt am Dorfrand vorbeigekommen. Hier blühen mindestens Phacelia (schon ziemlich weit, vieles schon verblüht), Kamille, Kornblume, Rotklee, Malve und anderes. Bei der weiß-rosa Blüte (sehe Fotos) bin ich mir unsicher, was das ist - Pl@ntNet schlügt Ackerrettich oder Pfeilkresse vor. Weiß das jemand zuzuordnen? Außerdem sind Sonnenblumen en masse dazwischen, die bald aufblühen werden. Wahnsinn, was sich in diesem Feld alles tummelt. Honig- und Wildbienen, Schmetterlinge und mindestens 3-4 unterschiedliche Hummelarten konnten wir beobachten.

    Leider war die Sonne meist von ein paar Wolken verhangen und ich hatte keine Kamera sondern nur das Schlaufon dabei, hier dennoch ein paar Impressionen:




    Was blüht hier?








    Gerade abgeschleudert. Die Linde hat im Schnitt pro Volk nochmal 25 Kg gebracht, dem Anschein nach dieses Jahr kaum oder sogar kein Honigtau.

    Kann ich exakt so von hier bestätigen. :) Schnitt 28 kg und kein Tau in diesem Jahr.


    St0ny : Bei mir hielt es sich letztes Jahr in etwa die Waage zwischen Raps- und Lindenliebhaber. Auf jeden Fall kennen die meisten meiner Kunden den Unterschied und bevorzugen meist den einen oder anderen, würde sagen 50/50. Einige wollen auch nur den einen und mögen den anderen überhaupt nicht.

    Habe gestern auch abgeschleudert und bin angesichts des Jahresverlaufs doch zufrieden. Hier war es sehr trocken, Honigtau von der Linde gab es nicht und die beiden im Flugkreis befindlichen Phacelia-Flächen waren sehr früh und blühten schon zeitgleich mit den Linden. Trotzdem waren die Damen fleißig und im Schnitt sind es 28,6 kg Sommertracht geworden, bestes Volk bei 37,9 kg. :)

    Interessant dabei: ein einzelnes Volk steht im Nachbardorf, Luftlinie nur etwa 1 km entfernt. Die haben dennoch einen definitiv anderen Honig in mind. 2 HR produziert, deutlich dunkler und mit anderem Aroma, sehr kräftig, beinahe „herzhaft“. Ich tippe auf Kornblume, werde das aber noch beproben lassen.

    Jahresschnitt etwas über 50 kg, bestes Volk bei 61,8 kg, alles in allem besser gelaufen als befürchtet, nun wird gefüttert und gepflegt. ;) TBE ist auch durch und ich hoffe auf starke Wintervölker.

    Frühtracht war hier auch wesentlich weniger. Im Schnitt ca. 20 kg pro Volk, letztes Jahr hatte ich das doppelte.

    Danach ging's allerdings aufwärts - sowohl mit Wetter und Tracht als leider z.T. auch mit dem Schwarmtrieb... Habe noch nicht abgeschleudert, aber von den nicht geschwärmten Völkern werden es jeweils 3-4 HR (DD, Halbzarge) werden. Erstmalig habe ich sogar Kornblume dabei. :)

    ... und die HR gleich wieder bienendicht verschließen, z.B. unten Spanplatte oder Innendeckel auf Schubkarre und oben Blechdeckel. Im Zweifel nehme ich lieber ganze HR mit rein und sortiere evtl. nicht schleuderreife Waben aus und um zum späteren Wiederaufsetzen.

    Alle 100 m sind es bei uns vielleicht nicht, aber im Umkreis von 2 km weiß ich von 3 wildlebenden Völkern bzw. Stellen, wo immer wieder Schwärme einziehen. Zwei davon sind direkt nebeneinander, ich habe sie über Herbst und Frühjahr beobachtet. Im Frühjahr bis einschließlich April war dort definitiv nix los, vermutlich also eingegangen. Seit Mai ist wieder Flugbetrieb, ich gehe also von neuen Schwärmen aus. In dem Dorf wohnt ein Imker mit ca. 20 Völkern.

    Ob mit diesen Schwärmen nun mein Varroakonzept steht und fällt, wage ich auch zu bezweifeln. Die eigenen Völker anständig zu behandeln dürfte wohl mehr bringen, als alles wildlebende zu terminieren.

    ... und das Varroabehandlungskonzept der umliegenden Imker möglicherweise damit über den Haufen geworfen...

    Was hättest du denn gemacht bzw. wie willst du die da in der Decke gegen Milben behandeln?!? Lieber den Kammerjäger gerufen und alles totgespritzt?

    Ich wurde am Donnerstag leicht verunsichert/nervös angerufen, ob ich mal vorbei kommen könnte, bei einer Familie ein paar Dörfer weiter sei ein Bienenschwarm. Meine Frage, ob der da noch irgendwo sichtbar hängt und einzufangen sei wurde verneint, sie seien in die „Wand“ einer Scheune eingezogen. Zuerst dachten die Hausherren an Wespen und waren recht ängstlich. Dass es doch Bienen waren, hatte ihr Nachbar schon aufgeklärt. Heute war ich also dort: definitiv ein Schwarm Honigbienen (keiner von meinen Bienen... ;)) und sie sind nicht in die Wand sondern in die Zwischendecke eingezogen, Ein- und Ausflug durch einen Spalt in der Stülpschalung in etwa 2,80 m Höhe. Im netten Gespräch mit den frischgebackenen, unfreiwilligen Bienenhaltern ;) konnte ich die Ängste ausräumen, die Leute waren grundsätzlich bienenfreundlich eingestellt und wollten auch keine Chemie einsetzen, um die Bienen abzumurksen. Dass das Volk nun dort wohnen bleibt wollten sie eigentlich erst auch nicht, konnten sich aber damit abfinden nachdem ich ihnen gesagt hatte, dass wir es ohne Öffnung der Wand oder des Fußbodens dort nicht heraus bekommen. Habe ihnen auch erklärt, dass sich der Fall mit gewisser Wahrscheinlichkeit in 1-2 Jahren von allein erledigt, aber auch dass dort auch gern wieder ein neuer Schwarm einziehen wird. Haben dann noch ne ganze Weile geschnackt und als ich nach Hause fuhr, bekam ich als Dankeschön ein Fläschchen selbstgemachten Holunderblütenlikör in die Hand gedrückt, konnte sogar noch ein Glas Honig absetzen (das ich rein zufällig im Auto hatte... 8o) und zwei beruhigte Hausherren hinterlassen. Schöner Start in den Sonntag! :)

    Ich bin hier weil ich mich mit euch über Bienen unterhalten wollte

    ... und sicherlich auch verstanden werden wolltest? Unterhaltungen sind nun mal ungemein einfacher, wenn sie verständlich sind und nicht einfach dahin gerotzt werden. Keiner erwartet 100 Prozent, aber wenigstens Mühe geben sollte man erwarten können.

    Sorryaberisso! :)