Beiträge von p.andi

    Was ist aber falsch daran, zu VSH fähige Völker im Winter einer Restentmilbung zu unterziehen?

    Bei ausreichender Sommerbehandlung (mit evtl. sogar Brutunterbrechung) sollte es ein Volk bis in den nächsten Sommer auch ohne Winterbehandlung schaffen. VSH fähige Völker stechen dann heraus wenn sie trotzdem im laufe des Jahres eine geringere Milbenlast aufweisen. Bei Winterbehandlung kommt dieser Effekt nur vermindert zum Vorschein (da ich die Milbenlast bei allen Völkern gleichermaßen verringere) und ich "schleppe" somit auch weniger resistente Völker durch. Es erschwert sozusagen die gezielte Auslese.


    Weiterhin wurde ja nachgewiesen das Drohnen von Völkern mit erhöhter Milbenlast schlechtere Flugleistungen haben. Das wiederum heißt das Drohnen von resistenten Völkern bessere Paarungschancen haben und somit die bessere Genetik die Oberhand hat (sozusagen).

    Meines Erachtens machen sehr viele Imker den Fehler, dass sie zwischen Sommerbehandlung und Restentmilbung im Nov./Dez. die Varroasituation nicht überprüfen und somit bis zur Restentmilbung eigentlich oft schon alles zu spät ist.

    Meines Erachtens geht es hier nicht um den Zeitraum zwischen Sommerbehandlung und Restentmilbung im Nov./Dez., sondern um eine nicht ausreichend durchgeführte Sommerbehandlung.


    Im Spätsommer entstehen die Winterbienen. Eine unzureichende Sommerbehandlung führt zu nicht optimalen Winterbienen und somit oft zu Winterverlusten. Ziel sollte es doch sein gesunde Winterbienen aufzuziehen!


    Milben die im Dezember noch im Volk sind tun im Grunde im Moment nicht weh. Erst bei erneutem Brutbeginn im Frühjahr macht sich eine erhöhte Milbenbelastung im Lauf des Jahres bemerkbar.


    Wie schon von Dr. Büchler angesprochen sehe ich die Lösung eher in einer Sommernehandlung mit integrierter Brutpause und einem zunehmenden Verzicht auf eine Restentmilbung im Winter. Bei Brutunterbrechung + Sommerbehandlung sollten es die Völker bis in den nächsten Sommer schaffen. Weniger resistente Völker fallen durch eine hohe Milbenbelastung auf und sollten dann direkt umgeweiselt werden.


    Siehe auch -->Strategiewechsel in der Varroabekämpfung

    Puderzucker 1x Mitte Juni und 1x Ende Juni.


    1x Ausreißer mit 1x 11 und 1x 8 Milben


    2x 2x 0 Milben


    Dann noch 4 Völker die jedes Mal so zwischen 4...6 lagen.


    Keine sichtbaren Symptome.Bis auf den Ausreißer der extrem schwach wurde.

    Warum nicht TBE oder TUB oder Scalvini? Die Sommer werden sicher eher so heiß bleiben. Ich finde das Herbeiführen von Brutfreiheit zwar aufwändiger, aber ich kann auch gerade entspannt schlafen, weil ich trotz Hitze meine Völker früh genug entmilben kann.

    Die Bilder vom letzten Jahr, die ich hier im Forum gefunden habe, von den massenhaft vorlagernden Bienen bei (allerdings LZ-) AS Behandlung sind mir noch gut im Gedächtnis...

    Dem stimme ich zu. Ich hab auch alle Völker mittels Scalvini + OS sprühen behandelt. Die Sommer werden sicher nicht mehr kühler und vorallem für Wochenendimker wird es dann zunehmend schwieriger ein passendes Temperaturniveau an einem Wochenende zu finden. Mal ist es zu heiß, mal regnet ist. Eine von der Temperatur unabhängige Varroabehandlung wird wohl in der Zukunft wichtiger werden (hier vorallem bei uns im Bezug auf Sommerhitze und AS). (Mal so nebenbei, auch wenn das nicht direkt zur Fragestellung passt.) :)

    Wieso ist das ok, wenn die Königin überhaupt nicht legt?

    Gruß Ralph

    Meine Antwort bezieht sich nur auf das Verhalten der Königin im Scalvinikäfig. Manchen legen halt eher und manche etwas später. Bei mir finde ich bei manchen nach der ersten Woche Stifte in den Zellen im Käfig und bei manchen halt nicht. Ist halt so...:/

    In meinem Volk mit Scalvini gestern erste Kontrolle nach 1 Woche. Königin lebt, hat aber überhaupt keine Brut angelegt. Alle Zellen im Käfig blank.

    :/

    Das ist ok! Manche legen eher Brut an, manche später und manche auch überhaupt nicht.

    Hast du zur Sicherheit nochmal auf WZ kontrolliert? Ich hatte schon 2 Völker die die fehlende/schlechte Legetätigkeit der Köngigin als Anlass genommen haben WZ zu ziehen.

    Ich kenn diese Videos: erst ellenlange Werbung - dann viel bla zum Schluss irgend eine profane Erklärung …

    Weder Werbung noch bla bla...


    Nimm dir doch mal 5 Minuten zum durchzappen und dann siehst du ob du es interessant findest, oder nicht?!

    Ich habe das garnicht erst probiert, weil sinnlos.

    Gruß Ralph

    Also "sinnlos" würde ich es nicht bezeichnen.


    Hin- oder her ich hab damit bis jetzt noch keine negativen Erfahrungen gemacht. Die Begleitbienen verbringen bei mir ca 1 Woche im Schlupfkäfig und das Futter war noch nie weg und es ist auch noch nie eine Königin verhungert.


    Aber wie bei allem, muss wohl auch hier jeder seine eigenen Erfahrungen machen! Hauptsache man erhält ein zufriedenstellendes Ergebnis!

    Die Frage ist nun, ob die Versorgung durch diese mini-Löcher in den Nicot-Schlupfkäfigen für eine gute Versorgung ausreichen.

    Das weiß ich leider auch nicht, würde mich aber im Zweifel nicht darauf verlassen.


    Das mit den Begleitbienen und Honig im Käfig hab ich von einem erfahrenen Züchter und bis jetzt noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Notfalls kann man die Königinnen da auch mal noch eine Nacht länger im Käfig lassen und alles ist iO.