Beiträge von swissmix

    swissmix wie hast du die entdeckt und was tust du dagegen?

    Da muss ich etwas ausholen. :)


    Am Stand habe ich Mitte Juli bei allen Völkern eine TBE durchgeführt. Die Völker stehen je zu zweit auf Beutenböcken. Eine Woche später bei der Fangwabenentnahme war bei einem Volk etwas sichtbar nicht in Ordnung; nochmals eine Woche später war klar, dass es weisellos war, weshalb ich es aufgelöst habe (vgl. Stifte und Nachschaffungszellen 6 Tage nach TBE). Und da geschah die Eselei: Ich habe alle Zellen gebrochen und je die Hälfte der Waben samt Bienen dem Nachbarvolk (auf demselben Beutenbock) und einem andern Volk zugehängt.


    Die Völker habe ich dann drei Wochen in Ruhe gelassen, nur fleissig gefüttert. Bei der Durchsicht fünf Wochen nach der TBE zeigte sich, dass das Nachbarvolk vom aufgelösten Volk, das logischerweise alle Flugbienen abbekommen hat, richtig schön stark ist und von allen Völkern mit Abstand am meisten Futtervorräte hat, während das andere Volk schwächer als je zuvor ist und kaum Futter eingelagert hat. Da habe ich eins plus eins zusammengezählt …


    Nach Liebig/Aumeier würde das geschwächte Volk den Winter durchaus noch überstehen, aber ich wollte ja eh grosszügig vereinigen und dann im nächsten Jahr möglichst mit Kanonen auf Spatzen schiessen. ;) Daher wird es aufgelöst werden.

    Probleme gibt es, wenn der Volksteil der zu einem anderen Volk dazugehängt wird, danach wieder nach Hause fliegen und dort erzählen kann wie anderswo die Speisekammer aussieht. D.h. auflösen durch zuhängen geht jetzt, aber keine Wabe mit Bienen irgendwo raus und zum Verstärken am selben Stand woanders mit rein. Das gibt Räuberei.

    Stille Räuberei. Kann ich aus aktueller Erfahrung bestätigen. :|

    Danke für die Tipps. Ja, die 5mm wären für Seitenabstand. Jetzt nicht mehr ;)


    swissmix : Den Einkauf im Ausland tue ich mir nur an, weil hierzulande gerne mal 400-500 Franken pro Beute verlangt werden und mir das überteuert erscheint. Und bei den französischen Adressen ist es schwer etwas nach meinen Vorstellungen zusammenzustellen (ist dieser Metallrechen mit den Klammern unten im Brutraum nützlich oder hinderlich? Vertikal gedrahtete Rähmchen werden soweit mir bekannt ist auch nicht empfohlen). Den Marktplatz sowie tutti.ch behalte ich im Auge. Kennst du zufälligerweise CH Bezugsquellen für anständige 12er DB-Beuten ohne Mondpreise?

    Bei Dadant Blatt würde ich auf die 10er abzielen. Dann kannst Du nämlich das französische Zeugs 1:1 verwenden. Oder fast 1:1. Wenn der wasgau immen etwas empfiehlt, würde ich darauf hören. :) Manchmal versteht man seine Ausführungen vielleicht nicht auf Anhieb, aber dann kann man ja nachfragen. Da kann man geballtes Wissen anzapfen!


    Ja, diese Rechen, keine Ahnung. Die würde ich dann halt einfach gleich rausschrauben und durch Edelstahlschienen ersetzen (bei den Bruträumen!). Wurde ja schon gesagt. Vertikal gedrahtete Rähmchen sind eher unüblich, aber keine Tragödie, solange man den Draht nicht übertrieben spannt. Die Rähmchen könntest Du ja auch woanders beziehen oder ungedrahtet, dann selber paar Löcher in die Seitenteile machen und horizontal drahten.


    Aber Achtung: Was finanziell wirklich einschenkt, sind die Kleinteile: Rähmchen, Gläser, Deckel u.ä. Es klingt zwar paradox, lässt sich aber leicht nachrechnen. Ob eine Beute 100 Franken mehr oder eine Schleuder 300 Franken mehr kostet, fällt viel weniger ins Gewicht als der Unterschied zwischen einem Rähmchen für einen Franken oder für 1.50 Franken.


    Bei gebrauchten Artikel würde ich vor einem Kauf immer kurz mit jemandem Rücksprache halten, der Erfahrung hat, z.B. im Verein. Ein beliebter Imkersport ist es teilweise, Anfängern den alten Schrott zu Wucherpreisen anzudrehen. ;)

    Ich würde den Ableger auch weiterlaufen lassen. Vereinigen kann man später immer noch, je nachdem, wie er sich entwickelt.

    Das war auch mein erster Gedanke. Bin mir als Anfänger nur unsicher

    Gute Haltung. Aber im Oktober musst Du dann konsequent sein. Wenn sie bis dahin die Kurve nicht gekriegt haben, auflösen. Besser, als im Winter tote Bienen entsorgen zu müssen, die in den Wochen davor jämmerlich verreckt sind.

    Hoi Simon,


    willkommen im Forum! :) Wenn Du Dich für den Grundkurs angemeldet hast, besteht ja bereits ein Kontakt zu einem Verein. Frag gleich mal dort nach, wem Du über die Schultern schauen darfst. In unserem Verein hier machen wir regelmässig auch gemeinsame Standbesichtigungen (an denen ich leider in der Regel nicht teilnehmen kann, weil sie immer sonntagmorgens stattfinden).


    Wenn Du schon im Ausland kaufen willst, dann orientiere Dich für Dadant Blatt lieber an Frankreich und Italien, für Dich Frankreich. Icko im Elsass wäre eine Adresse für Dich, habe ich so munkeln gehört. ;) Wenn Du kleinere Mengen bestellen willst (paar Beuten mit allem drum und dran), dann schau mal auf apiculture.net. Da habe ich mir letztes Jahr mal ein paar Nicot-Fütterer und Nicot-Böden bestellt, tiptop. Habe die Ware (eigentlich unsinnig) nach Deutschland schicken lassen und dann dort abgeholt. Mit etwas Glück findest Du vielleicht auch auf dem Marktplatz von bienen.ch was Geeignetes als Occasion.


    Liebe Grüsse aus der Ostschweiz

    Tobias

    Aber lesen kannst Du, Slayer ? :/ Dir ist klar, dass ein ordentlicher Teil Deiner Weiselzellen für die Katz’ aufgezogen worden ist, wenn Du so vorgehst?


    Ich verstehe nicht, weshalb man als Anfänger bewährte, gut fundierte Konzepte über Bord wirft, um was ganz Exotisches auszuprobieren. Man betreibt die Imkerei als Hobby, will sich aber möglichst viele Handgriffe ersparen. Wäre es da nicht konsequent, sich einen Goldfisch zuzutun und den Honig beim nächsten Imker zu kaufen? Weil dafür bräuchte man ja noch weniger Handgriffe! :thumbup:

    Bune Ich kann das gut nachvollziehen, imkere auch erst ein paar Jahre und auch nicht mit so vielen Völkern. Aus Erfahrung kann ich Dir aber sagen, was viele hier sagen würden: Mit lauter Kleinsteinheiten wirst Du nie grosse Sprünge machen. Es sind die grossen, schönen Völker, die Freude machen. Überspitzt gesagt: Würdest Du nur zwei starke statt acht schwache Völker einwintern, hättest Du am Ende der Saison 2022 deutlich mehr Bienen.


    Du hast hier einen Ableger, der absolut gar nix taugt, wenn er im August sehr schwach ist. Seine einzige Chance: Die stille Umweiselung. Du als Anfänger im ersten Jahr erkennst, was Sache ist: Respekt! Und dann machst Du das einzig Dumme, das Du in einer solchen Situation machen kannst: Reinpfuschen! Wahrscheinlich hast Du damit das Todesurteil dieses Kandidaten definitiv besiegelt. Über alle seltsamen Dinge, die nachher geschehen sind, wundere ich mich nicht. Auch nicht über jene, die noch geschehen werden.


    Sorg dafür, dass Du JETZT starke Völker hast, die Du einwintern kannst. Wie viele das sind: Egal! Wenn Du das nicht recht glauben kannst, dann mach einen Versuch: Mit der Hälfte der Völker wurstelst Du im gewohnten Stil weiter, aus der anderen Hälfte der Völker machst Du Dir ein, zwei richtig starke Völker. Ende Juli 2022 berichtest Du, wie sich die beiden Gruppen entwickelt haben.

    Mein Gedanke war, der Erstgeborenen nochmals eine Chance zu geben. Notfalls kann ich die Bienen später immer noch vereinigen.

    Die haben ihre Gründe für die stille Umweiselung! Die Alte taugt nix! Das müsste Dir selbst auch klar sein, wenn Du selber erkennst, dass der Ableger jetzt noch sehr schwach ist. Ich persönlich würde mir sogar die Frage stellen, ob ich der neuen Königin überhaupt noch eine Chance geben will. Jetzt müssen die Völker stark sein; der Winter steht vor der Tür.