Beiträge von swissmix

    Ich mag ja Deine Anspielungen auf die alte Geschirrspülmittelwerbung, aber wenn jemand ernsthaft die Futtervorräte jedes Mal mit der Achtelmethode abschätzt, dann kann man ihm nicht helfen. Wie gesagt, ich wende die Schätzmethode zweimal pro Jahr an. Dann wiege ich jeweils gleich mit der Zugwaage und weiss für das nächste halbe Jahr, wo ich stehe, wenn ich nur noch die Zugwaage ansetze. Leider vergesse ich nämlich jedes Mal schon nach wenigen Wochen, ob ich jetzt jeweils mitsamt den (sehr schweren) Aussendeckeln gewogen habe oder nicht. ;)

    Tja, wasi, da bin ich halt anderer Meinung. Die Liebefelder Schätzmethode liefert halbwegs passable Ergebnisse für solche, die nicht wirklich schätzen können. Zum Beispiel: Sieben Waben besetzt. Was heisst das? Für einen Anfänger sind das sieben Waben, auf denen Bienen spazieren, für einen anderen sind es sieben Waben, auf denen die Bienen zweilagig sitzen. Muss man sich an der Nase nehmen und sich fragen, wie viele Achtel einer Wabenseite wirklich mit Bienen besetzt sind, verbessert sich das Ergebnis der Schätzung erheblich. Meine Meinung.

    Das erinnert mich an meine Frage, die Du glaube ich nicht beantwortet hast: Hast Du wirklich Mittelwände in die Apideas gemacht? Da gehören nur Anfangsstreifen rein!!!


    Während der Kellerhaft wird bei mir in aller Regel bereits mit Bauen begonnen. Aber eben: Ich verwende immer nur Anfangsstreifen (wie es auch in der Anleitung der Apideas empfohlen wird), sodass die Bienen zuerst in der Traube hängen und zusammenfinden können.

    Nee, leider Mittelwände. :-( Gebrauchsanweisung lag keine bei und ich hatte auch keine richtig gefunden.

    Macht es Sinn, jetzt noch zu tauschen?

    Nein, macht keinen Sinn mehr. Anleitung findet man auf der Startseite von apidea.ch bzw. hier: http://apidea.ch/index.php?page=381

    Ich oute mich mal: Ich mag die Liebefelder Schätzmethode. :)


    Gerade für Einsteiger kann diese Schätzmethode eine gute Hilfe sein, wenn man beachtet, was sie kann und was nicht. Sie bietet einen Anhaltspunkt zum Abschätzen der Anzahl Bienen, Brutzellen und Futtervorräte in einem Volk, der es gerade solchen, die noch kein Gespür für die Volksstärken entwickelt haben, erlaubt, den Zustand eines Volkes annäherungsweise in Zahlen zu fassen. Obwohl sie «präzise» Zahlen liefert, darf man sich nicht täuschen lassen: Sehr präzise sind die Resultate nicht.


    Wie oft schreiben Anfänger von starken Völkern, wenn es sich in Tat und Wahrheit um schwache Ableger handelt! Bilder zeigen dann teilweise, wie «stark» ein solches Volk wirklich ist. Hätte der Anfänger ungefähr geschätzt, hätte man von Beginn weg gewusst, woran man ist. Oder jemand schrieb doch kürzlich über einen Haufen von etwa 4.000 Bienen, obwohl es, wie sich später herausstellte, eher 20.000 Bienen waren. Gerade bei Einsteigern täuscht der Eindruck! Die Liebefelder Schätzmethode ent-täuscht da zuverlässig. :)


    Nach wenigen Jahren Imkerei habe ich ein erstes leichtes Gespür entwickelt, aber gerade bei den mittelmässigen Völkern tue ich mich oft schwer: Sind sie wirklich in etwa gleich stark? Hat eines mehr Potential als das andere? Bei der Frühjahrs- und bei der Herbstdurchsicht schätze ich jeweils die Anzahl der Bienen, der Brutzellen und der Futtervorräte. Für mich ist das eine gute Hilfe, um zu entscheiden, ob ich eher dem mittelmässigen Volk A oder doch eher dem mittelmässigen Volk B noch eine Chance geben möchte. Gerade, wenn man die Schätzmethode nicht nur einmal, sondern immer wieder mal anwendet, kann man sein Gespür für die Volksentwicklungen etwas schärfen. Mir zumindest hilft es.


    Deshalb finde ich es schade, dass diese Schätzmethode in den letzten Tagen hier gerade etwas lächerlich oder schlecht gemacht worden ist. Das Gespür entwickelt sich mit der Zeit; nur wenige werden gleich damit geboren.

    Das erinnert mich an meine Frage, die Du glaube ich nicht beantwortet hast: Hast Du wirklich Mittelwände in die Apideas gemacht? Da gehören nur Anfangsstreifen rein!!!


    Während der Kellerhaft wird bei mir in aller Regel bereits mit Bauen begonnen. Aber eben: Ich verwende immer nur Anfangsstreifen (wie es auch in der Anleitung der Apideas empfohlen wird), sodass die Bienen zuerst in der Traube hängen und zusammenfinden können.


    Auf keinen Fall Flüssigfutter! Wenn überhaupt, dann erst, wenn Du beginnst, Erweiterungszargen aufzusetzen.

    Meine bescheidenen Beobachtungen: Ich füttere meine Bienen ab Mitte Juli grosszügig mit Zuckerwasser. Irgendwas knabbert die Pflaumen in unserem Garten an, pro Knabberstelle wuseln jedes Jahr – je nach Grösse – drei bis zehn Bienen rum. (Noch mehr) füttern würde dieses Problem bei mir nicht beheben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bienen gesunde Früchte anknabbern, aber sind sie einmal angeknabbert, bedienen sie sich gerne.


    Um den Tisch herum schwirren sie manchmal auch, ganz vereinzelt und selten. Von meinem (ihrem) Honig wollen sie meist nichts wissen, den von beemax mögen sie aber offensichtlich viel lieber. ;) Meist schwirren sie nur so um unsere Köpfe, manchmal setzen sie sich aber auch nieder, aber an (aus meiner Sicht) beliebige Stellen, ohne zu naschen. Wir müssten aber auch mal den Test mit Zuckergussstücken machen, da könnte ich mir ein Naschen schon vorstellen, wie es Hamburger-Jung auch gemutmasst hat …

    vhe Erstens: Ersetze Milchsäure durch Oxalsäure:!:

    Zweitens: Du musst nicht bis Oktober waren! Sobald die Königin im Apidea (hoffentlich hast Du da keine ganzen MW, sondern nur Anfangsstreifen reingetan! Das Zauberwort heisst Kunstschwarm!) schön stiftet, wirfst Du die alten Königinnen aus den Völkern, wartest von mir aus eine halbe bis zwei Stunden und setzt dann das Apidea wie vorgesehen auf. Die neue Königin stiftet dann (positiv für Annahme) und sie hat ihr eigenes kleines Völkchen um sich, das sie schützt. Das sollte klappen.

    Goupli

    Noch so ein arrogantes Posting und Du bist hier erneut raus!

    JETZT bin ich empört!!!! Warum „erneut“? Warum konnte das denn bloss rückgängig gemacht werden?

    Ach was. Er macht doch richtig Stimmung hier. :) Draussen ist bei uns schon Herbst, die Pandemie geistert noch durch die Gänge, nur darauf wartend, nochmals zuschlagen zu können, bald werde ich meine Bienen monatelang nicht mehr sehen, … Da geniesse ich die vielen Lacher (mehrmals täglich), die mir seine Beiträge entlocken. :)