Beiträge von swissmix

    … St.Galler Landbrot …

    Kleiner Hinweis eines St. Gallers: Es heisst einfach nur St. Gallerbrot. ;)


    Mir ist gestern etwas Seltsames passiert: Ich habe mir auch mal wieder einen Sauerteig angesetzt. Am ersten Tag war alles, wie es sein sollte, leichte Zeichen einer (gewünschten) Gärung. Ich fütterte den Teig, musste ihn dann aber 24 Stunden stehen lassen (bei 30°C). 200g in einem 1L-Weckglas. Nach 24 Stunden war ein gut Teil des Teiges aussen am Glas. Der muss praktisch explodiert sein. Am zweiten Tag?! Und jetzt ist irgendwie die Luft draussen. Habe nach weiteren zwölf Stunden nochmals aufgefrischt und werde mal weiter schauen. Bei meinen früheren Versuchen hatte ich nie solche heftigen Reaktionen … :/

    Oder frag @swissmix😊

    Der wollte sich ohnehin hier melden. ;)


    Also, erstmal herzlich willkommen, Asmudi  :)


    Ich bin mit der Bienenkiste in die Imkerei eingestiegen. Zuerst hatte ich mich im Internet schlau gemacht, dann habe ich einen Abend lang mit einem Bienenkistenimker einige Kilometer weit entfernt gesprochen und mir dabei seine Kiste und die Bienen angeschaut. Der Kollege war sehr nett und auskunftsbereit. Einige User hier würden ihn besonders dafür loben, dass er sich nicht wertend zu meinen Plänen geäussert hat. Er hatte eine zweite Bienenkiste gebaut, die er mir schenkte, einfach so (dachte ich). Neben seiner Bienenkiste standen ein paar Dadant-Beuten im Garten. Ich habe mir keine Gedanken gemacht … Rückblickend hätte ich es noch netter von ihm gefunden, wenn er mir erklärt hätte, weshalb er von der Bienenkiste zu gewöhnlichen Magazin-Beuten gewechselt hat. Und weil ich auch gerne nett sein will, werde ich Dir die nachfolgenden Gedanken mit auf den Weg geben:


    Die Bienenkiste funktioniert, das kann Dir z.B. jakobleipzig sicher bestätigen. Das Problem ist nur, dass Du keine Ahnung haben wirst, was gerade abgeht. Das Wabenwerk ist zu Beginn sehr empfindlich. Wenn es dann mal nicht mehr so empfindlich ist, ist es fix. Du kannst Dir weder das Brutbild anschauen noch sonstwie einen rechten Einblick in das Volk nehmen. Wenn Du die Kiste aufmachst, wirst Du vor einer gewaltigen lebenden Masse stehen. Ich habe schon Berichte gelesen von Leuten, die die Kiste nach einigen Wochen zum ersten Mal geöffnet haben und dann solche Angst kriegten, dass sie die Kiste einfach zwei Wochen lang offen liegen liessen, bis der Imker, der ihnen den Schwarm verkauft hatte, kam und die Bienen wieder mitnahm. Auf YouTube findet Du ein Video vom «Selbstversorgerkanal» betreffend die erste Honigernte aus der Bienenkiste. Recht unterhaltsam, so aus der Ferne. ;)


    Gerade als Anfänger ist man so unsicher. Man würde so gerne einen genauen Einblick ins Volk haben. Das wird Dir in der Bienenkiste weitgehend verunmöglicht. Darin sehe ich einen enormen Minuspunkt. Klar, man guckt wahrscheinlich in den ersten Jahren in Magazinen mal ein Volk zu Tode und auch wenn man das nicht so sagen darf, wird ein solcher Verlust durch den Lernerfolg (wenn man lernfähig ist) und durch die Vorteile für die übrigen Völker aufgewogen.


    Ich finde die Bienenkiste auch schlecht konstruiert. Meiner bescheidenen Meinung nach bewegen sich Völker lieber auf und ab als vor und zurück. Ich kann mich da aber auch täuschen. Das Wabenwerk hängt direkt an der Decke, die nur eine Holzplatte ist. Wenn es im Sommer richtig heiss wird, sehe ich da eine gewisse Gefahr, gerade wenn man dann noch die ganze Kiste auf den Kopf legt.


    Nach der ersten erfolgreichen Überwinterung habe ich die Waben von der Decke der Kiste abgeschnitten, zurecht gestutzt und mit Gummibändern in Rähmchen gepfriemelt. Seither imkere ich in Magazinbeuten. Stabilbau ist was Schönes, aber der Anfänger ist meines Erachtens damit überfordert. Vielleicht werde ich mir, wenn ich mal richtig Erfahrung habe (10+ Jahre Imkerei mit vielen Erfolgserlebnissen), eine Warré-Beute zulegen. Vielleicht auch nicht. Wer weiss. :)


    Ach, und noch was: Die von Dir gebaute Bienenkiste gehört zu den «sunk costs». Es wäre ökonomisch unsinnig, Deine weitere Entscheidung von der entsprechenden Investition abhängig zu machen. Haben mir zumindest BWLer mal erzählt. ;)

    Hat hier jemand Erfahrungen mit selbst gebauten Lehmöfen zum Brot backen? Ich bin da grad im Garten am Basteln.
    Grüße von Miriam

    Leider nur mit einem selbst gebauten Schamottsteinofen. Aber im Forum der Steinbackofenfreunde hat einer einen selbst gebauten Lehmofen vorgestellt und dabei den Bau ganz genau beschrieben. Ich weiss leider nur noch, dass er als Profilbild einen Traktor hat. Müsstest Dich dort mal durchkämpfen. :)

    Sacht mal, benutz wer einen Backstein.....? Ich übe (noch?) im antiqarischen Gusstopf...

    Habt ihr dazu bitte Tipps:saint:

    Ich habe lange Jahre einen Backstein benutzt. Der verbessert das Ergebnis deutlich. Die Voraussetzung ist aber, dass Du den Stein eine Stunde lang auf Vollgas vorheizt. Ich habe dafür jeweils das Pyrolyse-Programm des Backofens (275–280°C) benutzt. Das Brot direkt auf dem Stein backen, ohne Backpapier! Das Einschieben braucht etwas Übung, ist aber eigentlich keine Hexerei, finde ich. Im Steinbackofen macht man das genau gleich im Prinzip.


    Der Gusstopf ist auch super, weil Du darin die Feuchtigkeit gut bewahren kannst. Im normalen Backofen werden (mit oder ohne Stein) die Brote ansonsten eher trocken, ausser man schwadet. Für das Schwaden habe ich nie eine wirklich zufriedenstellende Lösung gefunden (für mich). Ist aber kein Problem mehr, weil ich den normalen Backofen nicht mehr nutzen muss. :)

    Vom Wasser in die Erde geht, glaube ich, schon, aber man muss den richtigen Zeitpunkt finden. Werden die Wurzeln im Wasser zu lang, dann kann das Umsetzen in die Erde die Pflanze umbringen. Ideal soll es sein, das Pflänzchen in die Erde zu setzen, sobald sich die ersten kurzen Wurzeln gebildet haben.


    Salweide soll so ziemlich die einzige Weide sein, bei denen Stecklinge Probleme machen. Man empfiehlt deshalb die Vermehrung durch Samen. Ich habe mir mal vier Pflanzen gekauft, die mir viel Freude bereiten (gewaltiges Wachstum, viele Kätzchen ab dem ersten Jahr). Diese Pflanzen schneide ich zurückhaltend, aber ein paar Äste sind halt immer im Weg. Diese schneide ich zu Stecklingen zurecht. Die Bewurzelungsquote ist wirklich eher mau, aber wenn man jedes Jahr zehn Stück in die Erde steckt und wenn dann davon je drei bewurzeln, dann ist der Garten eh bald zu klein. ;) Der beste Steckling im Garten rührt von einem Unfall: Da ist ein Ast abgeknickt und fast vollständig abgerissen worden. Dieses Stück habe ich einfach in die Erde gesteckt. Ein Jahr später war der Haupttrieb zwei bis drei Meter lang. Noch ein Jahr später war der Strauch vier Meter hoch, voller Kätzchen. :)


    Selber vermehren macht halt mehr Freude und Stolz als selber kaufen. ;)


    Beemaster2000 Habe auf Deinen Hinweis mal nach der immerblühenden Mandelweide gesucht und mir dann gleich ein paar gekauft. :) Meine Frau findet unseren Garten jetzt schon völlig überladen. Und ich weiss selbst nicht, wo ich die Weiden hinpflanzen soll. ;)

    Ja, Rolf G , wir machen dem Bernd nur aus Spass die Sache richtig madig. Korbimkerei wäre natürlich etwas total Anfängertaugliches! :thumbdown:Weisst Du, ich habe mich auch sehr intensiv vorbereitet, aber ohne Blick auf die Wabenflächen ist es für einen Anfänger einfach wirklich echt schwierig, zu erkennen, was läuft. Aber mir könnte es ja eigentlich egal sein, denn wenn sich der Bernd da unwissentlich einen Krankheitsherd heranzieht, werde ich aufgrund der geographischen Distanz ja nicht betroffen sein. X/

    Bernd 1963 Dir muss klar sein, dass Deine Bienen von verschiedenen Krankheiten befallen werden können. Folgendes Szenario ist gar nicht mal so unrealistisch: Dein Volk erkrankt an der Faulbrut. Könntest Du Rähmchen ziehen, würdest Du das sogar als Anfänger an einem sehr seltsam aussehenden Brutbild erkennen. Im Stabilbau siehst Du das dagegen nicht. Dein Volk verendet langsam elendiglich und wird nebenbei fleissig von anderen Völkern ausgeraubt, die sich aber nicht nur die Vorräte, sondern auch die Krankheit in den eigenen Stock holen. Weil Du im Stabilbau imkerst und keine Erfahrung hast, freust Du Dich darüber, wie fleissig «Deine» Bienen (vermeintlich) fliegen. Etwas später ist Dein Volk aus für Dich unerklärlichen Gründen tot. Paar Wochen später kommen Deine Nachbarimker und bedanken sich ganz herzlich bei Dir, weil sie dank Dir Völker abtöten müssen, die mittlerweile auch von Faulbrut befallen sind. Das ist einfach mal ein Beispiel von vielen. Geh doch bitte nochmals über die Bücher!


    PS: Ich finde Warré wahnsinnig sympathisch und spiele im Hinterkopf immer noch ein wenig mit dem Gedanken, mir mal ein Warré-Volk zuzutun. Aber nach mittlerweile fünf Jahren Imkerei ist mir klar, dass mir noch einiges (!) an Erfahrung fehlt, die dafür notwendig wäre.