Beiträge von swissmix

    Hymenoptera Da war praktisch nichts los. Zwei, drei Arbeiterinnen sind aufgeflogen und haben etwas gekreist, sonst nur sehr ruhiger Betrieb im Nest. Gut, danke für die Rückmeldung. Dann werde ich das mal so belassen, wenn es eh nur noch ein paar Wochen dauert … :/ Einen gesetzlichen Hummelschutz gibt es bei uns tatsächlich nicht (oder ich täusche mich gerade sehr schwerwiegend).

    Guten Morgen!


    Bekannte haben mich gestern zu sich in den Garten gerufen: In einem alten Vogelhäuschen hat sich eine kleine Hummelkolonie eingenistet, aber das Holz des Häuschen war so morsch, dass sich vorgestern das gesamte Häuschen vom Dach gelöst hat und auf den Boden runtergefallen ist. Gestern Abend machte das Völkchen den Eindruck, dass ihm der Sturz und der eine Tag ohne Dach nicht gross geschadet hätte. Meinen Bekannten war das Treiben im Garten offenbar etwas unangenehm, weshalb ich das kaputte Häuschen mit dem Nest drin mit zu mir nach Hause genommen habe. Behelfsmässig habe ich mal Sperrholzplatten und ein Stück Styrodur als Dach aufgelegt; das «Flugloch» habe ich mit Schaumstoff eingeengt. Nun frage ich mich, ob und wie man das Nest vielleicht noch besser schützen könnte. Gibt es Dinge, auf die man besonders achten muss?


    Angesichts der für die nächsten Tage angesagten Temperaturen habe ich das Nest mal eher schattig aufgestellt. Gut oder schlecht?


    Danke und beste Grüsse,

    Tobias


    Hier noch ein paar Handy-Schnappschüsse von gestern Abend:


    DerWiesenimker Schlecht heisst für mich 0,0kg. ;) Hier in der Schweiz liegt der langjährige Durchschnitt bei etwa 12kg pro Volk, allerdings mit teils erheblichen regionalen Unterschieden, in meiner Gegend so 16–17kg. Hier heisst es sogar, der Durchschnitt liege nur bei 8kg. Weshalb die Schweiz mit ihrem Durchschnitt so weit hinter den umliegenden Ländern zurückliegt, weiss ich nicht. Als kleiner Hobby-Anfänger-Imker habe ich noch keine grossen Ambitionen. Mir reicht es, wenn ich den (hohen) Eigenbedarf der Familie decken und vielleicht noch das eine oder das andere Glas verkaufen kann. :)

    Hier auch total mies! Von Mitte Mai bis Mitte Juni nur minus, keine Ernte, Notwendigkeit der Zufütterung. :( Seit ein, zwei Wochen läppert ein bisschen was rein, kaum der Rede wert. Vielleicht werden wir noch mit Tauhonig entschädigt, aber gedanklich habe ich das Imkerjahr 2019 schon mit weniger als Null abgeschlossen. Bittere Pille … Ringsherum klingt es überall genau gleich.

    Nur ein Gedanke: Links ist alles linksbündig, aber rechts ist alles zentriert statt rechtsbündig. Das irritiert etwas. Ich würde den rechten Teil rechtsbündig setzen. Für mich wirkt es auf dem Glas besser als auf dem Papier. ;)

    Ich nagle so:

    :)

    Den Nagel am Oberträger mache ich auch so, wie oben beschrieben zwar eher aus Gründen der besseren Kompatibilität mit Hoffmann im Falle des Falles, aber das Video zeigt ja noch mehr Vorteile auf.

    Allerdings nicht alle auf einer Seite sondern versetzt. Alle einseitig klingt auch nicht schlecht, nur z.B. beim Ablegerbau kann man dann halt nicht beliebig drehen.

    Wenn man keine Ableger baut, wirkt sich dieser Nachteil nicht aus. :) Rähmchen drehen widerstrebt mir persönlich total … :oops:

    Von Bernhard Heuvel habe ich vor 2 Jahren mal ein paar Königinnen bekommen. Auf die Frage wie am besten in ein Volk einweiseln das eine Königin hat sagte er: Gegen 18 Uhr die alte Königin raus und gegen 21 Uhr die neue unter Zuckerteigverschluss rein. War damals Ende Juni und hat super geklappt. Beste Grüße:)

    Das klappt mit vollreifen Königinnen, sogar mit meinen eigenen Nachzuchten. ;) Aber vollreif müssen sie sein …

    Ist Dein Problem jetzt, dass Dir das Verfahren nicht bekannt war? Man lernt halt nie aus.

    Man muss übrigens nicht drei Tage warten. Die Flugbienen sind bei Flugwetter schon nach wenigen Stunden abgeflogen. Die verbleibenden jungen Bienen nehmen die Königin gut an.

    Mein Problem ist meine Angst. ;) Ich war immer der Meinung, solange offene Brut da sei, würde eine Königin abgestochen. Dann stimmt das gar nicht? Ist es nur wichtig, dass die Flugbienen weg sind? Also ist das der Schlüssel zu meinem Verständnis?

    Guten Morgen!


    Ich brüte seit Tagen über einem kleinen Abschnitt aus dem Vortrag von Bruder Adam über das Zusetzen von Königinnen. Es geht dabei nicht um vollreife, sondern um junge Königinnen. Er meinte dazu:

    Zitat

    Aus diesem Grunde sollte eine durch die Post zugestellte Königin immer zuerst einem Ablegervölklein (Nucleus) beigesetzt werden, welches mindestens drei Tage vor der Ankunft der Königin gebildet worden ist. In dieser Zeit kehren alle alten Bienen in den Elternstock zurück, und die allein zurückbleibenden Jungen werden die fremde Königin sogleich füttern, sie so in ihren normalen Legezustand zurückführen und dann mit Sicherheit annehmen. Wenn sie dann einige Wochen gelegt hat, kann sie ihrem definitiven Stock beigegeben werden.

    und:

    Zitat

    Muß eine noch nicht vollreife Königin einem weiselrichtigen oder weisellosen honigproduzierenden Stock beigesetzt werden, so empfehlen wir immer das Zusetzen vermittels eines Ablegervölkleins (Nucleus). Tatsächlich weiselten wir vor 1937 jahrelang alle unsere Völker im Juni oder Juli auf diese Weise um. Das Verfahren ist nicht unfehlbar, aber der Prozentsatz der angenommenen Königinnen ist größer als bei jeder andern der bisher üblichen Zusetzmethoden. Zudem braucht die Königin nicht eingesperrt zu werden, sie ist also nicht den Gefahren ausgesetzt, die jedes Einschließen mit sich bringt. Wir benutzen auch jetzt noch dieses Verfahren regelmäßig, wenn unser Vorrat an einjährigen Königinnen ausgegangen ist. Die junge, noch nicht vollreife Königin wird also, wie schon weiter oben ausgeführt, zunächst einem Ablegervölkchen zugesetzt, das mindestens drei Tage vorher gebildet worden ist. Hier sollte sie wenigstens eine Woche lang Eier legen.

    Ich verstehe das einfach nicht. ;( Die gängigen Empfehlungen, die ich kenne, sind: Entweder Kunstschwarm oder neun Tage weiselloses (Klein-) Volk, dem man vor dem Zusetzen der Königin alle Weiselzellen bricht. Aber Bruder Adam empfiehlt hier so ein Mittelding: Kleinableger bilden und drei Tage später einweiseln. Aber dann haben die Bienen im Ableger ja immer noch die Möglichkeit zur Nachschaffung! Werden sie die neue Königin dann nicht killen? :/


    Mein Problem ist leider nicht nur theoretischer Natur. Ich kann voraussichtlich nächste Woche zwei frisch begattete Königinnen abholen. Diese befinden sich in Apidea-Kästchen, werden entnommen, mir überreicht und sind dann 10 Minuten später schon am Zielort. Die Versandproblematik fällt also weg. Ich verfüge noch über ein M+-Völkchen, das ich eh auflösen will und überlege mir deshalb, so wie von Bruder Adam empfohlen vorzugehen, die beiden M+-Hälften (ohne Kö) aber neun Tage vorher (also jetzt!) zu bilden und dann alle Zellen zu brechen, bevor ich zum Züchter fahre, sodass sie dann etwa eine Stunde (Fahrt hin, Schwätzchen, Fahrt retour) weisellos sind, wenn ich die neuen Kö zusetze. Klappt das? Die Lasche vom Zusetzer würde ich direkt brechen, sodass die Königin sofort ausgefressen werden kann.


    (Leider habe ich dieses Jahr beim Zusetzen von zwei anderen Königinnen über Kunstschwärme aus mir unerklärlichen Gründen völlig versagt, weshalb ich das Fiasko nicht sofort wiederholen möchte. Ist eine psychologische Sache ;).)


    Kurz: Ich verstehe einfach offensichtlich einen wesentlichen Zusammenhang nicht. Wer kann mir helfen?


    Mit bestem Dank und sonnigen Grüssen

    Tobias