Beiträge von swissmix

    Die Vatorex-Leute sind ja nur ganz wenig westlich der Ostschweiz angesiedelt. Bei uns im Verein hat sich ein Kollege die (sogar für Schweizer Verhältnisse nicht ganz billige) Ausrüstung zugelegt. Jedes Jahr frage ich ihn, wie es gelaufen ist, und jedes Jahr sagt er mir, dass er noch nicht dazu gekommen sei … Vom Konzept her finde ich die Idee gut, aber das kostet alles in allem echt eine schöne Stange Geld.

    Genau. Lösung: Schied. Lange Antwort:


    Ich betreue ja noch ein paar Zandervölker mit, Zanderrähmchen mit langen Ohren, Hoffmann-Seitenteilen, ohne Schienen etc. Man kann durchaus vernünftig damit imkern, aber wenn ich mich dann jeweils wieder meinen eigenen Beuten mit Edelstahlschienen und Polsternägel-Rähmchen zuwende … :love:


    Was sich bei uns bewährt hat: Im Frühjahr werden von zehn Rähmchen zwei entfernt und dann wird ein Schied eingehängt. Das hat ganz allein den Zweck, einen vernünftigen Schieberaum herzustellen. Die ganze Saison hindurch öffnet man die Kiste, Schied raus, alle Rähmchen gemütlich lockern und dann die anstehenden Arbeiten erledigen. Wenn man weiss, dass man nicht mehr in den Brutraum schauen muss, entfernt man das Schied, gibt zwei neue Rähmchen rein, auffüttern, winterfertig.


    Wenn man die Rähmchen wieder in die Kiste gibt: Nicht reinhängen und zusammenschieben! Von oben direkt Seitenteil an Seitenteil runterschieben. Dann werden kaum Bienen gequetscht.

    KoelscheJungTV Ich bin auch eher der E-Mail-Typ, aber für solche Dinge ist ein Anruf oder sogar ein kurzes persönliches Vorbeischauen hundertmal besser. :) Ich habe mir mal einen schönen Platz am Rande einer Kuhweide ausgesucht, habe beim Bauern geklingelt und ihn gefragt, ob ich Bienen dort und dort aufstellen dürfe. Er sagte sofort zu und wir haben seither schon einige wirklich schöne Gespräche geführt (seine Eltern hatten auch mal Bienen). Jedes Jahr bringe ich ihm ein paar Gläser Honig vorbei und alle sind glücklich. :) Vielleicht benötige ich mal einen zweiten Platz, vielleicht auch nicht. Ich habe mir ein schönes Örtchen ausgesucht, beim entsprechenden Bauern geklingelt, ihn gefragt, ob ich vielleicht irgendwann einmal dort und dort Bienen aufstellen würde, er hat gemeint, kein Problem. Habe ihm als nachträgliches Bestechungsgeschenk noch ein Glas Honig gegeben und alle waren glücklich. Mit E-Mails wäre ich nirgendwo hin gekommen. :)

    Kleine Anekdote am Rande: Neulich habe ich bei wundervollem Herbstwetter draussen auf der Terrasse Pizzen vorbereitet, die ich im Steinbackofen backen wollte. Da kam eine Biene angeflogen, landete auf dem Rand einer vorbereiteten Pizza und naschte von der Tomatensauce. Ich musste zweimal hinsehen. Der Rüssel in der Sauce war klar zu sehen! Ich sehe das als Kompliment für meine Sauce, von der ich schon immer wusste, dass sie sehr lecker ist. ;)

    wBienen Ich zitiere mich mal ausschnittsweise selber:

    Nach einem sehr schwierigen letzten Jahr habe ich fast nur Problemvölker in den Winter geschickt (mangelnde Erfahrung bei aussergewöhnlichen Trachtverhältnissen; passiert mir nicht noch einmal, hoffe ich). Die haben alle im Oktober vier bis sechs Kilogramm Futter verbraucht. Ich habe mir fast in die Hosen gemacht. Danach war der Verbrauch aber ganz normal.

    Meine Vermutung ist: Deine Völker hatten – wie meine letztes Jahr – noch mit Problemen zu kämpfen, gegen die sie so lange wie nur irgend möglich angebrütet haben. Die Witterung spielt da ja oft noch mit, zumindest letztes und dieses Jahr. Das ist kein gutes Zeichen, allerdings haben es meine Völker allesamt aus dem Winter geschafft; Frühtracht war dann halt hauptsächlich Aufbautracht. Der Verbrauch ging letztes Jahr ab November praktisch schlagartig auf null. Er stieg erst ab Mitte Februar wieder merklich an; da kann man dann auch schon bald wieder notfüttern.


    Dieses Jahr hat bei mir «nur» noch die Hälfte der Völker im Oktober ordentlich Futter verbraucht; die andere Hälfte hat fast nix verbraucht (Senffeld in der Nähe hat sicherlich noch etwas geläppert). Bei mir gibt es also nach wie vor Optimierungsbedarf. ;)


    Zander einzargig für den Winter geht, finde ich aber recht knapp. Ich betreue noch zwei Zandervölker mit (der Anfänger als Möchtegern-Pate). Bei diesen haben wir begonnen, mit einer aufgesetzten Halbzarge einzufüttern.

    Es kommt halt darauf an: Beim Träufeln so spät wie nur irgend möglich, bei anderen Verfahren drei Wochen nach dem ersten echten Frost, egal wann. Ich warte noch auf den ersten Frost und werde wohl noch lange warten müssen, wenn man dem Wetterbericht glauben darf … Da ich verdampfen darf, würde ich Ende November verdampfen in Deinem Fall, ganz klar.

    Wie einfach sind denn 0.5 10er Dadant HR so zu bekommen? Habe da gerade kein Überblick. 2/3 Langstroth HR sind jedenfalls kein Problem.

    Man könnte ja eine Sammelbestellung bei meister-miezebien machen. Ich finde, er baut sehr schöne Kisten zu einem fairen Preis. :) Seine 12er habe ich seit zwei Jahren im Einsatz, was zugegebenermassen nicht lange ist, aber ich bin noch so zufrieden damit wie am ersten Tag.