Beiträge von swissmix

    MartinSchPhD Genau, zwei Halbzargen müssten um einen Beespace höher als eine Ganzzarge sein. ;)


    Für jene, die keine Berührungsängste mit Mathe haben, kann ich nur das hier empfehlen: Beutenabmessungen à la rase – ich gestehe, dass ich mir x Zeichnungen und mindestens so viele Berechnungsblätter anfertigen musste, bis ich es wirklich verstanden habe, aber jetzt ist das quasi die Antwort auf alle Fragen. Da ist in zwei, drei Sätzen einfach alles gesagt, egal, um welches Mass es geht. :)

    Puh, was heisst schon perfektionieren oder Betriebsweise? Klar wird man sich jedes Jahr einen gewissen Plan zurechtlegen oder sich beispielsweise grundsätzlich dafür entscheiden, entweder über Kunstschwärme oder über Ableger zu vermehren, mittels Ameisensäure oder totaler Brutentnahme zu behandeln etc. Aber weiss man nach drei Jahren mit sieben Völkern wirklich, was der in jedem Punkt «perfekte» Weg ist? Gibt es das überhaupt?


    Ich habe mich z.B. dafür entschieden, ab und zu Königinnen zuzukaufen, davon Töchter nachzuziehen und über Kunstschwärme zu vermehren. Ich würde sogar behaupten, dass ich für dieses Jahr schon einen recht detaillierten Plan im Kopf habe (mit entsprechendem Schlafmangel, natürlich! ;) ). Aber wenn ich Ende April mit Schrecken feststellen sollte, dass eines der Völker sich in höchster Schwarmstimmung befindet, dann werde ich ohne zu zögern einen Königinnenableger bilden. Passt so gar nicht zu meinem Plan, aber was soll’s? :) Vielleicht werden sich mit Blick auf die geplante TBE irgendwelche unerwarteten Probleme stellen und ich werde doch wieder auf die AS-Dispenser zurückgreifen müssen. Wer weiss?


    Pläne sind gut und recht, bin ein grosser Freund davon, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Das ist doch immer alles irgendwie im Fluss. Und ein Gefühl für eine Art Betriebsweise entwickelt man doch ohnehin nur durch viel Erfahrung. Ich schliesse mich deshalb dem Rat von rall0r an.


    Übrigens stellte ich dieser Tage fest, dass sich meine im letzten Jahr möglichst standardisiert geführten Völker aktuell alle in einem vergleichbaren Zustand befinden, mit nur geringfügigen Abweichungen bzgl. Futterverbrauch, vermuteter Brutnestgrösse etc. Aber ich bin nicht so naiv zu denken, das sei mein Verdienst! :D

    Als Hobbyimker, der nicht vom Honigertrag leben muss, leiste ich es mir, meine Honigwaben nicht mit irgendwelchen Mitteln zu behandeln. Die Überwinterung der (leeren = pollen-, honig- und natürlich brutrestfreien) Honigwaben im zugigen Zargenturm hat hervorragend funktioniert. Das mit der Zugluft ist einer von vielen sehr guten Tipps, die ich hier im Imkerforum erhalten habe. :)

    Mir nimmt das Wetter die Entscheidung ab. :) Die kommenden Tage wird es so kalt sein, dass ich nicht im Traum daran denken kann, die Kisten auch nur kurz zu öffnen. :| Sonst hätte ich wohl zu Beginn der nächsten Woche reingeschaut und evtl. zwecks Ausbau aufgesetzt ... :/

    Ab dem 7.3. würde ich hier aber aufsetzen, falls das Volk stark genug ist.

    Möge er mir helfen und "stark genug" definieren :-)

    Bitte!

    Ich erdreiste mich und sage: Gefühlssache. Schau Dir mal die Monatshinweise von Jürgen Binder (2017) an, März und April. Ich finde, dass hier zu spät aufgesetzt wird. Wenn die Bienen dagegen den Brutbereich nicht bereits gut füllen, finde ich es zu früh fürs Aufsetzen. Ich tue mich auch gerade sehr schwer (bin quasi ziemlich genau in derselben Situation wie Du) und habe für mich entschieden, dass ich mit Beginn der Forsythienblüte (wohl noch diese Woche) in die Völker schauen und jeweils den ersten Honigraum aufsetzen werde, wenn ich den Eindruck habe, dass der Brutbereich gut gefüllt sei. Mit grossem Nektareintrag ist zwar noch nicht zu rechnen, aber der Platzbedarf dürfte da sein, und an dem will ich mich orientieren, bevor hinter dem Schied zu bauen begonnen wird. Mit halbhohen Honigräumen und guter Kopfdämmung dürften die Nachteile einer eher zu frühen Raumerweiterung hoffentlich nicht zu stark ins Gewicht fallen.


    Kurzfassung: Kannst nur Du selbst entscheiden. ;)

    Nochmals: Bei uns im Imkerverein weiss niemand etwas von aussergewöhnlichen Winterverlusten in der näheren Umgebung (Nordostschweiz). Abgesehen von einem höheren Futterverbrauch als in anderen Jahren scheint alles bestens. :)

    Bei mir hier in der Nordschweiz leben noch alle 20 Völker und tragen Unmengen von Pollen ein.

    Von meinen Kollegen habe ich noch nichs besorgniserregendes gehört, hoffe es bleibt so.


    Einen sonnigen Tag an alle

    Diese Meldung hier lässt ebenfalls erahnen, dass es nicht so schlimm sein dürfte bei uns. Bei mir fliegen sechs von sechs Völkern, aber ich will den Tag noch nicht vor dem Abend loben. In meinem Garten haben gestern übrigens die ersten Salweiden zu blühen begonnen. Nebenan liegt noch etwas Schnee …

    Gab es nicht letztes Jahr hier eine Meldung über Kunstschwärme, die in gut belüfteten Kunstschwarmkästen verbraust sind? Oder war das eine alte Geschichte, über die ich einfach bloss erst letztes Jahr gestolpert bin? Jedenfalls hat mir das Eindruck gemacht: Verbrausen auch bei Belüftung möglich!

    Andreas K Dazu findest Du hier im Forum ziemlich viel, gerade von Bernhard Heuvel, der wohl mitverantwortlich für den aktuellen Frühschiedhype ist. Soweit ich es richtig im Kopf habe, kannst Du Dich z.B. an der Vorjahresleistung der Königin orientieren: Hat sie etwa maximal fünf Waben (komplett) gefüllt, schiedest Du auf fünf Waben. Falls Vorjahreswerte fehlen, musst Du Dich an den geputzten Zellen im Frühjahr orientieren und eine ungefähre Schätzung vornehmen. Etwa so habe ich die Ausführungen von Bernhard am Weimarer Bienensymposium (YouTube) verstanden.


    Rantasten heisst: Du machst eine solche Schätzung und belässt dann eine oder zwei Waben mehr im Brutnest.

    JungerImker Ich habe mal Waben von der Decke der Bienenkiste (=O) ausgeschnitten und in Rähmchen umgepackt. Kann ich nicht empfehlen. Zu viel Stress für die Bienen und den (Jung-) Imker.


    Zwei Vorschläge eines Anfängers:


    1. Wenn Die Bienen auf einer Warré-Zarge sitzen (hauptsächlich), diese über einen Zwischendeckel mit Spundloch am passenden Ort auf eine Dadantbeute mit Futter- oder Leerwaben oder notfalls Mittelwänden aufsetzen. Kommt der Frühling, wollen sie expandieren und das geht dann halt nur in die neue Zarge hinein. Nach zwei Wochen nachschauen, nötigenfalls Königin nach unten bugsieren, ASG über DD-Brutraum. Start Anfang, eher Mitte April, je nach regionalen Verhältnissen.


    2. Warré-Volk laufen lassen, Fluglochbeobachtungsgabe schulen (Storch, Am Flugloch) und Juli TBE, wenn bis dahin alles gut läuft. Brutwaben vernichten oder auslaufen lassen (tut weh, aber der Bien packt das), Honigwaben auspressen.


    Ich persönlich würde mich für eine dieser beiden Varianten entscheiden. Aber wie gesagt: So viel verstehe ich noch nicht von der Imkerei.

    Na bei der Zeit- und Arbeitsplanung macht es schon einen Unterschied ob man 3-12 Völker als Hobby hat oder ob man mit 300-1200 Völkern Berufsimker ist.... - der eine kann sich Unfug, Tests und Spielereien erlauben, der andere eher nicht ;-) ...

    Das ist klar. :) Aber man sollte sich schon Rechenschaft darüber ablegen, ob man einfach nur rumspielt oder versucht, die Völker möglichst effizient über das Jahr zu führen. Ich als Hobby-Imker, der noch am Anfang steht, versuche gerne mal dies oder das, aber ich versuche mir jeweils klar zu machen, ob ich gerade geigele oder «richtig» imkere. ;)

    Was das Schieden betrifft fehlt mir komplett die Erfahrung, daher kann ich selbst nichts dazu sagen. Die Argumente für früh und für spät klingen für mich jeweils schlüssig, so dass sie mir da auch wenig weiter helfen.


    Ich meine gelesen bzw. in einem seiner Vorträge gehört zu haben, dass Bernhard Heuvel empfiehlt die Schiede etwa im Zeitraum zwischen 15 Januar und 15. Februar zu setzen, etwa um den Dreh wenn das Brutgeschäft in nennenswertem Umfang beginnt bzw. kurz vorher. Seine Argumente leuchteten mir ein, Drobis Einwand oben z.b. aber auch.

    So ähnlich geht bzw. ging es mir auch. Da hilft es, wenn man sich überlegt, wie die Vorgänge im ungestörten Bienenvolk wären und was das Schied eigentlich bezwecken soll: Um die Zeit des Reinigungsfluges (danke an Kleingartendrohn für die Schilderung Deiner Beobachtungen!) nimmt das Brutgeschäft langsam Fahrt auf. Die Königin wird in der folgenden Zeit ihre Stifte spiralförmig über immer mehr Waben verteilt legen, sodass sich das Brutnest schon bald über ziemlich viele Waben erstrecken wird. Mit dem Schied klemmt man diesen Legekreis ab; man zwingt die Königin, ihre Stifte auf weniger Waben konzentriert zu legen, sodass «Brutbretter» entstehen. Folglich muss das Schied nicht möglichst früh, sondern einfach so früh gesetzt werden, dass man sicherlich keinen Teil des Brutnestes aus Versehen hinter das Schied abtrennt.


    Nun kann man sich fragen, ob man es eher mit Bruder Adam halten will, der dafür plädierte, möglichst jede Spielerei zu vermeiden und mit möglichst wenig Zeiteinsatz einen vernünftigen Honigertrag zu generieren, oder ob man lieber stets auf der neusten Welle mitsurft und jede Geigelei mal selber ausprobieren will. :)