Beiträge von swissmix

    Bernd 1963 Eine totale Brutentnahme (fast egal, nach welcher Methode) sieht zu Beginn immer nach einer komplizierten und aufwendigen Sache aus. Wichtig ist, dass Du Dich für eine bestimmte Methode entscheidest und diese haargenau nach Anleitung durchführst. Mir hat es beim ersten Mal geholfen, mir einen Plan mit dem Datum und dem Wochentag für jeden Eingriff zu erstellen und alles im Kopf einmal (okay, ich gebe zu: HUNDERTMAL! Zig schlaflose Nächte! ;) ) durchzugehen. Dann beginnst Du, ziehst es durch und denkst Dir anschliessend: Ist das wirklich alles gewesen? :) Weil wenn man es mal gemacht hat, sieht man, dass es weder kompliziert noch aufwendig ist. :) Viel Erfolg! Das Video von rase werde ich mir wohl erst am Wochenende ansehen können, aber da freue ich mich schon richtig drauf.

    Da ich nur einen Waagstock mit analoger Waage besitze kann ich nicht sagen, zu welcher Zeit die Linde honigt, ich lese nur abends ab. Bei dem derzeitigen optimalen Temperaturen und Luftfeuchte nehme ich an, dass es den ganzen Tag honigt. Am Heimatstand honigt es derzeit überragend, weiß nur nicht genau was, nach Linde duftet es nicht. In einer Woche wurde eine Zarge gefüllt, 2/3 verdeckelt. Muss nächste Woche Schleudern, hab kein Material mehr um noch Zargen aufzusetzen. VG

    Das klingt wunderbar! Bei uns hier lief nach dem bereits Ende April verblühten Raps, Obst und Löwenzahn gar nichts mehr. Anfang dieser Woche haben die Linden begonnen zu blühen und gestern roch es beim Öffnen der Beuten bereits leicht nach Linde. Die Völker sind also vorerst dem Hunger entgangen (hätte sonst Ende Woche definitiv abräumen und zufüttern müssen), aber ob da noch so viel zusammen kommt? Gewichtsvorschläge im vierstelligen Grammbereich kann ich mit Sicherheit nicht verzeichnen, wenn ich so in die Honigwaben schaue. :( Dieses Jahr ist wenigstens kein Totalausfall wie letztes Jahr, aber gerade berauschend ist es bislang auch nicht verlaufen. Die letzten drei Jahre verliefen sehr ähnlich: Extremer Nektarfluss ab Ende März, Anfang April (sehr früh!), Trachtlücke ab Ende April, Anfang Mai, Hoffnung auf die Linde und etwas Tauhonig ab Mitte Juni, die sich 2018 erfüllt und 2019 zerschlagen hat, 2020 aber vielleicht wieder berechtigt gewesen sein könnte. So macht das irgendwie nicht wirklich Spass.


    Ich entschuldige mich in die Runde für den missmutigen Beitrag. Vielleicht juble ich dafür dann in zwei, drei Wochen über die Ergebnisse von Linde und Wald/Blatt 2020.

    Einer der grossen Vorteile des Verfahrens ist doch gerade, dass Du nicht viel Material benötigst. :) Du imkerst ja offenbar auch mit Dadant, ergo ergeben zwei Honigräume einen Brutraum. Die TBE mit Fangwaben ohne Oxalsäure nach Kleingartendrohn kannst Du bereits zwei Wochen vor Trachtende durchführen. :) Ich würde mir das nochmals überlegen …


    Allgemein ist es ja wohl das Sinnvollste, kleine Ableger mit auslaufenden Brutwaben zu verstärken, aber damit bringt man halt doch nochmals ordentlich Varroen ins Volk. Will man das? Man könnte eine Oxalsäure-Blockbehandlung machen, aber ich bin da nicht so der grosse Befürworter davon. Lieber einen krassen Schnitt, Volk brutfrei machen und dann mit Oxalsäure behandeln! Und dafür eignet sich das Verfahren von Kleingartendrohn halt schon sehr. Vielleicht ist jemand, der mehr als nur gerade ein paar Jährchen mit ein paar Völkchen imkert, noch erfindungsreicher?

    Ist nicht die Zuckerkonzentration um die Mittagszeit zu hoch? In einem Wald könnte das natürlich anders sein. Finde die Frage von Imker_luis deshalb auch sehr interessant!

    Hallo, Hodor!


    Nur eine Idee, weil ja langsam die TBE-Zeit näher rückt: Wenn Du das Verfahren von Kleingartendrohn durchführst, dann brauchst Du ja weiselrichtige Brutsammler. Genau dafür würde ich diese Kleinableger verwenden. Sie werden so in den nächsten Wochen ordentlich verstärkt und können dann später von den Varroen befreit werden. Wird zeitlich eventuell etwas knapp, könnte aber klappen. Ich habe das letztes Jahr so ähnlich mit zwei Königinnen gemacht, die ich gekauft hatte, und das hat gut geklappt. Ich wohne im Voralpengebiet, wo es normalerweise eher früh im Herbst kühl wird.

    Ich kann nicht auf sehr viel Erfahrung zurückblicken, aber bei solchen vollreifen Königinnen klappt im Herbst ein nahtloser Austausch völlig problemlos. Einfach auf die Oberträger setzen und ins Volk marschieren lassen. Damit habe ich kein einziges Mal Probleme gehabt. Beim ersten Mal braucht es vielleicht etwas Überwindung, aber wenn Bruder Adam schreibt, dass das so klappt, dann glaubt man es und setzt es so um. :)

    Berggeist Nur aus praktischen Überlegungen: Damit man keine Waben neben die Kiste stellen und nie Rähmchen reinquetschen muss. Bei unseren Königinnen hat auch etwas Futter Platz. Sind halt keine Hochleistungsmaschinen ... ;)

    Zander 1,5 sind schon extrem grosse Rähmchen und Waben. Habe das mal in der Hand gehabt, wäre mir zu gross. Dadant oder meinetwegen ZaDant wird wohl praktischer sein. Wie Berggeist geschrieben hat, würde ich das mal mit einem Volk ausprobieren. Parallel kannst du ja noch testen, wie es mit einem Volk in Zander läuft, ein Brutraum mit acht oder neun Rähmchen. Wenn dir die Grosswaben gefallen, kannst du bei nur drei Kisten noch locker auf Dadant wechseln!

    Könntest Du schon, Immenfreund Jens . Ich arbeite teilweise an Zander-Kisten mit total acht Waben im Brutraum. Ich würde den Bienen schon zehn Waben gönnen, aber dann wird das Ziehen der ersten zwei Waben immer ein bisschen zur Tortur. Deshalb acht Waben plus Schied. ASG weg, Schied raus und dann nur noch Rähmchen schieben. :) Acht Waben Zander sind rund 50k Zellen. Eine gute Königin bestiftet im Schnitt 2000 Zellen pro Tag, Entwicklungszeit 21 Tage, ergo reichen 42k Zellen aus. Rechnerisch. Sieben Waben Zander fände ich arg knapp, aber acht funktioniert echt gut. Bei mir. Hier. ;)

    Das habe ich nicht geschrieben, Harald. Unter uns: Ich habe lange mit Warré geliebäugelt und tue es dann und wann noch immer. Das sollen die anderen hier natürlich nicht wissen. ;) Aber trotzdem darf man doch die Tatsache akzeptieren, dass die meisten Neu-Imker hier Magazine bei sich rumstehen lassen und mit Mittelwänden arbeiten (tue ich übrigens nicht; nur Naturbau bei mir). Und deshalb sollte man entweder zuerst nachfragen oder aber mit der Annahme antworten, dass ein Standardfall vorliege, statt gleich Spezialitäten aufzutischen. Das ist alles.


    Ich hatte übrigens selbst in diesem Frühjahr (nach einer katastrophalen Saison 2019 mit null Honig und eher schwach eingewinterten Völkern) keine Probleme mit Feuchtigkeit, Kondenswasser oder Schimmel. Aber geschiedet habe ich, gebe ich zu. Allerdings nur moderat, weil die Völker ohnehin schwach waren.


    Das Forum ist offen, ja, aber man sollte trotzdem um konstruktive bzw. hilfreiche Ratschläge bemüht sein und nicht um Selbstdarstellung. Damit nehme ich mich aus dieser Diskussion heraus, entschuldige mich auch für das OT.


    PS: Sollte ich einmal mit Warré beginnen, werde ich gerne auf dich zukommen. :)