Beiträge von Sonnenvoeglein

    Hallo Schulle,

    herzlich willkommen hier. Ich imkere nicht mit Dadant sondern in der viel kleineren Warrėbeute. Bei mir funktioniert das ohne Absperrgitter mit Naturbau in Rähmchen sehr gut. Ich befürchte aber, dass die Kombination von den großen Dadantbeuten und deine löblichen Absichten einen Anfänger überfordern. Ich wollte anfangs auch Stabilbau und bin ganz schnell davon abgekommen. Von der Bienenkiste übrigens

    auch

    ;)

    "Im Garten blüht die Kirsche seit Sonntag, die Felsenbirne seit Montag, die Mirabelle seit heute."

    Verkehrte Welt oder gibt es "spätblühende" Mirabellen (regionale Art)? Ich kenne diese, wie auch andere Wildpflaumen, als frühe Blüher, die bei Beginn der Kirschblühe am Verblühen sind.

    Die relativ spät blühende Mirabelle wird gern mit der sehr früh blühenden und fruchtenden Kirschpflaume verwechselt, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Mirabelle , erster Absatz.

    Karl

    Vielen Dank für diese Erklärung - offensichtlich verwechselt die gesamte Gegend hier die reichlich vorkommenden frühblühenden Kirschpflaumen mit der Mirabelle. Ich werde den Wissensstand mal bei den nächsten Dorefgesprächen austesten.

    Die Zuchtform der Mirabelle blüht später. Ich habe auf meiner Streuobstwiese eine Nancy Mirabelle und die blüht jetzt zeitgleich mit der Felsenbirne :)

    Am Zaun würde ich eine Rankpflanze setzen. Das ist sogleich Sichtschutz für den Nachbarn und zwingt die Bienen, gleich hoch zu fliegen. Gut finde ich Clematis. Die brauchen nicht viel Platz und die Wildclematis sind sehr robust. Die Sorte Clematis rehderiana blüht im Sommer gelb und wird von den Bienen gerne besucht.

    Wühlmäuse fressen leider die Knollen. Ich habe im Herbst 1000 Krokusse gepflanzt. Ich habe es mir leicht gemacht und immer eine Handvoll Zwiebeln in ein Loch fallen lassen. Jetzt blühen sie sehr schön und stehen natürlich zu dicht. Nach der Blüte teile ich die Polster. Das geht sehr gut

    :)

    Hallo Mario,

    ich habe auch vor drei Jahren so angefangen wie du das vorhast. Ich habe sehr viele Bücher gelesen und bin dann ohne Kurs und Verein mit und nach Warrė gestartet. Stabilbau mache ich nicht mehr, aber Naturbau in Rähmchen. Ich habe meinen ersten Ableger von einem Imker im Ort bezogen und war froh, im ersten Jahr dort mal nachfragen zu können. Obwohl er von meinem Beutensystem nicht viel gehalten hat. Ich bildete mir ein, theoretisch viel zu wissen - aber die praktische Arbeit am Bien ist dann nochmal was anderes und man lernt praktisch nie aus. Ich kann dir nur empfehlen, mit Bienen aus deiner Region zu starten.

    Ich würde auch einen Flugling nach folgendem Schema bilden :

    Zwei BW ohne Bienen entnehmen und in die Dadanträhmchen basteln. Da sie keine Bienen enthalten, ist das Arbeiten entspannter. Die Warrėbeute verstellen und an den Platz die Dadant mit den zwei BW, LW und FW stellen. Das alles bei schönem Wetter und Tracht machen. Am nächsten Tag sind die Flugbienen zum größten Teil in der neuen Beute und werden nachschaffen Dann kann man die restlichen Waben mit Bienen und Königin in eine zweite Dadant umhängen oder in der Warrė lassen. Für die Warrėbeuten gibt es auch Rähmchen, die eine Durchsicht ermöglichen. Ich nutze nur noch diese.

    Ich habe auch noch ein schönes Zitat gefunden :

    " Der geborene Imker muss Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.

    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich. "

    Guido Sklenar

    Reichlich heißt für mich, dass das Volk im Juni auf fünf Zargen stand, wovon ich drei geerntet habe.

    Das Volk ging definitiv nicht mit nur 5000 Bienen in den Winter. Möglicherweise liegt es tatsächlich an den kleinen Beuten, in denen die Bienen das Klima besser halten können.