Beiträge von Sonnenvoeglein

    Reichlich heißt für mich, dass das Volk im Juni auf fünf Zargen stand, wovon ich drei geerntet habe.

    Das Volk ging definitiv nicht mit nur 5000 Bienen in den Winter. Möglicherweise liegt es tatsächlich an den kleinen Beuten, in denen die Bienen das Klima besser halten können.

    Ich werde hier keine Diskussion über den Honigertrag einer Warrėbeute mit einem Dadantimker beginnen. Beide Betriebsweisen sind meiner Meinung nach nicht vergleichbar. Du wirst deine Gründe für den Wechsel haben. Jeder so wie er mag.

    Ich hatte lediglich von meiner Erfahrung mit einem schwachen Ableger gesprochen.

    Viel ist da nicht los. Ich habe gerade noch mal in meinen Aufzeichnungen nachgesehen. Im letzten Jahr habe ich bei einem Ableger Ende Juli keine Brut gefunden und wenig Bienen. Königin war da. Ende August war keine Königin mehr zu finden. Aber das Volk verteidigte sich noch und Futter war reichlich vorhanden. Ich habe am 24.8. eine gekaufte Königin zugesetzt. Das Völkchen saß auf einer kleinen Warrėzarge.

    Am 26.8. wurde seit langem wieder Pollen eingetragen und ich habe in kleinen Mengen 1:1 gefüttert. Am 4.9. waren nur noch 4 Wabengassen besetzt und ich hatte das Volk schon aufgegeben. Ende September ging dann aber die Post ab, starker Polleneintrag und Wabenausbau. Das milde Herbstwetter war natürlich Glück. Im Oktober habe ich aufgefüttert und im Dezember mit Oxalsäure geträufelt. Das Volk hat den Winter gut überstanden und hat mir dieses Jahr reichlich Honig gebracht.

    Ich wollte mir nicht eingestehen, dass meine Ablegerbildung gescheitert ist. Deshalb habe ich hartnäckig versucht, ihn zu retten. Wenn man nur wenige Völker hat, versucht man so einiges. Andererseits kann man ja immer noch abkehren, wenn die Rettung mißlingt. Ich verstehe aber auch die Imker, die über so einen Aufwand nur den Kopf schütteln 😉

    Ich habe auch nur geschlossene Böden .Ich imkere im dritten Jahr mit und nach Warrė .

    Ich habe mir aus vier Latten einen Hochboden gebaut .Der kommt zwischen Boden und unterster Zarge und kann hinten geöffnet werden. Da lege ich einen Pizzakarton rein. Das reicht zur Varroa Diagnose.

    Das Kissen bleibt immer befüllt,denn was gut gegen Kälte ist, ist auch gut gegen Hitze

    ;)

    Der Boden soll geschlossen sein, damit die Bienen gut ventilieren können. Warrė hat das ausführlich begründet und ich muss sagen, es funktioniert.

    Die Bienen benötigen zum Überwintern 12 kg Futter. Das sollte man im September durch Wiegen prüfen. Das klingt verdammt wenig und ich habe dann im März immer Futterteig aufgelegt. Aber auch das war unnötig.

    Einzig bei den Honigräumen mache ich es so wie Bernhard schreibt und setze die auf.

    Insgesamt ist es ein schönes Arbeiten mit dem kleinen Maß. Ich benutze die Rähmchen die es zu kaufen gibt. Mit Stabilbau konnte ich mich nicht so anfreunden

    Warrė sagt in seinem Buch Bienenhaltung für alle: "Der größte Feind der Bienen ist die Mittagssonne. Sie lässt Wachs und Honig schmelzen, zerstört die Waben und ertränkt die Bienen. Auf jeden Fall hindert sie die Bienen daran, auszufliegen, indem sie sie dazu zwingt, den Bienenstock zu belüften. Die Beute sollte am besten nach Osten ausgerichtet werden. Wenn dies schwer zu erreichen ist nach Westen, notfalls sogar nach Norden, aber niemals nach Süden. "

    Da wir hier sehr heiße Sommer haben können, habe ich mich an diesen Rat gehalten und finde meine Bienen wesentlich entspannter als die meines Imkernachbarn, dessen Bienen vor einer Südwand stehen.

    Wäre denn das Tauschen der Stellplätze mit dem WV und dadurch Verstärkung des Ablegers durch die Flugbienen jetzt noch eine Option? Oder würde dadurch das WV zu sehr geschwächt?