Beiträge von Friedrich

    Kann es denn sein, dass der Ableger beräubert wurde. Die Bienenbeine auf der Windel waren wohl die Wespen. Die spielen bei ausgeräuberten Völkern gerne die Leichenfledderer.

    Ich würde frisches, nicht gerade bitterkaltes Futter in einer Futtertasche in die Zarge nahe dem Bienensitz hängen. Das Flugloch sehr klein halten. Die Brut kontrollieren, evtl. wollen oder wollten sie umweiseln. Dann die Varroa mit OS-Dampf bekämpfen.

    Dass die Völker bei Bedarf jetzt schon wegen der Temperatur kein Futter mehr abnehmen kann ich mir nicht vorstellen.

    Ich verstehe schon, dass die Anschaffung einer vernünftigen Grundausstattung zum Imkern für manchen eine erhebliche finanzielle Hürde darstellt. Aber welches andere Hobby bietet denn die Möglichkeit über einen Zeitraum von 4 bis 5 Jahren die Investition wieder einzuspielen. Wenn ich für mein Hobby einen Stundenlohn rechnen muss, dann ist es kein Hobby mehr. Dann ist es ein Nebenerwerb und dann muss ich nach betriebswirtschaftlichen Kriterien arbeiten. Das hat dann mit einem Hobby nur noch wenig zu tun.


    Meine Nachbarn haben 2 Fahrräder gekauft. Für den Preis der Fahrräder könnte man die Grundausstattung einer Hobbyimkerei kaufen.


    Die finanzielle Hürde hat aber wenigstens einen Vorteil. Je größer der Aufwand für eine Sache ist, desto gründlicher wird überlegt und abgewogen ob man damit überhaupt anfängt. Mit der Imkerei fangen leider in den letzten Jahren auch viele an, die sich das nicht gründlich überlegt haben und die nicht bereit sind, die Imkerei mit der notwendigen Konsequenz zu betreiben . Das ist nicht zum Wohle der Bienen und auch nicht zum Wohl des Imkerstandes. Wenn's alles umsonst gäbe, würden noch viel mehr von dieser Sorte anfangen.

    Hallo Frisbee,


    Bei mir sind schon mal mit der Bienenflucht Mittelwände weich geworden, das Stück über dem obersten Draht ist umgeklappt und die Mittelwand hat sich verformt. Ich gehe davon aus, dass Waben die Honig enthalten durch das verdunstende Wasser aus dem Honig etwas gekühlt werden und nicht so schnell die Form verlieren.


    Ich verwende seitdem, allerdings auch noch aus anderen Gründen ein "Kehr-Fix"


    Viele Grüße

    Friedrich

    Kann es an der Messung liegen?


    Ich habe heute Rapshonig gemessen.

    Geschleudert vor 3 Tagen.

    10 l Eimer

    Unterschied des Wassergehaltes an der Eimeroberfläche gegenüber dem Eimerboden nahezu 2 %.

    Wasser ist deutlich leichter als Zucker. Dadurch sammelt es sich oben.

    Du hast bei etwa 55% Luftfeuchtigkeit und 35° Temperatur etwa 25 g Wasser in einem kg Stockluft (1 kg Luft sind etwa 840 Liter)

    Wenn du die Stockluft auf 25° abkühlst hast du darin 100% Luftfeuchtigkeit und weiterhin 25 g Wasser pro kg Luft.

    Wenn die Stockluft unter 25° abkühlt, bist du unter dem Taupunkt und es fällt Wasser aus der Luft aus.


    Du brauchst im Stock eine Fläche, die Nachts unter 25° abkühlt, dann wird an dieser Fläche Wasser abgeschieden und dann must du noch dafür sorgen, dass das Wasser auf irgend einem möglichst unkomplizierten Weg die Beute verlässt. Das ist das Prinzip der Luftentfeuchter (Kondensationstrockner).


    Selbst wenn du nachts 15° und (Außen) 90% Luftfeuchtigkeit hast, hat diese Luft nur etwa 11 g Wasser pro kg Luft. Wenn die Bienen also Luftaustausch machen, trocknet der Honig. Die Bienen müssen allerdings die Heizleistung erbringen, die eingebrachte Außenluft zu erwärmen.


    Meine Deckelkonstruktion ist im Testeinsatz und erlebt gelegentliche Verbesserungen in Details. Bei Erreichen der Serienreife stelle ich sie vor.


    Die Sache mit der Weichfaserdämmplatte funktioniert auf jeden Fall ebenfalls.

    Hallo Rubio,


    Auf Deine Frage, was mit dem Tauwasser passiert, kann ich Dir nur antworten, "irgendwo kommts raus".


    Bei guten Trachtverhältnissen ist meine Erachtens so viel Wasser in der Beute, dass die Diffussion durch Holz oder Styropor zu vernachlässigen ist. Die Gewichtszunahme kann bei Massentracht pro Tag im Bereich von mehreren kg sein und von dem Necktareintrag ist 70 bis 90 % Wasser. Die Waagstockdaten von Imkerfreunden, die ihre Völker aktuell an Rapsfeldern auf der schwäb. Alb stehen haben, melden heute eine Gewichtszunahme von 2,6 kg und 3,8 kg. Da geht's nicht um Milligramm, sondern um Kilogramm / Liter. Das ist für die Bienen eine brachiale Arbeit, die man ihnen im Grundsatz auch nicht abnehmen kann. Ich arbeite daran, sie zu unterstützen, damit sie in die Lage versetzt werden, wasserarmen Honig einzulagern. Ich teste gerade eine verfeinerte Variante meiner vorstehend beschriebenen Deckelkonstruktion. U. U. habe ich nach dem Wochenende neue Erkenntnisse. Diese werde ich dann hier kommunizieren.


    Viele Grüße

    Friedrich

    Wenn Du Dir nun das Badezimmer mit sehr großen Fensterflächen (Stoffflächen) vorstellst, wird am Anfang zwar mehr Wasser ausfallen, der Raum wird aber abkühlen, weil die Heizung den Wärmeverlust nicht mehr ausgleichen kann und der Prozess wird zum Erliegen kommen. Auf jeden Fall wird es im Badezimmer kühl. Das Wasser kondensiert dann an den Wänden. Diese werden feucht.

    Was würde in Deinem Modell passieren wenn die Stoffflächen gegen Styropor ausgetauscht würden?

    Grüße Rubio

    Die Wärme und das Wasser würden im Raum bleiben

    Hallo Jörg,


    meine Deckelkonstruktion ist ausschließlich für die Zeit der Tracht vorgesehen. Außerhalb der Tracht arbeite ich mit Folie, Holzdeckel und Styroporplatte zwischen Holz und Blechdeckel.


    Für den Deckel, mit dem der Honig trocknen soll, sind die Dämmwerte wenig entscheidend.


    Zum Verständnis (jeder Vergleich hinkt irgendwo):

    Stell Dir ein Badezimmer mit 25 Grad Temperatur vor, in dem gerade jemand duscht. Vor dem Fenster im Freien hat es ca. 15 Grad.

    Im Badezimmer hat es durch den Dampf eine Luftfeuchkeit von 65 %.


    Die Temperaturdifferenz an der Fensterscheibe beträgt ca. 10 Grad. Diese Temperaturdifferenz reicht aus, um die Luftfeuchtigkeit an der Fensterscheibe auf den Taupunkt (100 %) zu erhöhen. Das Wasser fällt aus und läuft an der Scheibe herunter. Wenn Du Dir nun statt der Scheibe einen Stoff vorstellst, der das Wasser aufnimmt und nach außen verdunstet, hast Du die Luft zu einem Teil entfeuchtet, der Stoff wird aber nass und kalt, weil ihm durch die Verdunstung nach außen Wärme entzogen wird. (Effekt der kalten Badehose). Die Temperatur im Raum bleibt annähernd bei 25 Grad, weil die Heizung in der Lage ist, den Wärmeverlust auszugleichen. Die anfallende Kondensationswärme wird nach außen abgeleitet.


    Wenn Du Dir nun das Badezimmer mit sehr großen Fensterflächen (Stoffflächen) vorstellst, wird am Anfang zwar mehr Wasser ausfallen, der Raum wird aber abkühlen, weil die Heizung den Wärmeverlust nicht mehr ausgleichen kann und der Prozess wird zum Erliegen kommen. Auf jeden Fall wird es im Badezimmer kühl. Das Wasser kondensiert dann an den Wänden. Diese werden feucht.


    Bei meiner Deckelkonstruktion suche ich die Fläche für den Stoff zur Wasserableitung, an dem aus dem Honigraum ausreichend viel Wasser abgeleitet wird, die Bienen aber noch die Heizleistung aufbringen können, um die Temperatur zu halten, damit es im Honigraum nicht feucht wird.


    Viele Grüße

    Friedrich

    Folie und anderes weglassen, dafür über den Innendeckel eine dicke Isolierplatte auflegen. 4cm dicke Isolierung.

    Ich frage mich mittlerweile wofür haben denn die Beuten überhaupt einen Innendeckel?

    Warum legt man nicht direkt die Dämmplatte auf die Zarge, entweder mit Folie oder Gaze dazwischen.

    Wenn Du die Dämmplatte mit Folie auflegst, hast Du nur eine Isolierung. Die bekommst Du auch mit Styropor. Da hast Du keine Wasserableitung durch den Deckel.


    Wenn Du die Dämmplatte mit Gaze oder direkt auflegst, wird die Dämmplatte feucht und durch die Wasserverdunstung kalt. Sie entzieht dem Honigraum durch die große Fläche viel mehr Wärme, wie für die Feuchtigkeitsabfuhr nötig wäre. Die Wärme wird aber gebraucht, damit das Wasser im eingelagerten Nektar/Honig verdampft.


    Daher mein Vorhaben, die Fläche an der Feuchtigkeit abgeleitet wird so anzupassen, dass das Wasser herauskommt, der Wärmeverlust aus dem Honigraum aber möglichst klein bleibt.

    Hallo,


    ich überlege, die in #21 erläuterte Deckelkonstruktion so zu optimieren, dass zwar die Feuchtigkeit abgeführt, dem Honigraum dabei aber möglichst wenig Wärme entnommen wird. Optimal wäre, wenn man die Wärmeableitung auf die latente Wärme beschränken könnte. Die Optimierung stelle ich mir mit der vorgestellten Grundkonstruktion vor, lediglich die Größe des Deckelloches, das die Zeltplane vom Honigraum trennt müsste größenmäßig angepasst/optimiert werden.


    Dazu wäre es hilfreich, wenn jemand eventuell bereits ermittelte Daten zur Verfügung stellen könnte.


    Ich bräuchte die Daten, aufgenommen an einem Trachttag im Mai. Tagestemperatur etwa zwischen 15 und 20 Grad, Nachttemperatur 6 bis 10 Grad.


    Gefragt wäre der Zusammenhang jeweils am selben Tag, etwa um dieselbe Zeit: gemessen:

    Tagestemperatur Außen

    Tagestemperatur im Honigraum

    Luftfeuchtigkeit Außen

    Luftfeuchtigkeit im Honigraum


    Außerdem:

    Nachttemperatur Außen

    Nachttemperatur im Honigraum

    Luftfeuchtigkeit Außen

    Luftfeuchtigkeit im Honigraum


    Mit diesen Daten wären eventuell einem Mollier-h-x Diagramm einige Erkenntnisse zu entlocken, die weiterhelfen würden, die hinter der Sache stehende Theorie zu nutzen. Letztendlich gilt weiter der alte Spruch "Versuch macht kluch", aber zu begreifen, was abläuft hat auch seinen Reiz und manchmal auch einen Nutzen.


    Vielen Dank im Voraus!


    Viele Grüße

    Friedrich

    Ich beackere das Problem auch zum Zwecke trockener Honig und möchte die Feuchtigkeit über eine Dämmplatte abführen. Geht aber nicht, weil die Fasern mit 5% Kunststoff verklebt sind. ich habe die Feuchtigkeit der Platte gemessen.. Null sagte das Gerät, das ist eigentlich logisch, denn Feuchtigkeit würde die Isolation beeinträchtigen. In den vergangenen Jahre hatte diese Platten noch eine andere Eigenschaft, sie bröselten.


    Remstalimker

    Hallo Remstalimker,


    ich habe letztes Jahr einen Honigtrocknungsdeckel gebastelt (Zander).


    Siebdruckplatte 420x520 / 12 dick

    in der Fläche mit der Stichsäge ein Loch ausgesägt 300 x 400 ergibt 60 Rand allseitig

    aus einer Zeltbahn (US-Shop/Military-Shop) einen Zuschnitt 420 x520 hergestellt (Zeltbahn wurde vorher gewaschen)

    die Zeltbahn umlaufend mit Dachlatten 24x48 befestigt. 2 x 420 lang und 2 x 470 lang.

    Dabei die 420er Stücke vorne und hinten hochkant angeschraubt. Die 470er Stücke liegend links und rechts angeschraubt.


    Nun habe ich auf die Oberträger im Honigraum ein ca. 2,5 mm dickes Propolisgitter aus Kunststoff (377x477) aufgelegt, darauf den Deckel mit der Siebdruckplattenseite nach unten. Darauf einen Styroporzuschnitt 420x520, darauf den Blechdeckel. Da die Dachlatten an den Seiten liegend aufgeschraubt sind, ergibt sich an den Seiten ein Freiraum von 24 x470 mm links und rechts. In diesem Freiraum kann Luftaustausch stattfinden.

    Die Zeltplane lässt zwar die Feuchtigkeit gut durch, verhindert aber Zugluft. Die Bienen können die Zeltplane nicht verbauen, da sie durch das Propolisgitter und den 12 mm Abstand der Siebdruckplatte abgehalten werden. Es hat gut funktioniert, mein Honig war trocken.


    Dieses Jahr werde ich auf den Deckel eine weitere Siebdruckplatte 420x520 mit Loch 300x400 aufschrauben. Dann kann ich den Deckel, wenn die Zeltbahnseite unten ist, zum Honigtrocknen verwenden und umgedreht, wenn die Zeltbahnseite oben ist, als Wanderdeckel mit Beutenbelüftung durch das Propolisgitter. Die Serienfertigung läuft in den nächsten Tagen an.


    Viele Grüße

    Friedrich

    Ich behandle im August 1x mit AS (Liebig 200 ml).

    Sowie ab der dritten Septemberwoche alle 3 Wochen mit OS-Dampf. Damit ist dann der Vermehrung der Bestands- und Reinvasionsmilben Einhalt geboten.

    Ist die AS notwendig, wenn es doch schon im September mit OS losgeht? Der dreiwöchige Abstand erscheint mir sehr ungewöhnlich, da schöpft man doch nur den "Schaum" ab. Wie oft erfolgte die dreiwöchige Herbstbehandlung, um ohne Winterblockbehandlung durchzukommen?

    zur AS-Behandlung

    Ich habe die AS Behandlung bisher für notwendig erachtet. Sie holt im August, bevor die Winterbienen aufgezogen werden (wenn das Wetter passt) innerhalb kurzer Zeit so viele Milben aus dem Volk, dass in Ruhe eingefüttert werden kann. Wenn man Spättracht mitnehmen will, muss nach Ende Dieser eine kurzfristig wirksame Behandlung erfolgen und das ist für mich die AS. Das bedeutet nicht, dass ich nicht mit einzelnen Völkern experimentiere. Ich strebe an, bei den Wirtschaftsvölkern bis Ende August mit den Milben deutlich unter der Schadschwelle und mit dem Einfüttern fertig zu sein. M. E. ist die Aufzucht der Winterbienen im September unter möglichst optimalen Bedingungen ein wesentlicher Faktor. Da sollte man nicht mehr mit AS und Futter stören. Die Ableger wachsen ja noch bis September, bei diesen ist normalerweise keine AS Behandlung notwendig. Wenn im brutfreien Zustand gesprüht wurde, reicht die OS-Dampf Behandlung. Der OS-Dampf schadet den Bienen nach meiner bisherigen Erkenntnis auch bei mehrmaliger Anwendung nicht.


    Ich kontrolliere auch Ende Juli/Anfang August. Wenn zuviele Milben fallen, gibts keine Spättracht, dann wird behandelt.


    zur OS-Verdampfung

    etwa!

    3. Sept. Woche

    2. Okt. Woche

    1 Nov. Woche

    4. Nov. Woche

    2. Dez. Woche Gemülldiagnose und Entscheidung Blockbehandlung ja/nein

    ab der 2. bis 3. Dez. Woche gegebenenfalls Blockbehandlung.


    Gemülldiagnose ist nach OS-Bedampfung erst nach ca. 16 Tagen sinnvoll. Die Varroen steigen teilweise bereits durch die OS geschädigt, aber noch lebend in eine Zelle, sterben dann dort, bleiben aber bis zum Schlupf als Leiche in der Zelle und fallen erst nach dem Schlupf auf die Windel. Somit 2 Tage vor Verdeckelung + 13 Tage Verdeckelung +1 Tag für den Weg zur Windel = 16 Tage. (Letzter Absatz frei formuliert nach Dr. Liebig.)