Beiträge von Master Tom

    Hallo Thanaidh,


    danke für Deinen Hinweis. Scheint mir keine schlechte Methode, wenn es sich nur um wenige Waben handelt, die umgehangen werden.


    Bei uns fängt die Kirsche gerade erst an. Das wird glaube ich, ein tolles Bienenjahr. Alles sehr früh und bisher schon viele trockene Flugtage. Die ersten Drohen sind auch schon in den Völkern. Die Bienen scheinen mir vom Klimawandel eher zu profitieren.

    Hallo aloisius,


    das ist der Grund, warum ich davon abgekommen bin. Bis letztes Jahr habe ich genauso erweitert, wie Master Tom das beschrieb und war immer auf der Suche nach einer Systematik, um die alten Waben rauszubekommen, ohne das Brutnest zu stören. Dieses Vorhaben habe ich inzwischen aufgegeben, zum einen, weil es bei mir sowieso nicht klappt und zum anderen, weil mir letztes Jahr das Buch “Top-Bar Beekeeping“ von Les Crowder und Heather Harrell in die Hände fiel. Vieles davon ist auch auf die Einraumbeute übertragbar.


    Dort wird beschrieben, dass bei der ersten Durchsicht im Frühjahr alle verbliebenen Futterwaben von der fluglochabgewandten Seite (hinten) direkt an das Flugloch (vorne) kommen und leere Waben von vorne nach hinten, das Brutnest bleibt unberührt. Dann wird nach und nach nur hinten erweitert, immer leere Rähmchen zwischen zwei bereits gebaute Waben, je nach Tracht zunächst mit einem Rähmchen, dann mit zweien. Das habe ich im letzten Jahr so gemacht und in diesem auch wieder so begonnen und bin so zufrieden damit, eben weil die Bienen nur minimal gestört werden, dass ich es wohl beibehalten werde.

    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Haben die Bienen bei deinem Vorgehen das Brutnest wieder Richtung Flugloch verlagert?

    Kurze Frage: Ich würde ja gern auf der Beutenwandseite erweitern, sowie Tom das in post#23 beschreibt. Allerdings muss ich dafür jedes einzelne Rähmchen verschieben, und das bringtr eine Menge Unruhe in die Kiste, weil es völlig unmöglich ist 6 oder 7 Waben en bloc zu verschieben. Mit Propolis und aufgrund der Länge, bzw. Höhe einfach schwierig zu händeln. 2 geht eigentlich schon nicht. Wie macht ihr das??

    Im Block verschieben ist nicht möglich, Du musst schon jedes einzelne Rähmchen bewegen. Das ist aufwendig, da hast Du recht. Ich erweitere an der Beutenwand deshalb dann, wenn ich sowieso das Volk durchschaue, z.B. wegen Schwarmkontrolle, Ablegerbildung etc..


    Wichtig ist es, dass die Völker im Frühling in Brutnestnähe Leerrähmchen zum bauen haben, ob das nun links oder rechts ist, ist sicher flexibel handhabbar. In #23 habe ich das vereinfacht dargestellt, um das Prinzip zu zeigen. Davon kann man nach eigenem belieben abweichen. Man muss mit der Erweiterung etwas herumexperimentieren, schon weil jeder Standort und jede Tracht anders ist.

    Variante 1, alles andere ist Murks. Hast Du ausreichend mit Leerrähmchen erweitert?

    Spätestens jetzt sollte man die Völker mal kurz durchschauen, ob Brut, Futter und Platz da ist.


    Erst mit der Süßkirschblüte kommt bei mir der erste nennenswerte Nektareintrag. Erst dann sind die Völker über den Berg (wenn denn tatsächlich Flugwetter herrscht). Mindestens so lange müssen die Völker aus den Vorräten schöpfen können. Der eifrige Flug im Moment täuscht: da kommt hauptsächlich Pollen und Wasser rein, Nektar nur wenig. Die Völker werden jetzt schnell leichter. Also mal nach den Futterwaben schauen. Mind. 5 kg sollten immer drin sein.


    Jetzt kann man schon mit einem Leerrähmchen nahe am, aber nicht im Brutnest, erweitern. Im Leerrähmchen erkennt man schnell, wie die Entwicklung vorangeht. Bald sollte man wöchentlich, ggf. mit zwei Rähmchen erweitern. Bei dem Wetter würde es mich nicht wundern, wenn schon bald die erste Dohnenbrut entsteht und schon Ende April absolute Schwarmstimmung herrscht.

    Hallo Apfeltasche,


    bei mir bauen die Bienen auch Wachsbrücken zwischen den Waben, aber nur unmittelbar zwischen den Oberträgern. Die Brücken sind auch nicht der Rede wert und gehen bei der ersten Durchsicht kaputt. Keinesfalls werden da Waben flächig verbunden.


    Bei Dir könnte ich mir vorstellen, dass der Beespace ggf. nicht eingehalten ist, d.h. die Abstände der Rähmchen zu groß sind, oder die Beute nicht in Waage steht.


    Vielleicht kannst Du mal ein Foto schießen.

    Hallo Speerwerfer,


    Hut ab: sehr professionell. Ich wollte die Tage, wenn mal ein Baumarkt offen hat, auch eine Ablegerbeute aus Leimholz bauen. Wird sicher nicht so hübsch, reicht aber hoffentlich trotzdem.


    Gruß

    Gestern habe ich die Frühjahrsdurchsicht gemacht. Eigentlich etwas früh, aber die Natur ist weit und das Wetter warm und sonnig. Und wer weiß wann man wieder zu den Bienen kommt.


    Folgendes Bild:

    3 Völker unterhalten handtellergroße Brutnester. Die Futterversorgung ist gut (alle größer 10 kg Vorrat). Eifriger Flug (Krokus, Weide).


    1 Volk ist weisellos. Bienenmasse und Futter sind noch vorhanden. Ansonsten keine Brut und keine Kö. Man sah schon am Flugloch, dass da der Wurm drin ist: Die Bienen sammeln keinen Pollen und fliegen eher lustlos umher. Schade, aber sowas kommt vor. Bei nächster Gelegenheit kehre ich das Volk etwas vom Stand entfernt ab. 2, 3 taugliche Waben behalte ich, der Rest wird entsorgt.

    Hallo zusammen,

    ich habe ein Verständisproblem auf der Mellifera-Seite. Dort steht im Abschnitt "Erweiterung mit ausgebauten Waben": "Verdeckelte volle Waben können nach außen umgehängt werden."

    Hier der Link.

    Wie ist das mit außen gemeint? Futterwaben, welche vorerst übrig sind, hinter das Schied in den Leerraum umhängen?

    Danke im Voraus

    Gemeint sind verdeckelte volle Honigwaben. Du kannst also den ganzen Wabenblock verschieben, um Platz für die Erweiterung zu schaffen, oder Du nimmst eben eine bereits verdeckelte volle Honigwabe in Brutnestnähe heraus und hängst sie an den Rand des Wabenblocks, hier "außen" genannt , und füllst die Lücke durch eine Leerwabe (Naturbau erfolgt in Brutnestnähe besser als "außen"). Das Umhängen geht mitunter schneller. Da die Fischermühle viele Völker betreut, ist dort zügiges Arbeiten wichtig.


    Ich selbst verschiebe zum Erweitern den ganzen Wabenblock und hänge nichts um.

    Ich imkere auch mit einer ERB, in der ein sehr starkes Volk sitzt (s. Bild), ursprünglich ein großer Schwarm. Alles Naturbau. Bis Ende Februar stand das Volk auf dem Balkon im 5. Stock, relativ geschützt. Im Sommer habe ich zwei Mal mit AS 60% (Nassenheider) behandelt und im Winter mit Oxalsäure (in nicht ganz legaler Form...)

    Inzwischen ist das Volk mit mir umgezogen und ich hatte die letzten beiden Wochen die Windel drin. Gestern mal Windelkontrolle gemacht, was soll ich sagen... Ich habe mind. 60 Milben gezählt, wahrscheinlich sind es noch mehr, denn der Wind hat mir zwischendurch ein paar verweht und da, wo die Windel schimmlig ist, lagen mit Sicherheit auch noch ein paar. > 60 Milben in 2 Wochen!!! das sind, grob und großzügig gerechnet 5/Tag! Viel zu viel!

    Wie kann das sein? Es war ein Schwarm, wurde behandelt... Was kann ich tun?

    Ich wollte eigentlich komplett auf Drohnenschneiden verzichten, aber in dem Fall? Soll ich einen Baurahmen geben? Puderzucker?

    Hallo aloisius,


    ein paar Vorredner haben es schon gesagt: wahrscheinlich ist der erhöhte Milbenfall durch das Aufräumen lange nicht begangener Wabenbereiche zu erklären. Dort liegen die Varroen tot von der letzten Behandlung herum und werden jetzt weggeputzt. Ich habe das bei mir auch immer mal wieder beobachtet.

    Hallo Apfeltasche,


    was Deinem Volk fehlt ist aus der Ferne nicht zu sagen. Das könnte ja nun alles mögliche sein. Wie sieht es denn mit dem Futter aus? Nicht das die am verhungern sind? Bei Gefahr von Hunger würde ich schnellstmöglich in die Kiste schauen und volle Futterwaben (angeritzt) aus einem anderen Volk an den Bienensitz hängen. Der Futterteig wird zu langsam aufgenommen, wenn der Hunger schon akut ist, reicht das nicht mehr. Aber ob es so ist, kannst nur Du herausbekommen.


    Aber egal was dem Volk fehlt: vereinige es nicht mit dem gesunden Volk. Zu groß ist die Gefahr, dass Du am Ende das gesunde Volk negativ beeinflusst.

    Hallo Martin,


    eine ERB-Ablegerkiste zu besitzen, hat schon Sinn. Mach sie aber nicht zu klein. Bei weniger als 9 Waben kann der Platz fürs Einfüttern und die Varroabehandlung nicht ausreichend sein. Hier mal ein Muster (nach unten scrollen): http://www.fribin.de/Einraumbeute.html. Hier mit 12 Waben: https://www.bienen-janisch.at/…e.958.html?productnr=1943


    Ich packe zwei Ableger in eine normale ERB und trenne mit einem Schied. Bei mir ist das kein Problem, da ich die Ableger meist abgebe . Ansonsten müsste ich im Frühjahr ein Volk herausnehmen und am Stand woanders aufstellen. Wenn man weiß, dass man die Ableger behalten will, sollte man je Ableger gleich eine große ERB nehmen.

    ok, meine Sorge war halt, das alle toten Bienen den Rüssel rausgestreckt haben. Das gilt ja als Zeichen fürs verhungern. Die Zahl von 20 toten Bienen in zwei Tagen kann ich nicht wirklich werten - da fehlt mir die Erfahrung.


    Ist ja mein erster Winter ...


    Martin

    Hallo Martin,


    20 Bienen sind nicht der Rede Wert. Die Bienenverluste im Winter sind bei den Völkern sehr unterschiedlich, aber es ist nicht ungewöhnlich, das bis zu 30% der Bienen im Winter sterben. Bei 10.000 eingewinterten Bienen wären das 3.000. Was sind da 20?


    Bei mir habe ich nicht so hohe Sterberaten beobachten können, aber das Gitter ist nach dem Winter ordentlich bedeckt, ein paar hundert, wenn nicht sogar 1.000 tote Bienen gibt es so gut wie immer.


    Wenn Bienen verhungern, geschieht das schlagartig. Das letzte Futter wird bis zuletzt aufgeteilt und ist das dann alle und auch die Brut aufgefressen (wenn es überhaupt welche gibt), sterben alle Bienen innerhalb sehr kurzer Zeit. Auf Deinem Gitter würde dann von heute auf morgen ein komplett verendetes Volk liegen, nicht nur 20. Bei Dir ist verhungern kein Thema. Auf den weinigen Rähmchen ist so viel Futter, verhungern können die so nicht. Abreißen kann da auch nichts.


    Natürlich wird ein Volk, dass zu wenig Bienenmasse hat (z.B. nur 3.000 Bienen), irgendwann an seine Leistungsgrenze kommen, vor allem wenn der Winter lang und kalt ist. Selbst wenn die genug Futter haben, schaffen sie es nicht die Traube und vor allem die erste Brut warmzuhalten, auch weil das Verhältnis Traubenoberfläche zu Inhalt bei kleinen Völkern viel ungünstiger als bei großen ist. Diesen Prozess kann man aber nicht sinnvoll beeinflussen, außer dass man im Herbst darauf achtet nur ausreichend große Völker einzuwintern, also lieber zwei kleine vereinigen, als die einzeln durchzuschleppen.


    Warte ab, mehr kannst Du nicht tun. Sieh es als eine Art Überlebenstest.