Beiträge von Master Tom

    Wenn man noch bis Ende Mai Einwaben-Ableger bilden kann, die sich ihre eigene Königin heranziehen (16 Tage plus eine Woche bis zum Begattungsflug), müssten doch auch mehrere Einwaben-Ableger plus zugesetzter Königin Mitte Juni noch möglich sein, oder?

    Einwaben-Ableger im Juni gestartet, werden wohl keine ausreichende Überwinterungsstärke erreichen. Da hilft auch eine zugesetzte Königin nichts. Die Zeit zum brüten ist zu kurz und die Tracht endet bald. Lass Dich nicht von Berichten über Einwaben-Ableger täuschen: das ist so schon keine Ideale Art der Ablegerbildung, erst recht nicht jetzt, wo das Bienenjahr so weit fortgeschritten ist.


    Ich nehme bei der Bildung der Königinnenableger 2 Brutwaben, 1 Futterwabe und ein Leerrähmchen. So Anfang bis Mitte Mai gestartet bringen es die Ableger zur Einwinterung auf 8 bis 10 Waben. Im Juni würde ich mind. drei Brutwaben pro Ableger plus Königin nehmen.

    Was kann ich da tun? Schaffen die Bienen sich selber Platz - tragen die also den Honig um, wenn die neue Königin anfangen will zu legen? Oder muss ich da irgendwie eingreifen?

    Das Honig im freien Brutnestbereich eingelagert wird, kommt bei mir auch immer wieder vor. Ich habe da bisher nie etwas dagegen unternommen. Irgendwann nach Begattung war dann das Brutnest wieder da wo es hingehört. Die Bienen regeln das, zumindest bei mir, selbst.

    Wenn es ein Vorschwarm war, also eine "alte" Königin im Volk ist, wird die schon gelegt haben. Vermutlich hast Du die Stifte bzw. jüngste Brut übersehen. War die Königin gezeichnet?


    Sollte es kein Vor- sondern ein Nachschwarm sein, muss die "neue" Königin noch auf Begattungsflug gehen. Es ist dann tatsächlich noch keine Brut da und es dauert noch einige Tage bis Du Brut sehen wirst.


    Lass es ein paar Tage laufen und schau dann mal, ob sie in den Rähmchen bauen. Wenn alles glatt geht, werden sie den Wildbau halbwegs im Rähmchen integrieren und die anderen Rähmchen dann normal ausbauen.

    Hallo Kasmodiah,


    ich kann bestätigen, dass 2 Rähmchen zu wenig sind. Das wird von den Bienen als zu kleiner Raum empfunden und schlecht angenommen. Es können ruhig 6 bis 7 sein.


    Ich würde die Königin sichern (Klipp o.ä.), um sie nicht zu beschädigen. Dann den Wildbau vom Deckel entfernen und diesen so gut es geht in ein gedrahtetes Rähmchen drücken. Dann die 6 Rähmchen an die Stelle in der Beute rücken, wo der Wildbau war und Königin dazugeben. Wenn sie nach einigen Tagen in den Rähmchen bauen, kannst Du diese an die endgültige Stelle rücken. Den Schwarm bei Schlechtwetter etwas füttern.

    In meiner Umgebung sind viele Kirsch-, Pfirsich,- Apfelbäume sowie in 400 m Entfernung Raps. An der Tracht wird´s nicht liegen.

    Nein, an der Tracht wird's nicht liegen. Jetzt ist sehr wahrscheinlich Deine Haupttracht. Im Juni ggf. noch einmal Linde.

    Ich hatte mich halt nur geärgert, dass die Bienen lieber die neuen Mittelwände auf der Honigseite für Brut genutzt haben, statt die Leerrähmchen auf der Fluglochseite mehr auszubauen.

    Mit Mittelwänden arbeite ich nicht. Es ist aber sicher kein Zufall, dass die zuerst ausgebaut wurden. Das geht für die Bienen am schnellsten und spart Energie.


    Ich glaube nicht, dass Du großartig Fehler beim Erweitern gemacht hast. Es gibt eben mal etwas stärke und mal schwächere Völker. Das Du noch keine Leerwaben hast, spielt sicher auch eine Rolle. Noch haben die Bienen ja Zeit zu sammeln. Wird schon noch was zusammenkommen.


    Im Winter hatte ich zwei neue Janisch-Innendeckel für die neue Beute statt mit Sperrholz mit Plexiglas falsch geliefert bekommen. Dachte mir einen Versuch ist es ja Wert und wollte diese nicht zurückschicken. Aber - das ist zwar für Anfänger mal Interessant, durch die Scheibe die Bienen zu beobachten, ist aber völliger Quatsch. Die Feuchtigkeit beschlug die Scheibe und an den Wänden in Brutnestnähe lief plötzlich Wasser herab.

    Da hast Du recht: Quatsch. Der Sinn des Deckels ist ja gerade, dass er dampfdurchlässig ist. Ein Großteil der Feuchtigkeit entweicht nach oben. Deshalb muss der Blechdeckel auch gut hinterlüftet sein, sonst kann es zurück tropfen. Wenn man Plexiglas einbaut, wird dieser gewünschte Effekt praktisch getötet.


    Um die Wärmedämmung zu verbessern, habe ich mir zusätzliche Holzfaserweichplatten gekauft und belege die Beuten damit noch einmal zusätzlich. Das schien mir der geringste Aufwand. Mal schauen was es bringt.


    Gruß

    Versuch erst einmal einen Überblick über die Varroabelastung zu bekommen. Dazu Puderzuckermethode anwenden (dazu muss es trocken sein), oder die geölte Windel über mehrere Tage (z.B. 1 Woche) einlegen. Ein Tag bringt nichts, weil nicht repräsentativ. Wenn Du einen verlässlichen Wert hast, kannst Du über Maßnahmen nachdenken.

    Hallo Apfeltasche,


    10 Rähmchen sind ja erstmal etwas. Das Volk war ggf. klein und muss erst in Schwung kommen. Wenn Du an deinem Standort keine ausgeprägte Frühtracht (Obst, Raps) hast, wächst das Volk auch etwas langsamer, als z.B. bei mir. Dein Honigraum-Experiment relativiert sich damit auch.


    Ich würde das Volk einfach in der ERB durchs Jahr führen, einen Kö-Ableger machen, wenn Sie tatsächlich Schwarmzellen ansetzen und mal schauen was nach der Linde (Anfang Juli) an Waben drinnen ist und wieviel Honig der Standort abwirft. Erst dann lässt sich etwas sagen. Gib mal Deinen Standort an.


    Wie war das eigentlich mit den Varroa auf Drohnen? Hast Du das mehr als einmal gesehen?

    Ich hoffe, ich werde meinem Wirtschaftsvolk wenigstens zwei volle Honigwaben zur Ernte entnehmen können um ein paar Gläser zum Eigenverbrauch füllen zu können.

    Hallo Apfeltasche,


    zum Honigertrag hatte ich Climmo schon was geschrieben. Der Honig-Ertrag ist in der ERB tatsächlich geringer als in anderen Beuten. Bei anderen Beuten nutzt man verschiedene Techniken, z.B. Absperrgitter, um Brut von Honig zu trennen und so erntbar zu machen. In der ERB wird das in der Form nicht gemacht. Trotzdem gibt es natürlich immer starke und schwache Völker. Starke Völker besetzten jetzt bereits die ganze Beute, da hat man dann je nach Ausprägung des Brutnestes auch 8 bis 10 Honigwaben. Schwache Völker haben vielleicht nur 15 Waben und eben weniger Honigertrag.


    Wieviele Waben sind bei Dir vorhanden und was ist Deine Haupttracht? Insgesamt ist es schwer Dir einen Tipp zur Vermehrung bzw. der Beseitigung des Wildbaus zu geben. Vielleicht kannst Du mal ein Foto vom Zustand schießen.


    Gruß

    Das einzige, was mich nun wundert, von diesem Völkchen fliegt nach 4 Tagen noch keine einzige Sammelbiene aus. Ist das Normal? Ich vermute die eingefegten Honigwaben- oder Brutbienen sind in ihrer Entwicklung noch nicht als Sammlerin fertig entwickelt.


    Wenn ich von unten reinschaue wuseln diese ruhig auf den Waben. Ich denke man braucht jetzt nur Geduld und muss die Futtersituation beobachten oder liege ich da falsch?

    Hallo Climmo,


    Ableger brachen einige Zeit sich zu konsolidieren. Arbeiterinnen müssen erst nachschlüpfen, damit fehlende Flugbienen ersetzt werden können. Ich habe z.B. am 02.05. einen Kö-Ableger gebildet, der ist am 09.05. erstmals nennenswert geflogen. Deshalb ist es wichtig Ableger auch bei guter Tracht mit genügend Futter zu versorgen. Kö-Ableger sind allerdings sehr dynamisch und erreichen innerhalb weniger Wochen stattliche Größen.


    Zum Honig:


    beim Thema Honig kommt es auch auf Deine Tracht an. Was ist denn bei Dir Haupttracht? U.a. danach richtet sich wieviel die Bienen eintragen können. Dann ist die Volksstärke wichtig. Nicht jedes Volk ist so stark, dass es eine gute Tracht auch gut ausnutzen kann. Wieviel der 22 möglichen Waben sind denn bei Dir in der Beute und ausgebaut?


    Wenn Du einen Kö-Ableger gebildet hast, solltest Du das Muttervolk nach ein paar Tagen noch einmal auf Schwarmzellen kontrollieren und nur eine stehen lassen, um so Nachschwärme zu verhindern. Da die Brut nun Stück für Stück schlüpft, ohne dass neue nachkommt, wird Platz und Zeit frei Honig einzutragen. In den nächsten Wochen wird sich also der Honigertrag steigern und es werden weitere "reine" Honigwaben entstehen.


    Gruß

    Hallo Apfeltasche,


    Ablegerbildung ist im Moment wegen der Kälte so eine Sache. Wenn es irgendwie geht, warte damit bis nach den Eisheiligen. Dein Volk scheint das ja auch selbst erkannt zu haben und hat den Schwarmtrieb etwas hinausgeschoben. Ansonsten würde ich einen Kö-Ableger machen. Nicht zu geizig, mind. 2 Brutwaben und eine volle Futterwabe. Der kommt bis Herbst auf 8 ausgebaute Waben. Du kannst aber nat. auch alle anderen Methoden anwenden.


    Den Wildbau betreffend würde ich zum geradeschneiden neigen. Futter haben die sicher genug. Du kannst ja sukzessive vorgehen. Oder du wartest auf besseres Wetter und hängst den gesamten Wildbaublock in den hinteren Raum hinter die letzte Honigwabe. Normalerweise sollte dann die Brut dort auslaufen können und die Rähmchen dann als Honigwaben dienen. Du kannst Sie dann zur Ernte entnehmen.

    Hallo Speerwerfer,


    als Ablegerbeute kann ich eine 10 bis 12 Waben-ERB empfehlen. Sie ist einfach handlicher als eine geteilte Normal-ERB. Auch wenn man Ableger abgibt, kann man die besser transportieren. Bis über den Winter kann man die Ableger darin führen und dann gegen eine normale ERB tauschen.


    Die Bienen generell in einer Ablegerbeute zu führen und Honigräume aufzusetzen, ist im Grunde die Rückerfindung der "normalen" Dadant Magazinbeute, nur mit gedrehten Waben. Wenn der Standplatz zu eng ist, wäre es konsequenter und einfacher gleich komplett umzusteigen. Dann kannst Du auf das große Sortiment an Beuten im Bereich Dadant zurückgreifen.

    Das Frühjahr ist in vollem Gange. Birne und Kirsche blühen. Der Raps wird auch nicht mehr lange zum Aufblühen brauchen. Allerdings bin ich mal gespannt, ob der honigt, wenn es, wie hier, 4 Wochen fast nicht geregnet hat.


    Die beiden Kö-Ableger aus dem letzten Jahr sind jetzt hübsche Wirtschaftsvölker. Aus meiner geteilten ERB habe ich sie aus Platzgründen in je eine eigene Beute umgesiedelt. Diese enthalten jetzt je 14 Waben. Je 7 davon werden bebrütet. Die erste Obsttracht ist eingetragen. Beide Völker sind aber noch nicht in Schwarmstimmung. Das wird auch noch dauern. Wöchentlich hänge ich ein Leerrähmchen ans Brutnest. Eine Woche später ist es ausgebaut.


    Das 3. Volk, schon im letzten Jahr ein Wirtschaftsvolk mit nun neuer grüner Kö, ist noch etwas dynamischer: 17 Waben, davon 8 oder 9 bebrütet. Die bauen in der Woche zwei Leerrähmchen aus. Erste Spielnäpfchen sind schon da. Zur ersten Weiselzelle dauert es noch bis ca. Ende April.


    Jetzt muss man auch die ERB etwas intensiver betreuen, damit die Bienen ausreichend Raum für Brut und Honig haben. Ob schon Schwarmzellen angelegt wurden, sieht man recht gut an den frisch gebauten Waben. Dort werden diese mit Vorliebe errichtet. Wenn man die Leerrähmchen also mit einer Reißzwecke markiert (blau bietet sich an) und nur diese gezielt zieht, sieht man recht schnell, was los ist, ohne das ganze Brutnest auseinandernehmen zu müssen. Das ist oft so, aber auch nicht immer.


    Läuft super bis jetzt. Spekuliere auf Rekordernte.