Beiträge von Master Tom

    Gern geschehen, die Kö sollte übrigens begattet sein. Ansonsten tatsächlich bis September warten, da die neue Kö sonst recht sicher eliminiert wird. Außerdem sind dann die Drohnen, die ebenfalls zu fett fürs Gitter sind, weg.

    Mein bisher größtes Problem ist einfach, die alte Königin in der Masse ausfindig zu machen

    Ich hatte in der Vergangenheit auch schon dieses Problem. Lösung: Ich habe bis September gewartet, dann eine neu Kö besorgt, ein Brett mit Absperrgitter vors Flugloch und das Volk vor die Beute auf das Brett gekehrt. Alle marschieren rein, die Kö bleibt draußen und kann weggefangen werden. Dann die neue Kö im Zusetzkäfig unter Futterteigverschluss ins Volk hängen.


    Alternativ kann man im Herbst die Kö ganz gut auf den Waben finden, weil die Bienenmasse viel geringer geworden ist. Man könnte sich also ggf. das Abkehren vor das Gitter sparen.

    Das letzte Rähmchen hatte ich erst dann dazugehängt, nachdem die anderen zu 95% ausgebaut waren.

    Bisher hatte ich immer zu früh erweitert und deshalb unvollständige Waben. Wollte es eben diesmal anders machen.

    Habe ich zu spät erweitert? Was meinen die alten Hasen?

    Ja, Du hast wohl zu spät erweitert. Gerade früh gebildete Ableger entwickeln bei entsprechender Tracht eine große Dynamik und bauen auch mal 10 Rähmchen aus. 5 Rähmchen sind da nicht ausreichend. Und was für uns Menschen 95% sind, ist für die Biene schon längst fertig. Die sind da nicht so pedantisch.


    Ich erweitere spätestens wenn 50% des letzten freien Rähmchens ausgebaut sind. Das liegt bei mir aber auch daran, dass ich i.d.R. nur einmal wöchentlich, oder seltener in die Völker schaue. Da muss ich die Entwicklung vorwegdenken, um nicht überrascht zu werden. Wer öfter nachschaut, kann ggf. noch etwas warten.

    Wie würdet Ihr vorgehen? Einfach Nachschaffungskönigin ziehen lassen oder zu Ende Juli eine fertige Jungkönigin zusetzen (der genaue Zeitpunkt des Einsetzens wäre da schwierig, da ja auf Brutfreiheit geprüft werden soll. Es wäre also nur ca. eine Woche Zeit, in der die Königin bereit stehen müsste...).

    Ende Juli bzw. August wird die Nachschaffungskönigin schon noch befruchtet werden. Die Frage scheint mir aber, ob sie überhaupt danach noch zeitlich in der Lage wäre ein ordentliches Volk aufzubauen. Wir haben jetzt bald Sommersonnenwende, danach lässt die Dynamik bei den Bienen nach und die Tracht wird weniger.


    Wenn Du unbedingt noch vermehren willst oder musst, würde ich eine begattete Königin nehmen. Aber eigentlich würde ich es lieber ganz lassen.

    Ich nutze die Einraumbeute von Mellifera seit einigen Jahren. Honigräume sind da nicht zu heben. Es ist aber zu bedenken, dass die einzelnen Rähmchen (Dadant hoch) mit Honig gefüllt bis zu 3 kg wiegen können. Die zu händeln ist gar nicht so ohne und für ein Kind ggf. zu schwer.

    Seit 2 Jahren nutze ich B401 zur Wachsmottenbekämpfung. Ich habe dieses Jahr, wie jedes Jahr, eine Futterkranzprobe zur Analyse auf AFB abgegeben. Diesmal stand auf dem Auswertungsprotokoll "negativ auf AFB" und " Nachweis nicht krankheitserregender Bakterien". Weil ich neugierig war, habe ich im Labor angerufen und mich erkundigt, was das heißt und ob B401 nun ein Problem ist, oder nicht.


    Ich erhielt die Auskunft, dass B401 kein Problem ist. Es wachsen zwar dadurch Bakterienkulturen, eine AFB Futterkranzprobe wird dadurch aber nicht unbrauchbar. Wenn man nett ist, kann man dem Labor vorher mitteilen, dass man B401 verwendet. Ansonsten geht das aber auch so.

    Die Entwicklung der letzten Wochen:


    Schwarmzeit

    Alle drei Völker sind wie erwartet nacheinander in Schwarmstimmung gekommen. Am 2., 8. und 14. Mai habe ich je einen Königinnenableger aus 2 Brutwaben, einer Futterwabe und einer Leerwabe gebildet. Aus 3 Völkern sind also 6 geworden. Zur Unterstützung habe ich den Ablegern anfangs etwas Flüssigfutter gegeben (1 Liter/Woche). Ich nehme dafür Sirup auf Zuckerrübenbasis. Die Ableger entwickeln sich gut und wurden schon um ein bis zwei Leerwaben erweitert.


    In den Ursprungsvölkern habe ich schon bei Ablegerbildung alle Schwarmzellen bis auf eine gebrochen. Einige Tage später habe ich noch einmal kontrolliert und noch einmal bis auf eine Schwarmzelle gebrochen. Soweit ich mitbekommen habe, sind keine Nachschwärme abgegangen. Wie jedes Jahr ist es spannend ob alle Muttervölker nach einigen Wochen über eine neue, begattete Königin verfügen. Das werde ich demnächst mal überprüfen. Bis auf Ausnahmefälle hat das in der Vergangenheit gut funktioniert. Als Notfalloption bliebe den gebildeten Königinnenableger rückzuvereinigen.


    Honigernte

    Sehr früh im Jahr war der Raps verblüht, sodass ich schon Ende Mai geerntet habe. Der Honigertrag der Völker war sehr unterschiedlich. Er hängt stark mit der Volksstärke zusammen. Den drei Völkern konnte ich 3, 7 und 10 Honigwaben entnehmen. In Summe komme ich damit auf ca. 45 kg Frühjahrshonig. Ein für meine Verhältnisse sehr gutes Ergebnis.

    Mittlerweile sind die ausgeschleuderten Waben wieder in den Völkern und in einigen Tagen beginnen die Linden zu blühen.

    Wenn man noch bis Ende Mai Einwaben-Ableger bilden kann, die sich ihre eigene Königin heranziehen (16 Tage plus eine Woche bis zum Begattungsflug), müssten doch auch mehrere Einwaben-Ableger plus zugesetzter Königin Mitte Juni noch möglich sein, oder?

    Einwaben-Ableger im Juni gestartet, werden wohl keine ausreichende Überwinterungsstärke erreichen. Da hilft auch eine zugesetzte Königin nichts. Die Zeit zum brüten ist zu kurz und die Tracht endet bald. Lass Dich nicht von Berichten über Einwaben-Ableger täuschen: das ist so schon keine Ideale Art der Ablegerbildung, erst recht nicht jetzt, wo das Bienenjahr so weit fortgeschritten ist.


    Ich nehme bei der Bildung der Königinnenableger 2 Brutwaben, 1 Futterwabe und ein Leerrähmchen. So Anfang bis Mitte Mai gestartet bringen es die Ableger zur Einwinterung auf 8 bis 10 Waben. Im Juni würde ich mind. drei Brutwaben pro Ableger plus Königin nehmen.

    Was kann ich da tun? Schaffen die Bienen sich selber Platz - tragen die also den Honig um, wenn die neue Königin anfangen will zu legen? Oder muss ich da irgendwie eingreifen?

    Das Honig im freien Brutnestbereich eingelagert wird, kommt bei mir auch immer wieder vor. Ich habe da bisher nie etwas dagegen unternommen. Irgendwann nach Begattung war dann das Brutnest wieder da wo es hingehört. Die Bienen regeln das, zumindest bei mir, selbst.

    Wenn es ein Vorschwarm war, also eine "alte" Königin im Volk ist, wird die schon gelegt haben. Vermutlich hast Du die Stifte bzw. jüngste Brut übersehen. War die Königin gezeichnet?


    Sollte es kein Vor- sondern ein Nachschwarm sein, muss die "neue" Königin noch auf Begattungsflug gehen. Es ist dann tatsächlich noch keine Brut da und es dauert noch einige Tage bis Du Brut sehen wirst.


    Lass es ein paar Tage laufen und schau dann mal, ob sie in den Rähmchen bauen. Wenn alles glatt geht, werden sie den Wildbau halbwegs im Rähmchen integrieren und die anderen Rähmchen dann normal ausbauen.

    Hallo Kasmodiah,


    ich kann bestätigen, dass 2 Rähmchen zu wenig sind. Das wird von den Bienen als zu kleiner Raum empfunden und schlecht angenommen. Es können ruhig 6 bis 7 sein.


    Ich würde die Königin sichern (Klipp o.ä.), um sie nicht zu beschädigen. Dann den Wildbau vom Deckel entfernen und diesen so gut es geht in ein gedrahtetes Rähmchen drücken. Dann die 6 Rähmchen an die Stelle in der Beute rücken, wo der Wildbau war und Königin dazugeben. Wenn sie nach einigen Tagen in den Rähmchen bauen, kannst Du diese an die endgültige Stelle rücken. Den Schwarm bei Schlechtwetter etwas füttern.

    In meiner Umgebung sind viele Kirsch-, Pfirsich,- Apfelbäume sowie in 400 m Entfernung Raps. An der Tracht wird´s nicht liegen.

    Nein, an der Tracht wird's nicht liegen. Jetzt ist sehr wahrscheinlich Deine Haupttracht. Im Juni ggf. noch einmal Linde.

    Ich hatte mich halt nur geärgert, dass die Bienen lieber die neuen Mittelwände auf der Honigseite für Brut genutzt haben, statt die Leerrähmchen auf der Fluglochseite mehr auszubauen.

    Mit Mittelwänden arbeite ich nicht. Es ist aber sicher kein Zufall, dass die zuerst ausgebaut wurden. Das geht für die Bienen am schnellsten und spart Energie.


    Ich glaube nicht, dass Du großartig Fehler beim Erweitern gemacht hast. Es gibt eben mal etwas stärke und mal schwächere Völker. Das Du noch keine Leerwaben hast, spielt sicher auch eine Rolle. Noch haben die Bienen ja Zeit zu sammeln. Wird schon noch was zusammenkommen.


    Im Winter hatte ich zwei neue Janisch-Innendeckel für die neue Beute statt mit Sperrholz mit Plexiglas falsch geliefert bekommen. Dachte mir einen Versuch ist es ja Wert und wollte diese nicht zurückschicken. Aber - das ist zwar für Anfänger mal Interessant, durch die Scheibe die Bienen zu beobachten, ist aber völliger Quatsch. Die Feuchtigkeit beschlug die Scheibe und an den Wänden in Brutnestnähe lief plötzlich Wasser herab.

    Da hast Du recht: Quatsch. Der Sinn des Deckels ist ja gerade, dass er dampfdurchlässig ist. Ein Großteil der Feuchtigkeit entweicht nach oben. Deshalb muss der Blechdeckel auch gut hinterlüftet sein, sonst kann es zurück tropfen. Wenn man Plexiglas einbaut, wird dieser gewünschte Effekt praktisch getötet.


    Um die Wärmedämmung zu verbessern, habe ich mir zusätzliche Holzfaserweichplatten gekauft und belege die Beuten damit noch einmal zusätzlich. Das schien mir der geringste Aufwand. Mal schauen was es bringt.


    Gruß