Beiträge von Master Tom

    Vielleicht werden die ASG von Janisch (man bekommt sie ja ungefragt zu jeder Beute als Zubehör dazu) wegen dem dicken Holzrahmen so stark verbaut? Ein vollflächiges Gitter könnte besser sein. Im übrigen schließen die ASG von Janisch nicht überall bündig ab. Wenn die Königin die Lücke findet, ist sie im Honigraum. Insgesamt ist dieses ASG Murks.


    Wer wirklich eine Betriebsweise mit ASG umsetzten möchte, ist wohl besser beraten gleich eine z.B. Dadantbeute zu wählen. ASG ist da ja gängig und bewährt.

    Ein Bekannter hat das Absperrgitter von Janisch mal eine Saison eingesetzt. Die Bienen haben das Gitter mit Propolis zugebaut und in ein Schied umgewandelt. Im Ergebnis haben sie den hinter dem Gitter liegenden Raum ignoriert und sind lieber abgeschwärmt. Hätte man sicher durch die richtigen Eingriffe regeln können, aber die Sache mit dem ASG scheint nicht so einfach.


    Ich selbst nutze kein Absperrgitter, weil ich denke, dass es der Idee der ERB eigentlich zuwider läuft.

    Hallo Andreas,


    ich habe es gelesen: ist schon interessant, aber nicht in dem Sinn, dass man viel tiefschürfendes für die eigene Betriebsweise lernt. Eher geht es eben um die Bienen des Bruder Adam. Diesbezüglich lesenswert. Ohnehin ist es eher eine Broschüre mit wenigen Seiten. Hat man an einem Abend durch.


    Mittlerweile habe ich bestimmt ein Dutzend Bücher übers Imkern. Egal welches ich da herausgreife: am Ende plätschern alle mehr oder minder an der Oberfläche. Wenn man schon ein paar Jahre imkert, ist man in den wichtigsten Themen tiefer drinnen, als die Literatur. Ich kaufe deshalb keine Imkerbücher mehr.

    Hallo Freaknose,


    woran machst Du denn fest, dass die Bienen "krepieren"? Kann es nicht einfach sein, dass die Traube in den Wabengassen sitzt und weder von oben noch unten zu erkennen ist. Bei mir (allerdings Dandant hoch) ist das immer so. Die Fotos helfen da wenig weiter.


    Wenn Du es genau wissen willst, schieb die Windel rein und schau nach ein paar Tagen das Gemüll an. Man erkennt da gut auf wieviel Waben die Völker sitzen. Erst wenn auch kein Gemüll mehr da ist, würde ich mir Sorgen machen.

    Hallo Meapas,


    alle Milben erwischst Du tatsächlich nie. Und selbst wenn: nächstes Frühjahr wären sie wieder da. Es ist auch gar nicht der Sinn der Winterbehandlung alle zu erwischen. Der Sinn ist vielmehr den Befall unter eine akzeptable Schwelle zu drücken.


    An einzelnen Tagen fallen mal mehr mal weniger Milben ab. Wenn Du zu dieser Jahreszeit den nat. Milbenfall beurteilen willst, wähle besser längere Zeiträume: z.B. 3 Wochen.


    Deine Milbenfallzahlen finde ich jedenfalls nicht beunruhigend. Ich würde nichts mehr unternehmen.

    Bisher wirkt es tadellos. Im Juli habe ich sämtliche Waben (teilw. Brutwaben) wie auf der Packung angegeben eingesprüht. Seit dem hat sich keine Motte mehr blicken lassen.


    Mal schauen, ob das Mittel im Frühjahr noch wirkt.

    Im aktuellen Bienenjournal ist übrigens eine recht gute Zusammenfassung zum Thema varroaresitente Bienenvölker enthalten. Man bekommt da eine recht gute Ahnung wie komplex das Thema ist und wie weit man noch von einer Lösung entfernt ist.

    "Nicht viel", Du machst Witze. Hut ab für diese Leistung!


    Und jetzt soll es gut sein.

    Hallo Keinimker,


    ich sprach davon, dass die Erkenntnisse für MICH als PRAKTISCHEN IMKER nicht relevant sind. ICH stellte fest (nicht im Sinne eines Wissenschaftlers, denn der bin ich nicht), dass ICH die Beute nicht als wesentliches Problem der Imkerei ansehe. Meine Erkenntnis ziehe ich einfach aus den vielen unterschiedlichen Beutensystemen, die ich bereits gesehen habe. Ob Bienenkiste, ERB, Magazin, Kugeln, Körbe, Baumhöhle etc., nie hatte ich den Eindruck, dass die Bienen sonderlichen Wert auf die Art der Unterbringung legen. Ich sage nicht, dass die Beute hat gar keinen Einfluss hat, denn irgendwas wird man immer finden. Aber im Prinzip kommt der Bien mit jeder Behausung klar, die groß genug ist und Schutz vor Witterung und Feinden bietet, solange die Umwelt stimmt. Und die stimmt eben leider nicht immer.


    DU kannst der Sache mit Mulm und Wurzelholz gerne auf den Grund gehen und viele Jahre ausprobieren. ICH würde mich stattdessenn lieber mit der Verbesserung der Umwelt, z.B. durch Gehölzpflanzungen, beschäftigen.

    Erfolg der Winterbehandlung: Nach o.g. MS-Sprühen sind nach zwei Wochen pro Volk zwischen 100 und 300 Milben gefallen (die Völker sitzen auf 5 bis 8 Wabengassen). Ein geringer Abfall. Ich lasse es dabei: keine weitere Behandlung. Schön, dass ich dieses Jahr mit nur einmal AS und einmal MS durchgekommen bin.

    Hallo Juli,


    Du hast jetzt zwei mal MS gesprüht. Damit hast Du 80%, vielleicht 90%, der Varroen aus dem Volk herausbekommen. Lass es dabei bewenden. Jede weitere Behandlung schadet mehr als das sie nutzt. Vor allem träufle nicht auch noch OX, das könnte dem vermutlich geschwächten Volk noch den Rest geben.

    Ich würde bezweifeln, dass man aus der Höhe der festgelegten Varroa-Schadschwellen direkt auf eine gewachsene Empfindlichkeit der Bienen gegenüber Varroa schließen kann. Genauso gut kann es sein, dass die Schadschwellen aufgrund genauerer Untersuchungen, oder aufgrund eines erhöhten Sicherheitsdenkens heute andere sind.


    Ohnehin sind Schadschwellen nur sehr grobe Anhaltswerte die Volksstärke, Brutzustand, Klima, Standort, Rasse usw. nicht berücksichtigen. Da kann eigentlich nichts Genaues rauskommen.


    In der Praxis habe ich gemerkt, dass die Überschreitung der Schadschwellen, auch um ein Vielfaches, immer wieder vorkommt und die Bienen das gut überstehen. Ich vermute deshalb, dass in den Schadschwellenwerten schon große Sicherheiten enthalten sind. Wenn man es genau nimmt, hat sicher jedes Volk seine eigene Schadschwelle. Und diese Schadschwellen streuen vermutlich über alle Völker betrachtet um mehrere 100 %.


    Bei den Temperaturen jetzt juckt es mich ja, die Brut zu kontrollieren und ggf. MS zu sprühen. Dumme Idee oder sollte das ok sein?


    Bei den Temperaturen bietet sich MS einfach an. Aus meiner Sicht für die Bienen viel schonender als die Behandlung bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt (da man da die Wintertraube auseinanderreißt, Kühle und Unruhe ins Volk bringt). Ob da noch auslaufende Brut vorhanden ist, fällt für den Behandlungserfolg nicht signifikant ins Gewicht (ich hatte das letztes Jahr mal getestet). Wenn nach der MS-Behandlung weniger als 1000 Milben fallen, kann man sich eine weitere Behandlung sogar sparen.