Beiträge von Naffnaff

    Pressen ist noch eine gute Alternative...


    Stippen und Schleudern tu ich mir in der Heidetracht nicht mehr an. Das ist mir zu aufwändig. Ich hänge Drohnenrähmchen in den Honigraum ohne Mittelwand, gar nichts. Bei üppiger Tracht wird Scheibenhonig produziert und jede Menge Wirrbau. Das schneide ich nur aus und alles wird komplett gepresst. Durch die Pollen wird er dann auch dunkel und hat nicht diese Sandfarbe.


    Grüße,

    Naf

    Hallo Gerrit.

    die Heide bei Undeloh war vergangenes Wochenende noch in den Startlöchern und kein einziger Bienenstand besetzt. Ich denke mal, dass die Imker in Kürze anwandern oder es aktuell tun.

    Moin!


    Ich bringe in wenigen Stunden 20 Völker in die Heide. Aufgrund der Covid-Geschichte hat es leider länger gedauert, die Einfahrtsberechtigung für die Heide zu bekommen. Aber glücklicherweise kam sie dann heute noch an. Damit kann die Polizei zu Ross dann beruhigt kontrollieren. Zumindest in der Lüneburger Heide wird jeder Bienenstand tatsächlich kontrolliert und auch die genaue Anzahl der Völker mit denen im Antrag verglichen.


    Mal sehen, wie es dieses Jahr wird. Im Letzten Jahr war es recht odentlich - im Gegensatz zum Jahr davor. Ist jedes Mal spannend, wie es denn werden wird. Die Rispen sind durch den Regen vor zwei, drei Wochen ordentlich gewachsen und teilweise sind die Blüten schon auf.


    -> "Aktuell würde es noch gehen"


    Nope. Die Anräge sind meist schon im Frühling zu stellen. Der Run ist groß und wer sich da nicht an die Regeln hält, ist auch wieder schnell am Ende der Liste.

    Die Rambler dürfen - wie alle Rosen - nach der Blüte auch wieder ordentlich gestutzt werden, sonst nimmt das mitunter unheimliche Züge an. Totholz eh raus, aber auch ältere Triebe können ordentlich reduziert werden. Was bis zum August noch ordentlich kommt, darf bleiben. Der Rest wird zum Herbst wieder abgeschnitten. Bis auf zwei, drei Augen zurück. So wird ein Verkahlen verhindert. Ältere Rambler schneiden wird teilweise bis auf den Boden zurück, damit sich die Pflanze gut verjüngt. In zwei, drei Jahren ist das eh wieder völlig aus dem Ruder gelaufen ;-) .Verpasst man das, können die älteren Pflanzen wenig belaubt und mit wenigen Blüten nicht besonders glänzen. Häufig kriegen die dann in feuchten Wintern auch einen backs' und werden krank.

    Schau nach, welche Feuchtigkeit der Honig hat. Und ab wann nichts mehr eingetragen wird. Nur danach würde ich mich richten.


    Bin da sehr entspannt, da auf den Völkern zwei bis drei HR drauf sind. Sprich: Es ist massenhaft eingetragen worden, teilweise verdeckelt aber eben alles über 20 Prozent. Ich lasse die HR also noch wenigstens zwei Wochen drauf. Außerdem soll da soweit umgetragen werden, dass die Zellen auch verdeckelt sind. Ist ja genug Personal da.

    Freitag mache ich den zweiten Versuch den HR mitzunehmen. Vor einer Woche war ich bei 21% Feuchte. Ich fürchte, wesentlich weniger wird es nicht geworden sein. Mal schauen ...

    Bei der Hitze habe ich ebensolche und liege mal schön mit Fieber und einer Erkältung flach. Letzte Woche waren die HR noch dermaßen feucht, dass ich das auf dieses WE verschieben musste. Wollen wir mal hoffen, dass die Hitze jetzt noch ordentlich getrocknet hat - morgen gehe ich erst ran.

    Ist mir kürzlich auch passiert. Ich habe dick eine starke Cortisoncreme aufgetragen (Triderm) und 100 mg Prednisolon (Cortison) geschluckt, weil ich als Arzt am nächsten Morgen niemanden erschrecken wollte.

    Cortison kann man sich immer schenken. Das Mellitin im Bienengift macht zwischen 30 und 50 % der Hauptstoffe im Bienengift aus. Wirkt wesentlich stärker als Cortison. Und der Nutzen ist fraglich, bei der Geschwindigkeit wie das Gift die Membranen der Zellen zuerst durchfließt und danach zerlegt. Gilt auch für die "Byte-Away"-Sticks. Bis die Eiweiße/Proteine vom Gift durch die Hitze erwischt werden, dürfte die Haut bereits in Lappen abfallen. Aber: Wer/Was heilt, hat Recht ... ;-)


    Giftmenge und Stärke ist leider "Natur": Stich einer alten Tante im Gesicht sorgt für wesentlich mehr Erheiterung auf den Erinnerungsbildern als der einer 2-Wochen alten Stockbiene. Irgendwann hört es auf - und setzt dann schlagartig nach der jahrelangen Desensibilisierung wieder ein. Dann hat man ein anderes Hobby. Oder gar keins mehr.

    Meine Völker am Raps sind spät, aber dann durchgestartet. Ich habe einen guten Schlag erwischt, der wird noch eine Woche Gelb sein. Vor einer Woche den zweiten HR drauf, der ist bereits gut eingetragen.

    Yepp, hier - südlich von Hamburg - steht die Linde mal schön in den Startlöchern. Auch mir viel zu früh aber ähnlich wie im letzten Jahr.

    Guten Abend, hier im Norden ein ähnliches Spiel. Wenn Sonne da und kein Regen - fliegt alles aus. Sonne weg, kalt - alles rein. Irgendwie kommt trotzdem was bei rum inkl. Schwarmstimmung. Geht ja nie ohne Drama.

    Hmm, ich habe das ehrlich gesagt aufgeben, eine besondere "Rasse" zu besitzen. Im mittlerweile siebten Jahr ohne Ankauf von anderen Königinnen bin ich mit meiner "regional angepassten Honigbiene" sehr zufrieden. Aufmuckende, pubertierende Völker die ständig ihre Stärke beweisen müssen kriegen ein Wachskreuz außen an die Beute dran - sind es drei geworden, wird da nicht mehr weitergezogen und das Volk zur Strafe noch in die Heidetracht. Ähnlich halte ich es mit dem Ertrag und Wabenstetigkeit.

    Solche Völker deponiere ich erstmal an den Feldrand zur Rapsernte. Bis mir etwas Besseres einfällt.

    Durch das Verstellen, sind die alten Tanten meistens schon mal zum Teil weg. Stechgefahr niediriger. Ist mir dann nichts Neues eingefallen, werden sie gleich weiter in die Heide transportiert und im Herbst vereinigt.