Beiträge von Naffnaff

    Meine Völker am Raps sind spät, aber dann durchgestartet. Ich habe einen guten Schlag erwischt, der wird noch eine Woche Gelb sein. Vor einer Woche den zweiten HR drauf, der ist bereits gut eingetragen.

    Yepp, hier - südlich von Hamburg - steht die Linde mal schön in den Startlöchern. Auch mir viel zu früh aber ähnlich wie im letzten Jahr.

    Guten Abend, hier im Norden ein ähnliches Spiel. Wenn Sonne da und kein Regen - fliegt alles aus. Sonne weg, kalt - alles rein. Irgendwie kommt trotzdem was bei rum inkl. Schwarmstimmung. Geht ja nie ohne Drama.

    Hmm, ich habe das ehrlich gesagt aufgeben, eine besondere "Rasse" zu besitzen. Im mittlerweile siebten Jahr ohne Ankauf von anderen Königinnen bin ich mit meiner "regional angepassten Honigbiene" sehr zufrieden. Aufmuckende, pubertierende Völker die ständig ihre Stärke beweisen müssen kriegen ein Wachskreuz außen an die Beute dran - sind es drei geworden, wird da nicht mehr weitergezogen und das Volk zur Strafe noch in die Heidetracht. Ähnlich halte ich es mit dem Ertrag und Wabenstetigkeit.

    Solche Völker deponiere ich erstmal an den Feldrand zur Rapsernte. Bis mir etwas Besseres einfällt.

    Durch das Verstellen, sind die alten Tanten meistens schon mal zum Teil weg. Stechgefahr niediriger. Ist mir dann nichts Neues eingefallen, werden sie gleich weiter in die Heide transportiert und im Herbst vereinigt.

    Bei meinen derzeitigen Völkern - 13 - haben die zu 70 Prozent ganz spät umgeweiselt. Oder die Markierungen abgeknabbert. Alles junge Damen, die schon letzte Woche ordentlich gestiftet haben. Kaum noch Regentschaft aus dem vorherigen Jahr.


    Wie dem auch sei: Einen Teil der Völker führe ich dieses Jahr auf einer Zarge. Die haben bereits letzte Woche den HR bekommen. Die Zweizarger sortiere ich morgen durch - Futter raus -, dann kommen ebenfalls die HR rauf.


    Lediglich der 1,5er Experimentalkasten ... der macht mich ratlos. Aber da lese ich mich erstmal durchs Forum.


    Man muss differenzieren - Schied setzen und dann in Ruhe entwickeln lassen bei guter Futterversorgung heißt nicht, darin herumwühlen und immer wieder Kiste aufmachen. Im Gegenteil - einmal kalt und dann wochenlang in Ruhe lassen. Ich weiß im übrigen nicht mal sicher, auf wie vielen Rahmen Brut sitzt - bestenfalls aus dem Gemüll: da kommen schon mal 4 bis 5 zusammen.


    Das alles gilt für DN1,5 Segeberger und Dadant im hohen Norden zwischen den Seen.

    Moin Rainer!


    Gleiche Situation: Auch Norden, unterhalb der Seen mit deutlichen "Kältenlöchern" in den Nächten - trotz zweistelliger Flugtemperaturen am Tag. Ich habe in den 1,5er ehrlich gesprochen noch gar nichts gemacht. Futterkontrolle im Januar, seitdem "schieden" die vollen Futterwaben. Geflogen wird, gesammelt wird, Brut schlüpft. Den Umfang ermittel ich vielleicht morgen, wenn es weiterhin mild bleibt. Vielleicht setze ich dann auch einen Schied. Muss man sehen.


    Gelassenheit is' ne Tugend, denkt man.


    Grüße,

    N.

    *Pfeif*


    Ganz schön was los gewesen. Ich habe das aus Mangel an Frischluft gar nicht so mitbekommen. Deswegen erst heute mal nachgeguckt - keine Sekunde zu spät. Oder doch. Minuten, Stunde ... - egal, paar Deckel aufgehoben und gesichert. Verschüchterten Mädels gut zugesprochen. Alles gut gegangen. :-)


    Grüße,

    Naff

    Man kann nichts aus einer Rasse herausselektieren oder züchten, was nicht schon in der EINEN Rasse vohanden ist.

    Das stimmt so nicht - in jeder Rasse gibt es Mutationen, welche neue (gewollte oder ungewollte) Eigenschaften hervorbringen. Dazu braucht es keine Kreuzung verschiedener Rassen.

    DIe Mutation erfolgt aber rein zufällig aus Genommutationen, Chromosomenmutationen und Genmutationen. Steuern darf man aus rechtlichen Gründen nicht. Aber: Interessant ist dabei nur die Genommutation. Alles andere ist nicht erbfest und kann nach dem Ablegen der Regentin nicht fortgesetzt werden. Werden Chromosomensätze nicht vollständig zur Mutation freigegeben, kann mal selektieren bis zum gehtnichtmehr; klappt nicht. Für eine Genommutation braucht man daher eine mutierte und erbfeste Königin, die das ganze so weitergeben kann. Erfolgsaussicht: Unwahrscheinlich bis Wolkenkuckucksheim. Daher stimmt die obige Aussage.


    Meine bescheidene Meinung: Biologisch gesehen ist die Selektion ein Weg in die verkehrte Richtung. Da kann aus verschiedenen Gründen (s.o.) nichts weittragendes herum kommen. Zufallstreffer kann man natürlich immer haben. Aber F1,F2, Fxy sind dann interessant. Und da hört das Imkerlatein dann wieder auf und die Wissenschaft übernimmt die Zügel.


    Dennoch: Viel Erfolg beim Mendeln!

    Ich benutze eine simple Kochplatte und einen großen Topf, der auf dem Induktionsherd nicht mehr wollte. Da kippe ich das geklärt Wachs rein und warte bis es geschmolzen ist. Dauert länger, wenn die Herdplatte nicht an ist :-). Der Topf sieht irgendwann aus wie nach einem Wachskrieg, aber den koche ich am Ende der Gießerei mit Wasser auf und sammle die Wachsschicht wieder ab. Nervig wird es nur, wenn nach einem Gießabend immer mehr Wasser zu dem Wachs kommt ... da spritzt es mitunter unangenehm.

    Ach, mit dem Ausschlecken habe ich gar keine Probleme. Das funktioniert ganz gut. Sorgen macht es mir eher, dass ich mit der Behandlung nach hinten rücke ... - hier wird noch fix eingetragen. Und zwar nicht gerade wenig.


    Berggeist : Ich versuche das mal herauszufinden. Ist eine Reihe von Alleen, die angeflogen werden. Linde lassen sie links liegen. Die Bienen hocken auf den jungen Eicheln, dort scheint Röhrensaft (?) zu sein. Habe ich das erste Mal. Unwahrscheinlich, dass auf den Eicheln Läuse sitzen?!

    Moment :-) - ich bin leider noch nicht fertig. Die HR habe ich am Abend wieder drauf, um sie auslecken zu lassen. Irgendwie habe ich überlegt, dass ich lieber die Absperrgitter drinnen lasse. Sonst sortiere ich die raus und mache dann in wenigen Tagen die Einengung. Gerade vorhin nachgeguckt, ob sauber zum Abenehmen: voll mit Honigtau. Allerdings fliegen die jetzt die Eichen an, nicht mehr Linde. Da hocken also die Läuse nun. Komisches Jahr ....

    Wenn schon ein alter Baum vorhanden ist .... und wenn schon eine Rambler-Rose gepflanzt worden ist, dann setzt da noch eine Waldrebe (Clematis) mit rein. Die findet guten Schutz, nutzt die starken Rosentriebe als Rankhilfe und blüht dann nach der Rosenblüte auf. Ergänzt sich optimal. Bienen sind selten drin, aber andere Pollensammler sind sehr dankbar über die Blüten.