Beiträge von Naffnaff

    OT: Wölfe habe ich während den Abendstunden mehrfach in der Heide - Volkwardingen, Totengrund gesehen. Als ich über Eyendorf am Freitag zurück mit dem Anhänger gedackelt bin: 9 Tiere über die Straße gewandert. Beim Abladen hatte ich noch zwei Jungtiere gesehen - die sind meist nicht so scheu und gucken bis sie entdeckt werden. Meine Hunde bemerken die interessanterweise nicht so schnell wie ich :-)


    Heide: Die ersten Zargen sind durchgepresst. Bislang gute, bis sehr gute Ausbeute. Ähnlich wie im letzen Jahr.


    HaroldBerlin : Die Heidetracht haben die Immen häufig bei zweizargigen Bruträumen brutnah eingelagert. Deswegen wird das Brutnest auch in die erste Zarge gedrückt. Die einzargigen Völker haben den HR - ohne MW! für Scheibenhonig - ganz normal gefüllt. Den Pollen schneide ich extra raus und gebe ihn in die Presse: Für 'Geschmack und Farbe.

    Naffnaff , als ich Deinem Beitrag geleSen habe, dachte ich mir, dann doch lieber nicht in die Heide. Mein Vater war Imkermeister im Magdeburg und wanderte schon vor 90 Jahren in die Heide. Ich bin Jahrgang 1953 und kann mich noch gut erinnern wir wie den Heidehonig mit Handstipper und Vierwabenschlueder mit Handbetrieb in der Waschküche geschleudert haben. Das ging problemlos.

    Hallo Georgie!


    Wichtig: Das ist meine praktizierte Betriebsweise. Sie muss nicht überall gleich stimmig sein. Das Stippen der Waben dauert nur sehr lange und auch das Schleudern dauert bei mir - Handschleuder, $ Rähmchen maximal eben seine Zeit. irgendwann habe ich mit anderen Imkern aus der Heide gesprochen, die alles durchpressen. Das habe ich dann auch versucht und für stimmig befunden. Andere Imker sind mit Stippen und Schleudern glücklich. So bunt ist die Imkerei.


    Davon ab: Freitag letzte Woche alles zurück. Sehr ergiebig dieses Jahr. Rund 15 - 20 Kilo Heidehonig pro Volk. Viel Pollen, alle Immer komplett wieder in Brutlaune und glücklicherweise alles in der ersten Zarge - Brutnest wurde dort komplett hineingedrückt. Perfekt. Völker sind bereits abgeerntet, und werden gerade aufgefüttert. Donnerstag die erste Behandlung und Austausch der Königinnen.

    Hallo an die andern "Heiden" hier...

    Erzähl doch mal.... Wie und unter welchen Bedingungen!


    Heide mache ich erst seit wenigen Jahren überhaupt. Und die ersten Jahren waren Le(h)erjahre. Da kam unterm Strich außer viel Arbeit nicht viel herum. Aber es ist ein Hobby.


    Stippen lohnt sich meines erachtens nur bei wenigen Völkern und dann sitzt man da lange dran. Der Honig ist sehr zäh und fließt nicht mal anständig aus der Schleuder.


    Was sich bei mir als gut bewährt hat: Honigräume landen in der Zarge erstmal im Gästebad bei einer Raumtemperatur von 30 Grad. Wenigstens drei, vier Tage. Ich habe keinen Wärmeschrank, daher diese Variante.


    Die Völker flöhe ich einzeln durch. Jeder Klecks Honig wird ausgeschnitten und kommt in eine Bienendichte Kiste/Hobbock. Das Überwintern auf Heide kann klappen, aber meine haben dann regelmäßig die Kisten vollgemacht mit den entsprechenden Folgen. Kleine Brutflächen wandern in den Schmelzer, größere bleiben im Rähmchen und in eine Zarge. Die Bienen setze ich in vorbereitete Zargen: Unten leere ausgebaute Rähmchen, darüber eine Zarge mit Winterfutter, die ich von den Bienen am Heimatstand habe volltragen lassen = zwei Zargen. Darüber eine Leerzarge und dann werden die Bienen dort reingefegt. Alte Kö dann gleich abgedrückt und durch eine neue aus diesem Jahr im Ausfresskäfig ersetzt. Zwei Heidevölker ergeben mit etwas Glück ein neues. Viele Bienen sind über den Zenit und gehen die Wochen darauf ein. Das reduziert sich jedes Mal ziemlich gewaltig. Schlüpfende Brut kommt über die Leerzarge mit Absperrgitter. Alles andere mit Honig in die Kisten rein und ab ins Gästebad. Wenn früh aus der Heide wird noch ein Rest aufgefütttert. Ansonsten werden die Bienen mit OX oder MS am Folgetag einmal Sprühbehandelt. Wenn die andere Brut dazukommt, gleiches Spiel oder eben OX-Verdampfen. AS hat sich bei den tiefen Temperaturen in den letzten Jahren als kontraproduktiv erwiesen. Vor allem, weil die Immen nach der Saison eh schon malade sind. Und die Kö sind mir dabei auch regelmäßig drauf gegangen.


    Die Bienen aus der Heide kommen nicht an meinen Heimatstand. Die sind so eingeflogen und auf Tracht aus, dass die jedes andere Volk ruckzuck belagern und räubern. Außerdem herrscht beim Ernten jedes mal Mord und Totschlag - irgendwie habe ich da noch keinen eleganten Workarround gefunden. Sobald ein Kiste auf ist und die Rähmchen "sortiert" werden, gibt's ordentlich auf die 12 - für alle Beteiligten. Die finden jedes Loch im Anzug ;-). Erst nach vier Wochen und kühlen Temperaturen siedeln sie letzmalig um in meinen Garten. Die Nachbarn sind auch erfreut darüber. ;-)



    Den Heidehonig presse ich mit so einer rustikalten kleinen Presse aus Slowenien. Noname. Seihtuch rein, geschnittene Honigwaben rein, pressen, warten, pressen, pressen, warten, pressen, warten. Dauert lange - ist alles superzäh. Ich kriege nicht alles aus den Honigwaben raus. Ganz klar. Ein Rest bleibt - Wachsgemisch schmelze ich allerdings ein. Aber 4000 Euro für ein Profigerät übersteigen die Ausgaben fürs Hobby deutlich. Bei vier bis sechs Völkern sitze ich so ein, zwei Wochen jeden Abend drei, vier Stunden. Ertrag meist so um die 15 Kilo pro Volk. Mal mehr, mal weniger.


    Beim Schleudern war mir das ganze zu langatmig um damit einen Erfolg zu haben. Der Honig ist sehr zäh und kommt kaum aus der Schleuder raus. Und wenn, dann verstopft er ruckzuck die Siebe. Außerdem ist das ein irres Gematsche mit dem Stippen. Dann lieber einmal schnibbeln und und die Honigwaben entsprechend pressen. Außerdem wird er beim Pressen dunkler, wenn viel Pollen dabei geht es in Richtung lila. Beim Schleudern ist er sandfarben. Schmeckt auch nach Heide, aber die Kundschaft fragt immer ob das so richtig ist. Sogar soweit, dass ich im ersten Jahr freiwillig eine Analyse in Celle habe machen lassen, weil zwei Kunden Raps (!!!!) vermuteten. Ist mir zwar auch noch nie vorgekommen, aber Kunde hat immer Recht :-)

    Moin!


    Nee, das wird mir dann zu knapp. Einiges blüht noch - aber der Großteil ist in meinem Teil der Heide abgeblüht. Ich hole die Völker am WE ab und dann geht's separat auf einen anderen Platz, wo ich dann abernte und die Völker auf vorbereitetes Material umsetze und abschlage. Ansonsten marodieren die mir hier wieder alle anderen Völker in Grund und Boden - außerdem habe ich zwei Völker mit hohen Varroafallzahlen dabei. Das muss ich dann nochmal genauer beobachten und entsprechend spät behandeln. Meine Völker werden nach der Heidetracht so oder so vereinigt. Sonst starten die im Frühjahr nicht mehr.


    Der Ertrag ist unterschiedlich aber gut. Werden dann wieder ein paar Tage mit viel Arbeit und Gefluche werden. Ich stippe nicht, sondern presse alles im warmen Gästebad aus. Da kriege ich schon beim Feinsieben jedes Mal die Krise :-).

    Moin!


    Es honigt, keine Angst. Auch die Hitze ist da kein Hindernis, wenn Fläche groß. In der Lüneburger Heide hat es während der heißen Periode abends oder in der Nacht geregnet bzw. Taubildung war sehr groß. Die Immen fliegen wie die Pfeile rein und raus, einige Völker haben bereits einen zweiten HR bekommen: Leerrähmchen für Scheibenhonig. Bis 10. September ist noch lange Zeit ...

    Pressen ist noch eine gute Alternative...


    Stippen und Schleudern tu ich mir in der Heidetracht nicht mehr an. Das ist mir zu aufwändig. Ich hänge Drohnenrähmchen in den Honigraum ohne Mittelwand, gar nichts. Bei üppiger Tracht wird Scheibenhonig produziert und jede Menge Wirrbau. Das schneide ich nur aus und alles wird komplett gepresst. Durch die Pollen wird er dann auch dunkel und hat nicht diese Sandfarbe.


    Grüße,

    Naf

    Hallo Gerrit.

    die Heide bei Undeloh war vergangenes Wochenende noch in den Startlöchern und kein einziger Bienenstand besetzt. Ich denke mal, dass die Imker in Kürze anwandern oder es aktuell tun.

    Moin!


    Ich bringe in wenigen Stunden 20 Völker in die Heide. Aufgrund der Covid-Geschichte hat es leider länger gedauert, die Einfahrtsberechtigung für die Heide zu bekommen. Aber glücklicherweise kam sie dann heute noch an. Damit kann die Polizei zu Ross dann beruhigt kontrollieren. Zumindest in der Lüneburger Heide wird jeder Bienenstand tatsächlich kontrolliert und auch die genaue Anzahl der Völker mit denen im Antrag verglichen.


    Mal sehen, wie es dieses Jahr wird. Im Letzten Jahr war es recht odentlich - im Gegensatz zum Jahr davor. Ist jedes Mal spannend, wie es denn werden wird. Die Rispen sind durch den Regen vor zwei, drei Wochen ordentlich gewachsen und teilweise sind die Blüten schon auf.


    -> "Aktuell würde es noch gehen"


    Nope. Die Anräge sind meist schon im Frühling zu stellen. Der Run ist groß und wer sich da nicht an die Regeln hält, ist auch wieder schnell am Ende der Liste.

    Die Rambler dürfen - wie alle Rosen - nach der Blüte auch wieder ordentlich gestutzt werden, sonst nimmt das mitunter unheimliche Züge an. Totholz eh raus, aber auch ältere Triebe können ordentlich reduziert werden. Was bis zum August noch ordentlich kommt, darf bleiben. Der Rest wird zum Herbst wieder abgeschnitten. Bis auf zwei, drei Augen zurück. So wird ein Verkahlen verhindert. Ältere Rambler schneiden wird teilweise bis auf den Boden zurück, damit sich die Pflanze gut verjüngt. In zwei, drei Jahren ist das eh wieder völlig aus dem Ruder gelaufen ;-) .Verpasst man das, können die älteren Pflanzen wenig belaubt und mit wenigen Blüten nicht besonders glänzen. Häufig kriegen die dann in feuchten Wintern auch einen backs' und werden krank.

    Schau nach, welche Feuchtigkeit der Honig hat. Und ab wann nichts mehr eingetragen wird. Nur danach würde ich mich richten.


    Bin da sehr entspannt, da auf den Völkern zwei bis drei HR drauf sind. Sprich: Es ist massenhaft eingetragen worden, teilweise verdeckelt aber eben alles über 20 Prozent. Ich lasse die HR also noch wenigstens zwei Wochen drauf. Außerdem soll da soweit umgetragen werden, dass die Zellen auch verdeckelt sind. Ist ja genug Personal da.

    Freitag mache ich den zweiten Versuch den HR mitzunehmen. Vor einer Woche war ich bei 21% Feuchte. Ich fürchte, wesentlich weniger wird es nicht geworden sein. Mal schauen ...

    Bei der Hitze habe ich ebensolche und liege mal schön mit Fieber und einer Erkältung flach. Letzte Woche waren die HR noch dermaßen feucht, dass ich das auf dieses WE verschieben musste. Wollen wir mal hoffen, dass die Hitze jetzt noch ordentlich getrocknet hat - morgen gehe ich erst ran.

    Ist mir kürzlich auch passiert. Ich habe dick eine starke Cortisoncreme aufgetragen (Triderm) und 100 mg Prednisolon (Cortison) geschluckt, weil ich als Arzt am nächsten Morgen niemanden erschrecken wollte.

    Cortison kann man sich immer schenken. Das Mellitin im Bienengift macht zwischen 30 und 50 % der Hauptstoffe im Bienengift aus. Wirkt wesentlich stärker als Cortison. Und der Nutzen ist fraglich, bei der Geschwindigkeit wie das Gift die Membranen der Zellen zuerst durchfließt und danach zerlegt. Gilt auch für die "Byte-Away"-Sticks. Bis die Eiweiße/Proteine vom Gift durch die Hitze erwischt werden, dürfte die Haut bereits in Lappen abfallen. Aber: Wer/Was heilt, hat Recht ... ;-)


    Giftmenge und Stärke ist leider "Natur": Stich einer alten Tante im Gesicht sorgt für wesentlich mehr Erheiterung auf den Erinnerungsbildern als der einer 2-Wochen alten Stockbiene. Irgendwann hört es auf - und setzt dann schlagartig nach der jahrelangen Desensibilisierung wieder ein. Dann hat man ein anderes Hobby. Oder gar keins mehr.