Beiträge von d2dum

    Manne, wir alle bewegen uns in einer Kulturlandschaft und nicht in der Natur. Auf eine komplette Naturregulierung zu setzen, bewahrt uns nicht vor den Ängsten die rase oder andere auch haben.

    Wo nichts ist, kann nichts selektiert werden.


    Darum verlassen wir VSB-Sucher bzw. ich mich nicht auf Zufälle und schaue vorher, was könnte denn die Natur unter diesen Bedingungen aussortiert haben, ohne 80 bis 90% meiner Völker zu töten / absterben zu lassen.

    Was überleben könnte lasse ich laufen und beobachte es, wie stabil dieser Zustand ist. nebenher arbeite ich schon an der übernächsten Generation.


    Nehmen wir mal nur meine Testvölkchen es waren 24 beim Start,

    Eingewintert werden sagen wir mal 18, überleben sagen wir 10.


    Das sind 40% des Bestandes die Überleben. Das sind bei geschätzten 15%-20% aus menschlich unbearbeiteten Völker über 100% mehr Erfolg.


    Ich denke das rechtfertig schon unsere Arbeit in Kombination mit unser Kulturlandschaft.


    Manne, was ich immer noch nicht so genau verstehe, worauf willst du denn genau raus. Bring mal was fassbares denn im Abstrakten argumentiert es sich schlecht. Da geht es dann oft nur um Standpunkte.

    Überlässt du denn bei dir alles dem Zufall?

    Wie verhinderst du die Verwässerung des Verhaltens deiner Völker die Varroa im Schach zu halten, denn du imkerst ja jetzt auch schon einige Bienengenerationen ohne Behandlung.


    Liebe Grüße Bernd.

    So früh ist das bei mir nicht

    Belegstelle Ende Juni/Juli und dann nochmal 42 Tage bist du bei Ende August/September.

    Es gibt viele Sachen blank ins andere Volk auf Oberträger, weil hoffnungslos weisellos,

    Flugling mit neuer Königin ......

    Wenn einen nichts drängelt spricht auch nichts gegen 3 Brutzyklen, aber man muss drauf achten je länger, um so voller der Kasten.

    Man kann es auch als ZKV überwintern, dann braucht man nur 2 blanke Königinnen einzuweiseln.


    Liebe Grüße

    hummlmmuh schau mal in meine Galerie zu den ZKV. Da siehst du wie ich die Absperrschiede gebaut habe.

    Statt einem habe ich dann 3 in der Beute.

    Ich lege noch einen dünnen Folienstreifen pro Abteil auf die Oberträger, damit sie beim Deckelabnehmen nicht so aus ihren Abteilen quellen, wenn sie recht stark sind.


    siehe teewee


    Bei den 4er Einheiten, wenn alle Abteile noch Königinnen haben, nehme ich ein Abteil als Ablegereinweiselung die anderen 2 blank, die 4. verbleibt als neues Volk mit allem Rest.

    Ich mache das, weil mir die Kiste sonst zu voll ist.

    So etwas volles habe ich ganz selten, irgendwo fehlt immer eine Königin.


    Liebe Grüße Bernd.

    rase, den Flaschenhals sehe ich so nicht, denn gerade bei Belegstellenlinien, steht in der Datenbank oder auch in der Belegstellenbeschreibung sehr gut woher diese Linien kommen..

    Klar irgendwo in der 6 bis 10 Generation findet man sehr oft übliche Verdächtige, die diese Merkmal sehr gut weitergegeben haben, sei es von väterlicher oder mütterlicher Seite.

    Selbst eine Vollschwester eine Linie von LS oder mehreren bei mir selbst, haben nicht immer die gleichen Eigenschaften, da sie ja nicht immer nur vom gleichen Vater abstammen.

    Dabei bleibt doch genug Genvielfalt vorhanden.


    Luffi hat mir mal geraten mach nicht zuviel SDI in der Linie hintereinander, woran ich mich persönlich auch halte.

    Und genau das habe ich bei Paul Jungels auch lesen können. Ich meine er schrieb maximal 2x SDI hintereinander und dann wieder breiter (Belegstelle oder MDI Mehrdrohnencolonie), um dann wieder granular in den Nachkommen zu selektieren, welches war nun der beste Drohn bei der Begattung der Königin war. In dem Prinzip geht es dabei nur um die Anzahl der Sexallele die eine Königin zur Verfügung hat und damit mehr Heterosis im Volk erzeugt wird.

    Deine Ängste beziehen sich auf die genetische Armut von Inzuchtlinien.

    Wenn ich mir so einige Linien ansehe, gibt es da eigentlich nicht so viel Inzucht, eher mehr Kombinationen, was mich etwas wundert.


    Die guten alten Buckfasteigenschaften und Ängste, ja dazu schrieb ich schon einmal etwas, in irgend einen der vielen langen Artikel.

    Ich sehe das so, ob ich jetzt eine Biene bewerte, sie selektiere und gezielt anpaare oder nicht, auch ohne mein Zutun verändern sich die Eigenschaften der Völker in offenen Populationen solange, wie immer neues Material hinzukommen.

    Wenn aus diesem offenen Pool (kann auch eine Region sein) ein geschlossener wird, gibt es eine Vermengung und entsprechend der Völker die überleben, weiter gepflegt werden, bildet sich eine Linie, ja auch mit gewissem Inzuchtotential.

    Wann immer von den Besten in diesem Pool nachgezogen wird, verengt sich im Laufe der Zeit auch die genetische Vielfalt. Besondere Eigenschaften verbessern sich, andere treten zurück.

    Wenn dabei kein Mensch nach seinen Befindlichkeiten selektiert, selektiert die Natur nachdem was notwendig und für das Überleben der Biene zielführend ist.


    Je breiter die Basis ist in der man versucht Linien mit VSB Tendenzen zu finden, um so mehr unterschiedliche Linien lassen sich finden. Das braucht man auch, weil man auch mit einer Zuchtlinie in einer Sackgasse landen kann und so kann man sich wieder verlorene Vitalität duch Inzuchtdepressionen mit einer Kombination anderer Linien auffrischen oder komplett neu anfangen.

    Und darum macht dauerhaft wenig Sinn, wenn sich alle Leute mit KK, LS, TR ..... eindecken, weil alle genau diese hippe geile Bine haben wollen.

    Klar das das eine sichere Bank ist, weil wer kennt schon BPF, der an einer vorgefertigten Linie andockt 2x irgendwo eine Belegstelle besucht, ein bisschen mit instrumenteller Besamung drin rumpfuscht und dann den großen Reibach pro Königin im Verkauf macht.

    Hrm ja verhindern kann man es nicht, der hat vielleicht auch gar nicht so schlechte Königinnen, doch ist die Vorahnengalerie nie eine Garantie dafür, auch wenn da echt tolle Züchternamen mitbeteiligt waren.

    Ich glaube das ist einfach eine Vertrauenssache. Wie sagt rase von seinem Züchter des Vertrauens, mit dem kann man auch mal Klartext reden.

    Am Besten ist es, ohne das eine der beiden Seiten oder beide einschnappen und der andere nachtragend ist.

    Sowas muss einfach wachsen, das muss man austesten und dann schauen.


    Ich finde es auch spannend und wenn mir einer 2017 gesagt hätte 2021 hast du von dir eigene instrumentell besamte Königinnen, hätte ich ihn angesehen als wolle er mich verarschen.

    Klar hatte ich ein Fahrplan und ein Weg, aber unterwegs triffst du immer mal Leute die dir auch uneigenützig ein Booster verpassen, wie Ullrich, Luffi oder Dieter.

    Das find ich auch schön und gebe das auch weiter, ob das jemand einfordert oder nicht.


    Ach ja, man kann viel schreiben, durch die Lande reisen vortragen und dozieren, doch am Ende muss man irgendwie doch abliefern.


    Liebe Grüße Bernd

    Ich arbeite seit 2016 mit behandlungsfreien Völkern und seit 2018 bin ich von der Methode die Sulz vorgestellt hat auf die gezielte Arbeit umgestiegen.

    Um deine Frage bzw den Hintergrund deiner Frage vollständig zu beantworten. Nicht alle meiner Völker sind behandlungsfrei, nicht alle Völker leben behandlungsfrei länger als ein Jahr.

    Es gibt einige wenige Völker die über 2 Jahre behandlungsfrei in mitten der gesamten Infrastruktur überlebt haben. Entweder ist dann umgeweiselt worden, oder die Königin ist verstorben.


    Ein konkretes Beispiel aus meinen Kenntnisbereich B3435(LS)

    Das Volk lebte bei mir bis Mitte des Jahres2021 unbehandelt und ist dann umgeweiselt worden.

    Ja sie nicht von mir, aber ich habe sie die meiste Lebenszeit betreut.

    Und wer sich die Nachfahren dieser Zuchtkönigin anschaut, sieht Teile weitere Arbeit die dort zum Beispiel betrieben wurde und betrieben wird, geschweige der ganzen Vorarbeit die in dieser Könginlinie schon steckt.


    Liebe Grüße Bernd.

    WFLP danke nochmal für die kurze Erinnerung. Bienen reagieren nicht nur auf Gerüche, sondern auch auch Temperaturen. Ich behaupte, abgetötete Larven erzeugen nicht mehr die Wärme, wie bei den anderen Larven. Beim Drüberlaufen durch die Arbeiterinnen, nehmen sie den Temperaturunterschied auf und entfernen die Larve, um weitere Kontaminationen daraus resultierend zu verhindern (Kalkbrut, AFB ......)

    Dieser Wirkmechanismus wäre eindeutig der Bruthygiene zuzuordnen und bedarf keiner so spezialisierten Bienen.

    Einen Anstich einer Varroa in die Larve könnte ein Stresshormon aktivieren und damit bei der Larve einen minimal anderen Geruch absondern.

    Ich gebe mal den Vergleich zum Menschen, wo Tiere Stress, Angst, Krankheiten ....riechen können. Darum ist das rein biologisch für mich denkbar, jedoch nicht direkt von der menschlichen Art auf Insekten übertragbar.


    Liebe Grüße Bernd.

    Das mit den Toleranzen und der Anzahl von Gewichten ist sehr aufmerksam mitgedacht und die

    Toleranzsummation sowie die Toleranzen bei den Abpackungen die sich aus der Verordnung ergeben.

    Ob jemand jetzt eine geeichte Waage, ein geeichtes Gewicht zur Referenzabstimmung seiner eigenen Waage nimmt oder seine Abfüllung bei einer ausgeborgten Waage oder fremden Waage referenziert, ergibt für mich das gleiche Ziel (Bedeutung) -> Abstimmung des eingefüllten Gewichtes an einem geeichtem Mittel.


    Bin ich jetzt ein Imker der nur 500g Gläser abfüllt oder noch 250g komme ich klar mit einem (2) geeichten und zertifiziertem Gewicht(en) (Abweichung wenige mg) für sagen wir mal schlapp 170€ bei einer Überprüfungszeit von 5 bis 10 Jahren (evt sogar lebenslang, habe nicht nachgesehen).


    Wenn ich viele Gewichtsklassen abfülle, dann ist es möglicherweise besser ich nehme eine eigene geeichte Waage oder kaufe mir ein geeichten und zertifizierten Gewichtssatz zu 700€.


    Ich möchte doch einfach nur das Ziel des Ganzen korrekt erfüllen und nicht das wie ich zu dem Ziel komme; immer wieder gegen Anfeindungen verteidigen müssen.

    Die Ziele dafür kann sich der Imker selbst suchen und allein das sollte in der Verordnung verankert sein. Im Enddefekt ist es doch auch so, das nicht deine geeichte Waage kontrolliert wird, sondern deine Abfüllung und du dafür eine auch dem Deckel bekommst, denn deine geeichte oder ungeeichte Waage kann nichts dafür, das du 490g statt 500 abfüllst.

    Zum weiteren ist es für mich ein Unterschied, ob jemand etwas frei variabel abfüllt oder feste Werte in der Abfüllung hat.

    Das solltet ihr in der Argumentation zur Sinnhaftigkeit auch mal bedenken, wenn es darum geht Referenzobjekt oder Eichwaage.


    Bei den Gewichten gibt es Toleranzklassen (Ex/Mx) die bei einer Zertifizierung genau bestätigt und bei einer Eichung genau auf das Gewicht gebracht werden. https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Akkreditierungsstelle


    Liebe Grüße Bernd.

    Bruthygiene vs Recapping vs VSH

    Meinem teilweise angelesenem Erkentnisstand zu folge, sind es unterschiedliche Bienengruppen, die a.) tote Brut aus Zellen entfernen, b.) Zellen mit "Varroavermutung" öffnen und c.) dann auch die Brut aus geöffneten Zellen ausräumen.


    Möglicherweise (spekulativ) könnten a.) und b.) gleiche Bienengruppen bzw sehr eng daran beteiligt sein. Definitiv gibt es für b.) eine andere Gruppe von Spürbienen, die die Zellen öffnen.


    Hast du in einem Volk kein b.) Gruppen nutzen dir die Putzteufel gar nichts, weil die Varroa trotzdem in den Zellen bleibt.


    Warum es die c.) Gruppe geben könnte adaptiere ich aus dem unterschiedlichen Verhalten und Bildern des Brutnestes. Sehr oft findet man Recapping. Dabei werden Zellen geöffnet und später wieder verdeckelt.

    Überspitzt nenne ich Recapping VSH für Arme, denn wenn doch schon eine Zelle gefunden, die aufgemacht wird, weil da ein Verdacht auf Varroamilben besteht, dann kann ich auch gleich die parasitierte Puppe mit ausräumen (VSH).

    Ich glaube kaum, das eine Milbe ewig wartet, bis sie so eine Larve ansticht.


    Insgesamt gibt es jedoch auf diesem Gebiet noch zu wenig Erkenntnisse, wann welche Duftstoffe abgesondert werden auf die gewisse Bienen dann reagieren und danach darauf gepolte Arbeiten ausführen.

    Ich weiß auch nicht ganz genau, wann das Öffnen der Zelldeckel erfolgt, um den Reproduktionsprozeß der Milbe zu stören, da ich bei der SMR Auszählung Völker finde die massiv Recapping machen und andere vermeindlich nicht.


    Manchmal beschleicht mich bei den Auszählungen so das Gefühl, das einige Völker einfach nur mal so Zellen auf Verdacht aufmachen, ohne das es dabei um ein gezieltes Milbensuchen/finden geht.

    Ich selbst konnte auch bisher bei den Auszählungen bei Milbenfunden in Brutzellen mit behinderter Milbenreproduktion nicht ableiten, ob dabei immer die Zelle recappt war. Es gab dabei solche oder solche Brutzellen. Es gab auch Brutzellen, die recappt waren in denen sich Milben normal reproduziert hatten.

    Klar könnte eine Milbe aus der Zelle wieder rauslaufen, wenn der Deckel geöffnet wurde. Aber da es im Inneren eines Bienenstockes dunkel ist, wüsste ich nicht, welchen Einfluss das haben sollte? Die Luftfeuchtigkeit und Temperatur ist in einer offenen oder geschlossenen Zelle meiner Meinung nach gleich/ähnlich.

    Auch lese und höre ich oft, das die offenen Brutzellen (kahlköpfige Brut) immer ausgeräumt werden, weil die Larven absterben.

    Das ist auch nicht richtig. Ich habe das bei der letzten Auszählung im August 2021 definitiv untersucht und auch gefilmt, wie aus einer ehemals offenen Zelle eine Biene schlüpft. Ich kann das definitiv behaupten, da neben der schlüpfenden Biene auch noch einige offene Zellen waren, in denen sich die fast schlupfreifen Puppen bewegt haben. Ob und wie vital diese Bienen sind und ihre Aufgaben korrekt im Stock erfüllen können, kann ich nicht sagen.


    Es ist natürlich immer schwer so etwas zu finden, weil wir ja eigentlich Waben mit Brutstadien ab dem 12 Tag (violette Augen) herum untersucht werden sollen.


    Man kann schon aus diesen kleinen praktischen Erkenntnissen sehen, das wir mit den gesamten Erkenntnissen noch sehr im Dunklen tappen und darum bemühe ich mich mit Behauptungen etwas vorsichtig umzugehen.


    Liebe Grüße Bernd.

    zur Vollständigkeit und bevor hier Missverständnisse aufkommen. Sulz hat natürlich recht, das wenn ein massiver Varroamilbenbefall in der Arbeiterinnenbrut auftritt, die Alarmglocken läuten sollten.


    Meine Ausführungen zu den Test und Auszählungen bezogen sich weitestgehend auf die bewusste Infektion mit Varroamilben der Prüfvölker in Vorbereitung einer SMR-Auszählung.

    Ich spreche bei lückigen Brutnesten auch im späteren Verlauf des Jahres(ab Jahresmitte), am Anfang des Jahres bei entspannter Milbenlage, sollten da schon auch fllächig gefüllte Brutnester vorhanden sein. Es dürfen jedoch einzelne offene/geöffnete Zellen und Löcher in den Zelldeckeln nicht fehlen, denn Varroamilben sind immer da.


    Persönlich sehe ich kein Unterschied ob es jetzt Drohnen oder Arbeiterinnen VSH/SMR ist. Geruchstechnisch könnte es da trotzdem Unterschiede geben und damit auch wieder andere spezialisierte Bienen, aber dazu habe ich noch nie etwas von einer Untersuchung gelesen, was jetzt auch kein Maßstab dafür sein sollte, ob es sowas gibt oder nicht.


    Liebe Grüße Bernd.

    Sulz VSH in Drohnenbrut wurde meines Wissens bisher offiziell und größenmässig nicht untersucht, da

    die meisten SMR Projekte auf dem Arista Protokoll basieren.

    Wenn ich persönlich Drohnenzellen auf den Waben finde schaue ich immer rein, vor allem wenn ich keine 10 Milben auf 300 Brutzellen finde.

    Drohnen-SMR und VSH finde ich persönlich auch untersuchenswert.

    Es ist bei den kleinen Testvölkern jedoch schwierig Drohnen zu bekommen. Oft werden Drohnen ja erst ab einer gewissen Volksstärke erzeugt. Diese Geschlechtsreife des Biens erreicht man bis zur Auszählung bei den kleinen Völkern noch nicht.

    Man kann sich bei den Überlebenseinheiten mal überlegen, ob man da nicht zusätzlich eine Drohnenwabe zur Auszählung hinzuzieht, vorbereiten lässt.


    Liebe Grüße Bernd