Beiträge von quikly

    Hallo Claudia, hallo Georgie

    ich glaube es ein Unterschied, Völker kurz zur Futterkontrolle zu öffen bzw. mit "Gewalt" einzuengen; neudeutsch zu schieden bis es weh tut.

    Gruß Eisvogel

    Nicht einmal hab ich beim Schied setzen jemals meine Völker so weit geöffnet !Für eine Futterkontrolle brauch ich sie gar nicht zu öffnen. Anheben, wiegen und auf die Windel schauen wo sie sitzen.

    Das kann man einfach nicht so unkommentiert stehen lassen. Sonst glaubt es noch jemand. Mag sein, dass in Wien soetwas stimmt, wobei ich auch da zweifele. In vielen anderen Regionen ist ein Verhungern von Völkern durchaus möglich und nicht selten, bei einer später auftretenden Kälteperiode, wenn kein Futter und keine Möglichkeit zur Futterlagerung am Brutnest ist.

    Verhungern ist nur möglich, wenn sie prinzipiell zu wenig Futter haben, oder aber dort nicht hinkommen ( Zb nach oben bei Zander zweizargig, da hatte ich regelmäßge Futterabrisse) Das Futter wurde ja beim Schieden direkt neben die Brutwaben gehängt. Was soll da passieren? Und natürlich haben wir auch oft noch Kälteperioden im März oder April....

    Desweitern frag ich mich, ob du, quikly, deine Zandervölker schiedest, oder woher deine Erfahrung zu der Schiederei kommt?

    ja, ich schiede die Zandervölker schon länger Zeit. Hab ursprüglich mit Liebig (2 Bruträume) begonnen. Viele Schwärme, kaum Honig schwierige Durchsichten usw. Dann Umstieg auf einzargig, dann einzargig und Schied. Meiste gelernt von Jürgen Binder - Armbruster....https://www.armbruster-imkerschule.de/

    Noch ne Frage: wie oft kontrolliere ich ob noch genügend Futter vorm Schied hängt, oder spielt das nur bei Temp. unter 10°C eine Rolle da die Damen sonst das Futter ohne Probleme umtragen?

    DANKE

    Diese Frage sollte mal beantwortet werden, würde mich auch interessieren.

    Gruß

    Martin


    ob das Futter jetzt vor dem Schied, hinter dem Schied oder ganz ohne Schied drinnen ist es egal. Die vermehrte Bruttätigkeit steigt jetzt. Somit steigt auch jetzt der Futterbedarf. Es muss natürlich genügen drinnen sein, bis sie wirklich Nektar eintragen können, und immer genug, dass sie dann auch noch eventuelle Kälteperioden überstehen. Ich wiege die Beuten bzw. hebe sie hinten an und merke, ob noch genug drinnen ist oder nicht. Um eine Futterkontrolle zu machen, muss ich Beuten nicht öffnen. Auch ein Blick auf die Windel kann Aufschluss gebe, sitzen sie schon ganz hinten, wirds eng....

    Pollenstampf mögen die ja auch, also meine.....

    ich weiss nicht genau was Pollenstampf ist. Ich nehme an es ist Pollenzusatz im Futterteig zum Reizfüttern? Wenn das gemeint ist, nehmen sie den natürlich an. Auch den Futterteig nehmen sie gerne an. Bienen sind bequem. Das Angebot im Frühjahr ( alles was Brutnestnahe ist), erleichtert ihre Arbeit. Bevor sie Waben endeckeln und alten Pollen umtragen, nehmen sie das dargereichte "Frische".

    Bienen verwenden keinen alten Pollen mehr, vorallem nicht, wenn sie bereits frischen bekommen.

    Klingt für mich einfach nicht logisch. Warum sollten sie sich denn dann die ganze Mühe mit ihm machen!:/

    Die Pollen die jetzt noch in der Beute sind wurden im Herbst eingetragen, soviel wie möglich, auf Vorrat. Die Bienen hören nicht auf damit und sagen: jetzt hab ich genug.

    Wenn sie im Frühjahr dann brüten beginnen, geht das Spiel eigentlich von vorne los. Pollen für die Brut sammel, und das direkt in die Brutwaben. Der alte Pollen wird kaum angerührt.

    Noch dazu ist der Herbstpollen oft auch noch durch Spritzungen verseucht. Viele nehmen die Pollenbretter im Herbst wieder raus ( siehe Binder ) sobald das Brutgeschäft eingestellt wurde, denn wird er nicht mehr benötigt.

    Pollenbretter können auch wie Schiede wirken. Sie sind " kalt" . Hat man sie an einer ungünstigen Stelle, kann es dadurch sogar zu einem Futterabriss kommen. Außerdem fangen solche Pollenwaben am Rand oft zu schimmel an

    Einfach selber ausprobieren. Lass Pollenwaben drinnen, du wirst sehen, dass sie den so gut wie nie verwenden.



    ich verstehe nicht, warum man um diese Zeit schon in den Völkern herumrühren muss.

    Ein Schied setzen hat nichts mit herumrühren zu tun. Ich seh wo die Traube sitz, heb die Folie vorsichtig an, schieb die Futterwaben etwas zur Seite, geb das Schied hinein und mach zu. Das merken die Bienen gar nicht. Das Brutnest wird weder geöffnet noch bewegt.

    Hallo Andreas, hier von Binder eine Skizze, alles richtig gemacht. Ich würde sogar noch weitergehen und die Pollenwabe rausnehmen. Bienen verwenden keinen alten Pollen mehr, vorallem nicht, wenn sie bereits frischen bekommen. Eine Pollenwabe wirkt wie ein Schied, ist eigentlich nicht nötig. Dass die Bienen über das Schied gehen ist ja gewünscht, sonst könnten sie ja kein Futter umtragen. Sollte es kälter werden, ziehen sie sich eh wieder auf die Brutwaben zurück. Also:

    FW FW S BW BW S FW FW , und ja, sie kommen über das Schied hinweg um Futter zu holen, auch wenn es kalt wird.

    .Beitrag 12-18.pdf



    quikly : Hast Du dazu eine zitierbare Quelle? Die Zahlen auf dem Foto sind zwar interessant, aber dazu müßte man schon näheres wissen, auch über Probenahmebedingungen, -zeitraum, Auswahl der Probanden und nicht zuletzt die Quelle dieser Information.

    Das kommt im Vortrag von Dalibor Titera vor. Donaueschingen 2017 min 17:42




    Gibt es in Deutschland Labore die eine Gemüllprobe untersuchen können oder werden in Ermangelung dieser die FKP bevorzugt?

    Erwerbsimker in Ö schicken alle Proben nach Dol, und natürlich werden auch wenig vorhandene Faulbrutsporen erkannt ( auch in Ermangelung akkreditierter Labore). Vorteil ist die einfache Entnahme und man Sammelproben von bis zu 30 Stöcken absenden kann.

    Da einzelne FKP ( max Sammelprobe 6 Stöcke) je Stück )gefördert) 15€ kosten, machen das nur wenige Personen. Ich glaube, dass die Aussage, dass Gemüllproben nicht so exakt sind, und nur bei vollerkrankten Völkern aufdecken, heillos veraltert ist.


    Um diese Jahreszeit würde bei mir keiner eine Brutwabe ziehen. Zuerst Gemüllprobe und dann angemessene Reaktion wenn Sporen vorhanden sind.