Beiträge von Glaronius

    Hallo Sommerheide

    im Winter oder in der Nacht

    Das lässt auch mich ratlos, vor allem der Winter. Vielleicht gibt es im Frühjahr mehr Klarheit.

    Bilder von Wachsmotteneiern

    Oder vielleicht von anderen Mitbewohnern. Ich kenne auch verschiedene Bilder mit verschiedenen Anordnungen und vor allem Farben, die den Wachsmotten zugeschrieben werden - kann ich ja nicht überprüfen, halte das aber zumindest für plausibel. Bei mir sind sie weiss, bei Fotografieren kommt aber auch mal ein Gelbstich rein von der Umgebung.

    MfG, Wolfhard

    Hallo Alle, ein interessanter Faden.


    Die Varroa-Ausscheidungen landen nicht im Gemüll, daher gibt’s dort keine Bilder. Varroa-Kot ist in meinem Vortrag zur Wabendiagnostik [youtube.com/watch?v=Nhivbwvuz58] bei 1:02:38 gezeigt. Der Kot klebt an der Zellwand wie in #11 richtig steht, wird aber beim Ausräumen nicht einfach aus der Zelle gestossen, sondern rausgetragen, fällt also i.d.R. nicht auf den Boden (siehe #16).

    Varroa-Kot besteht aus Guanin (eine Nukleinbase, den meisten bekannt als Bestandteil der RNA). Guanin ist wasserunlöslich und beim Zerreiben pastös, daher ist in den gezeigten Bildern die Differentialdiagnose zu Melezitose möglich. Über den Geschmack weiss ich nichts. In der von Sommerheide gezeigten Vergrösserung (mein Kompliment!) habe ich ihn noch nicht betrachtet, kann also dazu leider keine Aussage machen.

    Andererseits: Zucker kann zwar mit Hitze zu makroskopisch runden Bonbons geformt werden, aber aufgelöst und dann ‚getrocknet‘ bildet er immer Kristalle. Die rundlich-kugeligen Formen in den Bildern 13 und 14 im Posting #2, und in den Bildern 5+6 im Posting #1 sowie die nicht erkennbare Haftfläche, mit der der Varroakot festgeklebt gewesen ist, lassen mich, auch angesichts der Gesamtstruktur, eher an ausgeräumte Gelege von Wachsmotten denken. Die wären beim Zerreiben auch pastös-feucht.

    Noch ergänzend: Wenn das alles Varroakot ist: Lebt das Volk noch? In dem Bild in meinem Vortrag jedenfalls nicht (war zum Glück nicht von meinem eigenen Stand).

    MfG Wolfhard

    dass die zerfransten Brutnester im August dazu führen, dass die Milben beim Schlupf der Jungbiene gar nicht den Umweg über Bienen nehmen müssen, sondern direkt in die Nachbarzelle krabbeln

    Diese Theorie funktioniert nicht:
    Die Milbe befällt eine Zelle erst wenige Stunden vor deren Verschluss, da gibt es keine ausgefransten Ränder mehr. Wäre sie früher in der Zelle, würde sie von den Bienen entfernt, bzw. die Zelle nicht mehr veschlossen werden.
    MfG Wolfhard

    Je nach Gitter-Bauweise des Bodengitters können die Bienen mit ihren Füsschen im Gitter stecken bleiben und reissen sich diese dort ab?

    Nein, wird immer mal wieder behauptet, ist aber nicht so. Falls das oben wirklich die Fussanfänge sind, müssten auf dem Gitter noch die Beine liegen.

    Wenn die Bienen die Bodengitter von (schon länger) toten Bienen reinigen, z.B. nach Kältperioden, bleiben die Beine noch am Körper, die Füsse hingegen fallen leichter ab bzw. bleiben an den Zehenkrallen hängen, weil die Fussgelenke die schwächste Stelle an Bein sind.
    MfG Wolfhard

    Ich mache die Wärmemaßnahmen deswegen im Mitte Januar und nicht schon Anfang Dezember.

    Hat sich auch bei mir bewährt, manchmal - ja nach Wetter - auch etwas später, so kurz bevor ich mit Brutbeginn rechne. Hat ausserdem den positiven Nebeneffekt, dass Schimmelbildung selten geworden ist.
    MfG Wolfhard

    Es ist immer wieder schön zu beobachten, wie sich ein varroageschädigtes Volk unter Intervallbedampfung (5× alle 3 Tage) erholt

    Kann ich 100% bestätigen....

    dass die vernebelte Säure mehr die Bienen schädigt als der Oxalsäurestaub

    ... dagegen nicht - zumindest zeigt sich das nicht an erhöhtem Totenfall.
    Ich erkläre mir das - wie auch die beobachtete schnellere Erstwirkung (#9) - so, dass die feuchte OS direkt wirkt, die Milbe also rascher abfällt, während beim OS-Staub die notwendige Feuchtigkeit erst noch hinzukommen muss. Man muss also quasi darauf warten, dass die Milbe vor Schreck feuchte Hände (Füsse) bekommt.

    1. Danach müsste das Wachsmottenkot sein?

    2. Bin überrascht über die Menge

    3. Der Kot ist im Bereich des Brutnests

    1. richtig

    2. keine Sorge , das ist nicht viel, reicht gerade für 1 Wachsmotte
    3. immer (mit oder ohne Brut): auf unbebrüteten Waben finden die keine Nahrung
    MfG, Wolfhard

    Gesucht ist hier ja eigentlich jemand, der beides schon gemacht hat und da direkt vergleichen könnte.

    So einer bin ich: Habe keinen Unterschied in der Effektivität festgestellt. Tendenziell trat die Wirkung beim Sublimieren am 2. Tag, beim Vernebeln am 1. Tag nach Behandlung auf, bei beiden mit raschem Abfall innerhalb von 3 Tagen. Die Beobachtung, dass die Wirkung bis 5 Tage nach Behandlung anhält, konnte ich nicht bestätigen.
    Den Nachteil der längeren Intervention gleiche ich durch Einsatz von 2 Geräten ein, dann ist die Zeit zur Vorbereitung der nächsten beiden Völker gut genutzt.
    Beim von mir verwendeten Schweizer Beutenmass ist die getestete Verteilung im Stock problemlos und gleich wie bein Sublimieren.
    MfG Wolfhard

    Fluglochbeobachtung von Storch

    Ein phantastisches Buch, besser als viele Videos.
    Übrigens: Der ursprüngliche Link zu meiner PDF funktioniert zwar, gibt aber nicht die neuste Version (Nr.7 vom 03.02.2022) mit einzelnen Ergänzungen wieder, weil der Besitzer der Website verstorben ist. Habe leider bislang keinen anderen Host gefunden.

    MfG Wolfhard