Beiträge von nbkr

    Beuten sind für den Imker gemacht. Denen Bienen ist die Kiste relativ egal - was man daran sieht dass es so einen Wildwuchs gibt. Gäbe es die beste Beute in der man grundsätzlich 20% mehr Honig und 10% weniger Winterverluste hätte, hätte sich das längst durchgesetzt.


    Die verschiedenen Maße haben sich nicht immer auf Basis Ertrag/Bienenwohl ergeben sondern oft auch schlicht nach 'was gerade da war'. Ich kenne den Wahrheitsgehalt davon nicht, aber das Langstroth-Maß entstand wohl, weil der Beutenbauer Apfelkisten in dem Maß übrig hatte.


    Dadant hat dann die Ergebnisse von Langstroth übernommen, zu Anfang auf 3 verschiedenen Rähmchenmaßen gearbeitet und sich dann für Quinby RÄhmchen entschieden. Sein Sohn hat dass dann später auf die Längen von Langstroth gekürzt. Warum, keine Ahnung - bessere Kompatibilität vielleicht?


    Deutsch Normal Maß ist zwischen 1948 - 1950 aus dem Durchschnittswert aller damals gebräuchlichen Maße entstanden. Typisch deutsche Ingenieurleistung, aber nicht wirklich daran orientiert was für die Bienen ideal ist.

    Lange Rede kurzer Sinn: Es ist ziemlich egal mit was du anfängst zu imkern. Es sollte Mobilbau sein, also Rähmchen, da das die Beurteilung der Situation im Volk wesentlich vereinfacht gegenüber Stabilbau wie Bienenkiste oder gar Korbimkerei.


    Gerade am Anfang, wenn du noch wenige Völker hast, ist es auch nicht schlimm wenn dir die Beute die du am Anfang gekauft hast nach einem Jahr nicht mehr magst. Soviel ist hat man da nicht investiert, das man das System nicht nochmal wechseln könnte.


    Ansonsten gilt wie schon oft geschrieben: Wenn du Ableger tauschen willst mit Nachbarimkern, nimm das bei euch verbreitete Maß. Wenn du keine Zargen heben willst, nimm was mit Großraumzargen und Flachzargen (Dadant, DNM 1,5, etc). Wenn du gar keine Zargen lagern/heben willst (Auch Flachzargen werden schwer und Honigräume brauchen immer Winter viel Platz) dann nimm Lagerbeuten. Imkern kann man in alle den Kisten erfolgreich.

    Schwarmzellen können auch anderswo angelegt werden. Die Kippkontrolle muss also nicht 100% sicher sein.


    Ich bin auf Dadant unterwegs und habe noch einige Mini Plus Beuten. Wenn man so will ist Mini Plus ja Zargenimkerei im Extrem.


    Mich nervt das Zargen weg heben dabei extrem. Bei gröẞeren Eingriffen zerlegt man den ganzen Stock, muss die Zargen neben hin legen, Bienen fliegen dann zurück und es ist ein riesen Trubel am Stand. Da ist mir dir Großwabe lieber.


    Das mit dem Lagerraum sollte man auch nicht unterschätzen. Ich bin jetzt im dritten Jahr und inzwischen steht der gesamte Speicher mit Bienenkram voll.


    Aber ist natürlich auch einfach Geschmackssache und Zander ist nochmal was anderes als Miniplus. Imkeren kann man in fast jeder Kiste.

    Ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen:


    Grundwasser sammelt sich flächig im Erdreich. Wasseradern gibt's bestenfalls in Karstgebieten. Wünschelrutengänger versagen regelmäßig bei entsprechenden Tests. Bienenbeuten, Betten oder sonstiges nach dem Ergebnis von Wünschelruten auszurichten ist Unsinn.


    Ich weiß das klingt gemein deshalb möchte ich nochmal klar stellen, dass ich niemandem was böses will.

    Hi,


    was ist der Hintergrund der Frage? Willst du versuchen die Mittelwand 'ideal' auszurichten? Das wäre nicht notwendig, die Bienen bauen das an wie es ihnen am besten passt.


    Ich habe meist nur Anfangsstreifen in den Rähmchen (Dadant BR) und die Waben werden bis an die Seitenteile gebaut. Unten bleibt manchmal was frei, manchmal nicht und manchmal lassen sie nur einzelne Durchgangslöcher offen.


    Gruß

    Ben

    Hallo,

    um ehrlich zu sein, ich kann an diesem Stand nichts "außergewöhnliches" entdecken.

    Ich glaube das Foto ist entstanden nachdem die Beuten von Polizei und Veterinär eingesammelt wurden.


    Im Artikel stand dass es vier Standorte waren, und das die Völker - nicht unbedingt die Beuten - im schlechten Zustand waren.


    Die Beuten selbst waren nur recht verschieden, so dass man deshalb vermutet die kommen von unterschiedlichen Eigentümern.

    Beim Holtermann gibt's auch Einraumbeuten für das normale Dadantmaß, also nicht hoch wie bei der Mellifera Einraumbeute. Nennt sich City Box. Preislich etwas günstiger als die Mellifera ERB, allerdings noch teurer als das normale Dadant. Hatte ich mir mal überlegt, damit man keine Honigräume schleppen muss aber trotzdem kompatibel zu Dadant zu bleiben falls ich rausstellt das man doch lieber klassisch unterwegs ist. Habe es dann letztlich nicht gemacht weil ich mit meinen Dadantkisten sehr zufrieden bin. Aber vielleicht ist das ja auch eine Alternative.

    Naturbau im Honigraum funktioniert - aber nicht im ersten Jahr. Habe ich versucht, hat nicht geklappt, weil mir nachfolgendes nicht klar war:


    Die Bienen brauchen eine Aufstiegshilfe damit sie den oberen Rand der Rähmchen im Honigraum erreichen. In einer Baumhöhle ist ja auch nicht auf einmal oben mehr Platz als vorher.


    Wenn du im 2. Jahr dann ausgebaute HR-Rähmchen hast, dienen die als Aufstieg. Im ersten Jahr hilft dir nur Mittelwände - oder eine entsprechende 'Leihgabe' von einem anderen Imker.


    Theoretisch könnte man noch eine Brutraumwabe hoch hängen, aber das passt dann mit dem Wesensgemäß nicht und ich stells mir auch irgendwie vermurkst vor.


    Der Schied dient übrigens nicht nur dazu die Bienen dazu zu verleiten den Honig in den Honigraum zu packen, sondern gerade im Frühjahr hilft das mit der Wärmeregulierung und Hygiene. Die Bienen müssen sich schlicht um weniger Waben kümmern, d.h. das Personal ist nicht so stark verteilt.

    Warum sollte das keinen Sinn machen? Klar, mit 120 Quadratmeter wirst du nicht auf einmal alle Insekten der Region Chiemsee Nahrung bieten können, aber es schadet auch nicht. Einzig der Ordnungssinn eines manchen Menschen wird sich vielleicht unangenehm berührt fühlen wenn das ganze Gestrüpp da so durcheinander vor sich hin blüht. Da hilft ein Schild gegen, von wegen Bienenwiese und so.

    Gibt's die Möglichkeit dass wir wieder ein wenig sachlicher werden?


    Bei den Anfängerthreads habe ich manchmal das Gefühl, dass sich das in einen Kreuzzug verwandelt. Ich bin aber recht sicher, dass der Threadersteller nicht der bienenquällende Antichrist ist. Wäre also schön wenn wir die ein oder andere Mistgabel und Fackel wieder wegräumen könnten.


    Zum eigentlichen Thema: Braucht man Kontakt zu anderen Imkern, wenn man Imkern will?


    Dazu vielleicht mal meine Erfahrungen. Ich bin selbst in einem Imkerverein und ich habe einen Imkerkurs (außerhalb des Vereins) mitgemacht.


    Allerdings bin ich ehrlich gesagt kein Vereinsmensch - das gesellige Zusammensein liegt mir charakterlich einfach nicht. Da ist jeder anders und wer gerne mit anderen zusammen sitzt, dem gönne ich das von Herzen. Hin zu kommt, dass ich beruflich unter der Woche gute 300km vom Stammtisch weg bin, ich also rein organisatorisch meist nicht zu den Treffen kommen kann, bzw. oft auch einfach die durch den Beruf knappe Zeit lieber mit meiner Frau und meinen vier Kindern (und natürlich meinen Bienen) als im Vereinsheim verbringen möchte.


    Trotzdem bin ich froh im Notfall auf die Kollegen zugehen zu können. Ich habe schon zweimal vor den Kisten gestanden und mich gefragt was da gerade nicht stimmt und konnte das über eine kurze Whatsapp Rückfrage klären. Bisher war zum Glück noch kein großer Notfall da, aber wer weiß was die Zukunft bringt - und wenn ich dann ein Problem habe, kann ggf. mal jemand anderes in meine Kisten gucken. Ich bin sehr froh diese Rettungsleine zur Verfügung zu haben.


    Vielleicht ist das auch eine Modell für den Threadersteller. Dem örtlichen Imkerverein Hallo sagen, anerkennen was die Kollegen dort schon an Erfahrung haben und erklären wie man sich das selbst vorstellt. So kommt man selbst auf Neue Ideen oder sieht Dinge die man selbst noch nicht berücksichtigt hat. Das heißt nicht, das man alles so machen muss wie die anderen im Verein. In meinem Verein gibt's z.B. nur eine kleine Gruppe die auf Dadant unterwegs ist, trotzdem habe ich Dadant und komme gut klar.