Beiträge von nbkr

    Das wird ja alles unter dem Deckmantel der Bienenquälerei gefordert. Von wegen es gibt so viele die einfach nur ein Bienenvolk in den Garten stellen und keine Ahnung haben.


    Gibt's da eigentlich eine Statistik drüber? Wie viele Bienenquäler haben wir denn so im Land?


    Ich persönlich würde ja vermuten da gibt's keine Daten dazu, denn dafür müsste man ja erst mal festlegen wie man Bienen 'richtig' hält. Spontan hat man da ja jeder Ideen was richtig ist, aber die stimmen irgendwie nicht immer überein.


    Ich war letztens in einem Onlinevortrag von einem großen Berufsimker. Er hat dann erklärt das er Königinnenflügel schneidet, mehrmals im Jahr ein Kombipräparat AS/OS träufelt, am Ende der Saison nochmal Amitraz rein packt und Brutwaben erst tauscht, wenn sich die ersten Brutschäden zeigen.


    Ich weiß ja nicht, aber so gefühlsmäßig hätte ich diese Betriebsweise jetzt nicht unbedingt mit dem Begriff 'Tierwohl' zusammen gebracht.

    Der Kollege aus dem Radiobeitrag macht das nicht umsonst. Bezahlung zwischen 100-300 €, jährlich glaube ich zu erinnern, je nach dem, ob mit oder ohne Honig.

    300 Euro im Jahr finde ich aber immer noch sehr wenig. Für ein Volk irgendwo hin fahren ist ja das eine, aber das dürfte ja noch aufwendiger werden, weil der Gartenfreund vermutlich mit schauen will. Ist ja auch verständlich und anderen Menschen die Bienen zu zeigen macht ja auch Spaß aber so wird aus der kurzen Schwarmkontrolle schnell ein 2-Stunden-Plausch.


    Wenn man nach Bienen mieten googelt findet man Preise von 180 bis 200 Euro pro Monat und Volk. Das klingt schon wieder besser für den Imker. Aber für den Gartenfreund sind 2400 Euro im Jahr für ein Volk halt nicht wirklich bezahlbar.

    Die Stellungnahme überzeugt mich nicht so richtig. Das easy ist plötzlich ganz anders gemeint und die Imkerpaten sind natürlich wichtig, aber dann wurde zumindest am Anfang auf Stabilbau gesetzt. (siehe

    da werden DNM 1.0 Rähmchen eingesetzt und der Deckel ist verschraubt. Das spricht gegen einen regelmäßige Kontrolle. Im Ragottivideo und in dem weiter oben verlinkten Video sieht man ja auch Stabilbau).


    Die Grundidee scheint wohl gewesen zu, ein Imker kümmert sich um den Brutraum und der interessiere Gartenfreund darf ein wenig am Honigraum rum fummeln. Da ergibt aber Stabilbau auch keinen Sinn und die Varroabehandlung über den Behandlungsraum wäre dann auch wieder was für den Imker gewesen.


    Das wirkt irgendwie so, als sei die Idee nicht wirklich zu Ende gedacht worden, bevor man mit dem Kistenbau begonnen hat. Jetzt hat man allerdings die 150.000 Euro bekommen und steht ein wenig mit dem Rücken zur Wand. Hinstellen und sagen, hey wir müssen die Kiste eigentlich nochmal umgestalten geht nicht so einfach.


    Ein interessantes Gedankenspiel wäre es aber. Spontan fallen mir da drei Varianten ein.


    1. Einstieg in die Imkerei mit einer Trogbeute - das machen die Stadtbienenleute so. Kursangebot, Betreuung, daran angeschlossen der Verkauf von der Beute selbst.
    2. Mietbienen: Imker bezahlen dass er sich um die Bienen im eigenen Garten kümmert. Imker bringt für die spassigen Sachen (Durchsicht zur besten Tracht, wenn die Bienen Bessers zu tun haben als den Imker über die Wiese scheuchen) einen zweiten Schleier mit und der Gartenfreund kann mitgucken.
    3. Wildbienenberater: Beratung wie man den eigenen Steingarten in eine Blühwiese verwandelt, welche Wildbienenhotels den Namen wirklich verdienen, Kurse welche Wildbienen es überhaupt gibt. Verkauf von Wildbienenhotels, etc. pp. Wäre tatsächlich mal was sinnvolles in Richtung Naturschutz und Anti-Insektensterben.


    Eins gibt's schon, zwei gibt's für Firmen und dürfte dem Gartenfreund zu teuer sein. Drei hat nicht so den Reiz wie eine brummende Bienenkiste im Garten, wäre aber für alle Beteiligten das Sinnvollste.


    Mag zu 3 mal jemand eine schicke Webseite machen und sich für die nächste Folge Höhle der Löwen bewerben? Ich kann auch den Jubelperser auf Facebook machen, falls das dann nötig sein sollte. ;)

    Gabs doch schon mal mit der Bienenbox (Trrogbeute) für den Stadtimker in ähnlicher Intention inklusive "Ökosystem" aus Buch und Kurs. Preisgestaltung war/ist ähnlich. Hat sich auch nicht so durchgesetzt, oder? Vielleicht wegen dem Rähmchenmaß (Kuntzsch hoch)? Da ist die EBB mit DN natürlich vorne, was Ableger angeht. Denen fehlte wohl auch die Werbesendung im TV.


    Gruß, Thorsten

    Ich habe damals so einen Stadtbienenkurs gemacht.


    Das dortige Angebot ist nicht ganz vergleichbar mit dem was hier passiert. Die Bienenbox bzw. Stadtbienen-Leute haben nie behauptet das Imkern ohne Bienenkontakt und ohne Fachwissen ginge. Die Kurse haben sie ja auch angeboten inkl. Kontaktangeboten für's erste Jahr.


    Zusätzlich gab's Schnupperkurse die einen Tag lang ging für vergleichsweise wenig Geld, damit man sehen konnte worauf man sich einließ. Später gab's dann auch noch Erweiterungskurse zum Thema weiterer Varroabehandlungsmöglichkeiten.


    Varroa, Schwarmverhinderung (durch Vorwegnahme), Honigernte, etc. wurde alles angesprochen und der Kauf einer Bienenbox war keine Voraussetzung und wurde im Kurs selbst auch nicht forciert. Mindestens ein weiterer Teilnehmer, neben mir, ist mit normalen Magazinen gestartet, manche haben auch gesagt sie wollen doch keine Bienen nach dem Kurs.


    Insofern kann man sich vielleicht darüber streiten ob man Bienen auf einem Balkon halten kann oder sollte, aber mit der Easy Bee Box und dem 'Ich verkauf die Kiste um die Kunden soll sich dann die Imkerschaft kümmern' ist das nicht gleich zu setzen.

    Problematisch finde ich die Kiste an und für sich nicht. Da gibt's natürlich Besseres, aber auch Schlechteres für den Imkereieinstieg.


    Die Marketingbehauptungen sind halt das Problem. Ohne Bienenkontakt geht's auch bei der Kiste nicht. Ohne Ahnung geht's auch nicht.


    Das wissen die drei Gründer auch - sieht man ja im Ragottivideo und auf der Homepage steht ja auch, dass der Imker die Bienen in die Kiste packen soll. Sie suchen auch Imkerpaten für ihre Kunden. Wohl gemerkt ohne dass da was von Vergütung steht.


    Das ist es was mich stört, mit einer Marketinglüge Kisten an ahnungslose Kunden verkaufen wollen und dann das eigene schlechte Gewissen über einen Spikzettel, ne FAQ Seite und einen Appell an die Imkerschaft beruhigen wollen.

    Sie schreiben keine Romane und Gegenromane zu bestimmten Fragen, sondern geben tabellarisch an, womit sie derzeit gut (!) imkern, Beutenart, Rähmchen, Bienensorte, vllt Standortgegebenheite,...

    Vllt kann man das auch gruppieren der Ordnung halber. Also zunächste Dadanler, dann die Heroldiner, die Segeberger,...

    Das Forum ist für sowas etwas ungeeignet, glaube ich. Ordnung in einem Faden halten ist immer mehr als schwierig. Das zerfleddert immer schnell, weil dann noch mal jemand schnell eine Frage oder Anmerkung dazwischen wirft.

    Wurde ja schon gesagt, die Beine sind zu steil und sie dürfen sich nicht gegenseitig berühren.


    Ich habe meine inzwischen etwas angewandelt. Die Beine sind jetzt nebeneinander. Dadurch kommen sich die Bein selbst in schwierigstem Terrain nicht in die Quere. Siehe Foto anbei.


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    Dadurch wird der Bock natürlich etwas länger, hat aber den Vorteil dass ich da gut den Smoker abstellen kann.


    Wegen Füsse weggefault: Ich habe da 38x58mm Kiefer/Fichte Balken als Füsse. Ich glaube die Ältesten sind jetzt 2 Jahre alt und bisher musste ich noch keinen tauschen. Kommt halt auch drauf an wie feucht die Wiese ist auf der man steht. Aber selbst wenn ist ein Austausch fix gemacht. Wenn die Beine nebeneinander stehen kann in die leere Position einen neuen Balken schieben und so ohne sonstige Hilfsmittel alle 4 Beine tauschen. Auch ohne das geht's. Die Böcke bleiben meist auch mit Beute drauf auf drei Beinen stehen.


    Kostenpunkt ist auch im Cent-Bereich und die Konstruktion eines Fusses beschränkt sich auf 'in passender Länge absägen'.

    Hallo,
    was spricht dafür bzw. dagegen ein zweites Flugloch im 2. Honigraum zu haben?

    Ich habe hier im Forum gelesen das jemand dies so praktiziert. Leider finde ich den Beitrag nicht mehr. Wenn ich mich nicht täusche war es Bernd Heuvel.

    Wird in den USA wohl oft so gemacht.


    Dagegen würde für sprechen das potentielle Räuber einen leichteren Zugang zum Futter haben. Ein starkes Volk, sollte aber auch kein Problem haben 2 Fluglöcher zu verteidigen - zumindest wenn die nicht übermäßig groß sind.


    Außerdem zieht die Wärme nach oben, sprich ein oberes Flugloch verursacht mehr Zugluft. Ob das wiederum gut oder schlecht ist, kommt drauf an. Im tiefsten Winter ist das ungünstig, aber da sind die HRs ja sowieso nicht drauf.


    Bernhard Heuvel macht das vermutlich nicht mehr - der nutzt klassiche Dadantebeuten auf vierer Böden mit hohem Automationsgrad - ich kann mir nicht vorstellen dass er sich hinsetzt und in jeden HR noch ein Loch bohrt.

    Wenn man bei der Datantbeute mit 2er Boden das Absperrgitter nur auf die Seite der Brutwaben legt, könnten dann die Sammelbienen nicht viel leichter und auch schneller den Nektar in die Honigräume bringen?


    lG

    Sven


    Wäre mir zuviel Bastelarbeit. Abgesehen davon bringt es glaube ich nicht viel. Die Sammelbienen tragen den Nektar wahrscheinlich nicht selbst in den Honigraum, sondern geben den vermutlich fluglochnah an eine Stockbiene ab.

    Das ist kein Gesetzesentwurf, lediglich ein Entschließungsantrag, in dem die Landesregierung gebeten wird sich für das Thema auf Bundesebene einzusetzen. Der Antrag ist nur eine unverbindliche Aufforderung etwas zu unternehmen.

    Soooo, gerade mit dem MdL unseres Kreises gesprochen. Es geht wohl darum, dass die Grundidee von einem aus dem Landtag gekommen ist, der von den Bienen des Nachbarn terrorisiert wird.


    Das Thema hat irgendwie ein seltsames 'Geschmäckle'.


    Juristisch Durchsetzbarkeit wohl eher fragwürdig. Praktische Fragen der Umsetzbarkeit sind völlig außen vor. Nutzwertanalyse ist über Hörensagen nicht raus gekommen.


    Und am Ende stellt sich raus, dass da jemand versucht seinen persönlichen Nachbarschaftsstreit via - letztendlich - Bundesgesetz zu lösen?


    Ich verstehe ja, dass Nachbarsbienen nervig sein können. Aber das in den Landtag zu bringen? Hat's mit dem Maskendeal nicht so geklappt und man versucht jetzt wenigstens noch so einen kleinen Bonus aus der Amtszeit mit zunehmen?

    Mein erster Gedanke war dazu: Klingt vergleichsweise kompliziert und gute Ideen sind meist eher einfach.


    Bei den Nachteilen würde ich 1 und 2 zustimmen. Bei 3 könnte ich mir vorstellen dass die Bienen evtl. nur den halben Turm annehmen - die Seite wo das Brutnest nach oben wandern kann und der andere HR links liegen gelassen wird. Wegen 4 würde ich mir weniger Gedanken machen. Ein ordentlicher Spanngurt und es wackelt nichts mehr.


    Hinzu kommt allerdings, dass du mehr Zargen brauchst und entsprechend bewegen musst. Eine Halbzarge ist zwar an und für sich leichter, aber wenn du immer 2x von Stock zu Auto/Ebike/Was auch immer laufen musst, ist nicht vielleicht auch nicht viel gewonnen.


    Ich würde wahrscheinlich auch zu Zander 1,5 wenn ich schon Zander hätte. Hat den Vorteil dass du die vorhandenen Rähmchen und Zargen als Honigräume nutzen kannst. Allerdings bleibt dann immer noch das Problem das du 1.0er HRs hast.


    Ich persönlich würde das nicht so machen - aber ich komme ja auch aus einer ganz anderen Ecke was die Kisten angeht. Das unterschiedliche Rähmchenmaß hat sich in der Praxis bisher nicht als Problem herausgestellt.

    Im Eingangspost wird von ERB und Honigraum gesprochen. Ich vermute mal damit sind die Rähmchen gemeint, welche 'weiter hinten' hängen. Einen Honigraum wie bei einer Magazinbeute gibt's da ja nicht. Falls doch noch der Hinweis: Die Bienen brauchen im Honigraum einen Aufstiegshilfe. Einfach nur Anfangsstreifen rein machen klappt dann nicht, weil die Bienen da nicht hoch laufen.


    Alternativ zum Schiffsrumpf wäre noch zu erwähnen: Dreiecksleisten an den Oberträgern befestigen. Damit spart man sich dann auch die Anfangsstreifen und die Dreiecksleisten gibt's im Baumarkt. Früher war das mal einfacher was von dort zu holen als bei den wenigen Imkerbedarfsläden zu bestellen, welche Schiffsrumpfleisten haben. Rein vom gerade bauen sind Anfangsstreifen aber das Beste.