Beiträge von nbkr

    und als nächstes beschäftigen wie uns mit dem Thema und der Chemie dahinter und vll, verstehen wir dann sogar die Hintergründe und lehnen es nicht nur unreflektiert als Chemie ab oder aber wir lehnen die Trinkwasserbehandlung genauso ab und trinken wieder ausm Brunnen.

    Ich finds auch immer etwas seltsame wenn von 'bösem Chemiezeugs' gesprochen wird. Aber in dem Fall sehe ich das auch so dass Chlor ins Futter kippen wenig sinnvoll ist. Nicht weil es prinzipiell gefährlich wäre, sondern weil es unnötig ist.


    Das Problem ist: Schimmel im Kanister. Lösungen gibt es genug: Andere Futtergeräte, andere Reinigung, andere Zuckerkonzentration/Futterart. Oder eben Chlor.


    Im Gegensatz zu Chlor, führen die anderen Lösungen aber nichts zusätzlich ein. Futterbehälter brauchst du, reinigen musst du die auch und Futter musst auch auch geben. Lässt sich also alles nicht weglassen.


    Chlor ist ein zusätzlicher Stoff, der vielleicht nicht schadet, aber den Bienen auch nichts nützt. Du musst es kaufen, Lagern, mit einrühren und es bleibt immer der Hintergedanke dass es doch irgendwo landet wo es nicht hin soll.


    Warum also die Route gehen, wenn es auch ohne geht?

    Ich bin von den Kanistern ebenfalls wg. dem Schimmelproblem abgekommen und nutze jetzt 10 Liter Eimer. Die Deckel sind dicht genug und ein voller Eimer kippt normalerweise auch nicht um. Nur wenn man die im Auto stapelt sollte man sie nochmal sichern.


    In einen Deckel habe ich mir einen Quetschhahn und ein Luftloch eingebaut, damit gluckert nichts und ich kann klecker frei in die Futtertaschen und Zargen einfüllen. Bei den größeren Beuten kann ich die Eimer (innen aufgeraut und mit Schwimmhilfe) auch einfach hinters Schied stellen.


    Zuckerwasser lässt sich in den Eimern auch einfacher anrühren. Reinigen ist ebenfalls simpel und die Eimer lassen sich in einander stapeln und nehmen so weniger Platz weg.

    Schieben ist besser. Mit einem Rechen kannst du die die Rähmchen nur in eine Richtung aus der Beute raus bugsieren, nach oben. Wenn dann mal eine Wabe breiter ausgebaut ist, oder viele Bienen drauf sitzen, führt das dazu, dass du die Bienen rollst. Das mögen die überhaupt nicht und teilen dir das sehr deutlich mit.


    Schieben bedeutet du ziehst das Rähmchen erst in den leeren Raum der Beute. Dort kannst du das Rähmchen dann entspannt und leicht quer gestellt nach oben ziehen. Mehr Platz, kein rollen, keine angesäuerten Bienen, weniger tiefbrummende Streifendamen die dir im Schleier, oder in Ermangelung desselben, im Gesicht hängen.

    Weniger Arbeit und weniger Stress für die Bienen, obwohl viel öfter und mehr geschüttelt werden soll?

    Egal, ich muss ja nicht alles verstehen.

    • Schütteln streßt 300 Bienen im Stock und dauert 10 Minuten.
    • Ameisensäuebehandlung streßt 50.000 Bienen im Stock und einen Imker der zwei Wochen lang ständig auf das Varroawetter starrt.
    • TBE ist Materialschlacht und 50.000 Bienen wundern sich wo der Nachwuchs hin ist und mit ihm die bereits eingelagerten Futterkränze.

    Wenn mir das Schütteln zeigt, dass ich mir AS oder TBE sparen kann hat sich das durchaus gelohnt. Abgesehen davon gibts noch die Beruhigung oben drauf, dass ich wirklich weiß wie viele Milben im Stock sind und nicht dem Windelorakel vertrauen muss.

    Hier mal eine Rückmeldung wie es dieses Jahr lief. Ich habe die Bienen diesmal in einen Eimer abgeklopft, dann ganz entspannt das Rähmchen zurück gehängt und anschließend mit dem 300 Bienen/50g Urinbecher (unbenutzt) die Stichprobe aus dem Eimer gesammelt. Funktionierte einwandfrei. War sogar so gut, dass ich mir vorstellen kann nicht nur Stichproben zu machen, sondern jedes Volk regelmäßig zu prüfen. Windel Adé!

    Jungköniginnen passen auch mal durch ein Absperrgitter. Eine Königin die wg. Schwarm keine Eier mehr legt und von den Bienen auf Diät gesetzt wurde, damit sie flugfähig ist, passt da evtl. auch durch. Abgesehen von den vorgenannten Probleme, dürfte es also nicht mal sicher sein, dass du die Königin so zurück hältst.


    Aus dem Grund hat man der Königin früher die Flügel geschnitten. Flugunfähig, fällt ins Grass, Schwarmbienen fliegen wieder zurück. Königin krepiert mit ziemlicher Sicherheit und wahrscheinlich geht dann der Schwarm mit der Jungkönigin ab. Gibt dir aber halt Zeit einen Ableger zu bilden und den Schwarm so zu verhindern.


    Es gab mit 'Apinaut' auch mal die Möglichkeit Königinnen mit einer Metalplatte zu zeichnen. Am Eingangsloch ein Magnet und sie kommt auch nicht weg. Krepiert dann vermutlich jämmerlich am Flugloch.


    Möglichkeiten neben Zellenbrechen gibt's also. Moralisch verwerflich finde ich die persönlich alle, aber gut, dass muss jeder selbst mit sich ausmachen. Schwarmtrieb, sprich Vermehrung/Arterhalt ist nun mal ziemlich stark. Das zurecht biegen zu wollen, damit sich die Nachbarn nicht gestört fühlen haut irgendwie in eine Kerbe die wir uns auf Dauer vermutlich nicht mehr leisten können.


    Ich vermute mal dass du deine Bienen im eigenen Garten hast und auch nicht viele Völker. Sprich einmal die Woche Schwarmkontrolle machen und Zelle brechen oder Schwarmvorwegnahme sollte machbar sein.


    Alternativ: Kannst du die Bienen anderswo unterbringen? Auf einer Streuobstwiese vielleicht? Da stören sie nicht und der Wiesenbesitzer freut sich ggf. noch über eine bessere Ernte, wenn er die Bestäuber direkt auf der Wiese stehen hat.

    Der Kollege aus dem Radiobeitrag macht das nicht umsonst. Bezahlung zwischen 100-300 €, jährlich glaube ich zu erinnern, je nach dem, ob mit oder ohne Honig.

    300 Euro im Jahr finde ich aber immer noch sehr wenig. Für ein Volk irgendwo hin fahren ist ja das eine, aber das dürfte ja noch aufwendiger werden, weil der Gartenfreund vermutlich mit schauen will. Ist ja auch verständlich und anderen Menschen die Bienen zu zeigen macht ja auch Spaß aber so wird aus der kurzen Schwarmkontrolle schnell ein 2-Stunden-Plausch.


    Wenn man nach Bienen mieten googelt findet man Preise von 180 bis 200 Euro pro Monat und Volk. Das klingt schon wieder besser für den Imker. Aber für den Gartenfreund sind 2400 Euro im Jahr für ein Volk halt nicht wirklich bezahlbar.

    Die Stellungnahme überzeugt mich nicht so richtig. Das easy ist plötzlich ganz anders gemeint und die Imkerpaten sind natürlich wichtig, aber dann wurde zumindest am Anfang auf Stabilbau gesetzt. (siehe

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    da werden DNM 1.0 Rähmchen eingesetzt und der Deckel ist verschraubt. Das spricht gegen einen regelmäßige Kontrolle. Im Ragottivideo und in dem weiter oben verlinkten Video sieht man ja auch Stabilbau).


    Die Grundidee scheint wohl gewesen zu, ein Imker kümmert sich um den Brutraum und der interessiere Gartenfreund darf ein wenig am Honigraum rum fummeln. Da ergibt aber Stabilbau auch keinen Sinn und die Varroabehandlung über den Behandlungsraum wäre dann auch wieder was für den Imker gewesen.


    Das wirkt irgendwie so, als sei die Idee nicht wirklich zu Ende gedacht worden, bevor man mit dem Kistenbau begonnen hat. Jetzt hat man allerdings die 150.000 Euro bekommen und steht ein wenig mit dem Rücken zur Wand. Hinstellen und sagen, hey wir müssen die Kiste eigentlich nochmal umgestalten geht nicht so einfach.


    Ein interessantes Gedankenspiel wäre es aber. Spontan fallen mir da drei Varianten ein.


    1. Einstieg in die Imkerei mit einer Trogbeute - das machen die Stadtbienenleute so. Kursangebot, Betreuung, daran angeschlossen der Verkauf von der Beute selbst.
    2. Mietbienen: Imker bezahlen dass er sich um die Bienen im eigenen Garten kümmert. Imker bringt für die spassigen Sachen (Durchsicht zur besten Tracht, wenn die Bienen Bessers zu tun haben als den Imker über die Wiese scheuchen) einen zweiten Schleier mit und der Gartenfreund kann mitgucken.
    3. Wildbienenberater: Beratung wie man den eigenen Steingarten in eine Blühwiese verwandelt, welche Wildbienenhotels den Namen wirklich verdienen, Kurse welche Wildbienen es überhaupt gibt. Verkauf von Wildbienenhotels, etc. pp. Wäre tatsächlich mal was sinnvolles in Richtung Naturschutz und Anti-Insektensterben.


    Eins gibt's schon, zwei gibt's für Firmen und dürfte dem Gartenfreund zu teuer sein. Drei hat nicht so den Reiz wie eine brummende Bienenkiste im Garten, wäre aber für alle Beteiligten das Sinnvollste.


    Mag zu 3 mal jemand eine schicke Webseite machen und sich für die nächste Folge Höhle der Löwen bewerben? Ich kann auch den Jubelperser auf Facebook machen, falls das dann nötig sein sollte. ;)

    Gabs doch schon mal mit der Bienenbox (Trrogbeute) für den Stadtimker in ähnlicher Intention inklusive "Ökosystem" aus Buch und Kurs. Preisgestaltung war/ist ähnlich. Hat sich auch nicht so durchgesetzt, oder? Vielleicht wegen dem Rähmchenmaß (Kuntzsch hoch)? Da ist die EBB mit DN natürlich vorne, was Ableger angeht. Denen fehlte wohl auch die Werbesendung im TV.


    Gruß, Thorsten

    Ich habe damals so einen Stadtbienenkurs gemacht.


    Das dortige Angebot ist nicht ganz vergleichbar mit dem was hier passiert. Die Bienenbox bzw. Stadtbienen-Leute haben nie behauptet das Imkern ohne Bienenkontakt und ohne Fachwissen ginge. Die Kurse haben sie ja auch angeboten inkl. Kontaktangeboten für's erste Jahr.


    Zusätzlich gab's Schnupperkurse die einen Tag lang ging für vergleichsweise wenig Geld, damit man sehen konnte worauf man sich einließ. Später gab's dann auch noch Erweiterungskurse zum Thema weiterer Varroabehandlungsmöglichkeiten.


    Varroa, Schwarmverhinderung (durch Vorwegnahme), Honigernte, etc. wurde alles angesprochen und der Kauf einer Bienenbox war keine Voraussetzung und wurde im Kurs selbst auch nicht forciert. Mindestens ein weiterer Teilnehmer, neben mir, ist mit normalen Magazinen gestartet, manche haben auch gesagt sie wollen doch keine Bienen nach dem Kurs.


    Insofern kann man sich vielleicht darüber streiten ob man Bienen auf einem Balkon halten kann oder sollte, aber mit der Easy Bee Box und dem 'Ich verkauf die Kiste um die Kunden soll sich dann die Imkerschaft kümmern' ist das nicht gleich zu setzen.

    Problematisch finde ich die Kiste an und für sich nicht. Da gibt's natürlich Besseres, aber auch Schlechteres für den Imkereieinstieg.


    Die Marketingbehauptungen sind halt das Problem. Ohne Bienenkontakt geht's auch bei der Kiste nicht. Ohne Ahnung geht's auch nicht.


    Das wissen die drei Gründer auch - sieht man ja im Ragottivideo und auf der Homepage steht ja auch, dass der Imker die Bienen in die Kiste packen soll. Sie suchen auch Imkerpaten für ihre Kunden. Wohl gemerkt ohne dass da was von Vergütung steht.


    Das ist es was mich stört, mit einer Marketinglüge Kisten an ahnungslose Kunden verkaufen wollen und dann das eigene schlechte Gewissen über einen Spikzettel, ne FAQ Seite und einen Appell an die Imkerschaft beruhigen wollen.