Beiträge von nbkr

    Im Eingangspost wird von ERB und Honigraum gesprochen. Ich vermute mal damit sind die Rähmchen gemeint, welche 'weiter hinten' hängen. Einen Honigraum wie bei einer Magazinbeute gibt's da ja nicht. Falls doch noch der Hinweis: Die Bienen brauchen im Honigraum einen Aufstiegshilfe. Einfach nur Anfangsstreifen rein machen klappt dann nicht, weil die Bienen da nicht hoch laufen.


    Alternativ zum Schiffsrumpf wäre noch zu erwähnen: Dreiecksleisten an den Oberträgern befestigen. Damit spart man sich dann auch die Anfangsstreifen und die Dreiecksleisten gibt's im Baumarkt. Früher war das mal einfacher was von dort zu holen als bei den wenigen Imkerbedarfsläden zu bestellen, welche Schiffsrumpfleisten haben. Rein vom gerade bauen sind Anfangsstreifen aber das Beste.

    Ich habe mir nochmal das Buch von Wyatt Mangum vorgenommen. Der betreibt in den USA eine Imkerei mit 200 Völkern in Oberträgerbeuten. Er schneidet den verdeckelten Teil der Waben in Stücke und verkauft die als Wabenhonig. Den Rest drückt er mit einem Spachtel durch zwei Grillroste und lässt den Matsch dann in eine darunter gestellt Entdeckelungsschale fallen. Da tropfts dann durch und fließt durch ein Doppelsieb in einen Eimer. Er holt aus jeden Volk im Schnitt knapp 30KG Honig.


    Er schreibt das ginge auf ein Buch namens 'Allen Latham's Bee Book' zurück und würde sich auch für 'commercial grade' Honigmengen eignen. Ich habe das Buch auch mal bestellt - angeblich schon verschickt, aber das muss über den Atlantik, mal sehen wann es da ist, dann werde ich mal berichten was der Herr Latham so schreibt.

    Vielleicht stellt man sich das komplizierter vor als es ist. Waben auspressen ist bei einem Oberträger weniger schwierig, weil man nichts ausschneiden muss. Einmal eine frische Honigwabe über die Längsachse gedreht, dann bricht die ja quasi schon ab. Mit passendem Eimer darunter war es das schon. Ausschneiden und noch um die Drähte rumschneiden fällt ja weg. Das Zermatschen dürfte auch nicht unbedingt länger brauchen als mit der Entdecklungsgabel/Meser übers Rähmchen, Rähmchen in Schleuder rein, schleudern - drehen - schleudern, wieder raus, Rähmchen wieder wegräumen.


    Am Ende ist es vielleicht nur anders, aber nicht unbedingt schlechter oder besser.

    Das ist im Prinzip auch wieder das klassische Thema: Wer am lautesten schreit kommt noch vorne.


    Der kleine Imker von nebenan überlegt Stundenlang wie er seine Bienen hält, ob Mittelwände richtig sind oder nicht, stellt sicher dass alles richtig auf dem Etikett steht, welchen Preis er verlangen kann und freut sich dann wenn er den Honig für 5 Euro pro Glas los wird.


    Der Handelskonzern kauft die Bienenplöre günstig aus 'Eu- und NIcht-Eu-Länder' zusammen, macht ein hübsches Glas und eine hippe, wenn auch inhaltslose, Werbekampagne und bekommt den Honig dann für 8,13 das Glas los.


    Bis der lokale Imker dann erklärt hat, warum es im Gesamten betrachtet besser wäre wenn man Honig nicht quer durch die Welt verschickt, hat der Großkonzern schon wieder die nächste Kampagne gestartet und wir fallen wieder aufs Glitzeretikett rein.


    Warum das alles? Weil wir im Prinzip immer noch Affen sind die sofort dem nachlaufen der am lautesten brüllt. Bis die knapp 1,5kg Masse hinter den Augen bei dem ein oder anderen aufgeholt und die passende Argumente zusammen hat, ist die Meute schon längst davon gestürmt.

    Schicke Gläser, gut gemachte Seiten. Was man von großen Unternehmen halt erwarten darf.


    Ich find's ein wenig Schade das beide den Kunden was von 'unserem Honig' erzählen. Das vermittelt meiner Meinung nach dass das eine hiesige (Groß)imkerei ist. Dabei sind das, zumindest was den Honig angeht wohl reine Handelsunternehmen. Wenn man auf den Seiten etwas sucht wo der Honig herkommt findet man bei Liebee: Europa, Nord- Süd und Lateinamerika. Bei Glück steht nur was von Osteuropa.


    Also letztlich der gleiche Mischhonig den man auch in den Quetschflaschen von L findet, Marketing klingt vermittelt aber heile Imkerwelt von Nebenan.

    Danke für die Info - die Benimmregel kannte ich noch nicht, ich merk's mir für die Zukunft.


    Dem Punkt mit der Sackkarre möchte ich widersprechen. Das geht halbwegs passabel. So sind die Kisten da ja auch runter gekommen. Ja, ist vom Gelände nicht ideal aber ist auch nicht der einzige Stand.


    Die Kisten stehen da um dem Grundbesitzer bei der Apfelernte nicht im Weg zu stehen. Abgesprochen ist 'am Rand' - da stehe ich lieber im Tal als oben, sollte der Sarg doch mal vom Bock kippen, dann fällt er nur um und kullert nicht noch die Böschung runter.


    Das Argument die Profis schleudern alle, ist natürlich ein starkes und eins das mir schwer durch den Kopf geht. Ich bilde mir nicht ein dass ich als Anfänger plötzlich alles besser weiß. Aber ich muss mich halt den Problemen stellen die ich habe. Lagerplatz ist mein größtes Problem, den hab ich schlicht nicht. Schleuderraum bekomme ich noch unter, aber Zargen insbesondere wenn das Wachs drin bleiben soll sieht mau aus. Halle anmieten oder ähnliches ist dann gleich ein Sprung von fast 0 auf 100. Wenn ich eine Lagerhalle anmiete muss ich aus der Imkerei auch genügend raus bekommen um das zu bezahlen. Also brauche ich auch gleiche eine entsprechende Völkerzahl somit auch gleich die passende Ausrüstung. Langsam wachsen geht so nicht und schnell wachsen will ich nicht.


    Wenn du willst kannst du dir den Sarg auch mal aufmachen. Noch sind keine Bienen drin die sich gestört fühlen könnten. Aber ist im Grunde auch nicht so spektakulär, ne Kiste mit schiefen Wänden halt.

    Den Honig aus einer Oberträgerbeute kannst du vermutlich auch ganz ohne Pressen, ausschmelzen usw. als Wabenhonig verkaufen. Einfach die schönen Bereiche ausschneiden und die Wabenstücke verkaufen. Spart noch mehr Arbeit und gibt wegen des geringen Angebots auf dem Markt auch anständige Kilopreise.

    Gute Idee, danke!


    Um genug Honig ernten zu können ohne Brut ausschneiden zu müssen ist das Arbeiten mit einem ASG auch in der Topbar anzuraten.

    Hatte ich vor - im Prinzip will die die Oberträgerbeuten ähnliche behandeln wie die Dadant, nur eben horizontal. Am Flugloch den Brutraum möglichst kompakt, dann ein ASR-Gitter und daneben dann die Honigräume.

    Danke für die vielen Antworten!


    Hast du schon gesehen, wie die Imkerei Klindworth das früher gemacht hat? Bei Hydropressen habe ich gelesen, dass einem dazu die Feinfühligkeit in der Kraftdosierung fehlt und man dadurch schnell Wachs mit durch presst.

    Von Klindworth habe ich mal ein Video gesehen. Da kam eine Holzpresse zum Einsatz. Ich glaube das geht Lebensmittelrechtlich heute nicht mehr. Abgesehen davon ist da natürlich viel Arbeit drin - ein Motor hatte die Maschine nicht.


    Hallo Ben, wenn Du Dir nur das Drahten der Rähmchen und MW sparen willst, empfehle ich Rähmchen mit einem OT in Schiffsprofil. Die werden ohne Drahtung und Anfangsstreifen ausgebaut und lassen sich leicht ausschneiden aber auch Schleudern. Zargen muss man nicht schleppen, man kann für die Honigwaben auch handliche Transportboxen verwenden. Das Gewicht des Honigs musst Du immer irgendwie von A nach B schaffen. Bedenke, Presshonig bedeutet ständige Wabenerneuerung, das kostet Honigertrag. Nach meinem Wiederbeginn in der Imkerei und zwei Versuchen mit Honigpressen habe ich wegen der Effizienz und Rentabilität auf Schleudern umgestellt. VG Jörg

    Danke für den Hinweis.


    ich habe Schiffsrumpfoberträger ausprobiert, Dreikantleisten rantackern, Wachspur ziehen, Anfangstreifen. Funktioniert alles ganz gut in Sachen Ausbauen.


    Dreikantleisten bedeutet aber zusätzliche Arbeit.


    Wachsspur geht mit entsprechendem Gießkännchen auch ganz ok, danach ist aber putzen angesagt, weil halt doch mal was daneben geht.


    Schiffsrumpf ist am wenigstens Arbeit, dafür sind die Rähmchen stellenweise schlecht zu bekommen. Die sind halt noch nicht Standard. Als ich die besorgt hatte gabs die von 2 Anbieter, Janisch in AT und Meister Miezebien hier aus dem Forum. Die vom Janisch sind Ok, aber nicht unbedingt berauschend von der Holzqualität, von Meister Miezebien konnte ich noch nicht testen aber von Beschreibung und Fotos Top.


    Anfangsstreifen werden am besten ausgebaut - da kann man hinterher nicht mehr unterscheiden ob da ne Mittelwand drin war oder nicht, wie mit Lineal gezogen. Allerdings ist das von allem der größte Aufwand, weil ich ja die Mittelwände brauche, sie einlöten muss, abschneiden (ja in der Reihenfolge) und dann idealerweise die obere Nut noch mit Wachs fülle damit der Anfangsstreifen nicht rausfällt. Letzteres ist schon passiert, da lag das Wachs dann auf dem Unterträger.


    Oberträger schneide ich auch 38x58 Holz, zweimal über die Tischkreissäge um einen 30 Grad Winkel dran zu bekommen und dann die Ohren an der Bandsäge rausschneiden. Wachs bekomme ich auch noch dran, in dem ich die Oberträger in ein Wachsbad tauche - da tut ein Speisenwärmer und etwas Alufolie 1A Dienste. Hört sich zwar nach viel Arbeit an, ist es aber eigentlich gar nicht, weil man quasi am Fließband arbeiten kann. Ich habe jetzt noch keine Stopuhr daneben gehalten, aber ich schätze an einem Samstag bekomme ich den Jahresvorrat an Oberträgen geschnitten und am nächsten Samstag ist überall Wachs dran. Gut, ich bin da natürlich auch vorbelastet - Holzwerken an den elektrischen Maschinen macht mir wesentlich mehr Spaß als Polsternägel von Hand rein hämmern. Drahten oder gar Rähmchen zusammen Nageln kämme ja noch dazu.


    Vom Lagern sind die Rähmchen natürlich auch aufwendiger. In eine Eurobox 60x40x32 bekomme ich 9 Rähmchen. Oberträger gehen da wahrscheinlich 40+ rein, wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe. Also 'wesentlich mehr'. Die Rähmchen muss ich auch irgendwo halbwegs kühl lagern, sonst wellt sich das Wachs oder fällt ab. Die Oberträger kann ich, mit etwas Backpapier dazwischen aufeinander legen. Selbst wenn das Wachs da wieder flüssig werden sollte kommt's nicht weit, das Holz saugt das dann genug auf, dass es immer noch funktioniert.


    Ständige Wachserneuerung stimmt natürlich, das kostet Honig und macht am Ende vielleicht die Rechnung kaputt. Muss man sehen wie viel am Ende raus kommt und welche Farbe die Zahl unterm Strich dann hat. Das treibt mich ehrlich gesagt auch ziemlich um. Der Rest der Theorie fällt ziemlich angenehm in einander. Die OTB bietet nicht nur Vorteile in Sachen Rähmchen, auch Varroabehandlung, Vermehrung etc. ginge gut - zumindest so wie ich mir das vorstelle - Praxis steht wieder auf einem anderen Blatt. Aber wenn ich am Ende drauf bezahle, weil ich eben nicht genug Honig aus den Völkern bekomme um alle Kosten zu decken, dann ist das was für 3 Völker hinterm Haus, aber mehr nicht. Aktuell sagt die Tabellenkalkulation dass es gut passen müsste. Aber Software ist geduldig.


    Über wieviele Völker reden wir den hier?

    Das Vorurteil gegen die Deckelwachspresse kann ich nicht bestätigen. Das Problem hier ist, dass sehr viele kleine Wachspartikel in den Honig kommen. Da kommt man mit Sieben nicht mehr gegen an.

    Ich habe das so gelöst, dass ich den Honig zunächst ungesiebt in hohe 50 kg-Hobocks gefüllt habe und dann das Wachs über Nacht habe absetzen lassen. Man bekommt dann unter am Quetschhahn recht klaren Honig, der sich gut sieben lässt. Die Wachsschicht oben drauf, kann man dann noch mal pressen.

    Ich habe aktuell 3 Oberträgerbeuten fertig. Die vierte braucht noch einen Satz Oberträger, aber der eigentliche Kasten ist fertig. Material für einen weiteren Kasten habe ich noch. Das solls dann für den ersten Test erst mal gewesen sein. Dafür reicht natürlich die Tropf/Spindelpressen-Variante. Alles weitere sieht man dann - klar vor dem geistigen Auge habe ich schon die Nebenerwerbsimkerei und das Betriebsweisenbuch in der Oberträgerbeute nach Fleckenstein - aber mit meiner aktuellen Stand an Erfahrung ist Naivität mein ständiger Begleiter. Ich mache mir bei sowas nur gerne vorher schon den Plan zurecht. Quasi als erster Teil der Machbarkeitsstudie - der zweite Teil ist dann der Test der Beuten und die erste Honigernte aus selbigen. Das zeigt dann ob es einen dritten Teil geben kann.


    Die Schneckenpresse klingt nach deiner Beschreibung ja wieder sehr interessant. Preislich ist die besser als der Direktwachsschmelzer, keine Gefahr der thermischen Beeinflussung, zählt dann auch als Presshonig und im Hobock absetzen und durch Sieb laufen lassen geht ja auch ohne Imkers zu tun.

    Ich habe bereits Dadant-Lagerbeuten im Einsatz. Bei OTB fallen die Rähmchenarbeiten weg. Keine Abstandshalter nageln, keine Mittelwände oder Anfangsstreifen einlöten, keine Lagerraum für Rähmchen notwendig, man muss nichtmal die Oberträger mit nach Hause nehmen. Die Herstellung der Oberträger ist - mit dem richtigen Werkzeug auch effizienter als Rähmchen nageln.


    Das hörte sich gut genug an um mal einen Versuch zu wagen. Beutenkonstruktion und OTB hat sich auch schon als einfacher erwiesen als bei den Lagerbeuten. Rest zeigt sich dann im Jahr ob die Theorie den zur Praxis passt.

    Hi,


    hier regnet's immer noch, die Bienen sitzen in den Kästen und da die Baumärkte immer noch zu haben, geht mir langsam das Material für die Winterprojekte aus. Entsprechend viele bekloppte Ideen habe ich. Etwas das mir durch den Kopf geht, nachdem ich rase und Bernhard Heuvels Vorträge bei den Celler Berufsimkertagen gesehen habe: Effizienz!


    Ich plane für kommendes Jahr den Einsatz einer Oberträgerbeuten um zu testen ob das wirklich so viel einfacher ist als Zargen schleppen.


    Ein Punkt der sich aus beiden ergibt wäre: Wie erntet man ohne Schleuder effizient Honig?


    Für die nahe Zukunft mit Kleinmengen ist das ja alles kein Problem: Stampfen, Tropfen lassen, quasi fertig.


    Sollte mein Plan (Achtung, Ironie) zur Revolution der Imkerei aber Erfolg haben ich und ich ab ca. nächsten Jahr 200 Kilo pro Volk ernten funktioniert das nicht mehr.



    Gängige Lösungen mit Vor/Nachteilen wären da:


    Spindelpresse

    Gibt's oft nur ohne Motor, d.h. da ist mehr Ellenbogenfett gefragt als man möchte. Günstig zu haben.

    World Extractor

    Eigentlich war das Thema ja 'ohne Schleuder' aber es gab mal eine Schleuder für sowas, den 'World Extractor' von Swienty. Gegen 4 Oberträger rein. Gibt's aber nicht mehr zu kaufen und man hat wieder das Problem dass man die Waben entdeckeln muss und die Oberträger nicht auf dem Volk lassen kann. Vorteil natürlich, die Waben gehen nicht kaputt.


    Spezialpresse von Swienty

    Es gibt eine vertikale Presse, damit würde das Pressen schneller gehen, weil mehr Wandfläche vorhanden ist, sprich der Honig kann schneller abfliessen. Ist aber auch manuell, gibt's nur von Swienty und ist dort noch nichtmal auf Lager.


    Hydropresse

    Gibt's offiziell nicht im Imkerbedarf, sprich die sind nicht auf Waben ausgelegt sondern auf Obst. Die Abläufe sind da dann zu klein, was man so ließt und Befüllen, Pressen, Entleeren ist dann viel hin und her. Es läuft nicht kontinuierlich. Außerdem hat's einen hohen Wasserverbrauch, den man zwar mit einer Pumpe usw. in einen Kreislauf verwandeln könnte, aber dass ist dann schon wieder Gebastel, das vielleicht gerne mal den Geist aufgibt.


    Schneckenpresse

    Hätte den Vorteil, geht kontinuierlich. Laut Forumsmeinung kann das aber den Geschmack des Honigs verändern, weil eben kleinste Wachsstücke drin sind. Ziemlich teuer die Dinger.


    Deckelwachsschmelzer

    Wieder kein kontinuierlicher Durchlauf, mehrere Stunden für Honigmengen < 100 KG. Angeblich ohne Veränderung des Honigs.


    Direktwachsschmelzer

    Wabe drauf werfen, schmilzt durch und kommt unten getrennt wieder raus. Angeblich ohne gravierenden Einfluss auf den Honigs. Ist bei Großimkereien für das Deckelwachs im Einsatz. Ziemlich teuer das Ding.


    Unabhängig vom Thema 'Schnapsidee Oberträgerbeute' - hat jemand Erfahrung mit größeren Mengen Press/Nicht schleuderbaren Honig? Insbesondere der Direktwachsschmelzer klingt charmant, aber funktioniert das wirklich, oder hat man am Ende verbrutzelten Honig der dezent nach Wachs schmeckt?


    Gruß

    Ben

    Wenn es Dich gepackt hat, wirst Beuten, Rähmchenformate, Königinnen etc. durchprobieren und jedes Jahr neu schon unterwegs an der Durchführung Deiner theoretisch immer so schlüssigen und abwechselnd verfeinerten und dann wieder vereinfachten Betriebsweise scheitern. Du wirst feststellen, dass da viel mehr Geld durchrauscht, als ein paar neue Zargen kosten, und dass Imkern zahlreiche Dimensionen hat, die Du erstens jetzt noch nicht überblicken kannst und die zweitens Deinen Standpunkt gelegentlich in eine ganz neue Ecke schieben. Mit Folgen für Kisten und 'Betriebsweisen'. Letztere sind nicht definiert wie Betriebssysteme bei Rechnern, eher ähnelt die Frage nach der Betriebsweise in der Imkerei der Frage nach einer 'Autofahrweise' oder einer 'Gärtnerweise'.

    Wenn ich von meiner eigenen Erfahrung ausgehe: Im vierten Jahr, rauschst du so schnell von einer Ecke zur anderen, dass du am Ende nicht mehr weißt wieviele Ecken eine Wabenzelle eigentlich genau hat, ob es nicht sinnvoll wäre sich regelmäßig von einer Biene ins Schienbein stechen zu lassen, weil das ja der erfolgreiche Berufsimker am Anfang seines Buches schreibt und ob du nicht am besten eine Beute nimmst die die Form von einem Gabelstapler hat, weil die dann so gut hinten an einen Vierzigtonner ran geht.


    Es wird bei mir langsam Zeit das die Bienen wieder fliegen ...

    :/Oder spielt das bei Honigwaben keine Rolle und ich kann sie belüftet hinstellen?


    Die Idee ist, von der Situation wegzukommen, wo mein Lagerbedarf mit der Völkerzahl hochgeht.


    (Hab relativ wenig Platz. Wohnanlage mit kleinem Keller.)

    Honigwaben die nie bebrütet wurden kann man im Zargenturm lagern heißt es immer, also unten eine Bienendichtes Gitter oben auch und darüber ein Dach damits nicht rein regnet. Habe vier Stück davon im Garten stehen. Ich brauche einen größeren Garten ...