Beiträge von Empetrum

    In diesem Jahr war es im Sept. wieder mal soweit: Aus der Nachbarschaft wanderten die Ratten ein, obwohl ich auf meinem ca. 2500m2 großen Grundstück keinerlei "Fressbares" lagere und auch keine unnötigen Ecken und Schlupfwinkel anbiete.

    Beim letzten Einkauf von Rattengift hatte noch ein Sachkundenachweis in Sachen Töten von Tieren gereicht. Jetzt mußte es ein besonderer Sachkundenachweis für Pflanzenschutz- und andere Gifte sein. Da reichte auch kein Berufsabschluß als Chemielaborant, kein Lehrgang zum staatlich geprüften Jagdaufseher und auch die landwirtschaftliche Ausbildung mit Meisterabschluß war wertlos. Wenn Rattengift, dann nur harmloses Zeug.

    Ein befreundeter Landwirt hat dann 2kg ordentliches Rattengift für mich eingekauft. Ich kann mir aber garnicht vorstellen, daß dieser Landwirt einen Giftlehrgang aktuell mitgemacht hat... und aktuell muß der Lehrgang alle 2 Jahre wiederholt werden.

    Inzwischen ist auch diese Pckg. "verfüttert". Ein anderer Landwirt verwies mich jetzt an LandhandelPolen.

    Wer es nachsuchen will, braucht starke Nerven. Man muß aber zugeben, daß die angebotenen Informationen umfassend und präzise sind. Vorher bin ich noch nicht so tief in diese Materie eingetaucht.

    Und als ich mich gerade mit moralischen Bedenken aufplustern wollte, habe ich mich gerade noch erinnert, daß auch ich in der BRD nicht zugelassenes Pyrethrum-Tierarzneimittel aus der niederländischen Apotheke gekauft habe, als bundesrepublikanische Experten uns noch für die Schafe mit lindanhaltigen Bademitteln abspeisen wollten.

    Frohes Schaffen wünscht ...Klaus

    23112020 : Gigant hin oder her - wir haben den in einer Nummer kleiner auf dem Hof stehen.

    Nachdem bei uns der Gesamtbestand an Bienen in ca. 40 Beuten abgängig war, wollte meine Frau zum Wachsschmelzen und Rähmchen reinigen in ordentliches Gerät investieren. Wir investierten ca. 700 Euro incl. Brenner.

    Ich baute außerdem einen 60 cm hohen Ring aus Aluminium als Windschutz um das ganze Geschehen.

    Der erste Versuch brachte den kompletten Mißerfolg: Auch nach 2 Std. war die erste Partie Rähmchen (DN 1,5) noch immer nicht sauber ab-/ausgeschmolzen.

    Der (große) Brenner war nicht in der Lage gewesen genug Wärmeleistung zu bringen. Lediglich die Bakalit-Griffe auf dem Deckel und Propangas für ca. 10 Euro hatten sich verabschiedet.

    Heute wird das Wachs erfolgreich bei uns im selbstgebastelten Dampfwachsschmelzer aus abgängigen Segeberger Zargen und einem zurechtgeflexten Edelstahl-Küchenwaschbecken mit einem billigen Dampftapetenablöser ausgeschmolzen. Das geht auch nicht sehr schnell, aber man kann ja zwischendurch in der Nase bohren oder was anderes nützliches vollbringen.

    Zum Baden der Rähmchen in Natronlauge dient eine alte Edelstahlwanne, die mal als Dampfwachsschmelzer für 1/1 DN gebaut wurde. Sie liegt quer auf zwei eingegrabenen 75cm Gehwegplatten und wird von unten mit Abfallholz beheizt. Funktioniert blendend und ist auch nicht langsamer als der Gigant.

    Abgekochte Rähmchen lassen sich - der Betriebswirtschaft zum Trotz - schön reparieren und besonders schön mit MW versehen.

    Irgendwie müssen ja die 700 Euro Lehrgeld wieder reinkommen. :whistling:

    Das Geschoß steht übrigens zum Verkauf....

    Gruß ...Klaus

    SaarWolle : Also man kann jetzt schon erwarten, daß Du ein Glas opferst und die Flusen mal näher in Augenschein nimmst. Lege mal so Dinger auf die Fingerkuppe und verreibe sie. Gugg Dir die Flusen mal unter einer Lupe an, vielleicht hat ja jemand in Deinem Bekanntenkreis auch ein Mikroskop unter das man mal die Flusen betrachten kann. Lösen sie sich wieder auf, wenn sie erwärmt werden? Dazu mußt Du mal eine größere Probe in einem dünneren, farblosen Glas in warmem Wasser schwenken. Wie schmecken die Dinger?

    Man zu: Wir wollen was wissen...

    Meine Frau tippt übrigens auf Luftblasen... :P

    Gruß ...Klaus

    Eisvogel : Über Google finde ich jede Menge gleichlautende Aussagen über die Dochtrichtung, aber auch genauso viele Aussagen, daß das V im Docht nach oben offen sein muß, sonst gäbe es "rußende" Gnubbel" beim abbrennen.

    Meine Frau baut jedenfalls gerade den Docht mit dem nach oben offenen V in die Kerzen für den Weihnachtsmarkt ein. :)

    Gruß Klaus

    Guten Abend!

    Wer das hier liest, ist froh, wenn er in der Norddeutschen Tiefebene imkert:

    Der Hausstand und auch die festen Außenstände sind alle rundherum mit dem Auto und Anhänger befahrbar.

    Das normale Gedöns ist sowieso im Kofferraum und es passt getrost in eine leichte und preisgünstige Schubkarre.

    Der Hofkuli erübrigt sich insofern, als auf dem Hausstand nur selten schwere Sachen bewegt werden müssen und eine mittelere 3-stellige Investitionssumme verlangt auch nach einem Platz unter Dach., und der ist knapp und teuer.

    Ganz anders kommt es bei Völkern aus der Tracht nach Hause: Zum Transportieren und Heben auf den Anhänger leihen wir uns eine einräderige Sackkarre, der Karre von Andreas in #17 bzw. der Einrad-Wanderkarre nach Burmester von Holtermann sehr bauähnlich. Lediglich die Lastauflagefläche ist breiter und etwas tiefer.

    Diese Karre versetzt uns in die Lage, die fast 100kg schweren Beuten ohne Heben auf den Anhänger zu bekommen.

    Das funktioniert wie folgt: An den Anhänger wird eine Rampe gelegt. Bei uns ist das eine handelsübliche Aluschiene - für z.B. Rasenmäherschlepper - aufgelegt auf 2 oder 3 Verbundsteine, die wir für die Beutendeckelbelastung sowieso dabei haben. Mit Karre und Beute (Ratschengurt!) schiebe ich jetzt auf die Rampe, bis das Rad gegen die Anhängerplattform/Ladekante stößt. Mit den ohnehin angeratenen Stahlkappen im Schuh blockiere ich jetzt das Rad auf der Rampe und winkel und stemme die Karre mit der schweren Beute auf der Lastauflage über die Kante relativ leicht auf die Anhängerladefläche. Meine Frau hilft dabei und hält Balance und stemmt und hebelt mit.

    Wenn man das ein wenig übt und die richtige Höhe der Rampe drauf hat, geht es viel einfacher und leichter als das Heben!

    Die Karre nimmt auch beim Rücktransport keinen Platz weg, weil die Karre oben auf den Beuten mit der Lastauflage zwischen den Beuten eingeklemmt und dann festgezurrt wird.

    Eine solche Karre steht oben auf unserer Anschaffungsliste, denn natürlich kann man auch damit in unebeneres Gelände transportieren, wenn man unbedingt muß. … Klaus

    HaroldBerlin : Der Schlüssel sowohl zum Schleudern, als auch zum Pressen liegt in der Temperatur des Heidehonigs.

    Mein Vorschlag zur Vorgehensweise ist der, daß Du einen Segeberger "Wärmemeister" mit einer Styroporplatte so umbaust, daß Du Deine Zanderzargen damit erwärmen kannst. Das muß aber auch vorsichtig/langsam passieren und den Zargenturm regelmäßig umstapeln. Wenn Du Pech hast, kann Dir der Honig in die Heizspirale tropfen.

    Kalten Heidehonig kriegst Du nicht aus den Waben.

    Was mir noch einfällt: Die Waben musen (zerkleinern) und dann im Wärmeschrank bis an 40 Grad erwärmen und pressen.

    Viel Geduld wünscht... Klaus

    Starke Worte!

    Bist Du selbst auch Funktionsträger?

    Engagierst Du dich auch?

    :roll:

    luffi : Jahrzehntelang habe ich mich fast durchgehend gegen das engagiert, was im weitesten Sinne als Gier des Menschen bezeichnet werden darf. Angefangen habe ich mit 14 Jahren als Jugendfuzzi im Verein und über div. andere Ämter, darunter 12 Amtsjahre als gewählter Kommunalpolitiker bin ich nach 53 Jahren jetzt im Ruhestand gelandet und ich freue mich darüber, daß ich dank meiner Erziehung fast ausschließlich für Ziele gearbeitet und mich engagiert habe, die auch heute noch wichtig und richtig sind. Im Klimaschutz finde ich mich inzwischen sogar auf der mehrheitsfähigen Seite, wenn auch nicht gerade hier im Forum im Imkerautothread. :P

    Aber ich hoffe, daß Deine Frage rhetorischer Natur war, sonst träfen meine Feststellungen auch auf Dich zu.:)

    Ein geruhsames Wochenende wünsche ich ...Klaus

    Wenn man nix genaues weiß, ist gut meckern oder gar hetzen gegen Behörden, Vater Staat, unersättliche Konzerne, Imkerverbände etc. Wer von den eifrigen Meinungsbildnern hat sich denn wirklich bei den zuständigen Stellen bemüht?

    ...

    Guten Abend!

    Zwar ist das zitierte Posting schon 4 Tage alt, und doch möchte ich es aufgreifen, obwohl ich zugegebenermaßen gehofft hatte, daß andere Forumler das tun würden.

    Die Formulierung "hetzen" ist völlig verunglückt. Die Bezeichnung "Hetzer", "hetzen" usw. wird gerade in dieser Zeit durch die "Politik" in einer ganz bestimmten Bedeutung benutzt. Das Imkerforum auf diese Weise zu diskreditieren ist vornehm ausgedrückt unpassend.

    Gerade in diesem Forum kann ich nicht finden, daß irgendjemand hetzt, weder gegen Behörden, noch gegen "unersättliche" Konzerne, Imkerverbände oder gar gegen die Bundesrepublik Deutschland.

    Ich hoffe mal inständig, daß eine kritische Einstellung hier im Forum nicht sofort von ribes oder sonst irgendjemanden in diese Richtung interpretiert wird.

    Im Übrigen scheint auch ribes dem unter Funktionsträgern weit verbreiteten Irrtum zu unterliegen, daß, wer Kritik üben möchte sich zunächst selbst bemühen und sich engagieren muß. DIe Funktionträger haben aber mit ihrem Amt auch dann nicht automatisch einen Persilschein für die Richtigkeit ihres Tuns, wenn sie mehrheitlich und demokratisch gewählt wurden. Sie haben durch fortwährende Einbeziehung der Kritik(er) in ihre Meinungsbildung eine Pflicht.

    Mit demokratischen Grüßen ...Klaus

    Wer hier mit der Moral oder Staatsräson argumentiert, dem sei ins Poesiealbum geschrieben, daß ein Staat/eine Regierung/eine Landwirtschaftministerin dem bzw. der Strafzahlungen an die EU wegen Nichteinhaltung des Trinkwasserschutzes drohen, eine Regierung die Urteile der Verfassungsorgane z.B. jahrelang nicht umsetzt und ein Staat, der sich z.B. das Grundgesetz in Sachen Asylrecht so zurechtbastelt wie es gerade genehm ist, nicht meinen Moralvorstellungen genügt. Da mache ich mir denn schon eine eigene Meinung darüber, wann und wie ich diesem Gemeinwesen gehorche - jedenfalls solange wie ich meinen Mitmenschen nicht schade.

    Die Forderungen des DBIB sehe ich zunächst einmal als einen symbolischen Akt an.

    Als chronischer Pessimist sehe einiges an Unheil auf (alle) Imker zukommen. Da kann es durchaus nicht schaden, wenn dokumentiert wird, daß nicht alle Imker den Schmusekurs des DIB mittragen.

    Moral ist außerdem so ziemlich das Allerletzte was für mich als Argument in Fragen der Politik Bedeutung hat.

    Warten wir doch zum Beispiel ab, was aus dem Tempolimit wird. Die Zahl der Todesopfer der freien Fahrt für freie Bürger kann man ja ziemlich präzise benennen.

    Mal guggen, was die nächsten Jahre so bringen ...Klaus