Beiträge von Empetrum

    Guten Abend!

    Wer das hier liest, ist froh, wenn er in der Norddeutschen Tiefebene imkert:

    Der Hausstand und auch die festen Außenstände sind alle rundherum mit dem Auto und Anhänger befahrbar.

    Das normale Gedöns ist sowieso im Kofferraum und es passt getrost in eine leichte und preisgünstige Schubkarre.

    Der Hofkuli erübrigt sich insofern, als auf dem Hausstand nur selten schwere Sachen bewegt werden müssen und eine mittelere 3-stellige Investitionssumme verlangt auch nach einem Platz unter Dach., und der ist knapp und teuer.

    Ganz anders kommt es bei Völkern aus der Tracht nach Hause: Zum Transportieren und Heben auf den Anhänger leihen wir uns eine einräderige Sackkarre, der Karre von Andreas in #17 bzw. der Einrad-Wanderkarre nach Burmester von Holtermann sehr bauähnlich. Lediglich die Lastauflagefläche ist breiter und etwas tiefer.

    Diese Karre versetzt uns in die Lage, die fast 100kg schweren Beuten ohne Heben auf den Anhänger zu bekommen.

    Das funktioniert wie folgt: An den Anhänger wird eine Rampe gelegt. Bei uns ist das eine handelsübliche Aluschiene - für z.B. Rasenmäherschlepper - aufgelegt auf 2 oder 3 Verbundsteine, die wir für die Beutendeckelbelastung sowieso dabei haben. Mit Karre und Beute (Ratschengurt!) schiebe ich jetzt auf die Rampe, bis das Rad gegen die Anhängerplattform/Ladekante stößt. Mit den ohnehin angeratenen Stahlkappen im Schuh blockiere ich jetzt das Rad auf der Rampe und winkel und stemme die Karre mit der schweren Beute auf der Lastauflage über die Kante relativ leicht auf die Anhängerladefläche. Meine Frau hilft dabei und hält Balance und stemmt und hebelt mit.

    Wenn man das ein wenig übt und die richtige Höhe der Rampe drauf hat, geht es viel einfacher und leichter als das Heben!

    Die Karre nimmt auch beim Rücktransport keinen Platz weg, weil die Karre oben auf den Beuten mit der Lastauflage zwischen den Beuten eingeklemmt und dann festgezurrt wird.

    Eine solche Karre steht oben auf unserer Anschaffungsliste, denn natürlich kann man auch damit in unebeneres Gelände transportieren, wenn man unbedingt muß. … Klaus

    HaroldBerlin : Der Schlüssel sowohl zum Schleudern, als auch zum Pressen liegt in der Temperatur des Heidehonigs.

    Mein Vorschlag zur Vorgehensweise ist der, daß Du einen Segeberger "Wärmemeister" mit einer Styroporplatte so umbaust, daß Du Deine Zanderzargen damit erwärmen kannst. Das muß aber auch vorsichtig/langsam passieren und den Zargenturm regelmäßig umstapeln. Wenn Du Pech hast, kann Dir der Honig in die Heizspirale tropfen.

    Kalten Heidehonig kriegst Du nicht aus den Waben.

    Was mir noch einfällt: Die Waben musen (zerkleinern) und dann im Wärmeschrank bis an 40 Grad erwärmen und pressen.

    Viel Geduld wünscht... Klaus

    Starke Worte!

    Bist Du selbst auch Funktionsträger?

    Engagierst Du dich auch?

    :roll:

    luffi : Jahrzehntelang habe ich mich fast durchgehend gegen das engagiert, was im weitesten Sinne als Gier des Menschen bezeichnet werden darf. Angefangen habe ich mit 14 Jahren als Jugendfuzzi im Verein und über div. andere Ämter, darunter 12 Amtsjahre als gewählter Kommunalpolitiker bin ich nach 53 Jahren jetzt im Ruhestand gelandet und ich freue mich darüber, daß ich dank meiner Erziehung fast ausschließlich für Ziele gearbeitet und mich engagiert habe, die auch heute noch wichtig und richtig sind. Im Klimaschutz finde ich mich inzwischen sogar auf der mehrheitsfähigen Seite, wenn auch nicht gerade hier im Forum im Imkerautothread. :P

    Aber ich hoffe, daß Deine Frage rhetorischer Natur war, sonst träfen meine Feststellungen auch auf Dich zu.:)

    Ein geruhsames Wochenende wünsche ich ...Klaus

    Wenn man nix genaues weiß, ist gut meckern oder gar hetzen gegen Behörden, Vater Staat, unersättliche Konzerne, Imkerverbände etc. Wer von den eifrigen Meinungsbildnern hat sich denn wirklich bei den zuständigen Stellen bemüht?

    ...

    Guten Abend!

    Zwar ist das zitierte Posting schon 4 Tage alt, und doch möchte ich es aufgreifen, obwohl ich zugegebenermaßen gehofft hatte, daß andere Forumler das tun würden.

    Die Formulierung "hetzen" ist völlig verunglückt. Die Bezeichnung "Hetzer", "hetzen" usw. wird gerade in dieser Zeit durch die "Politik" in einer ganz bestimmten Bedeutung benutzt. Das Imkerforum auf diese Weise zu diskreditieren ist vornehm ausgedrückt unpassend.

    Gerade in diesem Forum kann ich nicht finden, daß irgendjemand hetzt, weder gegen Behörden, noch gegen "unersättliche" Konzerne, Imkerverbände oder gar gegen die Bundesrepublik Deutschland.

    Ich hoffe mal inständig, daß eine kritische Einstellung hier im Forum nicht sofort von ribes oder sonst irgendjemanden in diese Richtung interpretiert wird.

    Im Übrigen scheint auch ribes dem unter Funktionsträgern weit verbreiteten Irrtum zu unterliegen, daß, wer Kritik üben möchte sich zunächst selbst bemühen und sich engagieren muß. DIe Funktionträger haben aber mit ihrem Amt auch dann nicht automatisch einen Persilschein für die Richtigkeit ihres Tuns, wenn sie mehrheitlich und demokratisch gewählt wurden. Sie haben durch fortwährende Einbeziehung der Kritik(er) in ihre Meinungsbildung eine Pflicht.

    Mit demokratischen Grüßen ...Klaus

    Wer hier mit der Moral oder Staatsräson argumentiert, dem sei ins Poesiealbum geschrieben, daß ein Staat/eine Regierung/eine Landwirtschaftministerin dem bzw. der Strafzahlungen an die EU wegen Nichteinhaltung des Trinkwasserschutzes drohen, eine Regierung die Urteile der Verfassungsorgane z.B. jahrelang nicht umsetzt und ein Staat, der sich z.B. das Grundgesetz in Sachen Asylrecht so zurechtbastelt wie es gerade genehm ist, nicht meinen Moralvorstellungen genügt. Da mache ich mir denn schon eine eigene Meinung darüber, wann und wie ich diesem Gemeinwesen gehorche - jedenfalls solange wie ich meinen Mitmenschen nicht schade.

    Die Forderungen des DBIB sehe ich zunächst einmal als einen symbolischen Akt an.

    Als chronischer Pessimist sehe einiges an Unheil auf (alle) Imker zukommen. Da kann es durchaus nicht schaden, wenn dokumentiert wird, daß nicht alle Imker den Schmusekurs des DIB mittragen.

    Moral ist außerdem so ziemlich das Allerletzte was für mich als Argument in Fragen der Politik Bedeutung hat.

    Warten wir doch zum Beispiel ab, was aus dem Tempolimit wird. Die Zahl der Todesopfer der freien Fahrt für freie Bürger kann man ja ziemlich präzise benennen.

    Mal guggen, was die nächsten Jahre so bringen ...Klaus

    Moin, Moin... Andreas : Irgendwie sind Deine Aussagen etwas widersprüchlich: Wenn die Schutzhecke gegen das Wild endlich dicht ist, wird das Rehwild doch auch von vorne und über die Nachbargrundstücke kommen...

    Mein Tip zur Vergrämung: So viele wie möglich CD´s mit rottefestem Draht auf dem Wall aufhängen. Die müssen viel blinkern. Als Verbissschutz und vielleicht zusätzlich leisten Estrichmatten gute Dienste. Die Matte rund formen und mit Kabelbindern zusammenbinden. Im Baumarkt gibt es auch wellenförmig geformte "Verbinder" , die mensch durch die Maschen stecken und zur Stabilisierung mit der anderen Hälfte in Erdboden versenken kann.

    Vor ein paar Jahren haben meine Frau und ich mal 200 oder 300 solche Gestelle aus einem Brombeerdickicht befreit, wo sie Kirschen und Ahorne geschützt hatten Wir brauchten dafür dann nix bezahlen. Heute setzen wir diese Dinger sehr erfolgreich überall dort ein, wo wir etwas neu pflanzen, bei Bäumen, Büschen und Stauden. Die Lebensdauer beträgt hier bei nicht salzhaltiger Luft etwa geschätzte 15 Jahre. Sie sind aber ja auch nicht ganz billig.

    Hallo Meapas

    Dieses Jahr ist bei uns die Scheibenhonigernte unerwartet gut ausgefallen und es sind auch jede Menge Abschnitte angefallen, die auch verwertet werden wollen. Und weil wir die große hölzerne Presse nicht ein"sauen" wollten für das bißchen, haben wir uns im Netz eine klitzekleine Obstpresse ausgesucht und werden es versuchen, die in kleine Stücke gestampften Wabenstücke darin auszupressen - natürlich nachdem wir sie im Wärmemeister erwärmt haben.

    Wenn das nicht gelingt, werde ich berichten.

    ribes : Ich habe noch einen bei Dir gut: Heidehonig tropft und fließt bei Zimmertemperatur nicht, wenn er nicht gestippt ist. ;)

    Liebe Grüße ...Klaus

    Guten Tag!

    Gestern trudelten auch bei mir 1Tsd Elfenkrokusse und einige Dutzend Mini-Narzissen ein. Zum Pflanzen der Krokusse erinnerte ich mich an ein Werkzeug, daß ich seit meiner "Jugendzeit" im Regal liegen habe.

    Ich hatte es verlinkt, aber hartmut hat den gesamten Post statt nur den Link gelöscht.

    Ihr findet bei Interesse das Ding unter: Saatstock, Eichelhäher über die üblichen Suchmaschinen.

    Mit den Krokussen habe ich den Saatstock heute nochmal ausprobiert. Die Bewegungsabläufe sind gewöhnungsbedürftig, aber das "Zwiebelstecken" geht damit professionell und ohne bücken.

    Das Ding ist antiquiert im positiven Sinne. Sicherlich findet man es noch in Förstereien und bei Landschaftsgärtnern oder sogar in Bauhöfen der Kommune. Man muß es nur (in den dunklen Ecken) finden, um es sich auszuleihen.

    Sollte mir das "Loch" im Boden zu groß sein, dann werde ich die Krokusse noch mit ein wenig Blumenerde abdecken.

    Frohes Schaffen ...Klaus

    Guten Tag!

    Aus aktuellem Anlaß wiederbelebe ich mal diesen Thread.

    In den nächsten Tagen werden wir ein Stückchen Land (Unland mit nur wenig Bodenpunkten, mit ein wenig Gehölz und teils Wildacker wieder zurückbekommen.

    Es war vorher, weil mitten in der Maiswüste gelegen, für die Imkerei völlig uninteressant. Jetzt wird es nebenan Silphie geben. In der Nähe gab es in den letzten Jahren auch Blühstreifen und erreichbares Springkraut wurde auch immer interessanter.

    Weil der Jäger auch das Interesse an der Wildackerbestellung verloren hat, will ich im kommenden Herbst und Winter die Fläche etwas bienenfreundlich aufpeppen. Leider liegt diese Fläche nur 1km vom Hausstand entfernt, aber für ein Robinientracht- und/oder ein Drohnenvolk für die Begattungsvölker sollte es reichen.

    Die Sida bietet sich hier förmlich für die ersten 50 m2 an, die ich schon mit Silofolie mulchen konnte.

    In Sommer habe ich erste Versuche in der Pflanzenanzucht etc. gesammelt und ein halbes Dutzend Sida-Pflanzen habe ich auch schon.

    Schneller und effizienter ginge es aber sicherlich, wenn mir jemand von den Imkerkollegen Sida-Pflanzen oder Teile aus dem Garten auskriegen und im Paket zuschicken möchte. Die Wurzelrisse würde ich natürlich selber herstellen.

    Wer opfert sich? Kosterstattung ist selbstverständlich.

    Auch kann ich von meinen selbstgezogenen Silphiepflanzen anbieten, weil neben dem Hausstand auch ein Silphieacker angelegt wurde.

    Ebenso kann ich Comfrey - die frühe Hummelweide schlechthin - und auch ein paar Topinamburknollen und Stecklinge der "Immerblühenden Mandelweide" und der "Drachenweide" sowieso im Tausch anbieten.

    Ich bin auf das Echo gespannt ...Klaus

    Was höre und sehe ich, wenn ich durch die Landschaft hier im Flachland fahre:

    Erle (und Esche) schwer geschädigt, die Eichen gefährdet durch die Spinner, der Naturpark Harz eine Wüstenei, die Staatsförster beklagen die ersten ernsthaften Dürreschäden in Rotbuchen - dabei ist der Waldumbau auf Rotbuchenmischwald noch nicht einmal im Ansatz abgeschlossen - und die Erlöse im Holzverkauf decken nicht einmal die Kosten für den Einschlag und das Rücken.

    Die Schäden aus dem sinkenden oberflächennahen Grundwasserspiegel lasse ich mal außer acht.

    Wo irgend möglich machen sich Springkraut, Brennnessel, Brombeeren, Schilf usw. als Zeigerpflanzen für Nährstoffüberfluß breit.

    In meinem kurzen Leben habe ich einen Umbau in der Landschaft/Vegetation von unvorstellbarem Ausmaß erlebt. Rote Listen sind heute überall präsent, da kann mich - auch wenn ich das nicht mehr erleben werde - eine Anpassung an den Klimawandel nicht erschüttern.:)

    Was mich eher und immer noch erschüttert, ist die Gleichgültigkeit, die Ignoranz und der Egoismus der Einzelnen in der Mehrheit, die immer noch erfolglos dem Artenschutz hinterherrennen und in Wirklichkeit nur glauben, daß alles schon so weiterlaufen wird.

    Ich bin da pessimistisch: Es wird!

    Ein frohes Schaffen wünscht ...Klaus