Beiträge von Empetrum

    Wer hier mit der Moral oder Staatsräson argumentiert, dem sei ins Poesiealbum geschrieben, daß ein Staat/eine Regierung/eine Landwirtschaftministerin dem bzw. der Strafzahlungen an die EU wegen Nichteinhaltung des Trinkwasserschutzes drohen, eine Regierung die Urteile der Verfassungsorgane z.B. jahrelang nicht umsetzt und ein Staat, der sich z.B. das Grundgesetz in Sachen Asylrecht so zurechtbastelt wie es gerade genehm ist, nicht meinen Moralvorstellungen genügt. Da mache ich mir denn schon eine eigene Meinung darüber, wann und wie ich diesem Gemeinwesen gehorche - jedenfalls solange wie ich meinen Mitmenschen nicht schade.

    Die Forderungen des DBIB sehe ich zunächst einmal als einen symbolischen Akt an.

    Als chronischer Pessimist sehe einiges an Unheil auf (alle) Imker zukommen. Da kann es durchaus nicht schaden, wenn dokumentiert wird, daß nicht alle Imker den Schmusekurs des DIB mittragen.

    Moral ist außerdem so ziemlich das Allerletzte was für mich als Argument in Fragen der Politik Bedeutung hat.

    Warten wir doch zum Beispiel ab, was aus dem Tempolimit wird. Die Zahl der Todesopfer der freien Fahrt für freie Bürger kann man ja ziemlich präzise benennen.

    Mal guggen, was die nächsten Jahre so bringen ...Klaus

    Moin, Moin... Andreas : Irgendwie sind Deine Aussagen etwas widersprüchlich: Wenn die Schutzhecke gegen das Wild endlich dicht ist, wird das Rehwild doch auch von vorne und über die Nachbargrundstücke kommen...

    Mein Tip zur Vergrämung: So viele wie möglich CD´s mit rottefestem Draht auf dem Wall aufhängen. Die müssen viel blinkern. Als Verbissschutz und vielleicht zusätzlich leisten Estrichmatten gute Dienste. Die Matte rund formen und mit Kabelbindern zusammenbinden. Im Baumarkt gibt es auch wellenförmig geformte "Verbinder" , die mensch durch die Maschen stecken und zur Stabilisierung mit der anderen Hälfte in Erdboden versenken kann.

    Vor ein paar Jahren haben meine Frau und ich mal 200 oder 300 solche Gestelle aus einem Brombeerdickicht befreit, wo sie Kirschen und Ahorne geschützt hatten Wir brauchten dafür dann nix bezahlen. Heute setzen wir diese Dinger sehr erfolgreich überall dort ein, wo wir etwas neu pflanzen, bei Bäumen, Büschen und Stauden. Die Lebensdauer beträgt hier bei nicht salzhaltiger Luft etwa geschätzte 15 Jahre. Sie sind aber ja auch nicht ganz billig.

    Hallo Meapas

    Dieses Jahr ist bei uns die Scheibenhonigernte unerwartet gut ausgefallen und es sind auch jede Menge Abschnitte angefallen, die auch verwertet werden wollen. Und weil wir die große hölzerne Presse nicht ein"sauen" wollten für das bißchen, haben wir uns im Netz eine klitzekleine Obstpresse ausgesucht und werden es versuchen, die in kleine Stücke gestampften Wabenstücke darin auszupressen - natürlich nachdem wir sie im Wärmemeister erwärmt haben.

    Wenn das nicht gelingt, werde ich berichten.

    ribes : Ich habe noch einen bei Dir gut: Heidehonig tropft und fließt bei Zimmertemperatur nicht, wenn er nicht gestippt ist. ;)

    Liebe Grüße ...Klaus

    Guten Tag!

    Gestern trudelten auch bei mir 1Tsd Elfenkrokusse und einige Dutzend Mini-Narzissen ein. Zum Pflanzen der Krokusse erinnerte ich mich an ein Werkzeug, daß ich seit meiner "Jugendzeit" im Regal liegen habe.

    Ich hatte es verlinkt, aber hartmut hat den gesamten Post statt nur den Link gelöscht.

    Ihr findet bei Interesse das Ding unter: Saatstock, Eichelhäher über die üblichen Suchmaschinen.

    Mit den Krokussen habe ich den Saatstock heute nochmal ausprobiert. Die Bewegungsabläufe sind gewöhnungsbedürftig, aber das "Zwiebelstecken" geht damit professionell und ohne bücken.

    Das Ding ist antiquiert im positiven Sinne. Sicherlich findet man es noch in Förstereien und bei Landschaftsgärtnern oder sogar in Bauhöfen der Kommune. Man muß es nur (in den dunklen Ecken) finden, um es sich auszuleihen.

    Sollte mir das "Loch" im Boden zu groß sein, dann werde ich die Krokusse noch mit ein wenig Blumenerde abdecken.

    Frohes Schaffen ...Klaus

    Guten Tag!

    Aus aktuellem Anlaß wiederbelebe ich mal diesen Thread.

    In den nächsten Tagen werden wir ein Stückchen Land (Unland mit nur wenig Bodenpunkten, mit ein wenig Gehölz und teils Wildacker wieder zurückbekommen.

    Es war vorher, weil mitten in der Maiswüste gelegen, für die Imkerei völlig uninteressant. Jetzt wird es nebenan Silphie geben. In der Nähe gab es in den letzten Jahren auch Blühstreifen und erreichbares Springkraut wurde auch immer interessanter.

    Weil der Jäger auch das Interesse an der Wildackerbestellung verloren hat, will ich im kommenden Herbst und Winter die Fläche etwas bienenfreundlich aufpeppen. Leider liegt diese Fläche nur 1km vom Hausstand entfernt, aber für ein Robinientracht- und/oder ein Drohnenvolk für die Begattungsvölker sollte es reichen.

    Die Sida bietet sich hier förmlich für die ersten 50 m2 an, die ich schon mit Silofolie mulchen konnte.

    In Sommer habe ich erste Versuche in der Pflanzenanzucht etc. gesammelt und ein halbes Dutzend Sida-Pflanzen habe ich auch schon.

    Schneller und effizienter ginge es aber sicherlich, wenn mir jemand von den Imkerkollegen Sida-Pflanzen oder Teile aus dem Garten auskriegen und im Paket zuschicken möchte. Die Wurzelrisse würde ich natürlich selber herstellen.

    Wer opfert sich? Kosterstattung ist selbstverständlich.

    Auch kann ich von meinen selbstgezogenen Silphiepflanzen anbieten, weil neben dem Hausstand auch ein Silphieacker angelegt wurde.

    Ebenso kann ich Comfrey - die frühe Hummelweide schlechthin - und auch ein paar Topinamburknollen und Stecklinge der "Immerblühenden Mandelweide" und der "Drachenweide" sowieso im Tausch anbieten.

    Ich bin auf das Echo gespannt ...Klaus

    Was höre und sehe ich, wenn ich durch die Landschaft hier im Flachland fahre:

    Erle (und Esche) schwer geschädigt, die Eichen gefährdet durch die Spinner, der Naturpark Harz eine Wüstenei, die Staatsförster beklagen die ersten ernsthaften Dürreschäden in Rotbuchen - dabei ist der Waldumbau auf Rotbuchenmischwald noch nicht einmal im Ansatz abgeschlossen - und die Erlöse im Holzverkauf decken nicht einmal die Kosten für den Einschlag und das Rücken.

    Die Schäden aus dem sinkenden oberflächennahen Grundwasserspiegel lasse ich mal außer acht.

    Wo irgend möglich machen sich Springkraut, Brennnessel, Brombeeren, Schilf usw. als Zeigerpflanzen für Nährstoffüberfluß breit.

    In meinem kurzen Leben habe ich einen Umbau in der Landschaft/Vegetation von unvorstellbarem Ausmaß erlebt. Rote Listen sind heute überall präsent, da kann mich - auch wenn ich das nicht mehr erleben werde - eine Anpassung an den Klimawandel nicht erschüttern.:)

    Was mich eher und immer noch erschüttert, ist die Gleichgültigkeit, die Ignoranz und der Egoismus der Einzelnen in der Mehrheit, die immer noch erfolglos dem Artenschutz hinterherrennen und in Wirklichkeit nur glauben, daß alles schon so weiterlaufen wird.

    Ich bin da pessimistisch: Es wird!

    Ein frohes Schaffen wünscht ...Klaus

    Hallo ribes

    Einen ganz herzlichen Dank für Deine Beiträge. Ich gebe zu, daß ich mich bislang noch überhaupt nicht mit "Klimawandel und Forstwirtschaft" beschäftigt habe. Nur das Schlagwort "Douglasie" ist bei mir angekommen. Dabei sollte mich das Thema auch als Kleinstwaldbesitzer, der immer ein paar Baumpflanzideen mit sich rumschleppt interessieren.

    Die von Dir geposteten Denkansätze werden - wenn auch erst in ferner Zukunft - mit Sicherheit die Grundlagen im Waldbau legen. Auch ich verspreche mir vom bisherigen Naturschutz - der Waldbau gehört für mich dazu - nichts mehr. Dafür habe ich in meinem Leben schon zu viele grundlegende Richtungswechsel auch leidvoll miterleben müssen.

    Im kommenden Winter werde ich selber wieder einmal ein paar hundert Quadratmeter bienengerecht anpflanzen, um das Wäldchen später für die Bienenhaltung zu nutzen. Deine Infos werden mich inspirieren. :)

    Nochmals "Dankeschön" ...Klaus

    Nur an die Feinschmeckerfraktion, die hier gerade ein Forum mit einem Chat verwechselt:

    Die Maden- und Würmerthematik ist schon zigmal durchgekaut. Mit etwas Mühe findet man wahrscheinlich sogar aussagefähige Bilder. Aufnahmen, die rase ins Forum gestellt hat...

    Gruß aus der vegetarischen Ecke ...Klaus

    Wiebke : In diesem Thread bislang ohne Erwähnung: die Entsafter-Methode.

    Besorge Dir z.B. vom Flohmarkt einen Entsafter und dampfentsafte die frische oder tiefgefrorene Drohnenbrut damit. Nach Gefühl mußt Du eventuell auch mal Wasser nachfüllen. Aber aufpassen, daß am Entsafter nix trockenfällt oder überläuft.

    Zum Abschluß noch langsam 1 bis 2 Liter kochendes Wasser zum Spülen über die extrahierten und aufgelockerten Maden verteilen und das "Saft-" Wasser auskühlen lassen.

    Wenn dann eine ausreichende Menge Wachs aufgelaufen ist, einmal umschmelzen. Das passt und ist sauberstes Naturwachs.

    Ich bin selber bis vor 2 Jahren so verfahren. Ich habe den Entsafter in der Küche in Betrieb gehabt. Denkbar ist aber natürlich auch eine externe Kochplatte. Als wir selber noch Hühner hatten, haben wir die Maden - sie sind wegen des geronnenen Eiweißes fest und eher bröckelig - sofort an die Hühner verfüttert.

    Heute liefere ich die komplette Drohnenbrut bei einem Freund ab. Dieser entdeckelt nur die Brut mit den großen Maden und verfüttert diese dann in seiner Singvogelzucht. Den Rest verarbeitet auch er im Dampfentsafter und verfüttert den "Trester" an seine Hühner.

    Diese Methode ist zwar relativ zeitaufwendig aber sehr sauber und überaus praktikabel.

    Das Wachs erhalte ich natürlich zurück.

    Viel Erfolg wünscht .Klaus