Beiträge von Or Wala

    Seit meinem letzten Beitrag in diesem Thema ist mittlerweile gut 3,5 Jahre vergangen. Somit ist es Zeit ein Fazit zu ziehen.


    Seit 2 Jahren führe ich ausnahmslos alle Wirtschaftsvölker (ca. 14 bis 16) während der Tracht auf einen Brutraum, die Überwinterung findet auf zwei Zargen statt.


    Komplett aufgeben habe ich das Experiment mit ZaDant sowie meine alte „Lehrbuchbetriebsweise“ Zander 2-zargig. ZaDant passt nicht zu den Vorstellungen meiner Betriebsweise. Zander 2-zargig hat aus meiner Sicht nur dann Vorteile wenn man der Kippkontrolle vertraut, was ich nicht tue.


    Folgende Hauptvorteile sehe ich bei der Völkerführung auf einem Zander-Brutraum:

    • Bei der Kontrolle müssen nur 10 statt 20 Waben gezogen werden.
    • Der eingetragene Honig landet nahezu vollständig im Honigraum.
    • Ausnahmslos absolut unkomplizierte Annahme des Honigraums bei allen Völkern.
    • Rückenschonend da kein oberer Brutraum abgehoben werden muss.
    • Meist kompaktes Brutnest, teils von „Holz zu Holz“.
    • Der Honig hat durch die höhere Bienendichte (?) einen geringen Wassergehalt.
    • Guter und schneller Überblick über alle Völker.
    • Geringerer Materialbedarf.


    Kurz zu den Eckdaten meiner Betriebsweise:

    • Eingefüttert und überwintert werden die (Alt-)Völker auf zwei Bruträumen, was zu einer recht entspannten Situation im zeitigen Frühjahr führt.
    • Mit dem Einsetzen der Salweidenblüte wird ein Brutraum (meist der untere) entfernt. Ab jetzt ist die Versorgung mit frischem Pollen (an meinen Standorten) sichergestellt, alle Pollenbretter werden daher ab jetzt konsequent gegen Leerwaben ausgetauscht, sodass die Königin ausreichend Platz hat um ihre volle Legeleistung zu entfalten.
    • Der Honigraum (incl. Absperrgitter) und ein Drohnenrahmen werden nach Lehrbuch kurz vor oder spätestens mit dem Einsetzen der ersten Obstblüte (hier meist Zwetschgen vor Kirschen) gegeben. Lieber etwas zu früh als nur einen Tag zu spät. Weiter nicht vergessen weil elementar: Pollenbretter müssen raus. :)
    • Was man bei den wöchentlichen Schwarmkontrollen beachten muss: Pollenbretter müssen... ihr wisst schon. :)
    • Nach der letzten Honigernte kommt der Honigraum wieder auf das Volk (ohne Absperrgitter) und das Volk wird zweizargig eingefüttert.


    Zum Thema Schwarmtrieb: Wenn man durch konsequente Entnahme der Pollenbretter für ausreichend Platz im Brutraum sorgt ist kein erhöhter Schwarmtrieb festzustellen.


    Der einzige kleine Mehraufwand besteht darin die Pollenbretter auszumerzen. Aber das ist wirklich nur eine sehr kleiner Mehraufwand, da es Hand in Hand mit anderen Tätigkeiten am Volk einhergeht.


    Im Endeffekt muss jeder die für sich passende Betriebsweise finden. Meine Suche hat ein Ende: Zander auf einem Brutraum. :)

    Die Monatsbetrachtungen in der diesjährigen Bienenpflege werden von Jürgen Binder verfasst. In der Ausgabe 09/2020 schreibt er, eine dauernde Erneuerung des Wabenwerkes verschlechtert die hygienischen Verhältnisse im Brutraum und wirke gesundheitsschwächend. Laut seinen Ausführungen bezeichnet er die jährliche Erneuerung des Wabenbaus als Irrweg.

    Seine Argumentation basiert darauf, dass die dunkle Farbe nicht von Schmutz oder Kotresten stammt, sondern von der Oxidation des organischen Materials der Verpuppungshülle, welche Phenole enthalte die antiseptisch wirken.


    Bisher kenne ich es als gute imkerliche Praxis die Bienen auf „hellen Waben“ (= maximal dunkel, aber noch nicht schwarz) zu führen. Umso mehr haben mich seine Ausführungen erstaunt,


    Gibt es zu der Theorie von Jürgen Binder irgendwelche fundierten Publikationen?

    Ich führe mittlweile auch alle Zandervölker während der Tracht auf einem BR ohne Schied. Ich bin mittlerweile absolut überzeugt von der Betriebsweise. Mehr Honig im Honigraum, absolut problemlose Annahme des Honigraums, schnellerer Ausbau der Drohnenwabe, weniger Zeitaufwand bei der Schwarmkontrolle, weniger Materialeinsatz, Völker die sich gefühlt im Frühjahr besser entwickeln als Völker auf 2 BR.

    Notfütterung im Frühjahr macht man am besten mit Futterteig (wenn man keine Futterwaben mehr hat). Apifondapaket nehmen, Streifen von z.B. ca. 1cm Breite und 10cm Länge aus der Folie schneiden, mit dem ausgeschnittenen Schlitz nach unten direkt über die Bienentraube auf die Oberträger legen.

    Dem kann ich nur zustimmen, die Methode ist einfach und funktioniert problemlos.


    Davon kann ich nur abraten. Bei neuer Zarge und 5 neuen Rähmchen passt das wunderbar. Aber nach einiger Zeit im Einsatz bekommst du nur noch 4 Rähmchen rein ohne massenhaft Bienen zu quetschen und/oder die Rähmchen beim Ziehen zu beschädigen.


    Als Begattungskästchen bzw. 4-Wabenableger lassen sich diese Halbzargen aber idealerweise umbauen. :)

    Vielleicht ist es das "Wundermittel" auf das wir alle gewartet haben. Aber um in Euphorie auszubrechen ist es definitiv noch zu früh. Waren wir die weiteren Tests ab und hoffen dass sich die Ergebnisse bestätigen. Sollte dies aber der Fall sein sollte mit allen Mitteln eine möglichst schnelle Zulassung angestrebt werden: Korrekt und sauber - aber bitte ohne unnötige bürokratische Hürden welche die Zulasssung unnötig in die Länge ziehen.

    Irgendwas liegt gerade in der Luft....


    Ich habe mehrere Völker die im Frühjahr absolut friedlich waren und gerade fast durchdrehen. Bereits beim Ziehen der ersten Wabe klebt ein halber Schwarm an mir dran und sucht nach Schwachstellen. Von unzähligen Bienen werden ich teils noch 100m bis zum Auto verfolgt und weiter angegriffen. Allein das Einlegen der Bienenfluchten am Wochenende hat mir trotz entsprechender Schutzkleidung etliche Stich eingebrockt. Die Bienen sind teils wie von der Tarantel gestochen direkt aus dem Honigraum geschossen und waren direkt im Angriffsmodus. Selbst ein kleiner Ableger (gekaufte belegstellenbegattete Buckfast) hat mich heute beim Versuch zu füttern gehörig vermöbelt. ?(


    Ein so extremes Verhalten wie diesen Sommer habe ich bisher noch nicht erlebt. :/

    Welche Strategie habt ihr abgesehen von der Sommertracht damit der Honig nicht grobkristallin wird? Fast jedes Jahr bleibt meine Sommertracht bis Weihnachten flüssig und kristallisiert danach extrem grob aus.

    Hallo zusammen,

    um meine Holzböden etwas besser zu schützen möchte ich diese im Laufe des Jahres diese mit Füßen aus Kunststoff ausstatten. Ziel soll es sein, dass das Holz auch bei nassen Wetter möglichst wenig im Wasser steht. Daher sollten diese Füße mindestens 5mm hoch sein. Der Durchmesser sollte nicht zu klein sein damit die Beuten auch mit Füßen sicher auf den Paletten stehen. Vorstellen könnte ich mir hier größere Kunststoffscheiben, ob rund oder eckig ist erstmal zweitrangig. Im Baumarkt hab ich mich bereits umgesehen aber nichts gefunden was mich wirklich überzeugt. Die Füße die es dort gibt sind mir auch zu hoch.

    Hat jemand von euch eine solche Modifikation an den Beuten? Bzw. hat jemand einen Tipp wo ich solche Kunststoffscheiben beziehen kann?

    Eine Wabe mit Drohnenbrut oder eine leere Drohnenwabe. Falls es eine leere ist kannst du die Wabe raus nehmen, die wirst du erst im nächsten Jahr benötigen.


    Ansonsten: Schieb den Wabenblock an einen Rand dirket an die Beutenwand. An diesem Rand lässt du ein kleines Flugloch, maximal 2 bis 3 Bienen breit.



    Funktioniert gut, habe ich letztes Jahr auch so gemacht.:thumbup:

    Ich nutze einen großen hohen Honigeimer. Dort lagere ich den Smoker zusammen mi

    40kg Hobbock. Smoker zusätzlich mit einem Stück Schaumstoff zu. In den Eimer passen zusätzlich Stockmeißel, Besen, Anzündmaterial, Gasbrenner, Lappen, Wasserzerstäuber und Kleinkram.
    Für 6€ geht es nicht besser und günstiger. Und es brennt da auch nichts ab. Ich würde den Eimer mit heißem Smoker nur nicht auf den Kopf stellen.:p

    Die Lösung habe ich so auch umgesetzt und bin sehr zufrieden damit.