Beiträge von Ilu

    Hallo,


    wir haben dieses Jahr vom Verein aus über einen Imkereibedarfshändler eine Sammelbestellung Futtersirup (ApiInvert) aufgegeben. Der Gesamtwert betrug etwa 4600€. Der Händler versucht noch, uns zu einer größeren Bestellung zu ermutigen, indem er darauf hinwies, dass das Sirup ja auch in der nächsten Saison noch verwendet werden könnte. Bisher kannte ich es auch so, dass Sirup, das man im Jahr 2019 kauft, bis Ende 2020 haltbar ist.


    Bei der Abholung des Sirups stellte sich aber heraus, dass das Sirup nur bis Mai 2021 haltbar ist. Auf meine Nachfrage sagte mir der Händler, dass Südzucker das Label ändert und deshalb jetzt seine Lager räumt. Mir ist bewusst, dass der Händler damit den Vertrag gebrochen hat, weil er nicht die Ware mit den zugesicherten Eigenschaften geliefert hat. Hilft aber nichts, wenn man das Futter eben jetzt dringend braucht. Wird auch Konsequenzen haben.

    Meine Frage: Hat noch jemand dieses Jahr die Erfahrung mit dem MHD gemacht oder kann die Aussage des Händlers bestätigen?

    Ist die zweijährige Haltbarkeit nach Kaufdatum grundsätzlich bei ApiInvert nicht gewährleistet und ich hatte bisher Glück? Ich habe so ein bisschen den Verdacht, dass der Händler da ein Sonderangebot des Großhändlers (Lagerräumung!!!111elf) wahrgenommen hat und jetzt seinen "Fehler" nicht zugeben will.


    Gruß

    Ilu

    Ohoh… Da fehlen aber ein paar Grundlagen:


    Ein Volk schwärmt meistens, wenn die erste Schwarmzelle verdeckelt wird. Schwarm = alte Königin + Flugbienen. Die zurückbleibenden Bienen pflegen dann ihre 1...n Schwarmzellen weiter, bis diese schlüpfen. Daraus können sich dann noch einige Nachschwärme mit je einer Prinzessin (unbegatteter Königin) bilden. Deshalb bricht man alle bis auf eine Schwarmzelle, wenn das Volk schon geschwärmt ist!

    Du hast denen also ihre Schwarmzellen, aus denen die neue Königin entstanden wäre, jedes Mal weggenommen. Jede neue Wabe, die Du ihnen gegeben hast, war eine Weiselprobe mit neuer Hoffnung auf eine Königin, die Du ihnen wieder durch das Brechen der Zellen genommen hast.


    Inzwischen würde ich sagen, ist es zu spät, den Rest des Volkes noch zu retten. Hast Du ein anderes Volk, das Du damit verstärken kannst?


    Bitte dringend Grundlagen lernen!!!

    Dann muss ich sie aber noch 4 Monate zwischenparken. Bis dahin wird sie doch auf zwei Zanderwaben kirre. Und wenn ich Ihr eine ganze Zarge gebe, brauche ich sie dann auch nicht mehr in ein Wirtschaftsvolk einzuweiseln, weil sie dann ein eigenes einwinterungsfähiges Volk aufgebaut hat. Aber dann brauche ich wieder vier weitere Beuten....

    Ich habe mehrere Königinnen bestellt, um meine Landrassenvölker mal wieder mit frischen "Zuchtblut" auf einen akzeptablen Stand zu bringen. Eines der Völker ist ein fieser Stecher und das macht einfach keinen Spaß.


    Deshalb möchte ich eigentlich nicht noch mehr einwinterungsfähige Völker generieren, sondern die Königinnen in vier meiner 6 Wirtschaftsvölker einweiseln.

    Es ist auch nicht der Lärm. Oder das Summen. Auch nicht die leichten Verschmutzungen an Wäsche, Gartenmobiliar usw.. Das stört mich nicht bis kaum.


    Auch hier nochmals zum Verständnis:

    Bienenvölker direkt an der Grundstücksgrenze. Hinter den Völkern ein großer Baum, zur eigenen Grundstücksseite neben den Völkern ein weiterer Baum, nach vorne gerichtet ebenfalls ein Baum.

    Zu meiner Grundstücksseite bleibt dann nur der einfache Abflug.

    Mach doch bitte einfach mal ein Foto...

    Mich wundert, dass hier ein recht einfacher Tipp immer nur am Rande genannt wurde, der die Situation aus meiner Sicht stark entspannen könnte:

    1. Ichbotschaften. Sag Deinem Nachbarn, dass DU es unangenehm, beängstigend und erschreckend findest, wenn die Bienen über Dein Grundstück fliegen. Zeige ihm die Probleme auf, dass Du beim Rasenmähen angegriffen wirst usw.
    2. Wenn er darauf nicht reagiert: Die Grundstücksgrenze gehört ja genauso Dir wie ihm. Steht da schon ein Zaun? Stell Sichtschutzwände entlang der Grenze / des Zauns auf. Die zwingen die Bienen zum Aufsteigen und halten die Wächter davon ab, Dich anzugreifen, wenn hinter den Wänden Rasen gemäht wird. Sichtschutzwände sind nicht teuer und es gibt sie auch in schön. Und wenn der Nachbar so ein rücksichtsloser Sympath ist, wie es momentan rüber kommt, musst Du ihn dann auch nicht mehr sehen.

    Gruß

    Ilu

    Günstig und dauerhaft sind auch Wein- oder Sektkühler aus Edelstahl. Die sind meist konisch, damit man den Wachs auch wieder rausbekommt. Bei Amazon gibt es die für kleines Geld.

    Die passen dann auch meist in die Styroboxen, die im Lebensmittelbereich eingesetzt werden. In Baumärkten gibt es die für kleines Geld auch als Einsätze für die Euro-Stapelbehälter. Da kann der Wachs dann schön langsam auskühlen.

    Wo Du gerade diese Sektkühler ansprichst: Ich habe mir so einen genau für diesen Zweck gekauft. Beim ersten Mal ging das Wachs auch traumhaft heraus. Bei den Durchgängen danach saß das Wachs aber bombenfest im konischen Sektkühler und war nicht zu entfernen. Hast Du eine Idee, wie man es nach dem Erkälten da wieder sinnvoll heraus bekommt?

    Wo Ihr gerade den Rapido ansprecht: Ich habe den seit einem Monat und habe damit die erste Charge unseres Frühtrachthonigs mit hart kristallinem Honig geimpft cremig gerührt. Komischerweise bleibt unsere Frühtracht super lange flüssig und wird dann so um Weihnachten rum langsam grobkristallin fest.

    Aus meiner Sicht hat der Honig jetzt eine sehr angenehme Konsistenz: Er ist sehr seidig, fest aber streichfähig und ein bisschen wie festes Gelee. Ist das die Konsistenz, die man haben will und die als freincremig beschrieben wird? Oder ist das das, was Marcus Göbel Pampe und rase Schleim nennt?

    Wenn Du mir jetzt noch erklären könntest, wie bei der Vielzahl der Modelle, der Vielzahl der Hersteller, irgend eine Schleuder mit nennenswerten Stückzahlen hergestellt wird, könnte ich Deiner Argumentation folgen.

    Naja, Du schreibst es ja selbst: Vielzahl an Modellen und Herstellern. Konkurrenz belebt das Geschäft und damit wird der Druck, effizient zu produzieren, höher. Für die Radschleudern (im Hobbyimkerbereich) gibt es meines Wissens nur den einen Hersteller -Sturmnachfolger. Wenn die Schleudern so gut wären, gäbe es doch eine höhere Nachfrage und es würden sich weitere Marktteilnehmer bilden, oder?

    Oder einer der etablierten würde auch Radschleudern im Programm haben.

    Ich bin mir nicht sicher, ob man den hohen Preis als Argument gegen die weite Verbreitung von Radschleudern gelten lassen kann. Ich glaube eher, dass es anders herum ist. Die Teile sind so teuer, weil keiner sie kauft und sie deshalb in absoluter Kleinserie, praktisch jedes Gerät als Unikat hergestellt werden.


    Ich unterstelle, dass es genau anders herum wäre, wenn die Radschleudern verbreiteter wären. Dann wären die großen Tonnen teurer. Bleibt die Frage: Warum hat die Tonne gewonnen?

    Ich würde diesen Thread hier gerne nochmal aufwärmen:


    Welche Langzeiterfahrungen haben die Besitzer einer Radschleuder bisher gemacht? Gibt es neue Erkenntnisse?


    Und eine Frage, die mir Imkerkollegen gestellt haben, denen ich von meinem Traum von einer Radschleuder vorgeschwärmt habe: Wenn die Radschleudern so viel praktischer (Platzbedarf, Schleuderwirkung, Beladung) sind als die üblichen Kessel, warum sind sie dann so wenig verbreitet?


    Gruß

    Ilu