Beiträge von Northlight

    Moin Moin,


    da wir recht viel in Polen sind ( Familie ) und ich mich nun dort ab und an in den Imkerbedarfsläden umschaue, sind mir logischerweise die dortigen System ins Auge gefallen. Was mich zunächst irritiert hatte ist, dass mein System ( Segeberger DNM ) dort gänzlich unbekannt ist. Man sagte mir aber, dass das Ostrowskiej System ähnlich wäre ( hatte natürlich keine Sachen von Segeberger dabei um es zu vergleichen ). Daher meine Fragen :)


    - Hat schon jemand Erfahrungen mit einer Kombination Segeberger zu Ostrowskiej oder umgekehrt sammeln können?

    - Sind die Beuten kompatibel - sprich kann man die polnischen Zargen auf die deutschen Segeberger draufbekommen? Oder sind die anders genormt ( im I-Net ist leider nichts zu den Korpusgrößen geschrieben......... )?

    - Kann man die Rähmchen des Ostrowskiej System im Segebergersystem nutzen oder gibt es zu dolle Abweichungen?


    Über einen Erfahrungsaustausch würde ich mich sehr freuen.


    Gruß


    Manuel


    Auch wenn ich noch nicht soviel Ahnung von der Bienenhaltung habe, habe ich aber mehr als genug Erfahrung im Bereich von Allergien und deren Folgen. Mit mehr als 10 Jahren Notfallmedizinerfahrung und diversen Patienten die wegen Insektenstichen einen Anaphylaktischen Schock erlitten haben ( und einige haben diesen nicht überlebt..... ), kann ich schon da was sagen. Das hat nichts mit Belehren oder sonst was zu tun. Und glaube mir, es ist nicht schön jemanden da liegen zu haben, der wegen einen "Bienenstich" elendig verreckt ist........


    Moin,


    es kann aber auch anders laufen - wie mit meinen Mädchen. Beuten stehen zum Nachbarn ausgerichtet ( 5 Meter zum Zaun ) in südliche Richtung, sodass die Kleinen normalerweise direkt gerade durch seinen Garten durchstarten könnten. Normalerweise........ Meine Damen machen dieses aber nicht, sondern alle biegen sofort nach links ab, fliegen eine 90 bis 180 Grad Kurve und ballern über den Gehweg im Garten in Kopfhöhe lang. Das Nachbargrundstück wird ignoriert in der Startphase, obwohl es direkt zum Flugloch liegt ( und es steht NICHTS im Weg - sie hätten gut und gerne 0 Meter freie Bahn ). Wenn Sie zurückkommen, kommen sie übers Nachbargrundstück zurück, also den direkten Weg aus Süden zum Flugloch. Die Startbahn wird nicht oder kaum als Landebahn genutzt.


    Da meine Mädels sich gerne dann in Kopfhöhe befinden in der Startphase, kommt es dann und wann zu Kollisionen mit den 2-beinigen Gesellen ( sprich uns ), was, wenn es blöd läuft, auch mal mit einem Stich endet, wenn die Damen zu schnell unterwegs sind und sich in den Haaren verfangen.


    Die Bienen halten sich nicht immer an die Regeln, sprich gerade ein und ausfliegen, manchmal haben die Ihren eigenen Dickkopf.....


    Auch muss man bei den Nachbarn drauf achten, dass kein Allergiker darunter ist. Der kann dann schnell richtig Probleme machen, insbesondere wenn die Mädels seinen Balkon regelmässig überfliegen. Immer beachten.


    Gruß


    Northlight

    Moin Moin,


    ich wollte fragen, ob man irgendwo noch eine Bauanleitung für den Marburger Feglingskasten finden kann, bzw. ob jemand diese als PDF hat? Leider ist die Anleitung bei Imkerweimar von der Seite genommen worden, vlt. hat ja noch jemand diese bei sich auf dem PC rumliegen :)


    Liebe Grüße


    Northlight

    Moin,


    kann es vlt. auch an anderen Sachen liegen? Wir haben hier im Nordwesten gerade ein anderes Phänomen am laufen. Im Bereich VEC / CLP haben einige Imker jetzt schon Völkerberluste von 30 - 40 % zu beklagen, trotz Ameisensäurebehandlung usw. Räume proppe voll mit Futter und keine Bienen mehr im Stock. Festgestellt wurde, dass die Futterräume und Bruträume proppevoll mit Ölrettich / Senfhonig waren und sind. Es war mehr oder weniger 0 Raum zum Brütten und der Honig war bombenfest in den Waben. Es wird angenommen, dass neben einem evtl. Varroadrucks, die Völker eher wegen des Futtermangels ( da der Honig voll auskristalisiert ) und auch Platzmangels ( weil die Bruträume gnadenlos zugebombt sind ) zu Grunde gegangen sind. Es waren vorwiegend alles Völker, die in den Feldern oder in der Nähe von Feldern gestanden hatten. Die Landwirte hier im Norden hatten massiv Ölrettich und Senf angepflanzt, welcher zum Teil noch jetzt blüht. Phasenweise sahen die Felder ( gerade die Senffelder ) aus, als wäre gerade Mitte Mai - quitsche Gelb alles. Und die Bienen haben geschleppt ohne Ende. Die "Stadtimker", also die wo die Bienen nicht so leicht an die Felder konnten, sind weniger betroffen.


    Ich denke, der extrem späte und massenhafte Nektareintrag sollte nie ganz aus den Augen verloren werden bei Völkerverlusten. Und dieses Jahr war die Spät- Spättracht ( schon fast ne Wintertracht ) extrem und für die Bienen sehr schlecht, da diese nur schwer zu verarbeiten ist.


    Gruß


    Northlight

    Moinsen,


    die Kippkontrolle hat bei mir NIE geklappt, da meine Damen meinten da die Weiselzellen zu bauen wo man nicht mit rechnet. Bei der ersten Kontrolle die Kippkontrolle gemacht, Imkerpate stand daneben und schaute genau zu. Nix zu sehen. Da der Baurahmen damals auch mit gezogen werden mußte und die neugierde auch mitspielte, ins Brutnest reingeschaut...... Mit dem Resultat, dass 3 Weiselzellen schön am Rand in der Mitte der Rähmchen gebaut waren. Hätte ich nur auf die Kippkontrolle wert gelegt, wäre die Damen jede Wette abgehauen. Auch in der Folgezeit waren die Weiselzellen überall nur nicht unten am Rand..... Und ob man nur 11 Waben ziehen muss oder 22 rechnet sich ja schon Zeitmässig ( zumal man ja bei der Schiedmethode auch nicht unbedingt 11 ziehen muss, sondern mal nur 4 oder 5 ).


    Gruß


    Northlight


    PS Noch einmal DANKE an alle :)

    Moin, Moin,


    so gerade aus Amsterdam zurück ( es leben die Meetings beim Arbeitgeber ) und erst jetzt dazu gekommen alles zu lesen. Nochmal Danke für die Tips, obwohl ich nun noch irritierter bin als vorher :). Was sagt mein Imkerpate immer: "Imkern ist wie die Religionen - es gibt zig verschiedene Meinungen :) ".


    So aber nun mal los: 1 DNM Zarge als Brutraum reicht bei meinen Damen definitiv nicht aus. Das Hauptvolk hat eine Reinzucht Carnica aus Südtriol und die hat dieses Jahr gestiftet wie doof. Das Volk ( dauerhaft 2 zargig ) wurde 2 Mal um je 3 Brutwaben geschöpft. Neue MW wurden binnen kürzester Zeit ausgebaut und neu bestiftet, sodas immer sehr viel Brut drin war. Weiterhin hatte es den ganzen Frühling und den Sommer 2 DNM als Honigzargen drauf und es wurde fleissig gesammelt. Dennoch war es bis Anfang Juni so, dass eine gewisse Schwarmstimmung da war und ich trotz 2 er Bruträume und 2 er Honigräume regelmässig Zellen brechen durfte. Auch die beiden Ableger ( Königinen wurden über die Brutwaben nachgezogen, also direkt F1 selber nachschaffen lassen ) sind im Juli / August sehr stark angezogen, so dass die nun auf 2 Zargen überwintern dürfen ( Imkerpate hat dazu geraten ). Jedenfalls sehe ich für mich und meiner Unerfahrenheit keine Chance die ohne Schwarm auf einer Zarge zu führen.


    Das mit dem Rähmchenchaos sehe ich aktuell "gelassen". Volle DNM Honigzargen sehe ich für meinen Rücken momentan nicht so schlimm an ( NOCH NICHT ) und DNM 1/2 sollte so wie so angeschafft werden - wegen dem Sortenhonig Linde, sie wir hier zuhauf stehen haben :). Also 2 Rähmchengrößen hätte ich im kommenden Jahr generell. Mein Aspekt wegen DNM 1,5 Sehe ich wiegesagt nur wegen dem ungeteilten Brutraum.


    Ich werde wohl erstmal im Frühjahr zur Obstblüte 1 Volk ( 2 gehen in den Raps, eins bleibt hier im Garten ) umstellen auf DNM 1,5, mit der von Beaglebiene und beemax erklärten Art und Weise. Die beiden Rapsvölker dann nach Trachtende ( sofern alle 3 den Winter überleben.


    Viele Grüße


    Northlight

    Moin Moin an alle und vielen Dank für die Tips.


    Ich werde wohl doch dann erst nach der Linde ( oder wie im diesen Jahr den Waldhonig ) dass umwohnen einleiten und die Bienen aus den alten in die neuen Beuten einschlagen. Ich denke dass ist dann der sinnigste Weg um 1. Honig zu bekommen und 2. die Bienen nicht allzu zu stressen.


    Viele Grüße


    Northlight


    Wir

    Ok, Danke erstmal.


    Meine Überlegung war ja, dass ich dem DNM 1,5er ja nur max. 2-3 Mittelwäde gebe, damit nicht dieser vollgekleistert wird mit Nektar und sobald diese 2-3 Mittelwände ausgebaut sind, die Königin darin "verhafte".


    Deswegen die Idee mit dem darüberliegenden Honigraum, weil dann dort ja eingelagert werden kann. Würden die Bienen, wenn die Königin oben ist und nur dort stiften kann, trotzdem den Honigraum nicht annehmen und unten, bzw. im 1,5er einlagern, obwohl die Queen da sitzt?


    Gruß


    Northlight


    PS JA, die Ungedult ist gigantisch....... :)

    Moin Moin,

    zuerst zu meiner Person: Ich bin 37 Jahre alt und komme aus dem Großraum Bremen. Angefangen mit der Imkerei habe ich dieses Jahr und wurde von meinem Nachbarn ( seit 50 Jahren Imker ) mit dem Hobby infiziert ( er dient auch als mein Pate ). Aktuell habe ich 3 Völker im Garten stehen, diese auf DNM Segeberger. Da mir der geteilte Brutraum nicht gefällt, insbesondere im Bezug der Schwarmkontrolle, möchte ich kommendes Jahr auf DNM 1,5 umsteigen. DNM 1,5 deshalb, da ich schon recht viel vom Segeberger System habe und dieses gerne weiternutzen möchte.


    Nun meine Frage, wie es es im Frühjahr am besten bewerkstelligen kann……..?


    Ich habe im Forum schon viel gelesen, auch mir das Buch „Imkern auf Dadant“ dazu geholt. Ich habe aber noch keine für mich sinnige Antwort für das „Umwohnen“ gefunden.


    Ich habe mir es bis dato so vorgestellt. Ende März würde ich im Rahmen der Wabenhygiene die unterste Zarge entfernen und gleich auf die verbliebene Zarge die DNM 1,5 Zarge mit 2-3 Mittelwände stellen. Diese würde ich mit einem Schied begrenzen. Darüber würde ich parallel den Honigraum geben ( mit Abesperrgitter ), damit wenn Tracht reinkommt, dieser nicht in den 2-3 Mittelwaben eingelagert wird. Von meiner Logik her müßte, sobald die Bienen die Mittelwände ausgebaut haben, die Königin dort hochgehen zum Stiften. Wenn dieses geschehen ist, würde ich zwischen unterer und neuer Zarge ein weiteres Absperrgitter legen, damit die Königin nur oben stiftet. Wenn unten die Brut raus ist, die untere Zarge weg und den DNM 1,5 Raum bei Bedarf erweitern. Soweit meine Idee.


    Etwaige Ableger im kommenden Jahr ( Brutableger ) wollte ich gleich auf DNM 1,5 aufstellen.


    Kann man das so machen oder birgt es zuviel Risiko? Bekomme ich die Völker bis zum Raps großgenug, damit ich diesen nutzen kann oder ist die Frühjahrsernte mit dem „Umwohnen“ hin? Ich wollte so früh wie möglich im Jahr umsteigen, da mich die 2 Bruträume massiv „nerven“, jedes Mal das Brutnest auseinanderpflücken und Zargen verstellen ist nicht so mein Ding…., daher kommt der Kunstschwarm nicht in Frage.


    Für Anregungen, Ideen und Tips bin ich dankbar.


    Viele Grüße


    Northlight