Beiträge von Northlight

    Hi,


    Obst oder Gemüseanbau kann ich nahezu ausschließen, da die Bienen A direkt im Rapsgebiet standen ( also mitten in Pampa - keine Gärten oder Obstanlagen in der Nähe und B die Pollenanalyse 92% Raps ergeben hatte ( neben ein paar (Un)Kräutern, Kiefer und Roßkastanie ). Das einzige was in der Nähe war ist ein Kartoffelbauer, aber die Pflanzen waren weder in der Blüte noch hätten die Honigen ( wenn überhaupt möglich ) können. Die waren gerade mal aus der Erde raus. Ansonsten im Umkreis von mehreren Kilometern nur Raps und Mais ( und Straßenbäume ). Sprich ein Wanderplatz der nur im Raps genutzt wird ( wurde ). Das Institut geht auch direkt im Schreiben davon aus, dass die Werte durch eine Spritzung direkt in die Blüte hervorgerufen wurden.

    Moin Moin,


    ich habe am 23.12. einen freundlichen Brief erhalten, wo die Honiganalysedaten meiner diesjährigen Proben mir bekanntgegeben wurden. Ich hatte u.a. einen Rapshonig aus meiner diesjährigen Ernte eingesendet, da mich interessierte, was drin ist. Das Ergebniss hat mich dann doch recht erschaudern lassen. Das Ergebniss lautet: Acetamiprid / Mospilan 68,9 µg pro kg Honig. Da der Grenzwert aktuell bei 50 µg/kg liegt bedeutet dieses, dass der Honig übermässig belastet und damit nicht verkehrsfähig / verkaufsfähig ist...... Was mich jetzt ärgert ist, dass man alles tut, damit es den Bienen gut geht, die Tiere päppelt und macht und am Ende Dank der netten Spritzwirtschaft belasteten Honig hat. Augenscheinlich haben die Landwirte bei uns nach der Devise gearbeitet " Viel hilft viel " und bei der Spritzung evtl. überdosiert. Anders kann ich mir die hohen Werte nicht erklären. Klarerweise wiegeln die Landwirte dieses ab ( wir doch nicht, alles ist im gesetzlichen Rahmen ), am Ende stehe ich nun als Dummer da und kann die Reste meiner Rapsernte in die Tonne kippen und meine Kunden informieren ( schon passiert ).


    Meine Frage ist nun, was kann man machen? Klar die Ecke werde ich kommendes Jahr meiden. Nur ist es schwer im ländlichen Raum die Massentracht "Raps" zu vermeiden. Die Bienen für 5 Wochen einsperren ist unmöglich, den Bauern kommt man auch nicht bei, die arbeiten ja im Rahmen der Gesetze. Was kann man machen? Innerlich koche ich gerade massiv, da einem irgendwie die Hände gebunden sind....... Bei mir ist gerade guter Rat teuer.....


    LG

    Trotz allem. Man sollte von den Steinen wegkommen. gegen einen Strick kommt kein Wind an. Gegen Umwerfer hilft ein Ratschgurt. Ein Volk kostet 150€ ein Gurt 3€. Das ist etwas günstiger.

    Remstalimker

    und lädt die Diebe erst recht ein, da die Bienen schon verladungsfähig bereit stehen. Wir haben im Verein auch jemanden, der seine Beuten so sichert und er wurde im Frühling beklaut. Die Täter brauchten nur ran fahren und die Beuten verladen. Standen ja festverzurt da, schnell auf den Anhänger und weg. Er hatte es per Kamera sehen können, die Aktion hat 5 Minuten gedauert und weg waren die Bienen. Wenn würde ich einen Bodenanker setzen und den Gurt darum befestigen. Dann dauert das verladen länger........

    Moin Moin,


    ich habe eine generelle Frage bezüglich einer Rückstandproblematik beim Verdampfen von Oxalsäure. Ich hatte gestern mit einem langgedienten Kollegen darüber gesprochen und er meinte ihm wäre das Risiko zu groß ( abgesehen von der Zulässigkeit um die es jetzt nicht geht. ), dass bei einer Lebensmittelkontrolle so was auffliegt. Er meinte, bei den heutigen Messmethoden bezüglich Rückständen, dass die Gesundheitsämter sehen könnten, ob verdampft würde oder nicht. Und zwar ist er der Meinung, dass sich, gerade auch bezüglich der Blockbehandlung, sich die Kristalle auf den Rähmchen und Wänden ablagern würden und dann im Frühjahr in den Honig getragen werden können. Ist sowas bekannt oder möglich? Das Oxalsäure im Honig natürlich ist, ist ja bekannt, aber kann es sein, dass beim verdampfen und den resultierenden Ablagerungen an den Wänden und Rähmchen Honig im Folgejahr "verunreinigt" wird und die Lebensmittelkontrollen einem dann Ärger bereiten können - zu hohe Werte? Perizin und was es alles gab kann ja auch nachgewiesen werden.....


    Ich habe keine Ahnung darüber ( noch nicht ), aber könnte es passieren oder ist dieses ausgeschlossen? Sprich Oxalsäurewerte werden nicht berücksichtigt?


    LG


    Northlight

    Nu ist es so wie so zu spät - jedenfalls geht es mir darum, dass einige immer noch meinen, Preise zu nehmen, wie vor 20 Jahren. Und es ist schwer denen klar zu machen, dass es auch anders geht. Dem vom Herbstmarkt ging es nur darum, die Preise kaputt zu machen und er "keine anderen Imker" in seinem Dorf und "seinem Markt" akzeptiert - klassischer Fall von Arxxxxxxx

    bei drei Euro das 500g Glas hätte ich seinen kompletten Stand gekauft. Alles. Inkl. was er im Keller hätte.

    Wir waren auch kurz am überlegen, ob wir es machen, haben es dann aber wieder verworfen. Bei unbekannten Imkern sind wir vorsichtig bezüglich der Qualität.

    Moin Moin,


    man kann schon höhere Preise erzielen, dass ist kein Problem. Was mich eher nervt sind " Kollegen " die meinen die Preise kaputt machen zu müßen.


    2 Beispiele:

    1. Im Herbst auf einer 3 tägigien Gewerbeschau gewesen mit unserem Honig. Wir nehmen für die 250 Gramm Gläser 3,50 Euro und die 500 Gramm 6 Euro ( Raps, bzw. Frühtracht ). Am ersten Tag sehr gut verkauft, wir waren alleiniger Honigverkäufer auf dem Markt. Was uns ein wenig gewundert hatte war, dass ein ortsansääsiger Imker sehr neugerig bezüglich unseres Angebotes war, hatten uns aber nicht gewundert. Am nächsten Tag, mitmal fast kein Umsatz. Also sind wir auf Ursachenforschung gegangen und durften feststellen, dass der ortsansässige Imker vor dem Gewerbezelt auf seinem Grundstück ein Zelt aufgebaut hatte und seinen Honig für 2,50 Euro dass 250 Gramm Glas, bzw. 4 Euro fürs 500 Gramm Glas angeboten hatte...... Proteste beim Marktmeister schlugen fehl, da er auf seinem Grundstück verkaufte..... Auch unsere Bitte, jedenfalls unseren Preis zu nehmen wurden ignoriert. Er meinte nur frech, wäre doch unser Problem, wenn wir so teuer sein. Wenn wir die Preise senken würden, würde er es auch machen. Der Markt war gelaufen....


    2. Auf einem Weihnachtsmarkt hier in der Nähe. Wir wußten im Vorfeld, dass ein anderer Imker dort auch verkauft. Naja was solls hatten wir uns gedacht, so ein A........ wie im Herbst wird es ja nicht sein, sondern er wird bestimmt vernünftige Preise haben. Als wir angekommen sind, sind wir eines besserem belehrt worden. Für das DIB 500 Gramm Glas Raps nahm er 3 Euro. Auf unsere Frage, warum er so billig sei, meinte er stumpf. Er verkauft seit Jahrzehnten für den Preis und er hat Angst dass er seinen Honig nicht los wird - die Kunden würden bei höheren Preisen in den Supermarkt rennen. Wir haben argumentiert, er solle doch nicht seinen guten Honig verschenken, er würde unter Wert Qualität verkaufen ( Supermarkthonig ist nicht vergleichbar ), das wäre doch nicht kostendeckend usw. trotzdem blieb er bei seinen Preisen ( und er hat sehr gut verkauft - wir hatten einen sehr ruhigen Nachmittag ). Es war überrings ein "Altimker".


    Unser Imkerverein plädiert für gute und höhere Preise, die "Alteingesessenen" scheuen aber davor und verkaufen zum teil noch zu Preisen wie vor 15-20 Jahren.


    Also es kann auch anders laufen wie man sich es denkt.


    LG


    Northlight

    Nur beim Preis klappen sich bei mir die Fussnägel hoch - total abgehoben......

    Ein Schnapsglas für 20 Völker - wieviel kostet da eine Bedampfung/Volk?


    Wem das immer noch zu teuer ist, der muß in Steuerparadiesen imkern, in denen es keine Alkoholsteuer gibt, z.B. in Klein-Tibet:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Livigno

    Der Preis bezog sich eher darauf, wie teuer das Zeug hier ist und was es direkt beim Hersteller kostet....... Der Staat verdient gewaltig mit. Darauf bezog es sich eher......

    Die Insect Fogger von Burgess aus USA werden anscheinend gerne vom Zoll kontrolliert und in Verwahrung genommen.

    Schon 3 mal in 4 Wochen von verschiedenen Quellen.


    Und 70% bzw. 96% Alkohol habe ich bis jetzt in keinem Supermarkt bei uns gefunden.

    Da bleibt nur Bestellung im Netz oder einen Spirituosenhändler suchen.

    Schau mal bei den "Auslandsspezialitäten" nach. Bei uns kann man 96% Spiritus im Supermarkt bekommen, dieser steht in der Polen / Russlandspezialitätenecke. Nur beim Preis klappen sich bei mir die Fussnägel hoch - total abgehoben......

    Moin Moin,


    auch ich habe die ungewöhnliche Aggressivität bei meinen Damen feststellen dürfen. Montag war zum Bsp. ein nettes Erlebniss. Abends zu meinem Außenstand gefahren um die Ableger zu füttern. In den Vorwochen waren diese lahmfromm, man konnte diese im T-Shirt und ohne Schleier und Handschuhe bearbeiten. Rauch brauchte ich auch nicht. Jedenfalls Montag wurde ich schon am Auto ( ca. 20 Meter entfernt geparkt ) begrüßt mit einem Stich in die Hand...... Jedenfalls sagte mir meine innere Stimme - Schleier auf und Handschuhe an. An den Beuten angekommen, wurde ich von allen Ablegern freudig begrüßt und umflogen, obwohl schon fast Dunkel. Deckel auf und Folie weg machen war ein Spaß, sofort kamen die Damen nach oben geschossen und attackierten mich. Einige haben sofort durch die Handschuhe gestochen, dieses ohne Vorwarnung. Jedenfalls schnell die Damen abgefüttert - Futter war generell genug drin, ist eher füttern für den Wabenbau, da Ableger. Also Futtermangel war kein Grund für die Attacken. Auch kein Anzeichen für Räuberei oder ähnliches. Auch war keiner vorher da und hat die Damen gestört, die Cams hatten nix aufgezeichnet. Danach jedenfalls gefrust nach Hause gefahren. Dabei war mir aufgefallen, dass ein Bauer in der Nähe die Wiesen "gegüllet" hatte am Tag. Man konnte noch sehr gut den Geruch wahrnehmen. Da diverse Wildblumen auf den Feldern sind, werden diese auch fleissig angeflogen.


    Gestern war ich wieder am Außenstand und hatte mich schon auf eine wüste Stecherei eingestellt - sprich Vollmontour angelegt. Aber an den Fluglöchern war eine himmlische Ruhe, alle Ableger waren normal am Fliegen und absolut ruhig. Ich konnte alle Deckel und Folien lupfen, Waben ziehen und alle notwendigen Arbeiten verrichten, ohne nur einmal böse angeflogen zu werden. Stiche = 0! Die Damen waren lahmfromm, absolute Kuschelbienen als wäre nie was passiert. Und das bei allen Ablegern.


    Ich habe für mich den Verdacht, dass der Bauer irgendwas in der Gülle hatte, was die Mädels in Rage versetzt hatte. Jedenfalls war die Sache irgendwie komisch.


    LG


    Northlight