Beiträge von Beekloppter

    Wenn die Pflanze auf dem Bild vom Entwicklungsstadium und RGK-Befall repräsentativ ist, sollte es evtl. ohne Insektizid zum Schutz der Knospen gehen.

    Hab letztes Jahr auch komplett auf RGK-Bekämpfung verzichten können.

    Das Loch im Stängel (wenn alle Pflanzen so aussehen) würde mir mehr Sorgen machen. Da scheint die Rüsselkäferbekämpfung verbummelt worden zu sein...

    Wachstumsreglung mittels Fungizid wäre auch (über)fällig...

    Die Neonics in der Beize sind längst Geschichte.

    Wird zur Zeit ungebeizter Raps gesät? Also, ich meine, letzten Herbst?

    Es wird ohne Insektizide gebeizt.

    Fungizide sind noch drin, aber die werden sowieso bereits im Herbst gespritzt, da die Wirkung nur sehr kurz ist und die zu diesem Zeitpunkt benutzten Fungizide auch eine wachstumsregulierende Wirkung haben, was die Winterfestigkeit erhöht.

    Wenn die Rapshonigerträge zurückgehen, solltet Ihr mal darauf achten wieviel bzw. wie oft Raps noch in der Fruchtfolge steht.


    Ich selber baue statt alle drei Jahre nur noch alle sechs Jahre Raps an.


    Das liegt daran, dass der Anbau einiges an Attraktivität verloren hat. Neben den in der Beize fehlenden Neonics, was einen zusätzlichen und schlechter wirksamen PSM-Aufwand im Herbst bedeutet, der noch dazu immer weiter Resistenzen fördert, sind auch einige Herbizide durch zusätzliche Auflagen in unserem kleinstrukturierten Gebiet praktisch nicht mehr zu gebrauchen. Das alles macht den Pflanzenschutz recht aufwendig, so dass der Deckungsbeitrag auch ohne die zusätzlichen Lohnkosten (ist bei mir nur Hobby, weshalb ich die nicht wirklich rechne) stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Und wirkliche Lust auf die jetzt schon herbstlichen Insektizidexzesse hab ich auch keine.

    Beide werden zum Anfang der Blüte einmalig Abends mit BASF Cantus Gold in die Blüte gespritzt.

    Evtl. noch ein Hinweis für Argumente der Spritzung am Abend:

    Neben dem Bienenschutz hat das den ganz wesentlichen Vorteil, dass die Pflanzen meist nicht mehr so prall im Saft stehen, was sie elastischer macht und (gerade bei den beiden hier genanten großwüchsigen Sorten) die Durchfahrverlußte (es wird in den Fahrgassen weniger umgeknickt) verringert.

    Weiterhin ist die Luftfeuchtigkeit meist deutlich höher, was die Verdunstungsverlußte beim Spritzen veringert. Somit kann mit geringeren Aufwandmengen gearbeitet werden, bzw. man hat auch tatsächlich die volle Wirkung, statt dass das teure Zeugs "in der Atmosphäre landet".

    Auch der Wind läßt Abends nach, auch wenn das bei der Blütenspritzung nicht so entzscheidend ist, wie bei anderen Anwendungen, da sehr grobtropfig apliziert wird, um eine bessere Bestandsdurchdringung zu erreichen. Man will nämlich - auch wenn "Blütenspritzung" anders klingt - hauptsächlich die Stängel treffen, statt der Blüten.

    Einen von 11 ha, auf diesem wächst Pioneer PX115.

    Einen von 6 ha, darauf wächst Rapool Penn

    Das sind aktuelle Sorten mit sehr guter Leistung. Warum sollen die weniger Nektar bringen???

    Moderne Sorten kommen auch mal mit widrigeren Umständen/Jahren klar und bringen trotzdem noch gute Erträge und somit auch noch Nektar wenn alte Sorten längst am Ende wären. Auch sind die neueren Sorten nicht mehr so krankheitsanfällig und wesenlich regenerationsfähiger, was PSM auch noch einspart.

    Die Zeiten, indem der Raps 2 Schleuderungen brachte ist wegen der Hybridsorten vorbei, wenn man nicht mehrere Flächen mit unterschiedliche Sorten im Flugbereich hat.


    Das hat weniger mit Hybridsorten, sondern mit dem allgemeinen Zuchtziel einer gleichmäßigeren Abreife, also auch einer gleichmäßigeren Blüte zu tun. Das hat man mit modernen Liniensorten genauso.

    ...Und gegen den Rapsglanzkäfer braucht man auch ein Insektizid. Das ist in der Beize, die systemisch inn der Pflanze wirkt, also in allen Pflanzenteilen.

    Wollte mich zugunsten des Forenfriedens ja zu solchen Theman nicht mehr äußern, aber wenn ich so einen veralteten Blödsinn lese...<X


    1. Ist hier die Rede von der Blütenbehandlung! Da ist der Rapsglanzkäfer kein Schädling mehr, da er keine Knospen mehr zerbeißen muß um an den Pollen zu kommen! Er ist in der Blüte sogar ein nützlicher Bestäuber! Wenn, dann wird gegen Schotenschädlinge gespritzt. Der Erfolg ist hier jedoch recht fragwürdig, da die Dauerwirkung nicht ausreicht um zu dem meist späteren Befall noch zu wirken. Also durchaus plausiebel, nur das Fungizid zu spritzen. Eher möglich/sinnvoll noch etwas Dünger mitzunehmen.

    2. Die Neonics in der Beize sind längst Geschichte. Da is nichts mehr mit systemisch wirkendem Insektizid. (Wenn man überhaupt dran glaubt, dass das vorher mal bis zur Blüte in relevanten Maß der Fall war.) Deshalb hat man jetzt auch ein paar zusätzliche Überfahrten mit Pyrethroiden im Herbst...

    Ich sehe aber auch dass ich - je länger ich zuwarte - am Tag X verzweifelt hinter der Beute stehe und nicht weiss wie ich 11 Waben mit Brut in eine 10er Zarge rein kriegen soll!!

    Sitzen die Bienen in der oberen Zarge?

    Dann jetzt die untere Zarge weg und gut...?

    O.K. es fehlte noch der: :lol:

    Viel öfter kommen sicher die hiesigen Landwirte und Jäger (an meinen eher abseits gelegenen Ständen) vorbei,

    ... und da bin ich mir nicht ganz so sicher.

    Ich mir schon. Liegt halt immer am Verhältnis zueinander...


    Da kann ich mir beim Benehmen vieler anderer Imkern gegenüber den Ackerbauern allerdings auch ganz gut vorstellen, dass da die Schadenfreude überwiegen würde, statt einzuschreiten.

    Naja, die Imker hier im Dorf kennen mich auch so ganz gut.

    Ob ich Imker irgendwo aus dem Kreis an meinen Ständen will...? ...nicht das das zu Mißverständnissen mit schrecklicher Eskalation führt, wenn ich gerade zur Heckenpflege mit der Machete um die Ecke komme...


    Viel öfter kommen sicher die hiesigen Landwirte und Jäger (an meinen eher abseits gelegenen Ständen) vorbei, die mich auch alle kennen (und mit denen ich sehr gut auskomme) und da entsprechend ein Auge drauf haben.

    Die Frage ist eben, was blüht da aus.


    Beemaxs Erklärung finde ich schon plausibel.
    Können ja nur das (die) Calcium(ionen/anionnen???), also der "Kalk" aus dem Wasser sein.
    Ich bin kein Chemiker, aber das Problem sollte jedem halbwegs fachkundigen Anwender von PSM bekannt sein. Ein Grund weshalb bei bestimmten PSM Regenwasser, statt zu hartem Leitungswasser genutzt werden sollte. Alternativ Wasser vorher ansäuern, um das durch die Säure bedingte Ausfällen zu verhindern, bzw. vorwegzunehmen, damit dazu nicht die Wirkstoffe im PSM herhalten müssen. Ich gehe stark davon aus, dass Dein Test daher nicht nur mit weichem Wasser, sondern auch mit vorher angesäuertem Wasser nicht funktioniert. Was die These stützen würde.
    Wie genau das chemisch abläuft, kann ich mit meinen Anwenderkenntnissen auch nicht darstellen. Aber evtl. sollte hier mal ein Chemiker in die Richtung weiterdenken...??? Ich denke das ist ein sehr guter Ansatz. Immerhin schonmal eine Art Schnelltest, der zwar nicht sagen kann, ob das Wachs wirklich o.k. ist, aber doch schon das eine oder andere Panschwachs entdecken könnte.:daumen: