Beiträge von Beekloppter

    Trotz oder vielleicht gerade wegen des warmen und trockenen Wetters steht der Raps bei uns richtig gut da.

    So sieht das Feld aus, das direkt an meine Völker angrenzt.


    Überwachsen ist auch nicht gut.

    Die wegfrierenden Blätter sind nicht das Thema.

    Wenn sich der Vegetationskegel aber vom Boden abhebt friert der auch leichter ab. Dann treibt da im Frühjahr nix mehr aus.

    Läßt sich aber so auf dem Bild nicht gut beurteilen.


    Winterhärte

    Hier wurden recht viele Wiesen umgebrochen, kurz bevor das Umbruchverbot kam. Ohne Umbruchverbot wären das heute wohl noch Wiesen. Die gehen aufs Konto der Umweltverschlimmbesserer. Das waren früher aus gutem Grund Wiesen, aber einen höheren Glyphosateinsatz erkenne ich da nicht. Schon gar nicht wenn aufgrund der Bedingungen ohnehin sehr intensive Bodenbearbeitung betrieben wird.


    Was Du da beschreibst ist sicher auch nicht die Regel. Ausnahmen gibt es immer in alle Richtungen, aber gerade Mais ist schon an sich die mit Abstand am wenigsten PSM-intensive Standartkultur. Noch dazu kann er auch den Herbizideinsatz im Rest der Fruchtfolge reduzieren. Hätte ich nicht Angst um meine Bodenstrucktur bei nassen Bedingungen zur Ernte mit entsprechend schwerem Gerät, würde ich den gern in meine Fruchtfolge integrieren...

    Grünland hat etwa das doppelte an Humus wie „normaler“ Ackerboden. Genau da müsste man hin. Da wäre man dann aber wirklich bei Notill.

    Dass Grünland weniger wurde und etwa 20 % (von den „Qualitätsmedien“ und Schreihälsen die zuerst nach Biogas geschrieen und das ganze jetzt gern als Vermaisung bezeichnen) der deutschen Ackerfläche mit Mais bestellt werden, ist ein rein politisches Phänomen und hat nix mit Glyphosat zu tun.


    Bodenverdichtung darf man nicht mit kompakt lagernden Böden verwechseln. Letzteres hat mir in diesem trockenen Jahr gut 1 to/ha mehr Weizen gebracht als meine tiefer bearbeiteten.

    In den Boden geht der Spaten nur richtig schwer rein. Beim Aufbrechen kommt aber eine wunderbar krümelige und mit Kapillaren durchsetze Erde zum Vorschein. Auf meinen tiefer bearbeiteten Flächen bin ich da noch lange nicht so weit. Hab für mein bisschen Hobbyackerbau leider nicht die richtige Technik. Ändere das aber gerade, nachdem ich von meiner seit 8 Jahren nur noch ganz flach bearbeiteten (auch nicht tief gegrubberten) „Versuchsfläche“ doch sehr begeistert bin.

    Bodenverdichtungen mit Pflug oder Tiefenlockerer zu bekämpfen ist auch nur den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben. Da läuft was anderes schief. Ich verzichte z.b. auf Mais um meinen Boden bei nasser Ernte nicht zu Klump gefahren zu bekommen.

    Mit Glyphosat hat das alles aber auch nix zu tun.


    Das man Betriebsmittel falsch einsetzen kann, haben Maschinen und PSM aber natürlich/ schon gemeinsam...

    Winden mit Glyphosat zu bekämpfen ist zwar nicht ganz so hohl wie der Einsatz zur Sikkation von Kartoffeln, aber da sind Wuchsstoffe dann doch die bessere Wahl.


    Auch wenn die „Qualitätsmedien“ ständig propagieren, dass Glyphosat alles killen würde, ist das leider längst nicht so...

    auch wenn notill für das Bodenleben ideal wäre, rede ich ja „nur“ von Minimalbodenbearbeitung. Aber auch da liegen Welten zu intensiv (mit oder ohne Pflug - wobei wendend der Overkill ist) zwischen. Und das sieht man in der Praxis dann schon öfter als Notill, das halt doch wieder ander ackerbauliche Probleme mit sich bringt. Ist halt auch nicht alles nur schwarz oder weiß...


    Und bitte nicht Dauerhumus und Nährhumus durcheinander schmeißen!

    Mag sein dass man im Labor negative Auswirkungen vom Glyphosat auf das Bodenleben erahnen kann, aber schau Dir das mal in der Praxis selbst an.

    Einfach mal nen Spaten nehmen und in nen minimal bearbeiteten Boden, auf dem entsprechend Glyphosat eingesetzt wurde, ein paar Stiche machen.

    Danach das gleiche bei intensiv bearbeitetem (Bio)Boden.

    Aber kannst ja vorab schon mal raten wo das Leben tobt und welcher tot ist...

    ... Dann braucht man mehr Kraftstoff, ...

    Nein, das ist nur die Spitze des Eisbergs.

    Bemüh mal Tante Kuhgeel wieviel CO2 in gesundem, minimal bis garnicht bearbeiteten Boden im Humus/Bodenleben gebunden wird und wieviel davon durch Intensive Bodenbearbeitung zerstört/freigesetzt wird...

    Da sind die Zahlen mit denen die Politik so auf Wählerfang geht ein Witz gegen.

    Ist dem geBILDeten Protestbürgern aber wohl zu kompliziert...

    Da Bayer aber auch nicht gerade ein Hinterhoflabor ist, frage ich mich, ob sie nicht irgend eine andere "Wunderwaffe" in der Pipeline haben.

    da brauch es keine Wunderwaffe.

    Ohne Glyphosat wird der Absatz selektiver Alternativen in der Kultur statt davor/danach steigen.

    Damit läßt sich mehr verdienen als mit dem Glyphosat, das längs ohne Patentschutz ist und von jedem Billigheimer nachgebaut wird.

    Den Preis zahlt letztenendes der ideologisch verblendete Verbraucher.

    Doof aber glücklich halt...

    Du wieder mit Deiner kätzerischen Sachlichkeit..., das wäre den Schreihälsen doch garnicht aufgefallen...;)


    Ja, Deiquat ist schon älter. Bin aber froh das ich das Zeug NOCH nicht brauchte...