Beiträge von Queen_Bee

    Liebe Forengemeinde,


    ich bin jetzt in meinem zweiten Jahr als Jungimkerin und habe gestern bei der Durchsicht der Völker auf dem Boden seltsame "Körner" gefunden, die ich nicht einordnen konnte. Sie waren grau-weiß gefärbt, härter und trocken. Insofern entstand der erste Eindruck, dass die Bienen irgendwie Saatgut in den Stock gebracht haben. Was mich schon stutzig machte - warum sollten sie sowas tun?

    Nach der Lektüre daheim komme ich zu dem Schluss, dass es sich um Kalkbrut handelt. Ich werde gleich nochmal an die Stöcke gehen, ein Bild davon machen und es dann hier einfügen.


    Nun werde ich den Boden des Stockes abkehren und die dort befindlichen "Mumien" so entfernen. Weiter sehe ich, ob ich Brutwaben finde in denen es klappert oder ich die Mumien bereits sehe. Bei mehr als 15 % sollen diese Waben dann entfernt und verbrannt werden. So las ich zumindest. Ausserdem sei das Werkzeug zu desinfizieren, um die Pilzsporen zu vernichten. Mit dem Volk soll kein Ableger gebildet werden, um den mangelnden Putztrieb nicht weiter zu vererben. Soweit alles richtig? Gibt es weitere Maßnahmen, die ich ergreifen sollte?


    Ich imkere in einem Imkerhaus. Es stehen in Reih und Glied zwanzig Völker. Wir nutzen alte Trogbeuten. Mein Imkerpate, der mit mir an diesem Stand ist und dem die meisten Bienen dort gehören ist sehr erfahren (imkert seit über 60 Jahren), hat aber offenbar die Kalkbrut noch nie gehabt und gestern auch nicht erkannt. Nun mache ich mir meine Gedanken, inwiefern die Pilzsporen die anderen Völker, die ja doch recht nah beieinander stehen infizieren könnten.


    Die Überwinterung war bei uns sehr unterschiedlich. Von starken Völkern bei denen wir schon Aufsätze drauf haben und Drohnenrahmen ausschneiden konnten bis zu wirklich schwachen, kleinen Völkern ist alles dabei. Gerade die schwachen Völker machen mir natürlich jetzt umso mehr Gedanken, als das ich meine, hier noch eine Krankheit am Stand gefunden zu haben.


    Danke für eure Hilfe!