Beiträge von Queen_Bee

    Vielleicht noch etwas zum Thema "leistungsfähig". Also bei der aktuellen Wetterlage kann ich alle zwei Stunden neue Waben reinlegen. In dem einen Schmelzer 2, im anderen 4.


    Ich hatte auch heuer einen Aufsatz für einen Schmelzer gekauft um gleich auf einmal mehr Waben zu schmelzen. Diese lagen dann nicht auf dem Blech sondern wurden mittels einer Halterung hochkant zum Blech aufgehängt. Aber das hat leider überhaupt nicht funktioniert. Alle Waben wurden bei ca. 30 Grad Aussentemperatur zwar "angeschmolzen" aber nicht wirklich durchgeschmolzen. Selbst eine Wabe die nur aus einer teils zerbrochenen Mittelwand bestand hing der Wachs noch am Rahmenboden. Und das nach zwei Tagen. Also wieder runter damit und täglich zwei, drei mal zum Bienenhaus um zu wechseln.

    Die sind durchaus daran interessiert. Meine Sonnenwachsschmelzer stehen am Bienenhaus. Da fliegen immer einige Bienen drum herum. Setzt man die Deckel nicht dicht auf, dann hat man sie drin. Und ist einmal die richtige rein und wieder raus gekommen, dann hat man Theater.


    Ausserdem ziehen sie Wespen an. Das ist im August immer mein größtes Problem. Die Wespen sind irgendwie findiger oder körperlich besser in der Lage. Jedenfalls kommen sie durch den noch so kleinsten Spalt. Im Schleuderraum habe ich nur Bienen wenn ich die Tür öffne. Wespen finden derzeit immer ihren Weg rein. Das sicher pro Tag an die Hundert, die dann nicht mehr raus finden. Gleiches mit dem Sonnenwachsschmelzer. Auch da sind irgendwie immer Wespen drin.


    Man muss sehr aufpassen, dass das keine größere Kleckerei wird. Sonst zieht man sich ganz schnell ganz viele Bienen an die Schmelzer. Aber meine bisher einzige "gewaltige" Räuberei hatte ich selbst verschuldet und die war nicht im Zusammenhang mit dem Wachsschmelzer. Wenn der dicht ist, dann geben sie eben auch schnell wieder auf. So zumindest hier :)

    Ich behandle die Völker nicht anders als vor der Allergie. Meine Betriebsweise hielt ich damals für richtig und das hat sich ja durch die Allergie nicht verändert. Sollte ich die Völker nicht mehr so führen können, wie ich es für richtig halte sondern müsste ich durch die Allergie etwas tun, was ich für Nachteilig für das Bienenvolk halten würde, dann wäre dies in meinen Augen ein starkes Argument für das aufhören.


    Ich schaue heute nicht weniger in die Völker als früher oder weniger gründlich. Dafür habe ich ja den Schutz :)

    Das mit dem Autofahren hinkt allerdings. Das Auto oder allgemein die Teilnahme am Transportwesen ist eben oftmals nötig um das Leben zu finanzieren. Um Lebensmittel einzukaufen oder aus sonstigem wichtigen Grund von A nach B zu gelangen. Es ist kein Hobby. Ohne das Auto wäre ich hier auf dem Lande ziemlich aufgeschmissen.


    Zu Imkern ist für die meisten Leute eben Hobby. Ich könnte darauf verzichten und habe die meiste Zeit meines Lebens darauf verzichtet. Ich würde bei einer Aufgabe des Hobbys viel Spaß verlieren. Das war es dann aber auch.


    Ich fahre Motorrad. Da würde ich deinen Vergleich allerdings als angemessen betrachten :)


    Das Leben ist eben gefährlich und endet meist mit dem Ableben. Für mich kommt trotz hochgradiger Allergie die Aufgabe der Imkerei derzeit nicht in Frage. Ich fühle mich mit Anzug, Medikamenten und Rettungssystem gut aufgehoben und habe im Rahmen einer persönlichen Risikobewertung diese Entscheidung so getroffen. Das ist subjektiv und jede andere Entscheidung ebenso vertretbar und richtig.

    Das mit der Bequemlichkeit kann ich gut nachvollziehen. Auch wenn der Anzug in einer Minute an ist, so nervt es doch ein wenig. Wenn ich allerdings die Wahl habe zwischen der nervigen Minute oder der Aufgabe des Hobbies, dann fällt zumindest mir die Wahl leicht :)

    Bis dahin Stichvermeidung mit Vollschutz.

    Gibt es überhaupt einen stichfesten Schutzanzug??

    Mich stechen die Bienen durch die Imkerjacke und das Hemd darunter.

    Ich behaupte ja, seitdem ich meinen Anzug habe bin ich nicht mehr gestochen worden. Dies nun seit über zwei Jahren.


    Die üblichen Jacken und Hosen sind auch bei mir früher durchaus durchstochen worden. Der aktuelle Anzug besteht aus mehreren Schichten. Der Stachel ist dann dafür einfach wohl nicht lang genug.

    Ich schmelze das Wachs zunächst immer mit etwas Wasser ein, dann siebe ich es (z.B. durch eine Feinstrumpfhose) in einen Eimer. Diese Flüssigkeit lasse ich dann langsam erkalten (ich isoliere den Eimer, damit das erkalten langsamer geht und sich Wachs und dreckige Schwebeteilchen besser trennen können). Dann hast du nach einiger Zeit einen Wachsblock und darunter etwas dreckiges Wasser. Vom Wachsblock kann man dann gut den Restdreck abkratzen.


    Will ich es ganz rein haben, dann wiederhole ich diesen Vorgang und füge noch etwas Zitronensäure hinzu.


    So verfahre ich auch mit den alten Futterwaben oder von Wachsmotten befallenen Waben. Es kommt doch immer noch etwas Wachs dabei heraus. Mit alten Futterwaben ist es natürlich etwas mehr Dreck, da das alte Futter entsorgt werden will und eine klebrige Angelegenheit ist.

    Ja, du solltest das wirklich abklären lassen. Ich habe bei der Verschlimmerung zunächst nicht reagiert und das Umfeld (Imkerpate/Verein) hat mir da auch so angerechnet. Über Stiche und ihre Folgen jammert man nicht, jeder Stich ist fünf Euro wert, mit der Zeit verschwindet die Reaktion bei jedem Imker usw.


    Aber so ist es eben nicht. Bei manchen verschlechtert es sich und manchmal ist dann der letzte Stich der eine Stich zu viel. Ich konnte nicht mehr von alleine ins Krankenhaus gehen. Innerhalb von maximal 15 Minuten stellten sich bei mir gravierende Symptome ein und ohne Notarzt hätte ich es nicht überlebt. Der Stich davor war natürlich nicht im Ansatz mit derartigen Komplikationen verbunden, sonst hätte ich auch etwas unternommen :) Damit will ich sagen, dass es manchmal Schrittchen für Schrittchen schlimmer wird und manchmal ein riesiger Sprung hin zu lebensbedrohlichen Reaktionen eintreten kann.


    Mit einem Test hast du einfach eine Ahnung, ob es wirklich das Bienengift war und ob du nun aufhörst, dich schützt, eine Hyposensibilisierung angehst usw. Ausserdem bekommst du bei deinem Arzt die notwendigen Notfallmedikamente. Die meistens sogar noch vor dem Test. Zumindest den Pen bekam ich gleich. Nach dem Test in der Klinik dann noch zwei weitere Medikamente.

    Diverse Stiche vorher ohne gleich eine starke Reaktion zu zeigen sind nicht unüblich. Ich wurde in den fünf Jahren Imkerei auch immer mal wieder gestochen. So im Rückblick wurden die Symptome immer schlimmer. Erst war es eine kleine juckende Stelle, dann schwoll die Stelle stark an. Dann ging es los mit systemischen "kleinen" Reaktionen wie Nase laufen nach einem Stich oder Hustenreiz. Und dann kam mit einem Schlag das volle Programm mit Notarzt.


    Die Jahre zuvor sind also kein Ausschlusskriterium.

    Nun, das kann jetzt nichts und alles sein. Bei meiner Anaphylaxie damals fing es auch mit Juckreiz an. Der war allerdings am ganzen Körper und einige Minuten später dann nicht mehr mein größtes Problem.


    Allgemein würde ich - bei Reaktionen auf Stiche die nicht nur lokal im Stichbereich begrenzt auftreten - einen Allergietest machen.

    Jaja...jeder Räuberei geht eine Eselei....


    Letztes Jahr war ich ebenfalls so schlau. Schön geschleudert, die abgeschleuderten Waben ordentlich in den Schrank und dann gegangen. Abends zum Füttern wieder ins Bienenhaus gekommen und gesehen, dass ich die Tür vom Wabenschrank nicht geschlossen hatte. Tausende von Bienen im Bienenhaus. So ein Theater...


    Das zog sich dann über Wochen! hin, weil der Kampf um den undichten Wabenschrank zwischen ihnen und mir entbrannte. Jede noch so kleine Lücke wurde da gesucht und gefunden. Wäre ich mal so schlau gewesen und auch auf so eine Öl-/Essigidee gekommen. Das hätte vielleicht mehr geholfen.


    Kurzum - der Fehler passiert mir nicht nochmal ;) Über Wochen konnte ich nur im Anzug in das Haus.