Beiträge von robirot

    Umweiseln kannst Du auch bequem vier Wochen später. Dann siehst Du auch perfekt am neuen Brutnest, ob es nötig ist.

    Moment, dann suche ich vier Wochen später alle Königinnen erneut, setzt gleichzeitig bei den Zweizargern die zweite Zarge Mittelwände auf und Fütter nach.
    Dann brauche ich aber auch Königinnen die schon voll Ausgebildet sind oder muss per Zweitschlupfzelle zusetzen.


    Ne im Notfall alle Bienen in nen Weissen Eimer, oder aber Sieben, das ist Wesentlich schneller.

    Wozu die Königin suchen? Abklopfen, MW, Futter, nach ein paar Tagen Dampf oder Sprühen... Ist doch fix gemacht. Material brauchst Du eh für die Ableger, die Du aus den Brutscheunen bildest. Echte Raketenwissenschaft. Überzählige Ableger verkauft man im Frühjahr an die Spezialisten.

    Weils schwer wird Umzuweiseln wenn die Altkönigin drinnen bleibt. Wenn man die drinnen lässt, dann reicht es natürlich die Waben alle in die Beute zurückzufegen.

    Bei 40 Völkern ist die totale Brutentnahme für mich kein Thema... ist vom Material- und Arbeitsaufwand nicht drin:huh:.

    Guck dir mal das Apinaut System an, damit kann man den Vorgang gut beschleunigen. Einige Königinnen reagieren auch gut auf Abfangkäfige, dafür brauchst du aber eine Altkönigin die eh abgedrückt wird. oder aber klassisch mit Flügelschnitt. Aus Imkersicht machen die drei Methoden in abfallender Reihenfolge weniger Arbeit bzw. das ganze Bequemer.

    Mit Verlaub, aber für mich klingt das nach massiver Überbehandlung.

    Kunstschwärme mit Oxalsäure behandeln, das sollte reichen. Da brauchts keine AS mehr.

    Dachte ich zuerst auch, aber leider ist das bei Schwärmen vom Mai und anfang Juni ehr nicht der Fall die Brüten leider doch ne ganze Menge Varoen aus. ALV alleine ist da so ne Sache.
    Im September die AS, ist leider nötig geworden da, wir in den letzten Jahren erst im Dezember, teilweise sogar erst im August brutfrei werden.

    Manchmal lächelt einen da schon fast das Apitraz an.

    Auf die Gefahr hin jetzt als Ketzer zu gelten, ja Voramanagement ist heute einer der größten Teile des Imkerns geworden, meiner Erfahrung nach ist aber der wichtigste Teil hierbei die Verwendung die Festlegung einer eindeutigen Strategie und diese dann auch Durchzuziehen.


    Mehrfaches bedampfen ist definitiv eine Möglichkeit, aber wie bekannt auch Problematisch, da man die Wirksamkeit nicht genau beziffern kann (es sei den man ist Brutfrei).


    Ich für meinen Teil bin jetzt dazu übergegangen alle Völker nach einem Jahr aufzulösen und als Flugling umzuweiseln. Keine Brutableger mehr, sondern nur noch Kunstschwärme.


    Brutfrei wird alles mit OS eingesprüht und im Jahr 0, bekommen alle Kunstschwärme von vor Juli ein Schwammtuch mit AS (Feuchtes Schwammtuch um die Königinnen zu entlasten). Da hat man dann etwa 45% AS. Das reicht um die Phoretischen Milben fallen zu lassen. Danach wird 1x mit ALV behandelt.
    Im September dann AS im Nassenheider eine halbe Füllung. Das reicht.
    Vorziehen würde ich allerdings die Combi von OS in Glycerin im Papiertuch. Gibt bessere Ergebnisse und den Völkern geht es besser. Kann man aber leider nur bei Völkern machen die nicht für die Honigproduktion eingesetzt werden.


    Im ersten Jahr werden die Völker dann aufgelöst und die Brutwaben auf ein Altvolk über ASG aufgesetzt (aus 6 mach ein). Die Brutscheunen werden dann mit AS behandelt und die Überschüssigen Bienen zu Kunstschwärmen verarbeitet. Die im Weiselrichtigen Volk verbleibenden Brutwaben kann man nur noch Einschmelzen.

    Richtig, und alles im gleichen Maß. Bei ca. 20 Völkern auf drei Standorte verteilt kommen da dann jedes Wochenende je nach Tracht ca. 20- 50 Kg zusammen, um die ich mich alleine kümmern darf, wie das Eichhörnchen... :)

    Also rechnen wir mal 360 kg im Durchschnitt, bei 12 Ernten also 360 vll 400 kg. Was für ne Arbeit, Das habe ich dieses Jahr bei der halben Völkerzahl nach dem Raps schon geschleudert gehabt (gut die ersten Königinnen waren aber auch schon nachm Raps mehr oder minder Futsch).

    Ich kann getrosst sagen, ich habe jetzt so ziemlich alle der gängigen Systeme durch.
    Meine Empfehlung bleibt ganz eindeutig das man sich zuerst klar macht, das eine moderne Imkerei in Deutschland definitiv nicht mehr um die Verjüngung durch den Zukauf von Königinnen herumkommt und um ein eindeutiges Konzept, welches man auch durchziehen muss. Eine rumgespiele mit den Bienen ist leider dem Bien eher Abträglich, auch wenn wir heute meist Kuschelbienen haben, zum Kuscheln sind sie die falsche Tierart.

    Das Vorweg, wenn man sich das klar gemacht hat, gibt es zwei Rähmchenarten zwischen denen man sich entscheiden sollte:
    1 DN-Familie
    2 Langstroth-Familie


    Fällt die Wahl auf die DN Familie, dann empfehle ich jedem Anfänger ganz eindeutig die Segeberger Beute und die Kombination aus DN 1,5 und Halb- oder Flachzargen als Honigräume.
    Lasst euch blos nicht von altimkern einreden das ein durchgängiges Wabenmass viele Vorteile bringt und das man Waben von unten nach oben Tauschen kann (das machen Ordentlich gezüchtete Bienern heute selber so gut), bzw. der alte HR einfach zum neuem BR werden kann. Das braucht man einfach nicht. Wenn man frische Waben braucht, tauscht einfach alle Waben gegen Mittelwände aus.

    Außerdem muss man ganz eindeutig sagen, dass 22 Waben DN doch schon eher zu groß ist.

    Im DN 1,5 in der Segeberger kann man sich durchaus auch überlegen das man die hinteren zwei Waben durch eine Permanente Futtertasche (also mit Deckel und Steigrohr) ersetz.

    Dazu kommt noch der Fakt das Flach und Halbzargen euren Rücken immens entlasten, achtet darauf, nieman will sein Hobby aufgeben müssen, da der Rücken nicht mitmacht und die Schmerzen sind auch alles andere als Toll.


    Warum empfehle ich eindeutig die Segeberger? Sie ist einfach die am weitesten entwickelte Beute für DN und seit 40 Jahren darauf optimiert worden und hat einen unglaublichen Wiederverkaufswert. Wer sie nutzt, sollte sie definitiv im Warmbau verwenden, da die Trennung zwischen Futter, Brut und Pollen, definitiv besser ist, des Weiteren, ist die Honigstapelung wesentlich besser, da man fast immer volle Waben, gefolgt von ein zwei Halbvollen und dann leere Waben. Im Kaltbau hat man es sehr sehr oft, das der Letzte Honigraum auf 8-9 Waben angetragen wurde und der Honig nur auf der Flugseite der Waben gelagert wird.


    Ein weiterer Vorteil von DN 1.5 oder DD ist das, dass Volk wesentlich Flacher und so besser zu transportieren ist, als ein Zweizarger.


    Wenn man aber unbedingt Holz haben will, würde ich definitv von DN abraten.


    Die Alternative dazu ist dann die Langstroth Familie, am weitesten Verbreitet dabie in D, ist das Dadant System, aber auch Langstroth oder Langstroth-Ilinois (Flachzarge) sind durchaus interessant.

    Dadant eindeutiger Vorteil, es ist ein verhältnissmäßig flacher Brutraum, mit 10 Waben auch in einer ausreichenden Größe (ich kann mich mit den 12 Waben DD nicht wirklich anfreunden, die sind mir zu Groß und zu Schwer), Erfordert definitiv die Benutzung von Halb oder Flachzargern (Langstroth 141 oder 159 mm). Eigentlich die selben Vorteile wie DN 1,5, funktioniert in Holz besser als DN, da die Frühjahrsentwicklung auf der breiteren Wabe, tasächlich besser ist (jedenfalls hier im Norden, wo wir doch eine sehr lange Phase haben, in der die Brut wieder beginnt, aber es noch sehr kalt ist, dies mag anders sein in Gegenden wo man schnellere Temperaturumstellungen hat).


    Dann bleibt da noch die Betriebsweise mit dem Langstrothmaß selber. Das Rähmchen ist einen Tick größer als Zander, jedoch fast gleich.
    Warum kein Zander? Für Langstroth gibt es einfach besseres und durchdachteres Zubehör zu kaufen und wesentlich mehr Erfahrungsberichte was sich lohnt und was nicht.



    Langstroth funktioniert auch einzargig mit 10 Waben, ist dann aber eher auf der kleinen Seite, da ist DD komfortabler. wenn Langstroth dann Rate ich zum 8 Waben zweizarger. Der ist immernoch eher leicht zu groß aber noch im Rahmen und die Zargen haben ein gutes Gewicht. Als Honigraum dann aber vorzugsweise Illinois (Flachzargen, 159 mm) nehmen.


    Das 10 Waben Langstrothsystem ist aber auch sehr interessant, wenn man im Brutraum Flachzargen haben möchte, dann kann man sehr gut zwei Flachzargen als Brutraum nehmen.


    Wie man sieht, das wichtigste ist es sich von Vornherein einen guten Plan zu machen und diesen dann auch durchzuziehen. Lesst vorher ein wenig und überlegt euch, was ihr Ausprobieren möchtet. Probiert zwei drei Systeme aus und dann entscheidet euch fest wie ihr die Imkerei in den nächsten Jahren aufbauen wollt.

    Die Information der ZSVR geht klar von den einkommenssteuerlichen Verhältnissen aus, ist also bezogen auf die Person des Imkers. Vereinsmitgliedschaft und Familienhaushalt sind keine Kriterien. Wenn der Imker seine Bienenvölker auf verschiedene Familienmitgliederr aufteilt, sollte er das ganz streng und exakt wie mit fremden Erwerbern tun und auch im laufenden Betrieb so handhaben, sonst gibt es ganz fix Schwierigkeiten. WFLP hat in seiner PDF zur Besteuerung von Imkereien entscheidende Hinweise zur betrieblichen Trennung von mehreren Imkereien bei Familienangehörigen gegeben (#53):

    Steuernummer auf Rechnung ja/nein?

    Ein Haushalt mit zwei Imkern ist Steuerrechtlich eine Imkerei es ei den es liegen nachweisbar zwei getrente Imkereien vor! Benutzt ihr die selbe Schleuder, Auto oder Lagerräume ist das weider eine, selbst wenn es nur teilweise Überschneidungen gibt.

    Also so nach dem Motto einer macht nur Königinnen der andere den Honig und jeder hat 30/70 Völker, geht nicht.

    Aber ehrlich gesagt finde ich es lustig, dass Du Dir darüber Gedanken machst wenn Du eh planst auf Dadant umzusteigen. Wer kauft denn jetzt noch HRs wenn er eh das System wechseln will?


    M.

    Jemand der z.B. mit einem System angefangen hat, und Aufgrund des vorhandenen Materials was man sich halt zu beginn besorgt bzw. lokal gebraucht günstig bekommt, nur langsam Umstellen kann aber so viele Völker hat das die HR's nicht reichen.

    Die Situation habe ich z.Z. mit gerade fast 50 Völkern und dem im letzten Jahr getroffenen Entschluss auf LS umzusteigen. Dazu kam z.B. ich letztes Jahr fast 40 Böden geschenkt bekommen habe und einiges gebraucht kaufen konnte. So das ich hoffe nächstes Jahr 20-30 Völker umgestellt zu haben.
    Der Vorteil an den Segebergern ist aber eindeutig das man zumindest ie DN 1,0 sofort wieder für einen guten Preis loswird.


    Aber die Honigräume in DN 1,0 sind defintiv zu schwer, so ein Honigraum bringt wenn er Voll ist, fast 40 kg auf die Wage, das zu Handeln führt langfristig nur zu Problemen. Ich habe einiges an Halbzargen, die gefallen mir sehr gut. Aber als Standard benutze ich vor allem Flachzargen, da sie wesentlich besser zu Händeln sind als ganze Zargen und das Verhältniss Holz/Honig besser ist. Des Weiteren habe ich aber auch keine Kunstoffmittelwände für Halbzargen gefunden.


    Allerdings steht bei mir Hebetechnik auch ganz oben auf der Liste der Anschaffungen und wird aller Vorraussicht nach zu Beginn der nächsten Saison kommen.

    Würde ich diese nicht Anschaffen und die Imkerei als reines Hobby betreiben, würde ich definitiv Halbzargen nehmen. Da mir das ewige geschleppe zu viel wäre.


    Meine Erfahrung ist, alles ab 3 Waben Überwintert, 5+ Waben sollte man aber schon anstreben, da diese Völker einfach die höhere Chance haben gute Völker zu werden.
    Die kleineren brauchen im Frühjahr meist ein bischen Starthilfe, macht Arbeit.

    Auch, aber nicht nur, es liegt vor allem auch an der Genetik. Darüber hinaus ist richtig das im Naturbau die Zellgrößen auch vom Verwendungszweck und von der Lage der Zelle in der Wabe abhängt. Dazu wurde in den letzten 200 Jahren sehr viel nachgemessen und dokumentiert.

    Beachte bitte auch das Zellgrößen von 5,4 oder größer bei unseren mitteeuropäischen Honigbienen nicht natürlich sind/waren und vor ca. 100 Jahren vergrößert wurden - auch dazu gibt es Berichte...

    Bitte nochmal Ordentlich nachlesen, die Dokumentation ist wesentlich besser als du hier darstellt. 5,4 mm ist eher der Durchschnitt der Zellen. es wurden auch größer und kleiner Gefunden. Je nach Lage auf der Wabe, Wabenabstand und vor allem Jahreszeit der Errichtung.