Beiträge von Resl

    So hab' ich's gemacht :). Mit 2 Gläsern Raps den restlichen Frühlings-/Sommer-Mischhonig geimpft und er ist prima geworden. Vielen Dank.
    Inzwischen habe ich mich auch zu zwei Dritteln durch die Melezitose-Ernte gequält und werde ihr morgen "den Rest geben". Also in die Sonne hängen, von jeder Seite zwei Mal schleudern und dann die Waben klein schneiden und durch die Obstpresse jagen. Das ist zwar nicht komfortabel, aber es klappt!

    Jetzt häng ich mich hier mal dran. Eigentlich wollte ich nächste Woche die Völker mit dem Nassenheider behandeln. Bei einem Blick auf die angesagte Hitzewelle ab Mitte nächster Woche bin ich versucht, die Nassenheider schon heute drauf zu packen. Dann ist bis Mitte/Ende nächster Woche schon das Meiste "erledigt". Und wenn es dann mit der Hitze zu schlimm wird, mach ich tagsüber doe Flaschen zu und abends wieder auf. Weil wer weiß, wie lange die Hitze anhält, wenn es erst mal wieder richtig loslegt! Ist der Plan ok, oder würdet ihr die nächste gemäßigte Wetterlage abwarten?

    So, nach meinem Gejammer über meine 17 Honigräume Zementhonig hier das vorläufige Resultat: Gestern habe ich ca. zwei Drittel der Waben (danach war ich nicht mehr fähig, weiter zu machen) zuerst zwei Mal von jeder Seite geschleudert (Zimmer auf 28 Grad geheizt) und dann die, bei denen immer noch 80 Prozent in den Waben war, durch die Obstpresse gedreht. Bisher hielt ich mich ja nicht für schwächlich, aber das war schon eine Plackerei. Jetzt habe ich 70 Kilo frisch gepresste Melezitose und keine Lust, die restlichen 6 Honigräume noch in Angriff zu nehmen. Vielleicht in ein paar Tagen, wenn ich mich wieder bewegen kann ;)!

    Mit was für einer Presse arbeite ich denn da am besten? Ich habe rundum gefragt, einen Deckelwachsschmelzer hat nur einer und der nimmt keine "Schmelzaufträge" entgegen. Es sollte halt so günstig wir möglich sein.... für größere Investitionen ist gerade die falsche Zeit.

    Oh man das gibt ne Menge Presshonig und im Winter viel Arbeit mit dem Einlöten.

    Ich wünsch dir viel Kraft und Ausdauer.

    Ok, ich geb's zu: Ich weiß nicht, wie man ihn pressen kann?!?
    Ich habe gerade übers Aufbewahren über den Winter und nochmals durcharbeiten lassen im Frühling nachgelesen …

    Hm, bei mir war das Honigjahr mies. Im Frühling 12 Kilo Frühtracht pro Volk. Und heute 17 Honigräume abgenommen, die sich nicht schleudern lassen. Eher matschen die Waben durch die Halterung der Schleuder. Ich könnte grade weinen. Der Honig schmeckt genial und ich komm nicht ran....

    Also mal ganz ehrlich:

    50 - 60 kg habe ich noch nie geerntet... bei mir sind's bei guten Völkern um die 20 - 30 kg.

    Bisher dachte ich immer das wäre gut...:/

    So ist es bei mir auch. Manchmal vermute ich, die Honigerträge wachsen beim Beschreiben, wie die Fische der Angler :). Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich "normale" Völker mit bemühter Versorgung an Standorten ohne richtige Massentracht habe...

    Die Argumentation der Nachbarsimkerin war, dass der Honig ja von der Kristallgröße ideal, nur eben insgesamt zu fest ist.

    Es ist so fest, weil die Kristallgröße nicht ideal ist - die Kristalle sind zu groß. Feincremig bedeutet: kleine Kristalle.

    Ok, ich dachte, Kristalle wären eben kratzig und spürbar - so wie man halt schon mal ein vergessenes Honigrestchen "kratzig" aufs Brot geschmiert hat. Das war dann ein Denkfehler von mir. Weil mein Rapshonig, wenn man ihn mit Gewalt aufs Brot schmiert, eben doch sehr feincremig ist. Nur schwer zu streichen. Wieder was gelernt. Anfänger halt. Ich lern's schon noch :) - hoffe ich.

    Die beste Impfstoff ist natürlich Honig, der selbst möglichst feincremig ist. Zementhonig ist das nicht und wird das auch mit Auftauen und Rühren nicht wieder. Außerdem braucht man zum Impfen nicht so viel Honig, dass man damit fest geworden aufbrauchen würde.


    Bei der Frühtracht gibt es aber eigentlich keine Notwendigkeit zu impfen - außer man hat keine Zeit zu warten.

    Es ist doch eigentlich ganz einfach: Warten, bis der Honig sich eintrübt und dann mit dem Rühren beginnen. Je schneller die Kristallisation voranschreitet, um so öfter rührt man. Bei Frühtracht kann da zweimal am Tag sinnvoll sein, bei Spättrachten vielleicht nur alle drei Tage.

    Es ist wie immer beim Imkern: genau hinschauen und gezielt und dosiert reagieren.

    Hm, ok. Die Argumentation der Nachbarsimkerin war, dass der Honig ja von der Kristallgröße ideal, nur eben insgesamt zu fest ist. Und diese Art der Kristallisation wünschenswert ist, der "normale" Honig aber garantiert nicht so fest aushärtet.
    Aber dann riskiere ich nix, und rühre nur, sobald er trüb wird.
    Ich hätte nur gern ein bisschen Zeit gespart durchs Impfen...

    Hallo! Ich habe dieses Jahr das erste Mal Rapshonig geerntet und das Rühren und Impfen verbockt. Jetzt habe ich Zement im Glas :).
    Eine bekannte Imkerin hat mir jetzt gesagt, dass ich den Zementhonig bei richtiger Anwendung zum Impfen meines "normalen" Honigs verwenden kann: Im warmen Wasserbad unter ständigem Rühren so lange erwärmen, bis er cremig ist und dann auf einen 25 Kilo Abfüll-Eimer 2 Gläser gründlich einrühren und über mehrere Tage weiter rühren.
    Jetzt habe ich irre Angst, dass ich mit der Methode noch mehr Zement produziere!
    Der frisch geerntete Honig (letzten Sonntag) sieht gar nicht nach Frühtracht aus. Er ist verhältnismäßig dunkel und ich habe ein paar Gläser auch flüssig abgefüllt.
    Kann ich das Impfen wie oben beschrieben riskieren oder besorg ich mir von einem Nachbarsimker normalen cremigen Honig zum Impfen? Help!

    Bei mir sieht es ähnlich mies aus. Die schon gut gefüllten Honigräume aus dem April werden wöchentlich leichter und die Mädels machen sich nicht mal die Mühe, etwas zu verdeckeln.... wird ja eh gerade alles leer geschleckt. Eine Frühtracht-Schleuderung brauche ich gar nicht zu machen. Und derzeit ist ja auch keine Tracht in Sicht: Die (wenigen) Robinien sind erfroren und den Linden war es vermutlich wieder zu trocken. Dafür habe ich durch massiven Schwarmtrieb jede Menge Kisten mit zu fütternden Ablegern. Ich hoffe nur, dass die neuen Königinnen die regenfreien Stunden genutzt haben, um Drohnen zu finden. Das Jahr könnte gut noch eine Wendung zum Besseren vertragen!

    Wenn der Zeitpunkt der Anmeldung im Forum, mit dem Beginn deines Imkerlebens zusammenfällt, bist du im dritten Jahr. Da zu denken, man habe alles im Griff, halte ich für sehr optimistisch.

    Ich würde derzeit gar nichts machen und frühestens übernächste Woche wieder reingucken, der ganze Aktionismus bringt doch nichts.

    Es ist mein 4. Jahr, und glaub mir, ich neige nicht zum Größenwahn ;). Es gibt halt Zeiten, da bilde ich mir ganz ganz kurz ein, dieses Jahr mache ich mich nicht so verrückt und eigentlich läuft alles … und in der nächsten Woche ist es wieder wie vorher.
    Ok, ich gucke in zwei Wochen mal rein und mache Bestandsaufnahme und wenn erforderlich eine Weiselprobe.

    Waben abklopfen! Sonst übersieht Du eine :)

    Hab ich gemacht. Aber ich bin so ein Zauderer. Ich muss noch was fragen: In dem Volk, in dem ich den Königin-Ableger am 6.5. gemacht habe, war alles für mich (!) übersichtlich: Die WZ, die ich hatte stehen lassen, ist verdeckelt und ich habe alles nachgeschaffte gebrochen.
    Im anderen Volk die große Unsicherheit. Den Königin-Ableger habe ich am 30.4. gemacht, da war die WZ, die ich habe stehen lassen, verdeckelt. Ich habe leider nicht markiert, wo sie war. Heute gab es dann noch eine Menge kleine WZ, die ich entfernt habe. Ich hoffe jetzt nur, dass wirklich was geschlüpft war und ich jetzt das Volk nicht komplett hoffnungslos entweiselt habe. Warte ich jetzt zwei Wochen und suche dann nach jüngster Brut oder mach ich in ein paar Tagen ne Weiselprobe? Oder trete ich dann alles von vorne los?
    Es gibt Augenblicke, da meine ich, alles im Griff zu haben. Und dann Tage wie heute :(