Beiträge von Night Shadow

    Man sollte bedenken, dass ein totes Volk auch den Tod der Milben nach sich zieht. Somit fallen alle Milben in den verstorbenen Völkern aus. Ausser die wenigen, die durch Kontakt zu anderen Völkern übertragen wurden und daher auf einer Biene saß. Nur bei den Überlebenden Völkern kann sich auch die Milbe wieder vermehren. Das Überleben kann an äußeren Umständen oder der Situation des Volkes (gerade gebildeter Ableger etc.) Oder an einer ausreichenden Behandlung liegen. Dann muss mann auch die Völker vom Nachbarn sehen..... Wenn man von Milbenzucht reden mag.

    Mir ist es egal, ob jemand mit einer Bienengiftallergie imkert. Nur hält sich mein Mitleid bei Schadensfall in Grenzen. Da war dann die Schutzausrüstung falsch? Nein, wenn etwas passiert, ist derjenige selbst schuld. Wir wissen alle, dass gerne mal ne Biene nach dem Umziehen irgendwo sitzen bleiben kann. Und kein Schutz 100% hat. Ich habe beim Stich nur kurz einen Schmerz. Aber der Allergiker riskiert sein Leben. Seine Familie und Freunde bleiben zurück und da ist es sicher ein schöner Trost, dass er seine Leidenschaft bis zum Ende ausleben konnte. Das sagt man auch immer den Rauchern mit Lungenkrebs... aufhören, was einen töten kann. Es ist ja nur die Frage, was einem das Leben wert ist, die Familie oder die Freunde. 😎

    Thanaidh Wie viele Motorradfahrer gibt es? Wie viele Imker? Nicht jeder kann den Motorradführerschein machen. Epilepsie etc. kann dazu führen, dass man die Tauglichkeit verliert. Aufgrund der Eigen und Fremdgefährdung ist keine Fahrtauglichkeit gegeben. Imker brauchen keinen Führerschein, eine Tauglichkeit durch Erkrankungen werden nicht überprüft. Sie gefährden ja in erster Linie nur sich selber und nur indirekt andere, durch Bindung von Rettungsmittel.

    Würdest du wirklich jemanden mit Epilepsie auf ein Motorrad setzen?

    Der behandelnde Arzt kann nur aufklären, bei Bienengiftallergie einen direkten Kontakt mit Bienen vermeiden, da Lebensgefahr besteht. Jemand mit einer Nussallergie sollte auch nicht Nüsse essen. Aber manchmal greift Darwins Gesetz.....

    Mich würde interessieren, ob die Höhe der Luftfeuchtigkeit einen Einfluss auf die Wirksamkeit von Oxalsäure beim sublimieren hat. Im Winter behandeln wir bei eine relativ niedrigen Luftfeuchtigkeit (30-40%). Jetzt herrscht meist eine höhere Luftfeuchtigkeit (70-80%).

    Der DIB hat wohl Krawall bei der Stiftung gemacht, diese ist aber nur die Verwaltung und hat an höherer Stelle verwiesen. Dort kam aber wohl heraus, dass sich der DIB auch an die vorherige Gesetzgebung nicht gehalteten haben könnte. Das wäre ein ziemliches Eigentor vom DiB.

    Ich bin gespannt, wie es dort weiter geht. Ich werde erst auf handfeste Informationen warten.

    Ich habe leider ein abgeschwärmtes Volk. Da ich zu dem Zeitpunkt (Anfang April) keine Königin parat hatte, habe ich die Bienen machen lassen. Heraus kam eine schöne Königin, dachte ich. Sie legt jetzt in der 3 Woche und erst war das Brutnest sehr regelrecht, doch jetzt zeigt sich immer mehr Lücken. Die Bienen haben jetzt mehrere Nachschaffungszellen angelegt und wenn ich jetzt auf die Königin schaue, so erscheint sie mir sehr groß und irgendwie mit geblähtem Hinterleib. Dies beobachte ich zum ersten Mal bei meinen Königinnen. Da die Bienen hier eine Entscheidung getroffen haben, werde ich das Volk umweiseln. Kennt ihr dieses Phänomen und kann man diesem vorbeugen?

    Na ehrlich gesagt, kommt bei mir nur an. Unzufriedenheit mit dem Imkerpaten. Erklärungen und Handlung wurde kritisiert. Wir standen alle nicht an der Beute und waren dabei. Daher kann man nur hoffen, dass die Angaben so passen. Königin ja nein, wird sich auf die eine oder andere Weise klären, so lange frische Brut vorhanden ist. Aber hier wurden Erwartungen nicht erfüllt. Der Imkerpate ist aber kein Kurs, den man bezahlt und wobei man auch Reinfall kann. Sondern jemand der unterstützt.


    Ich bin vorsichtig bei fremden Völkern, wenn man mich um eine Durchsicht bittet. Erst versuche ich, den Wissensstand der Besitzer zuklären und entsprechend dann die Vorbereitungen zutreffen. Aber da sie das Volk pflegen müssen, müssen sie auch ran. Hilfestellungen gebe ich. Aber arbeiten müssen sie. Ich bin nicht bereit, Erwartungen eines Imkerkurses zu erfüllen. Ich werde dafür auch nicht bezahlt.

    Alles Gute

    Wenn ich hier immer von Hunden lese, bekomme ich eine Gänsehaut. Hunde kann man oft kontrollieren, mit wem sie sich vermehren und im Zweifel sogar kastrieren. Das geht bei Bienen nicht. Die verteilen ihr Erbgut über eine gewisse Fläche. Deswegen sind auch die Radien einer Belegstelle eigentlich viel zu klein bemessen, wenn man eine sichere Vererbung möchte. Wenige Drohnenvölker sind sicher auch ein Faktor. Ich, für meinen Teil, müsste immer neue Königinnen kaufen und weite Wege bis zu einer Belegstelle in Kauf nehmen. Daher habe ich mich dazu entschieden, ein paar ReinzuchtKöniginnen zwar zu haben, aber die Wirtschaftsköniginnen sind bei mir deutsche Landrasse, aus den Ambitionen meiner Nachbarn. 😉 ich bewundere, die Arbeit der richtigen Züchter sehr, denn das ist bei Bienen deutlich schwieriger und aufwendiger, als bei Hunden. ☺

    Ich möchte mal einige Anregungen zu dem Thema geben.


    - Gibt es eine Resistenz gegen die Varroa als Parasit? Wie geht ihr Ursprungswirt, die Cerana mit der Varroa um? Oder handelt es sich dort nicht um eine Toleranz?

    Die Cerana hat mehrere Eigenschaften, die die Varroapopulation schwächt.

    1.) Wenig Brut (dadurch wenig Vermehrung)

    2.) Die Varroa kann sich ausschließlich nur in der Drohnenbrut vermehren. Dies kann an dem Zwischenraum zwischen Larve und Zellwand liegen, ist aber noch nicht vollständig geklärt.

    3.) Drohnenbrut, die massiv befallen ist, schafft es nicht, den besonders dicken Wachsdeckel zu öffnen. Dieser Deckel ist dermassen dick, dass ein Zentrales Luftloch vorhanden ist.

    4.) Die Arbeiterinnen räumen eine Zelle mit einer abgestorbenen Drohnenlarve nicht aus, sondern verschließen das zentrale Luftloch, so dass alle enthaltenen Varroen ebenfalls absterben.


    Seht ihr irgendetwas davon bei euren Bienen?


    - Weiterhin gibt es Bienen, die auch eine Toleranz gegen die Varroa aufweisen. Zum Beispiel die afrikanisierte Killerbiene, aber auch die ostafrikanische Hochlandbiene etc.

    Ihre Toleranz beruht auf der Tatsache, dass der Brutzyklus um mehrere Tage verkürzt ist und damit die Varroapopulation nicht ansteigen kann.


    Auch hier gibt es wohl keine Möglichkeit, dies auf unsere Honigbienenrassen direkt zu übertragen.


    Somit welche Toleranz soll unsere Honigbiene gegenüber der Varroa zeigen?


    -Weniger Brut mit löchrigem Brutnest. Ja, das Volk hat weniger Varroen, aber auch weniger Bienen. Ob es damit ein echter Weg zur Varroatoleranz ist, kann man bei der Cerana sehen. Sie musste noch weitere Mechanismen entwickeln, um die Varroa im Zaum zuhalten.


    Die Umwelt allerdings kann eine große Rolle spielen, Winter mit tiefen Temperaturen über einige Monate helfen entscheident. Da jeder Tag ohne Brut weniger Varroen bedeutet. Auch Gegenden mit viel Tracht und damit guter Grundlage für Schwärme, sorgt bei abgeschwärmten Völkern für Brutfreiheit und damit für eine automatische effektive Varroareduktion. Auch Völker, die nur ein minimum an Brut aufgrund von Platzmangel, Futtermangel, Genetik aufweisen, haben weniger ein Varroaproblem.


    Für die Varroa ist unsere Honigbiene das Paradies auf Erden (Viel Brut, viele Bienen... im Grunde Futter und Vermehrung ohne Ende), bis zu dem Punkt, wo es zu viele Varroen im Volk werden und es zum Kollaps kommt. Er kommt prompt und man könnte das mit dem Menschen und seinem Umgang mit der Natur vergleichen. Dann stirbt eine große Anzahl an Varroen ab und nur wenige, die zufällig auf Bienen zu anderen Völkern unterwegs waren, überleben und vermehren sich weiter.


    Eine Selektion der Varroamilbe ist nicht wirklich wahrscheinlich. Da wir nicht mal wissen, wie sie von einer Brutwabe zur nächsten kommt. (Sie wird wohl Bienen dazu nutzen und mitreisen?) Vielleicht braucht die Drohnenbrut viel mehr Futter und daher wird sie häufiger angesteuert und die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass die Milbe da reingeht.

    Vieles ist noch unklar und muss erst noch verstanden werden.


    In diesem Sinne...

    Thanaidh


    Das ist nicht das Gleiche eine Maschine zu kontrollieren, wobei wir nicht potentiell immer mit einem Unfall rechnen würden. Wenn das so wäre, dass Motorradfahren massiv gefährlich wäre, dann gäbe es keine Motorräder. Sie würden keine Zulassung bekommen.



    Ich finde leider, dass viele bei dieser Sache nicht nachdenken und somit blauäugig, manchmal sogar absichtlich sich und andere, besonders andere schädigen, wenn man mit einer bekannten Allergie imkert, geht man hier absichtlich ein Risiko ein, dass eben nicht zu kontrollieren ist. Das einen Einsatz mit Notarzt und RTW auslösen kann. Der dann woanders fehlt. Und es wäre vermeidbar gewesen!


    Bienen sitzen eben auch bei stichfester Kleidung mal beim Ausziehen auf dieser, und fahren mal im Auto mit.... etc.


    Würde man bei einer Erdnussallergie, die meist sehr schwer ist, ebenfalls dazu raten, sich mit Ernüssen zu umgeben? Nein, es wird geraten, sämtliche Lebensmittel kritisch zu überprüfen und Kontakt zu meiden.


    Der normale Menschenverstand würde hier ausreichen.