Beiträge von Night Shadow

    Ich kann nur mit meiner Erfahrung dienen, dass sich Nachlässigkeiten oft rächen. Es ist gut, dass nur wenig fallen. Doch ist die Windel bei niedrigen Varroazahlen sehr unzuverlässig. Und jede Milbe, die jetzt im Volk ist, schädigt Bienen direkt. Der Schaden ist grösser, als wenn die Milbe in der Brut wäre. Für das Volk wiegt es schwerer Bienen zu verlieren, als ein paar Brutzellen.

    Und jetzt im Anfang des Winters sind die Völker noch am stärksten und vertragen eine Behandlung am besten.

    Im Januar beginnt bei einigen bereits wieder das Brutgeschäft und damit vermehrt sich wieder die Milbe.

    Du hast also nur ein kurzes Zeitfenster um dein Volk effektiv zu behandeln.

    Doch ist es deine Entscheidung. Viel Erfolg

    Fühlt euch ruhig angesprochen, die Höhepunkte zuliefern. Die anderen könnten zwar immer den Tiefpunkt im Höhepunkt suchen. Doch warum sollen die anderen immer schuften?


    keinimker Ich kann nicht gut selektieren, daher habe ich schon vor Jahren entschieden, daß ich besser Königinnen von guten Züchtern hole und ich konnte sogar 4-5 weitere Imker aus meiner Region aktivieren, dass wir schön zusammen bestellen. Das ist die größte mögliche Zusammenarbeit hier unter Imkern. Selbst bei der Faulbrutsanierung, wobei wirklich eine gute Sanierung von allen Völkern, eigentlich gerade für die noch nicht betroffenen Imker essentiell und vorbeugend wäre. War ich der einzige nicht betroffene Imker, der geholfen hat beim Putzen.

    Somit kann man mir echt nicht den Vorwurf machen, nicht in die Zukunft zuinvestieren. Aber selber züchten muss ich dafür nicht.

    Mir hilft es nicht, dass ich diese varroatoleranz Königinnen bestelle. Weil sie genauso viele Milben haben, wie meine Wirtschaftsköniginnen, ala Landrasse. Für mich zeigt sich da kein Unterschied. Also hilft mir das nicht, die Völker über den Winter zubringen.

    Ich wusste es schon immer, dass dieser verrückte Italiener Galilei eine Halbwahrheit verbreitet, von wegen die Erde ist rund. Die Erde ist eckig und wenn man von einer runden Form spricht, sollte man vielleicht die Alpen, Himalaja, Anden....etc mit einer Feile glätten! 😂 Dann wären die Bayern endlich Flachländer und würden Kölsch trinken.


    Zum Thema

    Es gibt schon resistente Carnicakreuzung, die afrikanisierte Biene. Nur ist sie nicht ganz harmlos.

    Aus unserem Genpool tolerante Bienen zu ziehen, finde ich sehr schwierig. Bruder Adam hat eine Biene mit einer Resistenz gegen die Trachealmilbe mit der englischen dunklen Beine gekreuzt. Zwei Rassen, die sich nie begegnet wären in der Natur, brachten die Buckfast hervor. Doch uns fehlt eine tolerante oder sogar resistente Biene, deren Resistenz oder Toleranz übertragbar wäre. Nur Gentechnik könnte die Eigenschaften der Cerana auf unsere Bienen übertragen, doch sind die Mechansimen dafür zu komplex. Cerana hat ein kleines Brutnest, ein verstärkten Drohnendeckel.... etc. Die Milbe musste eine hohe Reproduktion entwickeln, eine effektive Haltemöglichkeit und langlebigkeit, um bei der Cerana zu überleben. Sie wurde dort so selektiert. Bei uns kann sich jede Milbe fast vermehren und unterliegt im Grund keinem Selektionsdruck.

    Wenn es eine Biene hier geben würde, die eine Möglichkeit der Anpassung hätte, hätte ich gewettet, dass es die Buckfastbiene ist. In sie werden immer neue Rassen eingezüchtet und neues genetisches Material Züchterische selektiert. Wenn in einem grossen Gebiet sich alle Imker einig wären, wie sie züchten wollen, dann würde sogar ich sagen, dass es möglich wäre, über die Zeit eine gewisse Toleranz zu erzeugen.

    Zucht ist erstaunlich, wenn man mal Wolf und Mops sieht. Und auch Mops vor 100 Jahren sah anders aus, als der heutige.

    Doch bei der Biene ist Zucht deutlich schwieriger und doch gibt es Veränderungen, Sanftmut etc. Nur schnell mal eine vielzahl neuer Rassen gibt es bei der Biene nicht.


    Ich will damit sagen, dass ich durchaus anerkenne, wenn jemand züchterisch an das Varroaproblem rangeht. Doch sehe ich auch die Langfristigkeit dieser Zielsetzung. Und was in 50 oder 100 Jahren ist, hilft mir jetzt leider nicht.

    Und doch ist die Arbeit wichtig, daher holen wir uns hier Königinnen von Züchtern, die sich dort auch engagieren.

    23112020, ich sehe es ähnlich.

    Nur mit vielen Tricks überlebt die Cerana die Milbe und genau durch diese Tricks musste die Milbe eine hohe Vermehrungsrate entwickeln, sonst hätte sie die Gegebenheiten der Cerana nicht überlebt.

    Nur in Drohnenbrut kann sie sich dort vermehren. Und nur wenn der Befall noch nicht zu hoch ist. Nur in der Zeit der Drohnenbrut, sonst sitzt sie auf der Biene und überlebt die Zeit.

    Das sind richtig schlechte Umstände und trotzdem durch die Anpassung mit hoher Vermehrungsrate und guten Haftmöglichkeiten etc. Schafft sie es.

    Bei unseren Bienen findet die Milbe ein Paradies vor. Viel Brut, sogar in Arbeiterinnenbrut kann sie sich vermehren, Viele Bienen im Winter etc. Hier hilft ihr die Anpassung an die Cerana mit hoher Vermehrungsrate und der langen Zeit der Überwinterung.

    Die Milbe hat nicht das Ziel das Volk zutöten, aber die guten Lenensumstände, sorgen für die Probleme. Um hier etwas zu verändern, müsste man Grundsätzliches verändern, wie bei der afrikanisierten Biene mit der Entwicklungszeit.

    Die Milbe ist nur so gefährlich, weil sie sich unter sehr schlechten Bedingungen entwickeln und überleben musste. Und unsere Bienen können dieser Vermehrungsrate und den Verstecken nichts entgegen setzen, dafür müsste jede Biene sich reinigen und jede Zelle von der Milbe befreien und zwar bis zu mindestens 90- 95 %. Und genau das ist eine zu hohe Anforderung. Ein Hund mit einem Floh kratzt sich, wie ein Hund mit 100 Flöhen, doch schafft er es nur selten den Floh zu entfernen, bevor er sich vermehrt. Und trotzdem es schon tausende Jahre Flöhe gibt und diese sehr gefährlich werden können, durch übertragene Krankheiten, wie Pest, gab und gibt es keine Anpassung ausser das Kratzen, das uneffektiv auf den Reiz des stechens, antwortet. Daher bin ich skeptisch, doch bin ich gerne bereit mich eines besseren belehren zulassen,.

    Ich finde, die Verurteilung ist schon eine sehr gute Leistung, danke Markus für den Einsatz! Das Ganze kostet viel Kraft und Energie. Und leider erreicht man nie ganz das Ergebnis, was man sich vorstellt.


    Das Ganze geht nicht ohne Verluste und psychischen Stress für alle Beteiligten über die Bühne und es wird noch lange Zeit diejenigen beschäftigen.


    Ich drück die Daumen für das weitere.

    Zum Thema TBE bei Ablegern. Die kann man durchaus machen, wenn die Völker 2 Monate durchbrüten konnten. Leider muss man bei einem hohen Varroabefall von einem grossen Schaden der Brut ausgehen. Wenn der Ableger also genug Masse hat, kann man besser die TBE machen, als zu warten. Der Schaden durch die Varroa geschieht über die Zeit. Daher lieber einmal sauber behandelt, so dass die Bienen eine Chance haben, gesunde Winterbienen zuziehen. Je länger man wartet, desto weniger gesunde Bienen, desto schwieriger die Situation für das Volk.


    Nur weil noch keiner geklagt hat, die armen Berufsimker. Nur gut, dass wir nicht in Amerika sind. Die klagen bei jedem Mist.

    ....

    Möglich ist also, dass Du Dir ein Jungvolk mit schon erhöhter Varroalast im Frühjahr gekauft hast......

    Jetzt rechne ich mal, erhöhte Varroalast, wobei das Volk noch überlebt, soll beieinem normalen Winter bei 200-400 Milben sein.


    März sind die meisten Völker in den meisten Gegenden in Brut.

    Nett geschätzt im April 400-800 Milben im Volk.

    Im Mai dann 800-1600. Wahrscheinlich Ableger dann gemacht, somit hat jedes Volk ein Drittel ohne Behandlung bekommen. Volk mit Königin hat keine Brutpause, also ca 200-400 drin. Durch die Brutpause bei den Ablegern geht höchstens ein Drittel der Milben auf die Windel somit ca. 100-300 Milben.

    Juni 400-800 altvolk und 100-300 Milben bei den Ablegern.

    Juli 800-1600 Altgold und 200-600 Milben Ableger, wieder Ableger gemacht.

    August 400-800 Altvolk, und Ableger 100-300 oder 200-400.


    Es mag also klappen, bis September.

    Schwache Ableger vertragen nicht soviel Milben, wie starke Völker, daher hätte ich bei einer hohen Milbenlast im Frühjahr angenommen, dass das Volk dann nicht mehr durchstarten kann und eben schon dann Schäden zeigt. Doch bei dem gekauften Volk muss ausreichend Bienenmasse vorhanden gewesen sein, um diese Leistung zubringen. Was ist ein hoher Varroabefalli im Frühjahr, gibt es da Daten? Mir wären schon die 400 Milben in einem 4 Wabenableger zu viel. Doch könnte das der Grund für die zwei Schwächlinge sein.


    Ich wüsste nicht, wie der verkaufenden Imker klären kann, ob zu viele Milben im Volk sind. Er sieht, dass Brut vorhanden ist und sieht, dass es wächst, somit finde ich immer noch schwierig, die hohe Varroalast dem Imker, der das Volk verkauft hat, zu zuschieben. Denn natürlich geht es hier um die Schuldfrage und hätte der TE hier normal gewirtschaftet, vielleicht Drohnenbrut geschnitten und direkt nach Ernte behandelt, wäre dieser Thread in dieser Form wahrscheinlich nicht notwendig gewesen. Wenn man jetzt, jedoch sagt, der verkaufenden Imker hat eine Mitschuld oder ist sogar der eigentliche Verursacher, dann wird die Sache interessant für alle die Völker verkaufen. Dann wird Völkerverkauf nicht nur Gesundheitszeugnis, sondern auch mit Varroazahlen und offen gelegtem Behandlungskonzept gefordert.


    Das habe ich jetzt absichtlich etwas übertrieben, damit ihr Lachen könnt. 😉

    Ich möchte, bevor man behauptet, dass die Völker bereits von einem Varroaverseuchten Imker kommen, anmerken.

    Varroalast kann sich bei Völkern, die gut in Brut sind im Verlauf eines Monats verdoppeln. Wenn also hier der vorherige Imker schuld wäre, wären die Völker im Juli, August weg gewesen. Dem war nicht so, somit war die Varroalast am Anfang des Jahres erträglich.

    Aber das heisst auch, wenn in solchen Ablegern im Juli 400 Milben sind ( also schön unter der Schadensschwelle), dann kann das im August anders aussehen. Auch wenn man hier Ableger macht, teilt man nur die Varroalast auf, aber ohne Behandlung vermehrt sich diese, trotz der kurzen Brutpause danach fröhlich weiter. Ein Ableger braucht weniger Milben als ein Wirtschaftsvolk um zu sterben. Somit hat hier die Sommerbehandlung nicht gut funktioniert und es war für die Völker auch zu spät gesunde Winterbienen zu erbrüten. Wenn das Wetter für die AS nicht passt, dann funktioniert gut die TBE, totale Brutentnahme. Die ist aufwendiger, aber gut durchgeführt, hat sie den gleichen Wirkungsgrad, wie die AS und ist nicht wetterabhängig.

    Nordwestfalen:

    Wirtschaftsvölker auf Segeberger brutfrei

    Wirtschaftsvölker auf Dadant noch verdeckelte kleine Brutfläche, max. Handtellergroß

    Ableger in Segebergern ebenfalls noch verdeckelte kleine Brutflächen.


    Ich warte noch 14 Tagen und behandel dann.

    1000 Milben auf der Windel sind echt ein Wort.

    Wie stark ist das Volk? Reden wir hier von 5000 oder 10000 Bienen? Man muss sich überlegen, dass diese Milben auf den Bienen saßen und diese geschwächt haben. Also bei 5000 ist jede 5 Biene angepickst oder bei 10000 jede 10. Und dass wäre schon schlimm, aber viele der Bienen haben in ihrer Entwicklung einen Schaden durch diese vielen Milben erhalten.


    Selbst wenn jetzt die Milchsäure optimal wirkt, hat man noch 100 Milben drin.


    Aber auch wenn man alle Varroen entfernt, ist der Schaden an den Bienen weiterhin vorhanden. Natürlich erholen sich ein paar Bienen. Doch je nach Winterverlauf werden die geschwächten Bienen früher oder später sterben. Jetzt ist erst Winterbeginn.


    Die Schädigung durch die Milchsäure ist bei einem gesunden Volk vernachlässigbar. Doch nicht bei stark geschädigten Bienen, da spielt das immer auch eine Rolle. Dabei ist es egal, welche Säure man verwendet, kranke Bienen vertragen einfach weniger Stress, weniger Säure..... etc.


    Jetzt können wir an der Situation nichts mehr ändern, nur hoffen und die Bienen können auch so etwas überstehen.

    Aus meiner Erfahrung mit Milchsäure, würde ich mindestens eine Woche warten, bei so einem geschwächten Volk auch zwei Wochen um dann noch einmal mit Milchsäure zubehandeln.

    Warum ich den Abstand eher verlängere? Weil die stark geschwächten Bienen nach der ersten Behandlung zum Sterben ausfliegen. Nach 1-2 Wochen sehe ich eine Tendenz und die anderen Bienen hatten eine Erholungszeit.


    Es ist Glücksache mit so einem Befall durch den Winter zukommen, es ist aber möglich. Und ich drück die Daumen.

    Bei den Altimkern😀 gab es noch keine Varroa, die überhaupt ein Eingreifen im Winter notwendig machte.


    Wenn ich das lese, fühle ich mich so jung😉

    Ich wusste, dass sofort Kontra kommt, wenn ich das so schreibe, aber jeder muss seine eigenen Völker durchbringen und so lange ich da keine Probleme habe und im Frühjahr starke Völker bin ich zufrieden.


    Jeder Eingriff muss überlegt werden. Und ich denke, ein grossen Eingriff, der mir eine gute Behandlung ermöglicht, wird deutlich besser vertragen und bringt Erfolg, gerade bei dem derzeitigen Temperaturverlauf.

    Alle paar Tage zu Sublimieren ohne zu wissen, wie der Stand ist und das Volk damit fortwährend zu stören und trotzdem die Milben nicht sicher rauszubekommen, da würde mir mein damaliger Imkervater gezielt und mit voller Wucht auf die Finger hauen. Sein Motto war, erst überlegen in Ruhe, dann vorbereiten in Ruhe und dann sauber und schnell am Volk arbeiten. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

    Zielsetzung sollte doch eine gute Reduktion der Milben sein? Sonst bräuchte man die Völker gar nicht zustören.

    Mein Imkervater hatte seine Hochzeit ohne Milben erlebt und hat dann, zunächst wie die meisten Imker, den Meldungen nicht getraut. Die Varroa kommt nie in seine Völker, hier ist es zu kalt etc.... Bis dann die ersten Völker bei den anderen Imkern in seiner Gegend zusammenbrachen. PlötzlIch war die Varroa da und natürlich war es zum Winterbeginn, als die Völker auch von ihm in die Knie gingen. Er hatte geschlossene Böden und konnte nicht kontrollieren. Am Ende des Winters hatte er 70 % verloren. Alle Imker standen vor einem neuen Problem und alle gingen in verschiedene Richtungen und folgten unterschiedlichen Empfehlungen. Ihm kam es vor, wie ein grosses Experimentieren. Ein paar Mal dachte er, dass er genau das richtige Mittel, genau das richtige Schema habe. Aber jedes Mal, gab es nach einigen Jahren wieder Verluste, trotz tollem Mittel und Schema. Bis er sich nach den Witterungseinflüsse richtete und kein festes Schema, keine feste Methode nutzte. Das brachte er mir und anderen bei, sich nicht festzulegen, sondern nach den Gegebenheiten sich zu orientieren. An der Volksstärke, Vorhandensein von Brut, Temperaturverlauf und die Kenntnis der verschiedenen Methoden, deren Schwächen und Stärken.


    Ich bin ihm sehr dankbar, dass er mich damals mitgenommen hat. Doch ich Thor machte zunächst die gleichen Fehler und sucht nach dem besten Mittel und bestem Schema.... Dass liegt wohl in der Natur des Imkers. ☺


    Ich freue mich auf Freitag und bin gespannt, ob sie brutfrei sind. 7 Wochen kompletter Bienenentzug machen sich bemerkbar. 😶

    Der Lobgesang auf die Sublimation... Dann sorgt doch für eine Zulassung, wenn ihr nicht ohne imkern könnt?


    Hier wird die architektonische Störung höher angesetzt, als ein mehrfach angewendete Gift? Natürlich wirkt auch dieses systemisch. Nur weil man Arsen in kleinen Dosen anwendet, ist Arsen nicht ungiftig. Nur überlebt man das eher. Und die Bienen sind kurzlebig, ob sie jetzt nicht 9 Monate, sondern nur 7 Monate alt werden. Ist für die Überwinterung unwichtig, da hier nur 5-6 Monate überlebt werden müssen. Ich kann also nur jedem abraten, die Nase bei der Sublimation in die Beute zu halten, wir leben etwas länger.


    Eine Entfernung einer Wabe gerade bei diesem noch recht warmen Wetter ist überhaupt kein Problem für die Bienen. Sie können sich gut an veränderte Situationen anpassen. Wenn der Baum umfällt, in dem sie gehaust haben oder wenn Wachs brüchig durch die Kälte wird, überlebt das Volk auch solche Sachen, solange Futter am Volk ist. Nur wenn es in der Wintertraube sitzt und die Außentemperaturen keine Korrektur der Position zulassen, dann stirbt das Volk ohne Futter. Die Bienen können sich sehr gut anpassen, sonst wären sie schon lange ausgestorben..


    Ich werde am Freitag schauen, ob ich mit Milchsäure behandeln kann und die Völker brutfrei sind. Ja, ich ziehe Milchsäure vor und das besprühen jeder einzelnen besetzten Waben. Ich mach das seit Jahren erfolgreich. Im Anfang habe ich geträufelt doch da kam es immer zu starken Totenfall am Ende des Winters und sogar zu Völkerverlusten. Sublimieren ist nicht zugelassen bei uns und da ich meinen Honig verkaufe, halte ich mich an die Vorgaben.


    Jeder muss selber wissen, wie er die Völker durch den Winter bringt. Wenn man aber unbedingt auf eine hier nicht zugelassene Methode zurückgreifen muss, um erfolgreich zu überwintern, spricht das nicht gerade für den Imker. Just my 2 cents.

    Warum muss man jetzt die verkitteten Waben rausnehmen?

    Warum muss man die schon angelegten Winterzehrwege ( Öffnungen manch untere Waben ausgebissen) eventuell umsortieren?

    Warum muss man jetzt wissen was im Bienenvolk los ist?

    Welche Maßnahmen sind jetzt noch sinnvoll, um den Bienen das " über den Winter zu kommen" zu erleichtern?

    Weil man unbedingt jede einzelne Milbe erwischen will (und muss)! Weil man nur einen Schuss hat. Der nächste kann einen selber treffen. Dabei ist es so einfach. Man verdampft (Blockbehandlung) und gut isses. Nicht zugelassen heißt ja nicht automatisch verboten. Inzwischen bedampft ja gefühlt jeder! :)

    Doch nicht zugelassen bedeutet in der Lebensmittelherstellung verboten. Und wir ernten Honig. Wenn man sich da nicht an die zugelassenen Methoden hält, dann ist man, wie der Bauer, der mehr Gülle auf den Acker fährt oder einfach nicht zugelassene Pestizide nutzt. Das will doch auch keiner? Wo zieht man die Grenze? Warum dürfen Imker die Gesetze ausser acht lassen, fordern aber von anderen eine strikte Einhaltung?

    Ich weiss, es ist ja nur Oxalsäure, die ja im Grunde beim träufeln und sprühen zugelassen ist und in vielen anderen Ländern genutzt wird, toleriert oder zugelassen ist. Aber in anderen Ländern sind auch noch andere Pestizide zugelassen und andere Düngemittel etc.... Soll der Bauer mit der gleichen Argumentation kommen? Es tun doch alle? Und wir haben dann noch mehr Rückstände in unseren Lebensmitteln?


    Jeder muss für sich entscheiden, wie er behandelt. Aber es gibt keinen Grund für das Sublimieren, da sind die anderen zugelassenen Behandlungsmethoden völlig ausreichend.


    Ich diskutiere da nicht, sonst müsste ich über alle Gesetze diskutieren. Nur weil die Kontrolle fehlt, ist es nicht erlaubt.