Beiträge von Night Shadow

    Ich gebe es zu, mit modernen Wiege und Messtechniken bin ich überfordert.


    Doch trifft es sich, dass wir bei unserem kleinen Imkerstammtisch mit einem meiner Jungen Imkerkollegen, den ich helfe, über diese neuen Wege in der Imkerei redeten. Er will sich eine Stockwaage bauen und vielleicht noch Temperatur und Luftfeuchtigkeitsmesser und auch eine Kamera ins Innere einer Beute montieren. Wir redeten über Nutzen und Möglichkeiten dieser Technik.


    Ich bin da etwas veraltet und ich sehe anhand von meinen Erfahrungen über die Jahre, was ungefähr im Volk passieren kann. Ja, anhand des Wetterverlaufs, der Tracht, der Situationen am Stand. Was ich einfüttere, was verbraucht wird. etc. Es ist Erfahrung, aber wenig substanzielles. Mit der modernen Technik kann man so etwas schon sichtbar machen.


    Ich bin nun etwas am grübeln. Für einen alten Imker, wäre es zwar interessant, aber nicht entscheidend, zu sehen, was da gerade passiert. (Ja, auch etwas zu viel Voyeurismus) Zusätzlich wenn ich nicht weiß, was in zwei oder drei Wochen passiert im Volk, bin ich meistens eh zu spät. Also hilft so etwas modernes nicht ganz so gut.


    Was meint Ihr, hilft diese Technik einem Jungimker, der das Handwerk gerade lernt, weiter oder lenkt es auch ab.


    Ich finde es enorm, was da alles möglich sein soll. Aber ich habe keinen Strom am Stand und da ich doch etwas mehr Völker betreue, wäre mir das zu aufwendig. Aber vielleicht gibt es Punkte, die ich übersehe.


    Für eure Meinung dazu, wäre ich dankbar.

    Ok, darf ich nach der genauen Durchführung der Behandlungen fragen?


    TBE (wurde da anschließend nach 3 Tagen Milchsäure oder mit Ox behandelt? oder ohne Nachbehandlung?)

    Wie sah die AS Behandlung aus? Schwammtuch, oder Langzeitverdunster? mit wieviel AS wurde behandelt?


    Die Kombination AS und Milchsäure war mir bisher nicht geläufig. AS mit Schwammtuch und dann noch Milchsäure sprühen oder wie ist das zu verstehen?


    Dann steht da TBE Schwärme nochmal mit Milchsäure behandelt im September? Waren diese dann Brutfrei?


    Schied gesetzt vor dem Winter?


    Der Verlust tut mir sehr leid. Ich möchte da gerne mit dir auf Ursachen jagt gehen, denn damit kannst du in Zukunft solche Ereignisse vielleicht reduzieren.

    Bilder wären sehr hilfreich, aber auch die Stockkarten mit den Daten, wie, was, wann durchgeführt wurde. Vielleicht kann man dann eine Aussage treffen.


    Alles Gute.

    beeinflusst den Herren nicht so sehr.

    Hä? Wie war die Frage nochmal, die oben drüber steht?

    Disskussionen sind falsch, Einzelmeinungen auch?

    Man kann einem Anfänger viel helfen, in fast sämtlichen Bereichen.

    Aber beim Beutemaß ist es schwierig. Jeder hat seine eigene Meinung, sowie Marcus Göbel und ich. Keiner von uns hat Unrecht, wenn man die Situation des einzelnen kennt.


    Aber wir wissen, was wir in der Imkerei wollen. Welche Ziele wir haben, und was uns erwartet im kommenden Jahr, hoffentlich.


    Ein Anfänger hat erstmal nur eine Vorstellung, manchmal grob oder übertrieben oder zu einfach vom Imkern. Er setzt sich Ziele, die oft schwer in der Umsetzung sind, weil ihm die Erfahrung fehlt.


    Wenn ich die Beiträge von ihm lese, dann denke ich, dass er Imkern will, aber auch mit dem Blick auf Vermarktung von Ablegern und dass er nicht nur, dass Imkern als Selbstzweck versteht, sondern auch, dass er etwas daraus zieht.

    Das ist nichts verkehrtes, die Kosten im Blick zu behalten und sich solche Ziele zu setzen.


    Ob er diese Ziele erreicht, hängt von ihm selber ab.


    Wo kommt das Beutemaß ins Spiel? Viele fangen an zu imkern, mit einem Beutemaß, was ihnen gerade über den Weg hüpft. Rat durch Imkerpaten, durch Imkerbedarfsläden, durch andere Imkergruppen, durch..... der Anfänger wird überfordert. Zu viele Möglichkeiten und alles unübersichtlich, es sind teils kleine Unterschiede, die im Nachhinein wichtig werden. Dadant 12er oder doch 10er?


    Somit gilt für alle Anfänger, schaut euch die Beutemaße in Benutzung an, sprecht mit Imkern und dann probiert es einfach aus. Und wenn ihr nach 2-5 Jahren merkt, dass es nicht passt, dann wechselt ihr, auf etwas was für euch besser passt. Das passiert immer wieder, und man lernt nicht aus.


    Ich nutze Dadant um Honig zu haben, DNM für Honig und Königinnenzucht. Da ich dort die Qualtiät der Königin am besten beurteilen kann. Meine Entscheidung, andere sehen es komplett anders, die nehmen Dadant zur Königinnenzucht und Beurteilung der Königinnen. Jeder imkert anders.....


    Die Imkerei ist frei.... aber frei heißt auch ausprobieren und versuchen und manchmal landet man damit auf der Schnauze.

    Im Frühjahr werden dann die überzähligen Völker abgegeben und ich habe wieder Honigräume.

    ....und wie macht es denn der normale Imker, der nicht jedes Jahr 2 Ableger pro Wirtschaftsvolk verkaufen will und kann ?Also das Argument mit den Honigräumen ist meiner Ansicht an den Haaren herbeigezogen, weil ja auch Rähmchen gelagert werden müssen.

    Bis bald

    Marcus, der auch gerne Ableger verkauft, aber keinen Markt für 80 Stück pro Jahr sieht.

    Jetzt bin ich kein normaler Imker mehr? Der Markt ist da, sonst gäbe es weniger Importe von Völkern. Du magst es an den Haaren herbeigezogen sehen. Aber wer nur eine Garage zur Verfügung hat und im Winter sein Auto unterbringen will, muss planen und organisieren können.


    Und ganz ehrlich, du kannst auch zwei, drei Völker im Frühjahr vereinen, wie Bruder Adam es gemacht hat. Die beste Königin behält man und hat deutlich stärkere Völker und mehr Honig in der Frühtracht. Aber pssssst, nicht weitersagen.


    Du willst recht haben und damit bekommst du von mir natürlich recht.... alles Unsinn. Dadant ist super. :D

    Night Shadow, ich verstehe nicht wo der Nachteil, Unterschied, Vorteil liegt, ob ich über den Winter 2 Ganzzargen oder 3 Dadanthonigräume da stehen habe?

    Neugierig

    Marcus

    Bei mir stehen die Ganzzargen nicht rum. Ich mache nach der letzten Honigernte aus einem Teil der Wirtschaftsvölkern Ableger und nutze da die Honigräume, als Bruträume.

    So habe ich mein Material immer im Gebrauch und es steht viel weniger rum.


    Im Frühjahr werden dann die überzähligen Völker abgegeben und ich habe wieder Honigräume.

    Ehrlich, für dich als Übersetzung. Für die Saison von März bis Juli, dann stelle ich meine Honigräume in die Garage.... bis zum nächsten Jahr.

    Aber du kannst das natürlich anders verstehen. Nicht mein Problem


    Wer mir mit dem Gewicht der Halbzargen kommt. Ich habe beides DNM und Dadant und habe auch eine Waage und diese sogar benutzt. Und beide waren bis auf wenige 100 gramm gleich schwer. Also bitte nicht das Gewicht hier als positiv hinstellen. Bei Zander mag das anders aussehen. Aber nicht für DNM.


    Warum wusste ich, dass sobald man nur ein echten negativen Punkt anspricht, dass dann die Dadantimker Front machen? Aber ich habe das Stöckchen extra geworfen, damit hier nicht die Diskussion zu Dadantlastig wird. ;)


    Ich habe es im letzten Absatz entschärft. Der Anfänger steht vor der Wahl und soll und muss mit den Klamotten klarkommen. Ob er Dadant oder Hinterbehandlung macht, spielt nicht die Rolle.


    Jede einzelne Beute hat NACHTEILE. Es gibt KEINE perfekte Beute, die es allen recht macht und perfekt ist.



    Kleine Anektode, Chefarzt kauft seiner Frau ein neues Auto. Sie fuhr einen Golf 4 bis dato. Er kaufte ihr einen neuen Golf mit allen Extras. Kostenpunkt lag bei 80 0000 Euro, es war kein Golf von der Stange. Sie war allerdings nicht erfreut, die höhere Leistung, das andere Gefühl beim Fahren....

    für sie war es eine Katastrophe, sie hatte Angst zufahren. Daher wurde dann ein alter Golf 4 gekauft und fertig gemacht. Jetzt ist sie glücklich, weil sie damit gut zurecht kommt.


    Es kommt nicht auf die Beute an, sondern auf die Fähigkeiten, dass Wissen und die Wünsche des Imkers, welche Beute zu ihm passt. Das kann er nur beim Imkern herausfinden. Daher soll er bei anderen Imkern gucken soviel wie nur geht.

    Ich bin für DNM 1.0.


    Wenn man nichts rumstehen lassen will, wenig Stauraum hat, ist das besser, als zwei Wabenmaße. Und DNM stirbt nicht aus.


    Ich nutze auch Dadant, aber die Honigräume sind einfach nur für die Saison da. Und man ist weniger flexibel in der Betriebsweise..... Schied eng oder weniger eng, oder gar nicht.

    Da sind Masse, wie Zander, Kuntsch, DNM flexibler, man kann da alles für sich testen.


    Sorry, lese hier einfach nur noch Dadant.... beeinflusst den Herren nicht so sehr.

    Er soll sich die Sachen in Ruhe ansehen und mit Imkern reden, die das eine, wie das andere nutzen und das, was ihm gefällt, wird es dann.


    Viel Erfolg beim Imkern

    Ein Punkt zum Nachdenken.


    Bei der TuB ist der Zeitpunkt der Behandlung für den einen Teil früh, der andere Teil zeitlich versetzt. An einem Stand kann dadurch die frühbehandelten Teile der Völker durch Verflug etc. Wieder vermehrt Varroen aufnehmen und die Wirkung verpuffen.

    Somit sollte man die TuB nicht ganz unkritisch betrachten.

    keinimker

    Wenn man mich missverstehen will, kann man das tun. Aber dann liegt der Fehler nicht bei mir.


    Wer nur im kleinen, auf seine Imkerei sieht, der mag keine Verluste sehen. Aber wer seinen Blick erweitert, erkennt, dass die eigene Imkerei, gerade als Hobbyimker mit wenigen Völkern, kaum eine Rolle spielt.

    Man muss verstehen, dass man nicht alleine ist, wenn man Bienen hat. Handeln oder nicht handeln, haben Einfluss auf die Nachbarn.


    Das wurde auch in Donaueschingen schön gesagt. Man kann keine Monstervölker halten, wenn die Nachbarn nicht mitziehen.


    Es ist ein Mannschaftssport, auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen.

    Warum wusste ich, dass hier keiner Verluste hat und natürlich nur abgibt? Warum gibt es dann die Verlustzahlen, die eher zu niedrig, als zu hoch genannt werden?


    Ein Berufsimker kann sich das nicht leisten.


    Und als Verlust werden vereinte Völker nicht mit gezählt. Das macht man ja vor dem Winter.


    Man mag das Problem verdrängen. Aber ich finde es gut, wenn Ludger und rase mit ihren Mitteln vielleicht ein paar Imker vor Winterverlusten bewahrt haben.

    Har Importe sind nicht egal.


    Wer sich die Zahlen mal zu Gemüte führen mag.

    DIB sagt, 1Million Völker zirka in Deutschland, Verluste je nach Gebiet letztes Jahr bis zu 30 Prozent. Durchschnitt 13-17 Prozent. Macht 130 000 -170 000 Völker, die den Winter nicht überstehen.

    Es zeigt sich nur leicht steigende Völkerzahlen, obwohl fleissig Völker importiert werden.


    Wenn wir Importe von Völker nicht wollen, dann müssten wir Hobbyimker so gut sein, dass der Winterverlust mit den eigenen Völkern abgedeckt wird. Aber das klappt nicht richtig. Obwohl viele Berufsimker in Deutschland auch Völker verkaufen, schaffen sie es nicht, den Markt zu decken. Bzw. Wirtschaftlich lohnt es sich auch nicht, nur Völker zu produzieren. Da sind Völker zu günstig.


    Wenn wir also keine Importe mehr zulassen.... Königinnen, Kunstschwärme und Co.. dann müssten wir mit dem Leben, was hier an Völkern durch den Winter gebracht wird. Das würde die Preise für Völker innerhalb der nächsten Jahre ansteigen lassen. Da immer wieder Varroajahre auftreten.


    Der Berufsimker würde einen anderen Stand bekommen und andere Preise bekommen.


    Der Züchter hingegen würde vor anderen Problemen stehen. Er muss dann mit den Königinnen der Linien ziehen, die hier in Deutschland vorhanden sind. Was genetisch schon schwierig ist, da immer der Run auf das beste Material erfolgt und man so genetisch eng zusammenrückt.


    Problem ist bei steigenden Preisen, dass Imker nach Verlusten aufgeben. Man wird einen Schwarzmarkt aufbauen. Imker werden noch mehr sich mit alternativen Behandlungsmethoden befassen.


    Es hört sich verrückt an, aber da es zu keiner Toleranz kommen wird. Brauchen wir Importe von Bienenvölkern um unseren Stand zu stabilisieren. Ohne Importe wird es sogar für die Berufsimker schwierig die Verluste auszugleichen.


    Der Knackpunkt ist das Können des Hobbyimkers und da stehen wir leider nicht so gut da.

    Hagakure


    Für dich mag der Vergleich hinken. Aber ich kann dir sagen, dass es keine Rolle spielt, ob es ein einzelner Körper ist, oder wie jetzt die Pandemie, viele betrifft. Es geht immer darum den Schaden so gering, wie nur möglich zu halten. Und wenn man am Anfang arbeitet, spart sich am Ende das Aufräumen.

    Es geht immer um rechtzeitiges Erkennen und Handeln. Handelt man zu spät, kostet es Leben.


    Ja, Brutfreiheit ist schön. Aber die wird nicht immer erreicht. Dann sollte man einen Plan B in der Tasche haben. Oder will man wirklich auf die Behandlung komplett verzichten, nur weil die Bienen nicht aus der Brut gehen? Das macht wenig Sinn, wenn man alle 12 Tage da neue gesunde Varroaweibchen mit ausbrütet.

    Es ist meine menschlicher Fehler, dass ich hier zum Nachdenken anrege....


    Man sollte man direkt bei Eintritt der Brutfreiheit behandeln.


    1) Der Schaden, den die Milbe bei den Bienen hinterlässt, wird je länger die Milben da sind, größer. Eine Milbe kann im Verlauf einige Bienen das Leben kosten. Also je eher behandelt wird, desto kleiner der entstandene Schaden. Desto stärker bleibt das Volk.


    2) je früher behandelt wird, desto kleiner ist der Schaden, desto weniger Schaden entsteht, desto weniger muss das Wintervolk frühzeitig wieder Brut anlegen um den Schaden auszugleichen. Manche Völker gehen gar nicht aus der Brut und da ist es um so wichtiger, die Milben aus dem Spiel zu nehmen. Sie kann sich auch in der Winterbrut vermehren.


    3) Frühzeitige Behandlungen vertragen die Völker besser, da einfach mehr Volksstärke vorhanden ist.


    Klar, müssen genug gesunde Winterbienen zum Winterbeginn da sein (Also müssen die vorherigen Behandlungen vernünftig sein. Aber warum soll ich meine Winterbienen durch die restlichen Milben, die sich zwar auf hoffentlich niedrigen Niveau bewegen, schädigen lassen? Sind die Völker behandelt, können sie milbenreduziert den Winter überstehen ohne das ich stören muss oder sie können auch wieder anfangen zu brüten.... Im Winter kommt es wohl weniger zu einer Reinvasion, die ein anderes Timing notwendig machen könnte.


    Es ist, als würde man bei einem Hund mit Milben oder Flöhen, erst abwarten, bis diese den Hund schwächen. Es gibt zwar immer wieder Leute, die erst sehr spät mit ihren Problemen zum Arzt gehen und dann gesagt bekommen, eine frühere Behandlung hätte einen besseren Erfolg gehabt. (Gerade bei den chronischen Erkrankungen oder Krebs, kann ein früher Behandlungsbeginn deutliche Erfolge bringen. )

    Es ist für mich nicht logisch eine späte Behandlung zu empfehlen.


    Vielleicht kann mir da jemand auf die Sprünge helfen?