Beiträge von Night Shadow

    Imker2016

    Warum begrenzt du uns Imker auf Insektenkenner und Honigproduzenten? Mir geht es nicht darum in einer Nische zu verschwinden. Mir geht es darum, die Leute mit einem einheitlichen Bild über die Honigbiene zu informieren. Diese Grabenkämpfe zwischen verschiedenen Betriebsweisen, verschiedenen Beuten, Wesensgemäß, nicht-Wesensgemäß, verschiedenen Bienenrassen, verschiedenen Ideologien schaden der Honigbiene und dem Imker.

    Dabei sind zunächst die Grundlagen immer gleich und auf die sollte man sich konzentrieren.

    Ein Volk braucht einen Raum, braucht Futter und braucht eine Königin. Das alleine ist schon faszinierend, wie dann ein ganzes Bauwerk entsteht mit Brutbereich und Lagerraum. Die Organisation der Bienen ist einheitlich und darüber kann man ein positives Bild der Imkerei vermitteln.

    Varroa als Problem für alle Bienenvölker, egal in welcher Beute sie stecken.

    Das Problem für mich ist, dass man als "normaler" Imker in eine Ecke gedrängt wird und bewertet wird. Das man eine natürliche Varroatoleranz nicht ermöglichen würde, weil man behandelt. Als gierig, weil man den Honig ernte und als geizig, weil man nicht die passende Schiffer Tree Beute kauft, sondern bei den alten Kisten bleibt.

    Man wird verurteilt, weil man nicht auf das neue "Wissen" hört und somit rückständisch und stur ist. "Der Herr Schiffer hat es doch im Fernsehen gesagt, dann muss es stimmen!" Und das von Nicht-Bienenhaltern gesagt zu bekommen, ist spannend.


    Es bildet sich eine negative Sicht gegenüber der "normalen, alten" Imkerei raus. Was vermutlich wieder zu umgestürzten Beuten und zerstörten Bienenständen führt. Auch durch sogenannte Naturschützer, die das alles glauben.


    Kritisch die Ansätze von Herrn Schiffer zu betrachten, gelingt nur mit entsprechendem Wissen. Nicht alles ist falsch, aber vieles zu einfach dargestellt.


    Hoffen wir, dass der Hype um Bienen etwas an Fahrt verliert.

    EWKs setze ich für die Insel ein und hatte da einen Erfolg von 70-90 %.

    Mini plus geteilt mit drei Waben zeigt um 80 % Erfolg.

    Mini plus mit 6 Waben sind bei mir um 90 %.


    Es hängt viel vom Wetter und vom Futter bzw. Trachtsituation ab. Sehr viel Tracht macht mein Ergebnis oft schlechter. Etwas Tracht dagegen erhöht die Quote.

    Es spielt viel mit rein.

    Nein, TBE, Bannwabe etc. sind Behandlungsmethoden, die zunächst ohne Säuren auskommen. Die nachfolgende Behandlung mit OX Sprühen oder Milchsäure dagegen fallen unter das Arzneimittelgesetz.

    Sobald du einen Stoff zuführst zur Behandlung einer Erkrankung, sollte diese Methode zugelassen sein.

    Du kannst jemanden mit einer Nickelallergie heilen, wenn er Nickel vermeidet. Diese Massnahme unterliegt nicht dem Arzneimittelgesetz. Trägt man Antihistaminika auf, dann müssen diese Geprüft und Zugelassen sein.

    Damit soll ein Missbrauch verhindert werden. Früher konnte man eine Tinktur verkaufen, die ein langes Leben oder eine bessere Manneskraft versprach. Heute kann man das immer noch verkaufen, aber es muss bewiesen sein, dass es keinen Schaden verursacht. Es muss nicht helfen!

    Wenn man ein Antibiotikum einsetzt, kommt es generell zu Nebenwirkungen, die mal stärker, mal weniger stark sind, Ja, sie verursachen einen Schaden. Daher muss der Arzt den Einsatz dieses Mittels prüfen und schauen, ob der Patient dieses Mittel überhaupt verträgt (Niereninsuffizienz etc. ) oder es ihn vielleicht sogar umbringt. Dagegen gibt es sanftere Mittel, die frei verkäuflich sind, die kaum Nebenwirkungen haben.

    Das ist das Problem des Imkers, er kann ohne Fremdmittel ein Volk behandeln. Mit TBE etc. aber reicht diese Behandlung aus um die Varroa stark zu reduzieren, so dass das Volk über den Winter kommt?

    Wer ohne Einsatz von Thymol, Säuren, Antibiotika.... etc die Milbe behandelt bekommt, hat keinen Verstoss gegen das Arzneimittelgesetz begangen. Sonst müssten alle Mütter, die ein Pflaster für eine Wunde des Kindes nehmen, ebenfalls belangt werden.

    Zum Thema "säuretolerante Varroapopulationen":

    Wenn ich (egal welche) Säure einsetze, sterben nicht 100% der Milben. Die, die überleben, pflanzen sich fort und deren Nachkommen haben eine höhere Wahrscheinlichkeit auf höhere Säuretoleranz als die Nachkommen der Milben, die bei der Säurebehandlung abgetötet wurden. Sprich: man züchtet als Imker Varroamilben, die mit größerer Wahrscheinlichkeit eine höhere Toleranz gegenüber der Säurebehandlung aufweisen.

    Laut den Mechanismen der Evolutionstheorie. Zucht ist künstliche, beschleunigte, menschengemachte Evolution.


    Ich behandle auch mit Säuren, aber äußerst ungern. Ich finde es ehrlich gesagt erschreckend, dass mir meine Völker ohne diese Säuren eingehen würden. Macht euch das keine sorgenvollen Gedanken?

    Säureresistenz, würde bedeuten, dass entweder die Säure durch ein alkalische Substanz, die die Milbe produzieren müsste (und natürlich genau da, wo die Säure wirkt) neutralisiert wird.

    Oder eine extra Schutzschicht genau den Bereich der Milbe vor der Säure schützen müsste, Tracheen, Haftfüsschen etc. Damit wäre die Funktion der Tracheen oder auch Haftfüsschen nicht mehr wirklich gegeben und die Milbe, die sich so eng an die Apis Cerana angepasst hat, würde ihre Anpassung verlieren und versterben.


    Auch sollte man überlegen, wie lange so eine Milbe lebt und wie oft es vorkommt, dass sie mit Säure in Berührung kommt?

    Wie viele Generationen von Milben kommen nicht mit der Säure in Berührung? Es ist so, dass dein Opa oder Ur-Opa vielleicht mal einen Unfall mit Säure (Giftgas, etc...) hatte.... aber überlebte. Bist du deswegen säureresistenter, als andere, deren Opa keinen Unfall hatte?


    Säure ist ein chemischer Stoff, der mit anderen Stoffen reagiert und diese durch die Reaktion verändert.

    Es gibt säurefeste Bakterien, die in so einem Milieu überleben. Aber sie leben dort permanent.

    Es gibt Sporen, die relativ säurefest sind. Die jedoch dann nur eine gewisse Konzentration über eine bestimmte Zeit überdauern können, sich aber nicht in dem sauren Milieu fortpflanzen können. (Siehe AFB Sporen).


    Allerdings haben wir ein Insektensterben und somit greift irgendetwas in der Umwelt (auch in Naturschutzgebieten) unsere Insekten an. Unsere Biene wird gefüttert und gegen Varroa behandelt, aber wird sonst der selben Umwelt ausgesetzt, in der auch die anderen Insekten leben. Somit ist nicht auszuschließen, dass unsere Bienenvölker ebenfalls kränker durch diese Umwelteinflüsse werden und nicht mehr ganz so viel vertragen.

    So, und nun geht schön auf Euren Urlaubsbauernhof, streichelt die Kühe und lasst die Kinder Hühnereier suchen. Da erlebt man die echte Landwirtschaft, wie sie von allen betrieben wird. Haha,haha,haha, wolle Mer ne roilosse?

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Na, dass ist natürlich klassisch,


    Willst du wirklich einem Städtischen Einwohner 14 Stunden auf dem Drescher zumuten? Oder um 5 Uhr aufstehen, damit die Kühe, Schweine, Rinder versorgt sind? Landwirte dürfen auch mal sonntags arbeiten. Geregelte Arbeitszeiten, wie im warmen Büro sind das nicht. Aber die Maschinen sind mittlerweile gut ausgestattet, nur so teuer, dass andere sich davon ein ganzes Haus bauen können.

    Fangen wir mal mit dem Urlaubsbauernhof an und sehen dann weiter. Denn auch dort fallen Arbeiten an, an die man nicht gedacht hat. Ausmisten ist im Hühnerstall nie ein Vergnügen.

    Berggeist Nein, keine großen Worte. Da ich im Seuchenausschuss war, wurde dort für unsere Gegend die reinen Getreidevorräte mal aufgelistet und mit dem täglichen Verbrauch in Konsens gebracht.

    Es war nicht so viel, wie man denkt. Und da es Frühjahr war und man eben nicht mit einer Seuche gerechnet hat (sonst hätte man sicher etwas mehr eingelagert) und auch nicht die Ernteergebnisse voraussagen konnte, war klar, dass es zu keinem Engpass kommen durfte. Das war nicht überall so, aber doch in einigen Gegenden, so dass man sich auf höherer Ebene, dazu entschied, das Risiko des Warenverkehrs einzugehen.

    Die Leute merken es sehr schnell, wenn plötzlich bestimmte Lebensmittel seltener werden. Das ist beim Toilettenpapier passiert. Wenn man das mitbekommt, dass etwas seltener wird und man sieht dann Toilettenpapier da noch liegen, dann kauft man es, obwohl man es noch hat.

    Das ist auch bei Hefe passiert, weil viele plötzlich klar wurde, was passiert, wenn das Brot oder die Brötchen teurer werden, bzw seltener. Hefe wurde vorher nur in geringen Mengen umgesetzt und daher war man auf den Andrang nicht vorbereitet.


    Aber Mehl oder Zucker war nie knapp. Dafür wurde gesorgt.

    Frag dich selber, wie du dich fühlen würdest, wenn du beim Bäcker kein Brot, und im Laden kein Mehl bekommen würdest. Was würdest du wirklich in dem Fall tun und auch wenn du vorbereitet wärst, was würde dein Nachbar, Freund und auch Feind tun? Menschen sind oft schwierig in Stresssituationen.

    Ja, sie wird subventioniert. Und genau das finde ich nicht gut.

    Ein Bauer, der gute Arbeit leistet, seine Tier auch mal auf die Weide lässt oder auch auf Bio umstellt und Pestizide vermeidet, wird bei diesem System bestraft.

    Stilllegung von Flächen bring teils mehr ein, als diese zu bewirtschaften oder bewirtschaften zu lassen.

    Und man darf nicht vergessen, dass der Bauer im allgemeinen immer noch vom Wetter abhängig ist, wie auch der Imker mit der Tracht. Er trägt das Risiko. Der Einkäufer kann auch im Ausland gute Ware bekommen und muss nicht dem Bauern etwas abkaufen.


    Mir ist bewusst, dass viele ganz weit weg von der Natur sind. Viele gehen eben Einkaufen.... und denken nicht weiter.

    Derzeit grassiert die Schweinepest und in China hat es riesige Bestände von Schweinen das Leben gekostet.

    Das kann hier in Deutschland auch noch kommen.


    Mir wäre es lieber, wenn die Landwirte für ihre Arbeit belohnt werden, und ohne Subventionen leben könnten. Das wäre ein echter Fortschritt, aber dafür geht es den Bauern auch mit Subventionen schon sehr schlecht. Viele sind mit der Bank verheiratet, wie es so schön heißt.

    Entweder man wächst und macht auf Masse und erhält dem entsprechend Subventionen oder der Hof stirbt.


    Früher war der Bauer ein reicher Mann, weil er immer etwas zu essen auf dem Tisch hatte. Heute erscheint er mir zum Teil, wie ein Almosenempfänger.....


    Deshalb kaufe ich regional beim Bauern, wo ich auch die Tiere mal auf der Weide sehe.

    Ich bin immer wieder erstaunt.

    Man schimpft über die hiesige Landwirtschaft, aber kauft billige Produkte aus dem Ausland, wo nicht die "deutschen" Massstäbe zu finden sind.


    Weder sind die Auflagen für Antibiotikagabe, noch der Einsatz von Pestiziden ist so streng in bestimmten Ländern. Und wenn man sich hier über die Landwirte beschwert, wäre ein Blick in die Statistik gut. Wir haben ein Bauernsterben.

    Wenn sich jetzt die Grenzen für längere Zeit wirklich geschlossen hätten und wir aus dem Ausland kaum Nahrungsmittel bekommen hätten, dann hätten die paar Bauern nicht ausgereicht, um den Bedarf zu decken. Eine Hungersnot hätte gedroht, weshalb man tunlichst die Grenzen für den Warenverkehr offen gehalten hat.


    Wir sind abhängig vom Ausland und deren Produkten und deren Herstellungsvorgaben. Aber die sehen wir natürlich nicht wirklich und vergessen das Ganze einfach.


    Was viele nicht wissen, ist das ein nicht bewirtschafteter Boden, nicht gleich zusetzen ist mit "naturbelassen". Eines der einfacheren Beispiele ist die Heide, es braucht die Heidschnucken um diese Landschaft zu erhalten. Überlässt man es sich selber, war es das mit der Heide.

    Anderes Beispiel: Rollrasenproduzenten, die fräsen den Boden ab, aber dass dort viel mehr Mutterboden entsteht, als entfernt wird, ist vielen, selbst Bauern nicht klar.


    Wer also über die Landwirte schimpft, sollte einfach mal Ferien auf dem Bauernhof machen und mit helfen dort. Damit man einen anderen Blick bekommt.

    Der Bauer als Feindbild ist die schlechtere Wahl.

    Na, ganz schön rutschig hier.


    Aber jetzt zu sagen, dass da jemand recht hatte, ist wieder nicht korrekt.

    Indem das Volk aufgelöst wurde, ist nicht der Beweis erbracht das rase richtig lag.

    Ganz im Gegenteil, nur wenn das Volk nach rase s Kommentar innerhalb von 14 Tage verstorben wäre, wäre er mit seiner Aussage korrekt gewesen. Man hätte auch einen erfahrenen Imker draufschauen lassen können

    Nur jetzt ist es nicht mehr belegbar, ob das Volk wirklich dem Tode geweiht war. Es hat ja nie einen erfahrenen Imker gesehen.


    Und wenn das jetzt üblich wird, dann schafft man es hier noch ohne Futterkranzprobe die Faulbrutsporen in den Völkern zufinden.

    Qualität sieht anders aus.

    Oh, der Porsche sieht Top aus.... nur fehlt der Motor. Aber das sieht man auf dem Bild leider nicht....hier würden viele reinfallen auf das tolle Bild.

    Ich habe auch jetzt Völker mit Varroen auf den Bienen und in der Brut. Und doch sind sie vital. Es kommt auf das Gesamtpaket an. Ich behandel und gut ist. Panikmache ist nie gut.

    Cuximker

    Ich mag keine Ferndiagnosen. Weder ist ein Bild aussagekräftig noch beweisend. Man operiert keine Bilder.


    Du hast geschrieben, dass du regelmäßig Durchsichten gemacht hast und daher hoffe ich auf weitere Informationen.

    Wie sieht die Stockkarte aus?

    Das heißt, wie stark ist das Volk, wie viele Brutwaben hat es, wie viel Futter ist im Volk. Einzargig, mehrzargig. Wann hast du vielleicht einen Ableger gebildet, oder es anderweitig behandelt, wann war die Ernte, wie ist die Trachtsituation, sind noch Drohnen im Volk? etc.


    Hast du mal die Varroaschublade eingesetzt, oder CO2, Puderzucker oder ähnliches kurz eine Probe gemacht. Siehst du Varroen auf den Bienen oder in der offenen Brut? Siehst du geschädigte Bienen? Ist der Totenfall vermehrt oder hast du einen Eindruck, dass die Volksstärke abnimmt?


    Ist dir sonst etwas Ungewöhnliches aufgefallen bei dem Volk? Wie sehen die anderen Völker aus?


    Tut mir leid, dass ich mich nicht sofort der Allgemeinen Meinung anschließe, und das Volk als unrettbar verloren gebe. Ich habe es nicht gesehen und nicht beurteilt.


    Es ist nie verkehrt, die Bienen neu aufzusetzen, also Kunstschwarm oder die totale Brutentnahme zu machen. Das Vorgehen hilft bei vielen Problemen.

    WFLP Ich weiß es nicht. Bisher hatte ich in meiner Laufbahn nur ein einziges Begattungsvölkchen in Mini plus, dass nicht da bleiben wollte.

    Da war Futter drin und die Bienenmasse passte auch, aber noch keine Brut.

    Aber das Mini plus (ich hatte an dem Stand 10 Minis besetzt) stand als einziges in der Mittagssonne und am Nachmittag und letztes Jahr war es echt warm. Daher habe ich das mal als "Imkerfehler" bei der Standortsuche gewertet.

    Sonst hatte ich bisher immer, dass Mini plus immer funktioniert.

    Also keine echte Hilfe.

    Ja, ein Futterproblem ist sicher eine Möglichkeit.

    Was mich wundert, ist, dass da frische Brut verlassen wird. Gut, die Königinnen sind jung und machen manchmal verrückte Sache. Aber so etwas habe ich bisher nur bei brutlosen Völkern gesehen, dass sie mal ausziehen.