Beiträge von Night Shadow

    Ich wäre ja vorsichtig im Sperrgebiet mit Schwärmen, aber jeder so wie er meint.

    Deswegen wird ja von Fachleuten empfohlen, Fremdschwärme erst 3 Tage in Kellerhaft zu nehmen, bis die ersten Hungertoten fallen (engmaschig überwachen!), damit alle etwaig in den mitgeführten Honigvorräten vorhandenen AFB-Sporen im Verdauungsapparat der erwachsenen Bienen verstoffwechselt und damit unschädlich gemacht sind.

    Ich denke leider, dass nur wenige sich dazu Gedanken machen. Daher wurde aus einem Sperrgebiet im letzten Jahr mittlerweile 4, wobei der letzte erst vor 2 Wochen entdeckt wurde. Spannend ist es auch, wie weit und was Imker für einen Schwarm auf sich nehmen. Ich habe nur eine TeleskopStange und einen Sack, wenn das nicht lang genug ist, habe ich verloren.

    Gestern war ich zu spät. Schwarm gemeldet, Nachbarimker ist in Urlaub gefahren, von dem der Schwarm kam. Ich leider zu spät, Kollege aus anderem Ort schon den Schwarm eingesackt und war verschwunden. Ich wäre ja vorsichtig im Sperrgebiet mit Schwärmen, aber jeder so wie er meint. Restbienen hing am Baum, immerhin Mangogrosse Traube ohne Königin. Tja, Bienen sind zu billig!


    Dann rief mein Züchter an,..... Dies Jahr schwierig, viele nicht begattet etc. Jetzt muss ich einen anderen Züchter finden, der noch Königinnen abgibt. Man ist immer versucht, einfach nachzuziehen, aber die Erfahrung zeigt, lieber etwas mehr investieren.

    Tatsächlich geschah der Wirtssprung wohl in Asien und wäre irgendwann auch ohne Institut hier gelandet.

    Natürlich nur, wenn man den Einfluss des Imker mit einsetzt.

    Imker haben Völker der europäischen Honigbiene nach Asien gebracht, weil der Honigertrag viel höher ist.

    Auf dem Weg nach hier gibt es zu viele Völker, die eine Ausbreiten linear ermöglichen ....etc. Somit ja, Imker sorgen auch für eine Ausbreitung des kleinen Beutekäfers.


    Und doch ohne Varroa, wie gut würde es der Biene ohne Imker gehen. Monokultur und Pestizide wirken auch, die Umweltbedingungen verändern sich. Würde es der Honigbiene besser gehen? Oder wäre es nicht ähnlich, wie bei den Wildbienen?

    Gut geschrieben beemax


    Hinzufügen würde ich noch zwei Faktoren


    -weniger Völker insgesamt. Gebiete auch bienenfrei, wenigstens zum Grossteil des Jahres. Damit sind Gebiete mit langem Winter und spärlicher und später Blühsituation. Imker ermöglichen durch ihr eingreifen auch in solchen Gebieten Bienenhaltung.


    Durch Faulbrut und andere Krankheiten immer wieder Absterben von Völkern, da weniger Völker in einem Gebiet, schlechtere Ausbreitung und Selbstregulation.

    Honig wird zur Gefahr für die Völker.


    Um es sehr deutlich zu sagen, Bienen sind zwar echte Überlebenskünstler, doch wenn Tracht und Umweltbedingungen sich ändern, stirbt auch die Biene ohne Imker gerne mal in einem Gebiet oder wie es zur Eiszeit passierte völlig aus. Vor der Eiszeit gab es hier andere Bienen. Doch als sich die Bedingungen wieder besser wurden, konnten sich die verschiedenen Rassen, besonders die dunkle Biene hier ausdehnen.


    Wenn man dies auf die heutige Situation anwendet, würden viele Völker, die jetzt gefüttert werden, absterben, weil die Tracht und Wettersituation einfach zu schlecht ist. Dafür würden aus besseren Gegenden im nächsten Jahr Schwärme wieder in die entvölkerten Gebiete einwandern....langsam und nur wenn das Wetter und die Tracht im nächsten Jahr passt.. Leider sorgt die Milbe für eine weitere Verschärfung der Situation. Ohne Imker, ohne Maßnahmen, würden die Bienen leider am Aussterben sein. Wären nicht die Berufsimker mit ihren teils sehr grossen Völkerzahlen da, sähe es noch schlechter aus. Es ist kein Paradies in dem die Bienen leben.

    Wenn es auch nicht repräsentativ ist und dieses Forum einen Erfahrungsaustausch dient schreibe ich meine Erfahrung nieder.


    Die höchste Muttermilbenmenge, bei einem Volk, dass ich noch retten konnte, lag bei 3600 Muttermilben. Dazu kommen die Männchen und nicht geschlechtsreifen Weibchen. Was eine Milbenlast von über 10 000 Milben (Bieneninstitut sprach von ca. 12 000) entspricht.

    Völker mit 4000 Muttermilben und mehr, haben leider oft keine ausreichende Zahl an gesunden Bienen mehr, um durch zustarten.


    Früher war die Durchseuchung nicht so stark, es gab mehr Völker. Und sicher haben nur wenige Imker Varroa gezählt. Ich denke zwar auch, dass außergewöhnliche Wetterlagen, Monokulturen, Pestizide etc. zu weniger gesunden Völkern führen. Doch ist die Varroa nur ein Faktor, wie beemax sehr gut geschrieben hat.

    Das mit der TBE war nur ein Beispiel und da gehe ich nicht weiter darauf ein. Man kann ja auch zum Beispiel Fangwabe nach TBE machen. Nur bedeutet dies für das Volk eine längere Brutpause und somit keine Erneuerung des Volkes, gleichzeitig vermeidet man Säuren.


    Jede Methode hat Vor- und Nachteile.

    Selbst die Verluste haben eine Auslese bei der Milbe zur Folge, nur wird das meistens unterschlagen. Ich denke nicht, dass hier jemand mit seinen Völkerzahlen an Zahlen heranreicht, die eine Anpassung der Milbe zur Folge hätte. Dafür wird zu unterschiedlich und mit zu großem zeitlichen Abstand behandelt. Denn normalerweise braucht es eine Form der Isolation für solche Dinge.


    Daher ist es wichtig im Bezug auf Aussenbedingungen, derzeitige Situation des Volkes und der ungefähren Milbenlast eine Methode oder eine Kombination von Methoden zu nutzen, um wirkungsvoll zu behandeln. Wer nur eine Methode nutzt, kann bei veränderten Aussenbedingungen, sonst auch mal eine böse Überraschung erleben.

    Meistens geht es doch so..... Behandlu,ng nach Standard, weil es alle so machen...Verluste.... Dann hören auf alte Hasen, neue Behandlungsmethode.... Erstes Jahr keine Verluste, Jubel und Schimpfen auf die Standardmethode.... Dann zweites Jahr, wieder Verluste, leise werden, und wieder neue Methode suchen.... wieder auf Empfehlung irgendwas versuchen..... wieder ein oder auch mal zwei Jahre gut, dann wieder Verluste. Windel, co2, etc wird zwar mal versucht, aber Milben hat man so oder so, also wird es schnell sein gelassen, weil Arbeit und man doch wieder hört.. . Erst über Schadschwelle behandeln oder immer behandeln.


    Es gibt relativ sichere Methoden, die wirklich jeder korrekt ausführen kann. Zum Beispiel TBE, ist die Brut raus, sind auch ein Grossteil der Milben raus. Was natürlich bei Völkern mit viel Brut vielbringt, bei Völkern mit wenig Brut weniger. Wer dann noch mit Oxalsäure behandelt, hat schon sehr gut alles entfernt, ohne gross Diagnostik zu betreiben. Doch auch hier muss man wissen, ist wenig Brut da, kann viel auf den Bienen sitzen. 10 %von 100 oder von 1000 sind ein Unterschied.

    Doch wer kann sagen, wie gut eine AS Behandlung funktioniert?

    Auch TBE hat bei mir schon schlechte Ergebnisse gebracht....

    Es geht darum, dass keine Methode 100 % sicher und auch viel äußere Einflüsse machen. Aß wird durch Tracht oder hohe Luftfeuchtigkeit schlechter wirken....etc.

    Na, moralisch habe ich kein Problem mit der Vernichtung von Milben und auch von Bienen.

    Ja, hört sich heftig an.

    Aber wenn ein Volk wegen einer Erkrankung oder einem Parasiten nur noch dahin stirbt, und es keine Chance mehr hat durch Imkerliche Maßnahmen noch gerettet zu werden, sondern sogar zu einer Gefahr für andere Völker wird. Faulbrut, Nosema, Varroa....etc sind ansteckend. Dann sehe ich das Abtöten zwar als traurige Lösung, aber auch als notwendige Entscheidung an.

    Es ist immer das letzte Mittel.


    Doch handelt es sich um Krankheiten! Und da finde ich es total blöd, diagnostische Mittel abzulehnen, nur weil sie nicht 100 % Sicherheit haben. Das hat kein Mittel, auch nicht Co2 und ähnliches. Kein Schwangerschaftstest ist 100% genau und ab und zu muss sogar ein Mann einen Schwangerschaftstest machen und manchmal ist der sogar positiv. Ist dann der Mann schwanger? Nein, er hat nur einen Hormonproduzierenden Tumor, that's it.

    Nicht der Test ist schlecht, sondern es hängt und fällt mit dem Anwender, ob der den Test im Rahmen der Möglichkeiten anwenden kann und auch vernünftige Schlüsse zieht, oder eben nicht.

    Hoffentlich kommt etwas rein. Hier sieht es ziemlich trachtlos aus. Doch auch bei uns sind jetzt die ersten vereinzelten Blüten offen.

    Bei uns ist es wieder ruhig geworden. Doch erschreckend, dass nach guter Frühtracht nun richtig Ebbe ist, dafür wurde massig orange Pollen eingetragen. Ich bin gespannt, ob noch etwas kommt. Letztes Jahr war Mitte Juni Schluss mit der Saison, doch im August kam es nochmal zur Schwarmstimmung.

    Ich werde alt. Es gibt doch auch Pflanzen, die für die Bienen ein Problem darstellen können. Aber ich weiß partout nicht mehr welche das war.


    Sprizschaden könnte sein, doch finde ich das immer schwierig zu sagen. Laboruntersuchungen helfen da sehr und normalerweise sind die auch sehr genau.

    Doch es wird nur auf die häufigsten Stoffe geschaut.


    Bienen mit ausgestrecktem Rüssel sehe ich oft, egal bei welcher Totesursache. Ist der ausgestreckte Rüssel wirklich ein sihres Zeichen für eine Vergiftung?

    Es hängt und fällt mit der Person des Amtsveterinärs.


    Bei uns ist es entspannt, da sie die Schutzkleidung vergaß, wurde einfach von außen geschaut und der BSV für die Beprobung später geholt.


    Bei uns werden Sammelproben gemacht. Aus maximal 6 Völkern müssen insgesamt mindestens 50 g genommen werden, bienenfrei und von einer Wabe mit offener Brut. Ja, funktionierte bei mir auch nicht ganz, daher wurde so nah, wie möglich die Probe gezogen.


    Es hängt wahrscheinlich viel am Besuchsgrund. Daher drück ich einfach die Daumen, dass es entspannt läuft.


    Positiv war bei mir genannt worden, dass jeder Standort eigenes Werkzeug hat. Die Einweghandschuhe sind zwar hygienisch, aber belasten die Umwelt.

    Negativ wurde auf die vereinzelten toten Bienen vor den Fluglöchern hingewiesen. Fluglöchern sollten sehr klein gehalten werden, damit es wohl zu keiner Räuberei komme.