Beiträge von Night Shadow

    Stylex hat es schon gesagt.


    Es wurde die falsche Diagnose gestellt. Das Volk hat für mich überhaupt nicht die Volksstärke um zu schwärmen. Somit ist es die Frage der Nachschaffung. Nachschaffung spricht nicht für die Königin und damit kann man bei der Nachschaffung, Töchter der Königin auch ins Klo greifen. Es besteht ein Risiko, was natürlich nicht so sein muss, aber kann. Daher lohnt es sich über eine neue Königin nachzudenken.

    Wenn man der Überlegung folgt, schafft man sich mit den Ablegern, die nicht wirklich optimal gebildet wurden, wieder mögliche Probleme.


    Wir wollen eigentlich problemfrei bzw. problemgering Imkern. Es gibt genug Probleme, die uns ins Ergebnis spielen, aber man sollte vermeiden "sehenden Auges" Probleme zu erschaffen.

    Augen zu und durch sollte also nicht die Devise sein.


    Sondern klar überlegen, welche Maßnahme für welchen Zweck in welcher Situation am geeignetsten ist.


    TBE ist keine gute Maßnahme zur Schwarmvermeidung. Wenn wir hier also ein starkes Volk mit Schwarmneidung annehmen und hier schon Weiselzellen angelegt sind, dann bietet sich ein Königinnenableger an. Gerne auch am Ort des Altvolkes aufgestellt. Sonst kann es trotzdem zu Schwärmen kommen, mit Jungweiseln.

    Damit sind beide Volksteile erstmal safe, aber Honig bekommt man damit nicht.

    Das wäre die natürlichste Form, da im Grunde die Bienen im Brutnest ihre Schwarmköniginnen ziehen können.


    Es gibt viel andere gute Möglichkeiten noch einzugreifen.

    Bei der TBE nimmt man dem Volk die Zukunft, was ohne Schwarmstimmung wenig Probleme macht. Eine echte Ertragssteigerung soll beim Käfigen der Königin 14 Tage vor Trachtende vorhanden sein. Es schlüpfen viele Jungbienen und die Brutpflegearbeit nimmt ab. So kommt es zu mehr Sammelleistung.


    TBE bei Schwarmstimmung ist immer kritisch. Die Königin wird ja von einem Teil des Volkes nicht mehr akzeptiert, weshalb Weiselzellen angelegt werden und nicht mehr zerstört werden. Es sind aber genau die Bienen, die die Königin mit Gelee Royal eigentlich gut versorgen sollten.

    Jetzt entfernt man die Brut mit den aufsitzenden Pflegebienen in einen Ableger. Das Restvolk mit Königin muss sich also umorganisieren und wieder ausreichend Gelee Royal für die Königinversorgung bilden.


    Man greift in ein lebendes System ein und das bei so einem komplexen Vorgang wie dem Schwärmen. Davon abgesehen, ob die werdenden Königinnen ausreichend versorgt werden können in den Ablegern, will man eigentlich die Völker nicht in so eine erzwungene Notlage versetzen.


    Meine 2 cents.

    aumeier Danke Heike, für deine Erfahrung mit stark geschiedeten Völkern im Frühjahr. (Pressen vermeide ich jetzt mal). Das war bei mir auch aufgefallen, weshalb ich dann erst später das Schied setze.


    Moon Ich hätte gerne eine Quellenangabe gehabt, wo die bessere Entwicklung der Völker durch das Schieden wirklich belegt ist. Ich finde da leider mal wieder nichts. Vielleicht habe ich damals einen Fehler beim Schied setzen gemacht und würde mich da über mehr Informationen und wie sie die Verbesserung erreicht haben, freuen. Mich würde auch die Vergleichsgruppe interessieren. Da Moon nicht mehr antworten kann, vielleicht hat jemand anderes die gleichen Information?

    20 DNM Völker stehen super da, Kiste voll, Daher Futter schon vorbereitet, falls es knapp wird.

    4 Mini plus teils einzargig mit Reserveköniginnen. Leben alle noch und auch hier muss ich auf Futter aufpassen.

    Noch kein Volk verloren seit der letzten Ernte.


    Für mich hängt auch viel vom Wetterverlauf in der Gegend ab. So dass ich Verluste etwas anders werte.

    Wer bis einschliesslich November Völker verloren hat, der hat ein Problem bei der Völkereinwinterung. Ob das eine fehlende oder fehlgeschlagene oder zu späte Varroabehandlung im Sommer war oder aber Umstände, wie Räuberei, Versorgungsorbleme mit Pollen etc. Da muss man schon genau hinsehen, was ja leider nicht Standard ist.

    Wer Völker im Dezember bis Februar verliert, sollte sich die Herbstbehandlung und insgesamt die Trachtverhältnisse, die Situation der Völker ansehen. Die Völker könnten sich auf den Winter wenigstens zu einem gewissen Grad einstellen.


    Ab März Völkerverluste habe kaum etwas mit Varroa zutun. Meist ist das Problem innerhalb des Volkes, Futtermangel, Problem mit der Königin, Fehlen der Königin, Volksstärke und ähnliches zu suchen.


    Leider schauen die meisten Imker nicht auf die Stockkarte, oder führen keine Stockkarte. Wenn man aber diese nach einem Verlust um ein halbes Jahr zurückgeht, kann man manchmal Ursachen entdecken und daraus lernen.


    In diesem Sinne wünsche ich ein frohes neues Jahr.

    Bei der Carnica muss ich beichten, dass die Bieneninstitute den Preis bestimmen. Zwischen 60-70 Euro inselbegattete und 75 Euro besamt. Bei anerkannten Züchtern bekommt man eine inselbegattete für 30-40 Euro.

    Und ich habe früher gedacht, was sind die Institute teuer. Heute weiß ich, dass es dumping Preise sind.

    Buckfast ist teurer, aber warum eigentlich? Die Arbeit ist bis auf die Zucht die gleiche? Es ist, wie beim Honig, man sabotiert sich mit niedrigen Preisen und weniger Leute arbeiten für so wenig Gewinn.

    Na ja, nachschauen, ob das Volk noch vorhanden ist, gehört zum guten imkerlichen Tun. Man möchte doch nicht andere Bienenvölker schädigen? Und so unbeständig, wie die Winter hier mittlerweile sind, gibt es immer wieder Tage, wo Bienen ausfliegen.


    Dann sollte man auch den Blick auf die Schublade richten. Hat man diese nicht schon drin, wäre dies ein Anlass für mich, diese zu benutzen. Am Gemüll kann man schon einiges erkennen und nicht nur nach Varroa suchen.


    Aber ja, tun kann man auch etwas, manchmal liegt es auch am Futter, was die Bienen nicht mehr erreichen können, weil die Traube eben das Futter in der Nähe aufgebraucht hat, aber keinen Anschluss mehr an anderem Futterbereich hat. Da kann man mal eben helfend eingreifen und ne Futterwabe nahe an die Bienentraube setzen. Etwas aufkratzen das Futter.


    Ich würde allerdings nie, unter keinen Umständen, den Eingang verlegen. Von Unten nach oben oder von links zur Mitte oder rechts. Die Bienen haben ein Gedächtnis. Da räume ich lieber immer wieder das Flugloch frei.


    Ist nur ne Meinung, ich bin nicht an der Beute und trage nicht die Verantwortung für das Volk.

    Und doch ist der Schaden durch das einmalig reinschauen vertretbarer, als nichts zutun.

    Wenn du meinst, ich bleibe bei meiner Meinung.

    Sonst müsste meine Drohnenbrut schon lange milbenfrei sein. Ist sie aber nicht. Und bisher gibt es dazu keine wissenschaftliche Arbeit, die deine Aussage bestätigt.


    Und da ich selber schon eine funktionierende Milbenfalle gebaut habe, die mir Varroen, wie ein Drohnenrahmen aus dem Volk zieht. Kann ich dir einfach nicht zustimmen.

    Sorry, aber wenn eine Mutation einen Vorteil bringt, dann muss man das Ding zu Ende denken.


    - Wenn "Dieser Vorteil führt dann aber zu einer sehr schnellen Ausbreitung im Volk und neigt dazu andere Familien zu unterdrücken. ", dann heisst das eine schnellere Vermehrung. Eine schnellere Vermehrung sorgt zumeist für ein schnelleres Ende des Bienenvolkes. Damit sterben aber auch die meisten der Milben ab. Nur prozentual wenige Milben finden den Weg in ein anderes Volk.

    Meistens sterben mehrere Bienenvölker am Stand....

    Somit ist eine schnellere Vermehrung ein evolutionärer Nachteil.


    - ein echter Vorteil für die Milbe ist eine langsamere Vermehrung, die das Bienenvolk länger überleben lässt. Doch kann die Milbe sich da nicht verlangsamen, da sie vom Zyklus der Verdeckelung der Bienenlarven abhängig ist.


    Unsere Völker haben viel Brut und einerseits rettet dies einen Teil der Völker, aber ermöglicht auch so hohe Milbenzahlen. Bei dem eigentlichen Wirt der Cerana hat man nie so hohe Zahlen.


    Wenn man noch weiterdenkt, ist der Zeitpunkt des Todes eines Bienenvolkes relevant. Wenn keiner mehr Völker im September, Oktober, November verlieren würde, sondern erst im Dezember, Januar. Dann würden diese Milbenpopulationen komplett mit den Bienenvölkern aussterben. Eine Reinvasion wäre nicht aufgrund der Witterung möglich.


    Drohnenbrutschneiden sorgt nicht für eine Selektion der Varroamilbe. Der Drohnenrahmen wird nur mehr von Ammenbienen belaufen, weil die Jungs doch Hunger haben. Deshalb ist der Drohnenrahmen gut mit Bienen besetzt, was die Wahrscheinlichkeit einfach für eine Besiedlung mit Varroa erhöht. Auch sitzt der Drohnenrahmen am Rand des Brutnestes, wo auch Sammlerinen und Honigverarbeitende Bienen sich treffen. Es ist also eine Sache der Wahrscheinlichkeit, wie oft man ein bestimmtes Auto in der Fußgängerzone oder auf der Autobahn sieht.

    Manchmal muss ich hier doch etwas lächeln.


    wasgau immen ist da auf dem richtigen Weg. Je mehr Züchter sich beteiligen, desto höher wird auch die Varianz im Bereich der Züchtung. Ein einzelner Züchter kann nicht jede Linie folgen. Er muss sich begrenzen, Wie auch schön im letzten Video verdeutlicht. Aber je mehr sich an Züchtung beteiligen, desto breiter kann in verschiedene Richtungen gegangen werden. Dadurch werden die Möglichkeiten einfach erhöht. Züchtung soll und darf eigentlich kein Geheimnis sein.


    Manne Du möchtest immer noch das Wunder einer plötzlich auftretenden Toleranz erleben? Wenn du dieses Wunder plötzlich erlebst, wird es dir in der nächsten oder spätestens in der übernächsten Generation genommen. Wenn du dir das letzte Video nochmal ansiehst und dir die Worte "der Drohn gibt 50% an Genmaterial an die nächste Generation." und die Wahrscheinlichkeit, dass du genau diesen Drohn, der eine Toleranz weitergibt, bei der Standbegattung haben könntest..... sehe ich das, wie Herr Mendel. Du hast dann in der nächsten Generation nur noch 50 % und in der folgenden nur noch 25 % und schließlich nur noch 12, 5% deiner Toleranten Königin.


    Deshalb hilft hier kontrollierte Zucht. Sie festigt Eigenschaften und kann sie auch in die nächsten Generationen hinüberretten und sogar verstärken. Es ist mühsam und ein echt steiniger Weg.

    Aber von mir kommt ein "Hut ab" vor den Züchtern, die sich da bemühen.

    Ja, kann mich den Vorrednern nur anschließen.


    Ich nutze Folie und auch Gaze. Gaze wird im Sommer aufgelegt und erstaunlich gut propolisiert. Da ich mich weigere an Klimadeckeln und so etwas zu denken. Hatte ich die glorreiche Idee einfach propolisierte Gaze immer wieder aufzulegen.

    Allerdings ist es den Bienen ziemlich egal, ob Folie oder Gaze. Nur Folie bekommen sie schneller dicht an den Rändern.

    Beim Aufreissen ist mir daher die Folie liebe, da man sie gut abnehmen kann.


    Die Bienen wollen es dicht haben. Aber jetzt um die Zeit bleiben Lücken lücken. Das ist unproblematisch, so lange kein Wasser von aussen eindringen kann. Die Bienen müssen vielleicht etwas mehr Energie einsetzen, aber das ist immer so, sobald man die Beute anfasst und der Bien sich aufregt.


    Viel erfolg

    Ich mache regelmäßig Völker mit zwei Königinnen.

    Mir gefällt es gut, aber hey, man braucht das nicht.

    Ist halt, wie ein Ferrari, man kommt auch mit einem anderen Fahrzeug ans Ziel, nur vielleicht nicht so schnell. Und nicht jeder kommt mit Geschwindigkeit klar, dass kann auch überfordern.

    Ich gebe es zu, mit modernen Wiege und Messtechniken bin ich überfordert.


    Doch trifft es sich, dass wir bei unserem kleinen Imkerstammtisch mit einem meiner Jungen Imkerkollegen, den ich helfe, über diese neuen Wege in der Imkerei redeten. Er will sich eine Stockwaage bauen und vielleicht noch Temperatur und Luftfeuchtigkeitsmesser und auch eine Kamera ins Innere einer Beute montieren. Wir redeten über Nutzen und Möglichkeiten dieser Technik.


    Ich bin da etwas veraltet und ich sehe anhand von meinen Erfahrungen über die Jahre, was ungefähr im Volk passieren kann. Ja, anhand des Wetterverlaufs, der Tracht, der Situationen am Stand. Was ich einfüttere, was verbraucht wird. etc. Es ist Erfahrung, aber wenig substanzielles. Mit der modernen Technik kann man so etwas schon sichtbar machen.


    Ich bin nun etwas am grübeln. Für einen alten Imker, wäre es zwar interessant, aber nicht entscheidend, zu sehen, was da gerade passiert. (Ja, auch etwas zu viel Voyeurismus) Zusätzlich wenn ich nicht weiß, was in zwei oder drei Wochen passiert im Volk, bin ich meistens eh zu spät. Also hilft so etwas modernes nicht ganz so gut.


    Was meint Ihr, hilft diese Technik einem Jungimker, der das Handwerk gerade lernt, weiter oder lenkt es auch ab.


    Ich finde es enorm, was da alles möglich sein soll. Aber ich habe keinen Strom am Stand und da ich doch etwas mehr Völker betreue, wäre mir das zu aufwendig. Aber vielleicht gibt es Punkte, die ich übersehe.


    Für eure Meinung dazu, wäre ich dankbar.

    Ok, darf ich nach der genauen Durchführung der Behandlungen fragen?


    TBE (wurde da anschließend nach 3 Tagen Milchsäure oder mit Ox behandelt? oder ohne Nachbehandlung?)

    Wie sah die AS Behandlung aus? Schwammtuch, oder Langzeitverdunster? mit wieviel AS wurde behandelt?


    Die Kombination AS und Milchsäure war mir bisher nicht geläufig. AS mit Schwammtuch und dann noch Milchsäure sprühen oder wie ist das zu verstehen?


    Dann steht da TBE Schwärme nochmal mit Milchsäure behandelt im September? Waren diese dann Brutfrei?


    Schied gesetzt vor dem Winter?


    Der Verlust tut mir sehr leid. Ich möchte da gerne mit dir auf Ursachen jagt gehen, denn damit kannst du in Zukunft solche Ereignisse vielleicht reduzieren.

    Bilder wären sehr hilfreich, aber auch die Stockkarten mit den Daten, wie, was, wann durchgeführt wurde. Vielleicht kann man dann eine Aussage treffen.


    Alles Gute.