Beiträge von Night Shadow

    Jedoch hemmt die Bombe Cortison nicht alles und da wir ja auch noch eigenes Cortison produzieren und das mit einer zirkadianen Rhythmik, würde ich nicht behaupten, dass Cortison eine Bombe ist. Es ist jederzeit im Körper und wenn Cortison fehlt, ist dies tödlich. Siehe Addison-Krise, Morbus Addison.

    Daher muss es, wie eigentlich jedes Medikament nur sachgerecht angewendet werden, damit der Nutzen, den Schaden, den jedes Medikament (sogar Sauerstoff ) macht überwiegt.

    Es kann Leben retten und solche Aussagen schüren nur die Angst vor dem Gebrauch.


    Gerade jemand, der eine Exposition mit einem Allergen (z.B. Bienengift) hatte und allergisch schon einmal reagiert hat, soll und darf keine Angst vor der Verwendung haben.


    Cortison ist nur bei längerer Anwendung ein Problem und oft kann durch gutes dosieren und richtiges Ausschleichen auch hier viel verminden werden.


    Also bitte keine Angst vor dem Einsatz vom Cortison im Notfall.

    Hier wäre ein Nobelpreis zu vergeben, wenn man herausfindet, wie bestimmte Stoffe auf das Immunsystem einwirken.

    Allerdings weiß man selbst beim langgenutzten Cortison nicht, warum es das Immunsystem blockieren kann oder warum es manchmal dies nicht macht.

    Das ist in jedem Fall ein sehr spannender Bereich und vielleicht werden wir irgendwann hier mehr Klarheit haben.

    Die gesamten Autoimmunkrankheiten, wie die verschiedenen Rheumatypen, Thyreoiditis (Hashimoto oder Basedow), Multiples Sklerose, Lupus eryth. etc. könnten dann auf ihre Ursache erforscht werden, aber auch Long Covid hat eine autoimmun Komponente, wo man zurzeit die Antikörper für einige Symptome verantwortlich macht.

    Hoffen wir, dass die Forschung weiterkommt in dem Bereich.


    Bitte habt nicht nur das Bienengift im Blick, Propolis ist ein sehr starkes Allergen.

    Vor drei Wochen starb bei uns ein Bauer, der auf die Jagd gegangen war, nach einem Wespenstich im Nacken. Er hatte sein Notfallset dabei und hat dies auch genutzt. Trotzdem stellte sich bei Eintreffen des Rettungsdienstes bereits ein reanimationspflichtiger Patient dar. Er konnte wiederbelebt werden, jedoch war die Zeit anscheinend zu lange und es traten Hirnschädigungen auf, so dass er nach zwei Tagen im Koma verschied.


    Der Bauer hatte alles getan, was möglich war um sich zu schützen. Er hat den Notruf genutzt, hat das Notfallset genutzt und hatte eine Hyposenibiliserung angefangen.


    Leider ist es so, dass das Cortison nicht immer ausreichend wirksam ist und ja, der Bauer befand sich an einem schlecht zu erreichenden Ort, so dass die Anfahrt zu lange dauerte.

    Adrenalin wirkt nur um 10 min herum, danach treten wieder Symptome auf.


    Solche Fälle in dieser Schwere passieren sehr selten und hier waren es die Umstände.


    Oft wird man gerufen und es kommt, trotz bekannter Allergie, nicht zum anaphylaktischen Schock, aber niemand kann es vorhersehen.

    Man kann sich nur das Risiko bewußt machen und alle Vorsichtsmaßnahmen treffen.


    Doch eine echte Sicherheit gibt es nicht, denn jeder kann plötzlich allergisch reagieren.


    Ein Erste Hilfe Kurs kann ein guter Einstieg sein, sich auf eventuelle Notfälle vorzubereiten und sich sicherer zu fühlen. Man muss ja nicht immer das Opfer sein, sondern auch Helfer.

    Da hat JaKi recht.


    Hier geht es um Bauen im Aussenbereich und das bedarf einer besonderen Genehmigung und einigen Vorraussetzungen, die leider nicht erfüllt waren. Eigentlich hätte die Stadt keine Baugenehmigung erteilen dürfen. Jetzt verliert der Imker alles und wird sicher noch Schulden vom Bau haben. Trotzdem ein No Go Bienen als Waffe gegen andere Menschen zu nutzen.

    Ich habe selber nachgesehen.


    Nicht gerade geschickt hier über so etwas zu schreiben. Wer musste da noch ein paar tausend Euro zahlen nur weil er OX gelagert hat?

    Ich habe aus Krankheitsgründen einige Völker noch nicht behandelt. Da ist mir aufgefallen, dass alle Wirtschaftsvölker nur sehr wenig Brut haben und eine zeitlang wohl vollständig brutlos waren. Die Ableger mit neuer Königin hingegen zeigen noch ein gutes Brutnest. Futter war in allen Völkern gut vorhanden.

    Es kann Ursachen extern geben, die Trachtsituation war sehr schlecht und das Wetter heiß und trocken. Nur als Anregung, dass nicht immer die Behandlung eine Ursache ist, da die Völker mit Behandlung genauso aussehen..

    Ich wäre ganz bei dir.


    Doch aus Jahrelanger Erfahrung und gerade auch erst letzter Woche wieder Gespräch mit BSV gehabt. Wo wieder Thema FKP und Faulbrut kam.

    Er wäre selber betroffen gewesen, aber nur weil sein Nachbarimker unsauber gearbeitet hätte.

    Ich habe dann mal gefragt, was er meint, woher Sporen kommen? Na klar, vom Nachbarimker.

    Ja, aber woher kamen die Sporen bei dem Nachbarn? Und was meint unsaubere Arbeiten?

    Nach mehrfacher Erklärung, was ich meinte, kam weiß er nicht.

    Hat der Imker sich Völker gekauft? Honig gefüttert? Oder was?

    Nein, unsauber war gemeint, dass der Imkeranzug nicht sauber sei und sein Werkzeug nicht geputzt war.

    Daher kommen aber keine Sporen ins Volk.


    Das da also nicht viel Sachverstand ist, ist geschenkt. Doch viel schlimmer ist, dass er als BSV anderen Imkern ohne viel Nachdenken seine Story erzählt und man sehr einfach seinen Nachbarimker herausfinden kann und die Story immer weiter erzählt wird. Egal ob der Imker fachlich gut oder wirklich schlecht war, der Ruf ist hin.

    Und nur weil jemand was erzählen will. Siehe Frau Pia Aumeier bei einem Livestream. Auch sie erzählt solche Geschichten und keiner denkt sich etwas dabei, aber für den Betroffenen, der sich nicht wehren kann, ist das beleidigend und beschämend.

    Ein BSV muss schweigen können und das habe ich bisher nur einmal erleben dürfen.

    Also bist du im Grundsatz dafür sämtliche Kinder jedes Jahr mindestens einmal auf Scharlach zu untersuchen? Häufigkeit von Scharlach liegt bei 5 von 1000. Faulbrutausbruch liegt bei 2-3 von 1000?


    Wir untersuchen normalerweise nur, wenn Symptome vorliegen und dann macht die Beprobung Sinn. Das war in den 90er Jahren auch bei der Faulbrut so gedacht.


    Wenn du also für Beprobung bist, dann musst du effektiv beprobrn, dass heißt, Winterfutter, erste, zweite, dritte Ernte und noch einmal zur Sicherheit im Herbst. Sind also 4-5 Proben, die du eigentlich mindestens ziehen müsstest. Da sie aber schon 14 Tage bis zum Ergebnis brauchen und du beim Wandern den Ort des Eintrags veränderst, muss man auch beim Ortswechsel ….oder bei Räuberei und co auch Proben gezogen werden.


    Die Proben sollten natürlich immer dokumentiert werden und die Labore müssten jedesmal.einen Nachweis führen.


    Wenn du das jetzt als übertrieben wahrnimmst, warte ab, es wird noch besser. Wenn du nämlich den Honig derzeit beproben würdest, hättest du bei einigen, die ein Gesundheitszeugnis schön im Frühjahr oder Winter gezogen haben, den Nachweis Sporen im Honig ( warum auch 70 % der importierten Honige Sporen enthalten und niemand da ein Problem damit hat)

    Der Honig wird ja aus den Völkern entfernt durch Ernte und dann sind oft die Völker schnell wieder unter der Nachweis Grenzen und nicht mal erkrankt.


    Aber klar, sinnloses Beproben hilft ungemein den Bieneninstituten, die die Labore betreiben und damit Geld ziehen. Und das für nicht standardisierte Untersuchungen. Es ist fast Kaffeesatz lesen …


    Frag ruhig Guido Eich zum Thema Imker und Faulbrut und wie gesagt, bei uns hat sich vor Jahren ein Imker wegen der Diagnose Faulbrut erhängt.


    Wie sieht es aus bei Stigmatisierung bei HIV oder Hep C oder jetzt Affenpocken?

    Der Umgang mit solchen Stigmen ist den BSVs völlig unbekannt. Es ist immer der Imker schuld und das wird locker erzählt und die Konsequenz ist menschliches Leid.


    Darf so etwas wirklich in der heutigen Zeit so umgesetzt werden?


    Ich wette, wenn du den Berliner Imker fragst, ob er angefeindet wurde, wird die Antwort ein ja sein. Obwohl und da muss ich einfach den Mut und die Ehrlichkeit des dortigen Vereins und der Leiter bewundern, dass die Leute zu diesem Imker halten und ihn unterstützen. Das ist eine absolute Ausnahme!

    Wo das Problem ist?


    Hab einfach einmal Faulbrut. Hier haben sich Imker deswegen erhängt. Da geht dann die üble Nachrede los und ja, dabei ist Faulbrut nicht ausrottenbar und seit Jahrtausenden gehen damit unsere Bienen um und sterben nicht aus. Und das ganz ohne Imker und ohne Veterinäramt. Aber wenn du einen BSV fragst, dann ist immer der Imker schuld.


    Doch hat man es, ist man sofort ein schlechter Imker und bei uns in der Gegend sind drei Stände in Flammen aufgegangen.


    Und Veterinäramt sagte ein paar hundert Völker müssen abgeschwefelt werden, ob positiv oder negativ war völlig egal. Niemand konnte mehr sagen, welche Probe, welche Völker betroffen hat, daher dann alle.


    Das wäre so, als würde man wegen einem positiven Coronatest einen ganzen Landkreis isolieren oder….

    Was man auch zwischendurch mal durchgezogen hat. Und in China wird das so gemacht.


    Doch die Faulbrut ist leicht zu bekämpfen und tötet die Völker nur selten unentdeckt. Wo ist die Gefahr, die dieses Töten von Völkern, die man mit einfachen Maßnahmen sanieren.kann, rechtfertigt?


    Ich habe einen Anspruch an Qualität und wenn es diese Ausmaße hat, dann muss die Probennahme professionell sein und die Labore müssen nachweisen, dass ihr Ergebnis passt……


    Warum darf bei Bienen geschludert werden?


    Und jetzt noch einmal für dich zum Nachdenken, würdest du einem Gesundheitszeugnis trauen, was aufgrund einer schludrigen Probennahmen und laboruntersuchung dir erklärt, alles ist gut?

    Frag dich einfach, ob.der ganze Aufwand lohnt?


    Die Bienen tragen ein und räubern und können schnell sein, weißt du, was sie in der nächsten Stunde, Tage, Wochen, Monate eintragen?


    Und weißt du, wie viele Gläser umgespult in den Container kommen, ob ein Glas auf dem Supermarktparkplatz zu Bruch geht?


    Kontrollierst du nicht nur dein Winterfutter, sondern auch deine verschiedenen Honigernten? Kannst du jeden Schwarm verhindern? Und jede Räuberei?


    Statistisch ist jedes 10 Volk mit Sporen belastet. Weißt du, dass der Berufsimker immer mit Sporen rechnen muss und dann lahm gelegt wird?


    Gib mir einen einzigen guten Grund für dieses Handeln, nur einen?


    Und dann erkläre mir, warum wir bei der Varroa alle Augen zudrücken?

    ribes

    Es steht in der Verordnung drin.. Es muss "amtlich" festgestellt werden. Damit ist klar, dass nicht der Imker, sondern das Amt die Arbeit machen muss und auch nur bedingt übertragen kann an BSVs.


    Oberverwaltungsgericht NRW, 13 B 1313/19


    ribes

    Ich finde nicht, dass man BSVs abschaffen sollte. Ich finde sogar, dass sie sich vielmehr stärker einbringen und Wissen vermitteln könnten. Nur ist die Faulbrut im Grunde eine Gefahr, die man leicht durch Wissensweitergabe bannen kann, die nicht tausende von Völkern kostet und dem Imker nur verständlich gemacht werden muss.


    Es geht nur darum, ob ein Veterinär, der mit Bienen nur wenig zutun hat, ein Gesundheitszeugnis, dass keinerlei Aussagekraft für Monate hat und ein BSV, der rechtlich (weil oft mit Werksvertrag abgespeist) nicht gut abgesichert ist, ob so ein System, was nicht wirklich hilft, hier aufrechtgehalten werden sollte.

    ribes

    Ich mag deine kopierten Texte, nur wäre es auch toll, wenn du sie verstehen würdest.


    -ein Sperrgebiet ist zwingend einzurichten, sobald AFB „amtlich“ festgestellt wurde.

    Klinischer Befund und Labornachweis


    Amtlich ist hier entscheidend. Hier gelten die Vorgaben der „amtlichen Probennahmen“, die im Neuen AHL und auch in der deutschen Gesetzgebung festgeschrieben sind.


    Das heißt im Grundsatz, dass genau zu dokumentieren ist, was wann wie entnommen wurde.

    Und ein Foto reicht nicht aus, was sehr schön in der Urteilsbegründung des Oberverwaltungsgerichts deutlich wird.


    Es darf kein Zweifel bestehen, woher die Probe kommt oder die Wabe, welche Völker beprobt wurden und noch ein paar wichtige Punkte.


    Und dazu kommt noch der klinische Befund, dieser muss zwingend vom Veterinär erhoben werden und kann nicht auf BSV Aussage gestützt sein. Auch hierbei gibt es Regeln zur Dokumentation.


    Ansonsten besteht eben nur der Verdacht der AFB und nicht mehr.


    Bisher wurde nie näher hingeschaut bei AFB, oft hat das Veterinäramt einfach auf Zuruf eines BSV einen Sperrbezirk ausgerufen, dass darf aber so nicht sein, dafür hat der Veterinär eine besondere Position.


    Meist du, dass man auf Vermutung einen ganzen Tierbestand einfach keulen darf als Veterinär?


    Das wirklich spannende ist, dass die richtige Dokumentation auch bei jedem Gesundheitszeugnis erfolgen muss. Was bisher aber niemand interessiert hat. Es ist immerhin eine „amtliche“ Bescheinigung.



    Zusatz: Laborbefunde sind nicht über jeden Zweifel erhaben. Auch hier muss dann das Labor nachweisen, dass seine Ergebnisse korrekt waren mit der Methode und sie sauber gearbeitet haben. Dies wird oft durch die A und B Probe gewährleistet, den zwei Labore sollten bei den Proben zum gleichen Ergebnis kommen.

    Das Veterinäramt muss sicherstellen, dass die Proben aus den Völkern des Imkers kommen. Kann man der FKP Probe ansehen, aus welchem Volk oder Völkern sie stammt?

    Der Imker kann nicht seine eigene Handlung beanstanden, dass könnte nur das Veterinäramt. Dann müssten sie aber wieder Proben ziehen, die nach der Verordnungen einer amtlichen Probennahme erfolgen müssen. Mit z.B. der Möglichkeit der A und B Probe und der verschiedenen Labore. Damit die Ergebnisse überprüfbar werden, muss auch beim Labor das Veterinäramt sicherstellen, dass die Ergebnisse reproduzierbar positiv oder negativ sind.

    Damit müsste man sogar die Ausgangsproben über einen Zeitraum lagern und nochmals untersuchen. Bei FKP ist das absolut möglich, da die ja lange haltbar sind.

    Anders ist das bei Blutproben, wo bestimmte Werte schon nach sehr kurzer Zeit verändert sind.


    Wenn auch die Probennahme unbeanstandet bliebe, wie sieht das mit dem Ergebnis des Labors aus? Kann mit der derzeitigen Untersuchung eine sichere Aussage getroffen werden? Unterschiedliche Nährmedien und sogar mögliche Fremdverunreinigungen können Ergebnisse verfälschen.

    (Daher wurde z.B. im Fall Nawalny von den europäischen Referenzlaboren selber Probennehmer entsandt und jedes Verfahren mit Vergleichstest sichergestellt, dass die Verfahren ordnungsgemäß durchgeführt wurden. Damit niemand das Ergebnis beanstanden konnte)


    Dann muss der Veterinär auch noch den Ausbruch der Faulbrut festgestellt und die Diagnose gestellt haben und eine Beurteilung vorgenommen haben, um die Maßnahmen dann einzuleiten, die entsprechend dem Befund verhältnismäß sein müssen. Hier darf nur der approbierte Tierarzt eine Entscheidung treffen.