Beiträge von Waldfrau

    Ist das wirklich so?

    Nachvollziehen kann ich es, doch bei meinen CBPV-Verdachtsvölkern traten die Symptome zum Teil erst nach Brutententnahme und Restentmilbung auf. Auch ein offenes Kunstschwarmverfahren mit Restentmilbung im Juli führte nicht zu überwinterungsfähigen Einheiten. Eine gesicherte Diagnose habe ich aber nicht.

    Guten Morgen Chris,


    der CBPV ist keine direkte Folge der Varroa, sondern kann eine der vielen Krankheiten sein, die durch die Varroa übertragen oder begünstigt wird. Daher ist es natürlich möglich, dass erst zu einem späteren Zeitpunkt der Ausbruch stattfindet.

    Der CBPV braucht offene Wunden um übertragen zu werden, dass findet er mit der Varroa vor. Zum Ausbruch kommt es häufig bei Schwächung der Völker, wenn also "viel zusammen kommt".


    Liebe Grüße

    Marie

    Leider das übliche Problem: Wer "Milbenjahre" hat, hat in der Vorsaison Fehler gemacht. Die Milben vermehren sich im gleichen Tempo wie die Bienen. Auch unter optimnalen Bedingungen ist ihre Vermehrung biologisch begrenzt. Milbenjahre haben ihren Grund immer im Vorjahr.

    Hallo Wolfgang,


    ich behaupte jetzt einfach mal ganz dreist, wenn Bernhard Heuvel davon erzählt dass die Warnung unter den Berufsimkern rum geht, dass etwas mehr dahinter steckt. Die verstehen ja zumeist etwas von der Materie.


    Auch in der Statistik gibt es ja "Milbenjahre". Wenn es nur Imkerfehler sind, würde es mehr Sinn machen, dass die Verluste immer gleichmäßig sind.


    Liebe Grüße

    Marie

    Hallo zusammen,

    Ich glaube die Frage war anders gemeint. Ich verstehe es so, dass Mistermister606 wissen wollte, ob es eine Zeigerpflanze zur Orientierung des Schleuderzeitpunkts der Frühtracht gibt.

    Das ist der Holunder. Wenn er blüht, ist zumeist der richtige Zeitpunkt.


    Liebe Grüße

    Marie

    Moin zusammen,


    wir bei uns (Rheinland) müssen Ableger, Kunst- und Naturschwärme gerade füttern. Robinie war fast komplett im Regen und zu kalt und ist durch, Kastanie ebenfalls schon länger durch.

    Die Linde braucht noch was...

    Es gab schon die ersten Hungerschwärme.


    Liebe Grüße

    Marie

    Ich habe den Eindruck, dass es mittlerweile bei den heutigen Bienen Standard ist, keine Legepause oder nur eine winzige zu machen.

    Hallo Berggeist,


    das ist der züchterische Erfolg.

    So war zumindest der Konsens bei einem Züchtertreffen vor einer Weile, bei dem ich dabei war.

    Auch schwarmträge Bienen schwärmen bei gewissen Randbedingungen, mit dem Unterschied, dass die Kö weiter legt.

    Die schwarmlustigen gehen aus der Brut, hier sollte man nicht nachziehen.


    Wir hatten letzte Woche Bernhard Heuvel als Referent im Verein. Wenn ich mich recht entsinne, hat er das auch nochmal so betont.


    Liebe Grüße

    Marie

    Guten Morgen Wiebke,


    genau so ist es wie chrgai sagt: Stichwort Tierseuche.

    Die Bienenseuchenverordnung klärt das eindeutig: Das Material darf Bienen nicht zugänglich sein.

    Es handelt sich um eine Ordnungswidrigkeit, die recht hoch bestraft werden kann (Bußgeld bis zu 30.000€).


    Genau wie die anderen sagen: Meldung an Amtsvet oder BSV, falls ihr sowas habt.


    Liebe Grüße

    Marie


    Edit: Jörg war etwas schneller, sogar mit Zitat :).

    Guten Morgen zusammen,


    auch wenn ich mir bei Facebook in diversen Gruppen oft die Augen reibe und vom Glauben abfalle, sehen den Imkerboom nicht alle so negativ und kritisch.


    Dr. Otten betonte noch letzte Woche in unserer BSV-Schulung, dass durch die Verjüngung der Imkerschaft in den letzten Jahren und die, ich zitiere, "gut ausgebildeten Jungimker" z.B. die Wabenproben, die nach Mayen geschickt werden, immer heller werden.

    Wabenhygiene ist ein Thema, das Dr. Otten sehr am Herzen liegt und in unserer Schulung verständlicherweise einen hohen Stellenwert hat.


    Das ist ein sehr emotionales Thema, an das aber leider nicht faktenbasiert herangegangen wird/ nicht herangegangen werden kann.

    Auch wenn ich, wie anfangs geschrieben, vom Bauchgefühl zustimmen muss und man wirklich den Eindruck bekommen kann, es gibt endlos viele von diesen "Bienenhaltern", echte Zahlen (die man natürlich nur schwer erheben kann) würden evt. doch ein anderes Licht darauf werfen.


    Nur meine two cents dazu.


    Liebe Grüße

    Marie

    Hallo Juli,


    das Labor kann schonmal 2- 6 Wochen brauchen. Daher würde ich zuerst den BSV kontaktieren und nachhaken.


    Wenn doch etwas gefunden wird und zuvor vollendete Tatsachen geschaffen wurden, reagieren BSV und Amtsvet schonmal etwas verschnupft.

    Hätte der BSV dich aber drauf hinweisen sollen.


    Oder hat er anhand der Klinik einen Verdacht direkt ausschließen können?


    Im übrigen ist der BSV genau dafür da dass du ihn fragen kannst, was am besten zu tun ist mit dem Volk! Er war nämlich im Gegensatz zu allen hier vor Ort.


    Liebe Grüße

    Marie

    Guten Morgen zusammen,


    ich zitiere aus "Bienen gesund erhalten" von Wolfgang Ritter:

    "- Besonders im Frühjahr bei beginnender Bruttätigkeit müssen die Bienen das eingedickte oder eventuell sogar kristallisierte Futter verflüsigen.
    - Der Wasserbedarf steigt, je mehr offene Brut zu versorgen ist. Während der Brutperiode benötigt ein Volk etwa 200ml Wasser pro Tag.
    - Bei einem Kälteeinbruch kann der Wasserbedarf während der kurzen Flugperioden nur in unmittelbarer Nähe gedeckt werden.
    - Im Sommer kann bei großer Hitze kurzfristig Wassermangel entstehen, da die Bienen dann Wasser benötigen, um die Temperatur um Stock zu senken."
    S. 22 u. f.

    Also Wasser wird während der ganzen Brutperiode benötigt, im Frühjahr besonders zwecks Futter verflüssigen, bei Hitze ebenfalls besonders, zwecks Klimaanlage.

    liebe Grüße aus dem hoffentlich jetzt langsam wieder wärmeren Rheinland
    Marie

    Die, die nie eine Befallskontrolle machen, sind bei 19,4% und jene die sie anwenden, bei 17,5%.

    Ich stimme dir zwar zu, aber aus den Zahlen würde ich das jetzt nicht rauslesen können. Gerade in diesem Beispiel ist der Unterschied mit 1.9% so gering, dass die Stichprobe schon sehr, sehr groß sein müsste um daraus eine belastbare Aussage ableiten zu können. Vermutlich liegt das noch innerhalb der Fehlertoleranz :)

    Huhu Llecter ,


    ich kann hier nur weitergeben, wie ich es durch die Präsentation verstanden habe :). Es gab aber auch noch weitere Kennzahlen zum Thema.


    Liebste Grüße

    Marie