Beiträge von Waldfrau

    Guten Morgen zusammen,


    ich zitiere aus "Bienen gesund erhalten" von Wolfgang Ritter:

    "- Besonders im Frühjahr bei beginnender Bruttätigkeit müssen die Bienen das eingedickte oder eventuell sogar kristallisierte Futter verflüsigen.
    - Der Wasserbedarf steigt, je mehr offene Brut zu versorgen ist. Während der Brutperiode benötigt ein Volk etwa 200ml Wasser pro Tag.
    - Bei einem Kälteeinbruch kann der Wasserbedarf während der kurzen Flugperioden nur in unmittelbarer Nähe gedeckt werden.
    - Im Sommer kann bei großer Hitze kurzfristig Wassermangel entstehen, da die Bienen dann Wasser benötigen, um die Temperatur um Stock zu senken."
    S. 22 u. f.

    Also Wasser wird während der ganzen Brutperiode benötigt, im Frühjahr besonders zwecks Futter verflüssigen, bei Hitze ebenfalls besonders, zwecks Klimaanlage.

    liebe Grüße aus dem hoffentlich jetzt langsam wieder wärmeren Rheinland
    Marie

    Die, die nie eine Befallskontrolle machen, sind bei 19,4% und jene die sie anwenden, bei 17,5%.

    Ich stimme dir zwar zu, aber aus den Zahlen würde ich das jetzt nicht rauslesen können. Gerade in diesem Beispiel ist der Unterschied mit 1.9% so gering, dass die Stichprobe schon sehr, sehr groß sein müsste um daraus eine belastbare Aussage ableiten zu können. Vermutlich liegt das noch innerhalb der Fehlertoleranz :)

    Huhu Llecter ,


    ich kann hier nur weitergeben, wie ich es durch die Präsentation verstanden habe :). Es gab aber auch noch weitere Kennzahlen zum Thema.


    Liebste Grüße

    Marie

    Hallo Rainfarn ,

    ich kann dir hier nur die Schlussfolgerung nennen, wie sie uns mitgeteilt wurde.

    Es werden ja in der Umfrage verschiedenste Dinge zur Informationsbeschaffung abgefragt. Und das war halt eine der Schlussfolgerungen daraus.

    Es ist wohl auch nur als wahrscheinliche Möglichkeit zu betrachten und nicht als Fakt :).


    Liebe Grüße

    Marie

    Hallo Hausecke ,

    damit kann ich leider nicht dienen, sorry!


    Es scheint aber eben grundsätzlich so zu sein, dass die Imker, die sich viel umhören und eben nicht nur eine Quelle nutzen, weniger Verluste haben.

    So z.B. haben die Imker, die immer auf Stammtisch/ Kollegen/ Verein hören, was den Einsatz von Varroaziden angeht, eine Verlusrate von 19,3% während die, die nie darauf hören, 15,2% haben.

    Die, die nie eine Befallskontrolle machen, sind bei 19,4% und jene die sie anwenden, bei 17,5%.


    Liebe Grüße

    Marie

    Hallöchen ribes ,


    du hast recht, da hab ich mich unklar ausgedrückt.

    Die % der Anwender beziehen sich (soweit ich es verstanden habe) auf alle Imker.

    Nur darf man die Daten nicht so lesen: 31,6% aller AS 60 kurz Anwender hatten Verluste.

    Ist ja eigentlich klar, wollte nur zur Sicherheit drauf Hinweisen.


    Ich denke dass sich, trotz der Anonymität, nicht alle Anwender "trauen" nicht zugelassene Mittel anzugeben.

    Andererseits ist meine reale Erfahrung: bei uns im Verein (über 130 aktive Mitglieder) kenne ich gerade mal 3, die OX verdampfen...

    Allerdings könnte man, wenn man viel im Internet unterwegs ist, den Eindruck bekommen dass die Hälfte der Imkerschaft verdampft.


    Hallöchen Marcus Göbel ,

    es kann natürlich sein, dass die Umfrage nicht immer ehrlich ausgefüllt wird, oder dass Imker mit hohen Verlusten erst gar nicht teilnehmen.

    Andererseits scheint es regionale Unterschiede zu geben. Bei Vereinskollegen sind die Völker in diesem Frühjahr nicht schnell verkauft gewesen.


    Hallöchen Manne ,

    ich glaube da spielt eher die Anonymität und die Scham eine Rolle...


    Liebe Grüße

    Marie

    Es wäre schön zu sehen, wie viele der Teilnehmenden OX verdampfen und wie deren Verluste waren.

    Hallöchen Frodo,

    das kann ich dir zufälligerweise beantworten, weil wir bei der BSV-Ausbildung am Tag als wir die Varroose durchgenommen haben, zur Umfrage von 2018 eine Folie hatten.

    Ich gebe mal ein paar Daten mit an. Ich denke aber, man kann diese jederzeit in Mayen einfach erfragen.

    AS kurz 60 Anteil Anwender 31,4%, Winterverluste 18,8%
    AS kurz 85 Anteil Anwender 9,1%, Winterverluste 16,6%

    AS lang 60 Anteil Anwender 44,5%, Winterverluste 15,7%

    AS lang 85 Anteil Anwender 9,1%, Winterverluste 14,7%
    (Ihr könnt euch die Diksussion um AS 85 vorstellen...)


    MS Anteil Anwender 19,6%, Winterverluste 17,0%


    OS träufeln Anteil Anwender 65,3%, Winterverluste 16,0%

    OS verdampfen Anteil Anwender 11,2%, Winterverluste 16,4%
    OS sprühen Anteil Anwender 4,4%, Winterverluste 16,3%


    Allerdings muss man die Zahlen auch zu folgendem Sachverhalt in Bezug setzen: Ich glaube es waren zwischen 50% und 70% der Imker, die gar keine Verluste haben. Der Rest teilt sich dann auf.
    Wer zu anderen Anwendungsmöglichkeiten die Zahlen haben will, sagt bitte einfach bescheid.

    Interessant war auch folgende Schlussfolgerung der Umfrage: Die Imker, die sich zuverlässig mit ihrem Bienen beschäftigen (Milbenfallkontrolle, rechtzeitige Einfütterung, Vorroabehandlung mit Ablgleich zum Varroawetter usw.) haben insgesamt weniger Verluste als diejenigen, die nach Schema F vorgehen.
    Ist ja eigentlich auch logisch, aber trotzdem interessant.


    liebe Grüße
    Marie

    Es ist aber ein Unterschied, ob der Imker einen Verdacht auf Faulbrut hat oder ob er schlicht nicht weiß, wie das Krankheitsbild zu interpretieren ist.

    Hallöchen Ralph,


    eben das scheint nicht zu stimmen.


    Herr Dr. Otten sagte am Ausbildungstag als wir die AFB behandelt haben sinngemäß:

    "Und auch wenn Ihre Oma glaubt dass Sie Faulbrut haben, muss sie das melden!"


    Dennoch stimme ich zu dass der BSV die erste Wahl des Kontaktes wäre.


    Liebe Grüße

    Marie

    Hallöchen Hymenoptera ,


    da hast du absolut recht! Amtsvet ist immer richtig.


    Wenn ich das richtig sehe, kommt Juli aber aus Niedersachsen, wo es meines Wissens nach BSV gibt.
    Werden die nicht sogar u.a. am Bieneninstitut in Celle ausgebildet?


    liebe Grüße
    Marie

    Hier wurden nach der Sanierung im letzten Herbst, jetzt wieder positive Futterkranhproben gezogen und wahrscheinlich werden alle Völker auf den betroffenen Ständen jetzt abgeschwefelt und dass ohne Ausbruch der Erkrankung, was ich nur schwer verdaue.

    Hallöchen Night Shadow,


    trotz keiner Klinik und nur positivem Laborbefund ordnet der Amtsvet das Abtöten an?
    Kurios.
    Wie hoch war die Sporenbelastung in den Proben, weißt du das?

    Da würde ich versuchen irgendwie gegen den Amtsvet vorgehen, oder es zumindest versuchen (zB über die TSK, falls die in eurem Gebiet greift).
    Wobei, so wie ich das mitbekommen habe, hat der Versuch in Berlin ja auch nicht gefruchtet.

    Die Frage ist natürlich auch, warum die problen wieder positiv sind. Entweder wurde die Sanierung nicht korrekt durchgeführt, oder, und das klingt wahrscheinlicher weil du von mehreren Ständen sprichst, ist der eigentliche Seuchenherd noch nicht gefunden. Da hilft das Abtöten der wieder betroffenen Völker aber nix!

    liebe Grüße
    Marie

    Hallöchen Juli,


    da wir das gerade erst in der BSV-Ausbildung hatten:

    Der leiseste Verdacht reicht!


    - einzeln stehengebliebene Brutzellen

    - eingesunkene Zelldeckel

    - die schleimige Masse auf Bild Nr. 2 in der rechten unteren Ecke!


    Wie mehrfach geraten, sofort den BSV oder Amtsvet kontaktieren.

    Schon der Verdacht auf AFB ist anzeigepflichtig und bei den Fotos sehe ich definitiv einen Verdachtsmoment.


    Für viele Imker ist der Verdacht der AFB schambehaftet. Das ist aber totaler Quatsch und unnötig! Die Bakterien werden ja von außen eingeschleppt, z.B. durch Räuberei. Der Imker kann also nichts dafür, auch wenn Wabenhygiene die Gefahr mindert.

    Also wirklich nicht fackeln, sondern BSV oder Amtsvet kontaktieren, sie werden es dir danken :)!


    Übrigens kann natürlich AFB und ein Varroaschaden vorliegen. Nur weil das eine, z.B. durch Ausklopfprobe klar ist, heisst das noch lang nicht, dass das andere nicht auch vorhanden sein kann.


    Ich drücke dir die Daumen, dass es falscher Alarm ist :).


    Liebste Grüße aus dem Rheinland

    Marie