Beiträge von Waldfrau

    Hallo rall0r ,

    für diesen Zweck gibt es Kältespray. Die Bienen sind quasi sofort tot und müssen nicht unnötig leiden.


    Dazu gab es glaube ich Anfang des Jahres eine Untersuchung, weiß jetzt aber nicht mehr wo und wie der Testaufbau genau war. Auf jeden Fall hat man festgestellt, dass Honigbienen die Situationen gemieden haben, in denen ihnen Schmerzen zugefügt worden sind und daraus konnte man schließen, dass sie eben doch ein Schmerzempfinden haben.


    Liebe Grüße

    Marie

    Hallo hartmut ,

    ich kann dir nicht sagen was genau am Rhododendron die schädliche Substanz ist, er gilt aber als sehr schlecht verträglich.

    Quelle die ich auf die Schnelle gefunden habe: https://bienenkunde.uni-hohenh…a/Manuskript-BSV-2010.pdf

    Ich habe es noch an anderen Stellen gelesen, muss aber nochmal nachschauen wo. Ich glaube im Ritter.


    liebe Grüße
    Marie


    edit: Bei den Honigmachern wird er auch aufgeführt. Wobei nicht ganz klar ist, ob sich das auf Mensch oder/und Biene bezieht: https://www.die-honigmacher.de/kurs5/seite_57000.html

    Es gibt doch auch Pflanzen, die für die Bienen ein Problem darstellen können. Aber ich weiß partout nicht mehr welche das war.

    ....


    Ist der ausgestreckte Rüssel wirklich ein sihres Zeichen für eine Vergiftung?

    Hallo Night Shadow,
    dazu gehören:
    Hahnenfußgewächse, Süße Bärenschote, Seidenpflanze, Leindotter, Seidelbast, Poinsettien Wolfsmilch, Rhododendren, Spierstrauch, Kalifornischer Germer, Schwarzes Bilsenkraut und Kahle Rosmarinheide.

    Und nein, der ausgestreckte Rüssel kann ein weiterer Hinweis sein, ist aber kein sicheres Zeichen. Gibt es ja auch bei Verhungern z.B...


    Auch wenn es sog. Experten sind - man muss wissen wonach (!) zu suchen ist. Und ob die eine Analysentechnik, z. B. HPLC-Methode alles ausreichend erfassen kann, bezweifle ich.

    Ein gutes Labor, jedoch, hat mehrere Methoden und findet das heraus - wo ein Wille ist...

    Hallo beemax,

    das denke ich aber auch.
    Der normale Ablauf ist ja eigentlich ja bei Verdacht auf Vergiftung der Aedes-Test, Pollenanalyse (Eingrenzung) und Untersuchung auf Krankheiten (um auszuschließen). Bei Pflanzenproben ebenfalls der Aedes-test und die Gelbfiebermücken sind ja super empfindlich... Selbst wenn sie den Stoff nicht herausfinden können, so könnten sie ja zumindest bestätigen dass eine Vergiftung vorliegt.


    es muß nicht immer der "böse Bauer" sein. Nachbarn sind oft schlimmer :(

    Hallo Bienenhummel,

    genau so ist es!

    2001 zeigte eine vom Bundesverbraucherschutzministerium beauftragte Studie, dass rund 90% der Kleingärtner und etwa 73% der Hausgärtner Pestizide einsetzen.

    2014 landeten 95 Tonnen Glyphosat in deutschen Haus- und Kleingärten.

    Hallo zusammen,


    bei Vergiftungserscheinungen durch einen Spritzschaden hat man oft massiven Totenfall.

    vmstony , konntest du Bienen mit herausgestreckter Zunge beobachten? Wie haben sich bei Entdeckung die Bienen am Flugloch und in der Beute verhalten? Gab es Kämpfe? Konntest du bei den verendeten Tieren verdrehte Flügel entdecken?


    Natürlich gibt es aber auch schleichende Vergiftungen, die durch Schwächung des Volkes und Ausräumen der Brut auffallen.


    Insgesamt ist es aber anscheinend so, dass die Imker sehr schnell dazu tendieren an einen Spritzschaden zu glauben. Dr. Otten erzählte da zuletzt sehr interessante Stories. Nachgewiesen werden weniger als man denkt, oft findet sich eine andere Ursache.


    Bei Verdacht folgendermaßen vorgehen: sofort bei Entdeckung Einweghandschuhe (wichtig wegen Kontamination!) anziehen, eine Probe von 1000 Bienen (100g) sichern und unverzüglich einfrieren.

    BSV falls vorhanden benachrichtigen. Bei konkreten Verdacht Pflanzenschutzberater des Kreises anrufen, er zieht eine Pflanzenprobe, die separat verpackt zum JKI mitgeschickt wird.


    Hallo Edgrr , woher weißt du so sicher, dass es ein massiver Spritzschaden war?


    Liebe Grüße

    Marie

    Ist das wirklich so?

    Nachvollziehen kann ich es, doch bei meinen CBPV-Verdachtsvölkern traten die Symptome zum Teil erst nach Brutententnahme und Restentmilbung auf. Auch ein offenes Kunstschwarmverfahren mit Restentmilbung im Juli führte nicht zu überwinterungsfähigen Einheiten. Eine gesicherte Diagnose habe ich aber nicht.

    Guten Morgen Chris,


    der CBPV ist keine direkte Folge der Varroa, sondern kann eine der vielen Krankheiten sein, die durch die Varroa übertragen oder begünstigt wird. Daher ist es natürlich möglich, dass erst zu einem späteren Zeitpunkt der Ausbruch stattfindet.

    Der CBPV braucht offene Wunden um übertragen zu werden, dass findet er mit der Varroa vor. Zum Ausbruch kommt es häufig bei Schwächung der Völker, wenn also "viel zusammen kommt".


    Liebe Grüße

    Marie

    Leider das übliche Problem: Wer "Milbenjahre" hat, hat in der Vorsaison Fehler gemacht. Die Milben vermehren sich im gleichen Tempo wie die Bienen. Auch unter optimnalen Bedingungen ist ihre Vermehrung biologisch begrenzt. Milbenjahre haben ihren Grund immer im Vorjahr.

    Hallo Wolfgang,


    ich behaupte jetzt einfach mal ganz dreist, wenn Bernhard Heuvel davon erzählt dass die Warnung unter den Berufsimkern rum geht, dass etwas mehr dahinter steckt. Die verstehen ja zumeist etwas von der Materie.


    Auch in der Statistik gibt es ja "Milbenjahre". Wenn es nur Imkerfehler sind, würde es mehr Sinn machen, dass die Verluste immer gleichmäßig sind.


    Liebe Grüße

    Marie

    Hallo zusammen,

    Ich glaube die Frage war anders gemeint. Ich verstehe es so, dass Mistermister606 wissen wollte, ob es eine Zeigerpflanze zur Orientierung des Schleuderzeitpunkts der Frühtracht gibt.

    Das ist der Holunder. Wenn er blüht, ist zumeist der richtige Zeitpunkt.


    Liebe Grüße

    Marie

    Moin zusammen,


    wir bei uns (Rheinland) müssen Ableger, Kunst- und Naturschwärme gerade füttern. Robinie war fast komplett im Regen und zu kalt und ist durch, Kastanie ebenfalls schon länger durch.

    Die Linde braucht noch was...

    Es gab schon die ersten Hungerschwärme.


    Liebe Grüße

    Marie

    Ich habe den Eindruck, dass es mittlerweile bei den heutigen Bienen Standard ist, keine Legepause oder nur eine winzige zu machen.

    Hallo Berggeist,


    das ist der züchterische Erfolg.

    So war zumindest der Konsens bei einem Züchtertreffen vor einer Weile, bei dem ich dabei war.

    Auch schwarmträge Bienen schwärmen bei gewissen Randbedingungen, mit dem Unterschied, dass die Kö weiter legt.

    Die schwarmlustigen gehen aus der Brut, hier sollte man nicht nachziehen.


    Wir hatten letzte Woche Bernhard Heuvel als Referent im Verein. Wenn ich mich recht entsinne, hat er das auch nochmal so betont.


    Liebe Grüße

    Marie

    Guten Morgen Wiebke,


    genau so ist es wie chrgai sagt: Stichwort Tierseuche.

    Die Bienenseuchenverordnung klärt das eindeutig: Das Material darf Bienen nicht zugänglich sein.

    Es handelt sich um eine Ordnungswidrigkeit, die recht hoch bestraft werden kann (Bußgeld bis zu 30.000€).


    Genau wie die anderen sagen: Meldung an Amtsvet oder BSV, falls ihr sowas habt.


    Liebe Grüße

    Marie


    Edit: Jörg war etwas schneller, sogar mit Zitat :).

    Guten Morgen zusammen,


    auch wenn ich mir bei Facebook in diversen Gruppen oft die Augen reibe und vom Glauben abfalle, sehen den Imkerboom nicht alle so negativ und kritisch.


    Dr. Otten betonte noch letzte Woche in unserer BSV-Schulung, dass durch die Verjüngung der Imkerschaft in den letzten Jahren und die, ich zitiere, "gut ausgebildeten Jungimker" z.B. die Wabenproben, die nach Mayen geschickt werden, immer heller werden.

    Wabenhygiene ist ein Thema, das Dr. Otten sehr am Herzen liegt und in unserer Schulung verständlicherweise einen hohen Stellenwert hat.


    Das ist ein sehr emotionales Thema, an das aber leider nicht faktenbasiert herangegangen wird/ nicht herangegangen werden kann.

    Auch wenn ich, wie anfangs geschrieben, vom Bauchgefühl zustimmen muss und man wirklich den Eindruck bekommen kann, es gibt endlos viele von diesen "Bienenhaltern", echte Zahlen (die man natürlich nur schwer erheben kann) würden evt. doch ein anderes Licht darauf werfen.


    Nur meine two cents dazu.


    Liebe Grüße

    Marie