Beiträge von Ababab

    Hallo allerseits,


    ich lese gerade
    Zander und Böttcher: Haltung und Zucht der Biene, Ulmer Verlag, 12. Auflage, 1989
    und bin überrascht, dort zu lesen:


    "Jedenfalls sind Nachschaffungsköniginnen den Schwarmköniginnen völlig gleichwertig, ob man sie nun aus Eiern oder aus Larven bis zum Alter von 2,5 Tagen erzieht. Bedenken, die von Vagt (1955), Jordan (1955, 1960), Örösi-Pal (1960) und Kofer (1960) erhoben wurden, konnten von Weiss (1969) aufgrund eingehender anatomischer Untersuchungen und vor allem Leistungsprüfungen zerstreut werden. Aus Eiern und aus bis zu 1.5 Tage alten Maden erzogene Königinnen unterscheiden sich in keiner Weise voneinander. Und selbst bei Königinnen aus älteren bis zu 2.5 tägigen Arbeitermaden ist lediglich das Gewicht geringfügig niedriger. Man kann also ohne Bedenken bis 1.5 Tage alte Larven zur Königinnenzucht verwenden, wie es auch den Erfahrungen Zanders (1953) entspricht."


    Ist das veraltet und falsch oder stimmt das? Ich habe mehrfach die Meinung gehört, dass Nachschaffungsköniginnen weniger gut seien, da sie "aus der Not heraus" geboren würden. Im Zitat sind aber ja zwei Quellen genannt, die keine Unterschiede gefunden haben. Oder ergeben sich die Nachteile aus anderen Faktoren, z.B., dass Nachschaffungszellen oft in kleinen Ablegern mit zu wenig Bienenmasse aufgezogen werden? Dazu habe ich übrigens diesen Thread gefunden:
    https://www.imkerforum.de/showthread.php?t=24924


    Viele Grüße,
    Michael