Beiträge von Ababab

    Hallo zusammen,


    ich möchte ein auf Zander überwintertes Volk nach Dadant umlogieren und dazu daraus einen KS bilden. Ab wann ist das denn sinnvoll möglich? In der Dadant-Beute sollen nur Anfangsstreifen gegeben werden. Den Winterbienen sollte man es aber wohl nicht mehr zumuten, ein neues Wabenwerk zu errichten, oder?


    Gruß

    Michael

    Eine Alternative ist die Zucht/Königinnenvermehrung im Honigraum. Gegeben BR + 2 HR. BR (mit Königin) und einen HR auf separaten Boden einige Meter abseits stellen. Zweiten HR (mit darin befindlichen Bienen + Pflegebienen von einer Brutwabe dazu) am alten Platz auf alten Boden stellen. Nach 1-2h Zuchtlatte (in HR-Rähmchen) in HR einhängen. Die eingeflogenen Bienen fliegen an den alten Ort, dort ist nur der HR, der richtig schön voll wird, und nur die belarvten Weiselzellen und Honig. Nach drei Tagen Volk wieder zusammenbauen. Dabei Zuchtlatte in oberen HR. Daneben eine Brutwabe mit Pflegebienen. Kurz vor dem Schlupf verschulen oder als schlupfreife Weiselzellen in Begattungsvölkchen oder Ableger geben. Für die Aufzucht der Königinnen braucht man so nur ein Volk.

    Hallo,


    danke für die detaillierte Beschreibung. Sehe ich auch so, bis auf "6. Brutnest randständig positionieren". Warum das? Ich füge nur an den Rändern des Brutnests Schiede ein und verändere sonst nichts. Braucht zwei Schiede, aber dann ist beidseitig des Brutnests Futter erreichbar und die Dämmung zum Beutenrand besser. An den Rand positioniere ich später, wenn die Futterwaben leer sind bzw. entnommen werden. Wieso alle Futterwaben umhängen und das Brutnest an die kalte Beutenwand schieben?


    Gruß,

    Michael

    Alles wird man wohl auch nicht in einem Kurs lernen können. Ich erhoffe mir ehrlich gesagt eher Kontakte und erwarte nicht, dass ich als voll ausgebildeter Imker aus dem Kurs gehe. Habe keine Angst davor, mir auch einiges selbst mit Hilfe des Internets / Forum beizubringen.

    Die zur Verfügung stehenden Medien/Quellen zum Erlernen der Bienenhaltung haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Meiner Meinung nach:

    • Kurse: Didaktisch aufbereitete Darstellung im Gesamtzusammenhang. Gut für Menschen ohne Vorwissen. Möglichkeit des Nachfragens, wenn etwas nicht verstanden wurde. Kontakt zu anderen auf dem gleichen Lernstand. Problem bei Theoriekursen ist der weite Abstand zur Praxis. Man kann noch nicht einschätzen was besonders wichtig ist.
    • Bücher: Darstellung der Ansicht eines Autors im Gesamtzusammenhang, oft zu einer bestimmten Betriebsweise oder meinungsgefärbt. Daher Bücher unterschiedlicher Autoren lesen. Übergehen manchmal "heikle" Themen, z.B. zu Details zur Varroabehandlung.
    • Schulungsmappen: von mehreren Autoren verfasst, meist recht neutral, informativ und sachlich, gut zum Nachschlagen, Beispiel: "Grundwissen für Imker", dlv
    • Informationsmaterial der Bieneninstitute: oft sehr präzise und hilfreich, zu bestimmten Einzelthemen
    • Infobriefe der Bieneninstitute: nett zu lesen, oft etwas oberflächlich, an die Zeit im Imkerjahr angepasst
    • Deutsches Bienenjournal: oft sehr interessante Einzel- und Spezialthemen
    • YouTube: sehr gut um konkrete Vorgehensweisen und Handgriffe zu sehen, Qualität des dargebotenen für den Anfänger oft kaum einzuschätzen, manchmal werden zweifelhafte Ansichten sehr eloquent vertreten
    • Imkerforum: großartig, für Hilfe bei konkreten Details, um verschiedene Ansichten zu hören, um Neuigkeiten mitzubekommen, weniger geeignet für grundlegende Dinge und Darstellungen im Gesamtzusammenhang
    • Imkerpate: sehr hilfreich, aber auch sehr abhängig von der Person, dem Kenntnisstand und der Geduld des Imkerpaten
    • Verein: hilfreich, um die Erfahrungen langjähriger Imker zu hören, Kontakt zu Imkern in der Nähe, praktische Hilfe

    Hinzu kommt, dass manche besser aus Büchern lernen, andere besser aus mündlichen Vorträgen und andere von praktisch gezeigtem. Es gibt heute jedenfalls eine große Vielfalt an Möglichkeiten. Für Anfänger halte ich die Darstellung des Gesamtzusammenhangs (aus Buch, Schulungsmappe, honigmacher.de) für ganz wichtig, um die Informationsschnipsel aus dem Imkerforum/Internet überhaupt einordnen zu können.


    Michael

    Ich glaube, das reicht locker, selbst wenn sie jetzt (bzw. durch das evtl. verstärkte Brüten nach dem Einengen) etwas mehr verbrauchen. Verbrauch (nach Bernhard Heuvel):

    • Okt-Jan: je 1 kg
    • Feb: 2 kg
    • März: 4 kg
    • April: 4 kg

    Ich würde aber dennoch jetzt noch nicht einengen.

    Ist es den verboten, das individuelle Etikett mit dem Satz „Dieser Honig erfüllt die DIB Qualitätsrichtlinien.“ zu ergänzen?

    Hallo, ganz frech gesagt, ja. Ich klebe ja auch nicht an mein Auto einen aufkleber, dieses Auto entspricht den TÜV Richtlinien und fahre damit, ohne das der Tüv es gesehn und geprüft hat.

    Bis bald

    Marcus

    Es spricht doch nichts dagegen, dass der DIB den Honig genau so prüft, als wenn er in DIB-Gläsern wäre. Funktioniert ja auch bei anderen Labeln/Siegeln, die ja meist keine Verpackung vorschreiben.

    Hallo,


    meiner Meinung nach hat das DIB-Glas schon einen Wert, da es eine lange Tradition symbolisiert und für die Kunden einen hohen Wiedererkennungswert hat. Mit dem DIB-Glas verknüpft der Verbraucher eine gewisse Erwartung an Qualität. Andererseits ist das Design des DIB-Glases etwas aus der Zeit gefallen und erlaubt nicht genug Differenzierung in der Präsentation des Produkts. Heute möchten aber viele Imker ihr eigenes Glas auswählen und Etikett gestalten und hier im Imkerforum habe ich schon viele gelungene Beispiele gesehen.


    Ich kann nachvollziehen, dass der DIB das DIB-Glas nicht aufgeben will. Meine Empfehlung wäre es, zweigleisig zu fahren, also das DIB-Glas bestehen zu lassen und zusätzlich ein Siegel (oder Gewährverschluss) anzubieten, das in eigene Designs integriert werden kann (ähnlich wie ein Bio-Siegel). Dann könnte man ein Neutralglas verwenden und dem Kunden signalisieren, dass der Honig den Qualitätsvorgaben des DIB entspricht. Die Konsequenz wäre eine Abstimmung mit den Füßen zwischen DIB-Glas und eigenen Designs mit DIB-Siegel.


    Wir haben uns für ein eigenes Design entschieden, würden aber gerne kenntlich machen, dass wir mit dem DIB verbunden sind und unser Honig die DIB-Vorgaben erfüllt. (Wir sind Vereinsmitglieder und haben Grund- und Honigkurs gemacht.)


    Michael

    Die Efsa (EU-Lebensmittelbehörde) will Studien, die als Grundlage der Entscheidung über Glyphosat gedient haben, nicht veröffentlichen. Die Studien kommen von Monsanto und Cheminova. Ich finde es höchst bedenklich, dass eine EU-Behörde Studien von Herstellern von Unkrautvernichtungsmitteln zur Grundlage der Entscheidung über eben diese Mittel macht. Die Hersteller werden sich ihr Geschäft wohl kaum durch eigene Studien kaputt machen. Entscheidungen dieser Art sollten sich auf unabhängige Studien stützen. Das ist eigentlich ein Skandal, der aufgeklärt werden müsste.


    http://www.spiegel.de/politik/…eimhaltung-a-1182223.html


    Gruß,

    Michael