Beiträge von Berlinimker

    Hallo liebe Forianer,

    für die kommende Saison möchte ich mich mit dem Thema Tagestemperatursummen weiterbilden und schauen ob und wie ich Nützliches für die Imkerei daraus ziehen kann.

    Ich stehe aber vor einem realen Problem; Wie bekomme ich in Excel-Listen Wetterdaten gezogen? Im Netz finde ich keine Tabellen die man runterladen kann.

    Für den Heimatstandort kann ich ein Thermometer mit Aufzeichnungsfunktion bemühen, die Daten exportiere ich auf den Rechner und speise ein. Aber mein Robinienstand und Rapsstand ist ja nicht am Heimatstand und ich kann ja nicht überalle Thermometer in der Landschaft verteilen, geschweige regelmäßig hinfahren und downloaden?

    Wie macht ihr das, die mit Tagestemperatursummen arbeiten?


    Nächste Frage zum Raps; da gibt es ja verschiedene Sorten, aus meiner Erfahrung und Beobachtung gehen die je nach Feld unterschiedlich auf, bei meinem Bauern sehe ich Unterschiede von bis zu 2 Wochen. Also kann ich ja nicht alle Sorten über einen Kamm scheren? Müsste nicht auch noch einen Unterschied machen in welcher (Vorjahres)Woche der Bauer gesät hat?


    Fragen über Fragen....

    Jörn

    Hallö Imker's, ich möchte diesen Winter mir mal selbst Futterteig mit Hefe herstellen und testen wie's bei den Immen funktioniert.

    Was ich nicht verstehe und vielleichth ilft mir jemand auf die Sprünge; Warum Puderzucker und kein Kristallzucker? Ist doch das Gleiche? Oder kommt die Invertase von der Hefe nicht durch grobe Kristalle durch? Oder braucht es einfach nur zeitlich länger, wenn ja wieviel länger?

    Im Internet find ich nichts dazu.


    Nächste Frage; spricht etwas gegen das Rühren mit dem Mörtelmischer(den nehme ich bei kleiner Umdrehung auch fürs Honig rühren und klappt dabei sehr gut).


    Für eure Meinung vielen dank

    Jörn

    Bernd, ich hab's nicht gestoppt aber denke mal inklusive Einfüllen in die Presse, Wasser drauf nehmen, Wasser ablassen und für nächsten Pressgang vorbereiten ca. eine Stunde. Ich denke mit entdeckeln und schleudern bin ich noch etwas schneller. Aber war ja die erste Saison, nächstes Jahr bin ich schneller...


    @ Meikel, also das ist nicht vergleichbar, die Waben muss ich so klein nicht schnippeln, ich mach die nur kleiner um sie überhaupt schnell und platzsparend in die Presse zu bekommen, die Presse hat soviel Druck, beim Pressen wäre der alles egal, ist ja dafür konzipiert Apfelstücke zu pressen, Wachs und Honig ist dagegen weich wie Butter...

    Hallo Meikel,

    habe ich ehrlicherweise nicht gezählt, ich denke 30-40 Flachzargenrähmchen pro Pressvorgang dürften rein passen. Hängt sicher auch sehr deutlich davon ab, ob man schön eng einlegt/etwas anpresst.

    Jörn

    Liebe Immenfreunde,

    kurzer Erfahrungsbericht. Ich habe mir dieses Jahr eine 40-l-Hydropresse gekauft. Zum Einen um eigenen Apfelsaft herzustellen(zeitlicher Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ertrag wie ich lernte....) und um selbst Honig zu pressen. Ich arbeite daran zukünftig sehr viel mehr Naturbau zu machen. Die Dadant-Honigräume kann ich komplett im Naturbau ohne Draht machen, zur Ernte kann ich dann entscheiden ob ich ausschneide und presse oder in meiner Radschleuder schleudere, Wabenbruch gibt es beim kleinen Maß nicht.


    Beim Pressen habe ich natürlich weniger Honigertrag, da die Immen dann ja wieder Waben aufbauen müssen und nicht in Honig umsetzen, ich spare mir aber den Arbeitsschritt entdeckeln. Und das zusätzlich gewonnene Wachs hat ja auch einen (leider viel zu geringen) Preis/Wert.


    Zuerst habe ich mir die 40-l-Hydropresse von Fischer gekauft, die war aber murks(habe ich nicht dicht hinbekommen, Anschlüsse nicht gepasst, Lieferzeiten überschritten etc.), zurück gegeben und dann die Teurere von Speidel gekauft. Die arbeitet einwandfrei.


    Mühselig ist es ohne kleckern die geschnittenen Waben einzufüllen, vielleicht baue ich mir da noch eine Schütte. Wenn aber alles drin ist, Wasserschlauch anschließen, Wasser marsch und das Ding arbeitet einwandfrei. Der Druck ist so hoch, dass auch kaltes Wasser locker alles auspresst. Der Wachstrester ist Furztrocken und schon sehr sauber. Dosiert bekommt man das ganze recht gut wenn man daneben steht und etwas aufpasst. Tut man das nicht, gibt es Gefahr des Überlaufens... Man kann einfach etwas Wasser ablassen und Pressdruck nimmt sofort ab.

    Der ganze Vorgang verbraucht natürlich jede Menge Wasser(ich tippe mal auf 50/60 l), nehme ich dann zum Garten bewässern, Grandios finde ich das aber nicht.

    Der Honig ist bei Verwenden des Seihtuchs(kann man easy nach Benutzungs ausspülen) in Verbindung mit dem gestanzten Presskorb viel sauberer als ich erwartet habe. Siebste dann mit einem Doppelsieb kann ich keinen Unterschied erkennen zum klassisch geschleuderten Honig. Ob da mehr Pollen drin sind... ich bezweifel es.

    Geschmacklich merke ich auch keinen Unterschied(selbst wenn da ein paar und nicht zuviele bebrütete Waben drinne sind...) zum geschleuderten Honig(Bernhard Heuvel schrieb das auch mal irgendwo so).


    Toll finde ich auch die Honigernte; ich nehme am Bienenstand die geerntete Zarge, setze mich in meinen Klaufix auf die Ladefläche, Türen zu, Waben ausschnippeln, in Hobbock rein, Rähmchen in die Zarge zurück und Zarge wieder aufs Volk, nix mehr erst nach Hause fahren, entdeckeln, schleudern dann Rähmchen zurück bringen, neeee gleich vor Ort erledigen.


    Eine kleinere Presse als 40 l würde ich nicht nehmen, sonst wird mE das Einfüllen sehr mühselig.


    Fazit; war als Experiment gedacht, scheint zu gelingen, System wird im nächsten Jahr weiter entwickelt.


    Liebe Grüße Jörn

    Hallöle, ich möchte mich der Diskussion anschließen. Ich habe Holtermann-Eimer und ca. 22 kg eingefüllt. Und einen ApiNord-Abfüller 35 kg. Honig habe ich beim Schleudern bereits 4x gesiebt und gerührt, muss also beim Abfüllen nicht mehr sieben. Bis dato schmelze ich die Honige im Wasserbad, dauert ewig, musste aufpassen dass der Eimer nicht anschmilzt/durchschmilzt, außen ist der HOnig schnell flüssig, innen noch hart. Bisher rühre ich dann einmal kräftig nach. Nervt aber und dauert lange, mehr als 2-3 Eimer am Tag schaffe ich nicht.

    Nun ist mir Melitherm zu teuer und vor allem der Reinigungsaufwand.

    Habe gerade mit Holtermann telefoniert und bin zusammen die Idee durchgegangen;

    -ich kaufe mir einen größeren Abfüller (50 kg)

    -ich kaufe mir entweder einen Abfüllturbo oder eine Wärmeschlange(kostet nahezu gleich)

    Arbeitsablauf dann;

    Ich schmelze den Honig im PVC-Eimer nur kurz im Wasserbad an, kippe ihn dann i.d. 50 kg Abfüller(mit Schmackes und Wums), i.d. kleinen würde ich mich nicht trauen, der ist im Durchmesser m.E. zu klein.

    Unter den 50kg-Abfüller setze ich den Abfüllturbo oder außen rum die Wärmeschlange, schalte ein.

    Ich öffne den Hahn und lasse den Honig vom 50'er in den 35èr laufen.

    Will ich mehr als 35 kg schmelzen kann ich auch nen Eimer unter den 50'er stellen.


    Kosten in dem Fall ca. 330 €.


    Meint ihr das kann klappen? Was ist besser Schlange oder Turbo? Ich habe noch Sorge davor, dass der noch feste Honigklumpen den Ausgang blockiert oder dort auch mittelgroße Honigklumpen gerade so durchrutschen. Holtermann sieht keine Bedenken..

    Freue mich auf eure Meinung

    Jörn

    Hallo Andreas, danke für den Hinweis. Ich habe die Tage mal genau drauf geachtet. Bienen immer erst nachdem die Temperatur 30 Grad erreicht hat, vorher nichts, dann mit einmal mäßig bis viel Besuch.

    LG Jörn

    Hallo liebe Kollegen,

    ich muss mal eine Beobachtung hinterfragen. Ich habe große, alte Lavendelstauden, ca. 10 Stück, die gut im Saft stehen. Zu Beginn der Blüte finde ich viele Bienen daran. Nach ca. 5 Tagen nur noch extrem vereinzelt, dafür ist alles mit Hummeln, Mauerbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten voll, aber kaum mehr Bienen daran.

    Weiß jemand woran das liegt? Ich dachte erst daran, dass Hummeln meine Bienen vertreiben, dass habe ich aber nie beobachten können und dann würden die Schmetterlinge sich doch auch nicht durchsetzen können?

    Hat jemand eine plausible Erklärung?

    LG Jörn

    Habe übers Wochenende geschleudert. Meine Völker in Berlin Mitte hatten dann doch noch gut eingetragen (17,5 kg/Volk), im Norden von Pankow war es mau (7kg/Volk). Völker sind optisch gleichauf, muss am Standort liegen, letztes Jahr wars genau andersrum.

    Liebe Grüße

    Also in Berlin duften die Linden wie verrückt, tropfen auch schön. Sommerlinde ist teils durch, Winterlinde teils offen. Ich stehe an 3 Ständen über die Stadt verteilt und habe seit Jahren gute Tracht. Dieses Jahr kommt verdächtig wenig rein obwohl ich dachte dies Jahr gibts mehr Wasser. Die Völker sind so stark und hatten guten Robinieneintrag. Keine Ahnung woran es liegt. Selbst der Götterbaum scheint seinen Anteil nicht zu geben....

    Gibt es ähnliche Beobachtungen im Berliner Bereich?

    Hallo Franz, danke für deine Meinung.

    An der Tracht liegt es nicht, da es alle Trachten betrifft.

    Trockene Waben sind einfach zu handhaben, die honigfeuchten sind irgendwie glibschig und man muss laufend die Hände reinigen. Auch wenn es prozentual kaum eine Rolle spielen wird, ist sortenreiner Honig mit sauberen Waben einfacher zu erzielen, bzw. gibt es keine Verfälschung?


    Das Preisthema trifft die Qualität häufig, bei einer gebrauchten Schleuder aus DDR-Beständen, aufgerüstet mit neuem Schleuderkorb und Motor ist der heutige "echte Preis" ja kaum bezifferbar.


    Bleibt also nur Bauartbedingt als Problem? Hier würde mich aber interessieren, ob jemand mit Radschleudern gleiches Problem hat/hatte und weiß ob und wie man es abstellen kann?

    LG Jörn