Beiträge von Berlinimker

    Ich habe heute an einigen Beuten teils schon regen Bienenflug gehabt und mich deshalb entschieden Wärmebretter einzulegen, Futter zu prüfen und bei einigen etwas Reizfutter zu reichen. Dabei ist mir aufgefallen, dass bis auf zwei Ausnahmen alle Völker ihre Traube aufgelöst hatten, die eine Oxi-Behandlung bekommen haben. Andere, wo eine Behandlung nicht nötig war, saßen noch in Traube. Es bestätigt sich bei mir somit die Feststellung aus Bernhard Heuvel's Buch, die mir so bis dato neu war.

    Also ich mache Beides. Ein Teil der Waben lasse ich ausschlecken, nur von den 3/4 Völkern bei mir direkt am Haus, die schaffen aber nicht alles sinnvoll und feuchte Waben weg bringen um sie ausschlecken zu lassen ist mir zu aufwändig.

    Also lagere ich einige Waben geputzt, andere nicht geputzt ein. Einen Unterscheid stelle ich im Folgejahr nicht fest.

    Meine Waben stehen in einem insektendichten Holzhaus, die Luftfeuchte dürfte recht gering sein. Wahrscheinlich wird's einen großen Unterschied machen, ob man die feuchten Waben in einem feuchten Keller oder trockenen Raum einlagert.

    Falls du einen elektrischen Heizstrahler/Heizlüfter hast, geht auch. Nimmste den mit Blasrichtung zum Abfüllkübel, Intensität ist mit den Dingern gut regelbar sodass es nicht zu heiß und nicht zu kalt wird.

    Handhabe ich mit wachsender Begeisterung.

    Habe mir so Radschleudern früher öfter in Donaueschingen angeschaut und jedes mal gedacht, dass genau das das Problem bei diesen Schleudern ist. Sobald sie steht, tropft doch alles von oben voll mit Honig?

    Nö das ist nicht das Problem, den Deckel öffnest du ja erst wenn der Honig schon aus der Schleuder gelaufen ist und durch Rückwärtsgang einlegen bekommste die Schleuder so schnell zum stehen und Deckel öffnen, dass du gar kein Problem hast. Der Honig wird durch die Schleuder aber nach oben raus gezogen und nicht zur Seite, dadurch kommt immer Honig an die Oberträger und die sind dann halt schmierig.

    Ich habe heute mit Herrn Sturm telefoniert- Radschleudern kann man neue noch bestellen- inzwischen pulverbeschichtet und aus Edelstahl- und für die Wunschrahmen bis Langstroth-Größe. Großwaben macht kein Sinn.

    Sternschleuder-Ersatzkörbe leider nicht mehr.

    cool, ich dachte Hr. Sturm hatte seine Firma&Produktion verkauft und die Nachfolgefirma schien mir aufgegeben zu haben? So umso besser, dann gibt es auch förderhin Nachschub ;-).

    Komme kurz auf das Kernthema zurück und bin mit meiner alten (DDR) Radschleuder sehr zufrieden. Ich habe den Korb von DNM auf Dadant/LS 2/3 umbauen lassen und einen neuen Motor ran gefummelt.

    Nimmt sehr wenig Platz ein, ist easy zu reinigen, man muss die Rähmchen nicht wenden, Wabenbruch ist extrem selten obwohl ich ohne Draht und Mittelwand arbeite.


    Arbeitshöhe ist auch top, man muss sich kein bisschen bücken oder Waben in den Schleuderkorb absenken.


    Fasst 12 Rähmchen, lasse ich genauso lange laufen bis ich mit dem Entdeckeln der nächsten 12 Rähmchen fertig bin und gut ist. Am Beginn des Schleuderporzesses läuft sofort extrem viel Honig aus, danach nur noch sehr wenig. Ich vermute die Schleuder ist schon nach max. 5 min komplett fertig.


    Einziger für mich feststellbarer und akzeptabler Nachteil ist bis dato, dass die Rähmchen immer noch einen leichten Honigfilm haben und nicht komplett trocken werden (meine 4 Waben-selbst-wendet-der-Imker-DNM-Schleuder schleudert dagegen absolut trocken).

    Ich möchte meine Radschleuder nicht mehr missen. Ab und an gibt es noch mal welche bei ebay, oder in alten Hinterbehandlungswanderwagen.


    Verstehe eigentlich nicht, warum die Radschleuder (12W) kommerziell bei den Herstellern keine Geige spielt, für mich ist die bei Imkereien von 10- ich denke mal ca. 50 Völkern unschlagbar.

    Ich wende seit einiger Zeit einen guten Trick an;

    Pro Jahr kaufe ich mir zwischen 1T-2T Zwiebeln, mindestens die Hälfte verschenke ich großzügig innerhalb der Familie, meinen Nachbarn, in der Kleingartenanlage wo ich Völker stehen habe.

    Die Beschenkten können gar nicht anders als die Zwiebeln einzupflanzen und sich dafür brav zu bedanken.

    Der Vorteil liegt auf der Hand; die Beschenkten freuen sich über meine Freundlichkeit und ich spare mir dabei jede Menge Arbeit.

    Nachteil; jedes Jahr aufs Neue bei den gleichen Beschenkten wird's nichts.

    -Den Radius muss man kontinuierlich erweitern-

    Wie gut, dass Bienen fliegen können....

    Also ich nutze seit 5 Jahren die TO-Gläser/Deckel von Holtermann. Ich nutze immer die Rückläufer inklusive Deckel, spüle sie im Geschirrspüler und ab und an ist ein Deckel mal stark verkratzt und werfe ihn weg, manchmal verzieht sich so ein Deckel auch und bekomme ihn nicht mehr verschlusssicher drauf, geht dann auch weg aber das betrifft vielleicht 1% aller Deckel überhaupt, die in meine Finger gelangen. Holtermann liefert bei mir immer mehr Deckel als Gläser, weshalb ich noch keinerlei Knappheit feststellen konnte.

    Und Luft gezogen oder Rostansatz oder irgendwas habe ich noch nicht feststellen können. Auch beim Einmachen und stürzen ist nie was ausgelaufen, muss also gut dicht sein.


    Ich glaube die Umweltbelastung ist so unterschiedlich zwischen dem PVC-Deckel und dem Metalldeckel nicht. Haptisch und optisch finde ich TO besser und nutze sie deshalb.

    Hallo Ralf,

    interessant, ich habe in diesem Jahr genau die gleichen Erfahrungen gemacht. Die Völker mit TBE hatten einen extrem hohen Varroabefall im späteren Jahresverlauf.

    Zum Glück habe ich das noch zeitig genug bemerkt und mit MAQS gegengesteuert, bis jetzt auch erfolgreich, ein paar Kandidaten für Oxi träufeln habe ich dennoch dabei und das ist ja nun nicht der Sinn TBE zu machen und dann zusätzlich das volle Programm mit organischen Säuren...


    Die Brutscheunen sind sehr stark belastet, dass ist aber erklärbar und von 5 Brutscheunen habe ich eine nicht durchgebracht.


    Im letzten Jahr war das anders, da habe ich bei keinem TBE-Volk starke Reinvasion festgestellt.


    These 1; kann es sein dass die TBE die Völker derart schwächt, dass sie keine Zeit finden sich gegen Varroa zu wehren? Dies würde nur greifen, wenn starke Völker ohne Sonderbeanspruch schon heute „gelernt“ hätten sich zu einem Großteil gegen Varroa zu verteidigen/ auszuräumen!?!


    These 2; kann es sein, dass TBE-Völker durch ihren „Bedarf“ am Aufbau magisch Flugbienen aus dem Umfeld anziehen und durch diese Flugbienen eine extrem schnelle Reinvasion erfolgt?

    Also jedes Volk hat bei mir eine fortlaufende Nummer. In ein Notizbuch trage ich pro Besuch in kurzen Zeichen ein, was bei welcher Nummer los ist. Zuhause trage ich das in Excelliste ein, dabei pro Zeile ein Volk, erste Spalte steht die Nummer und Standort, über die Kommentarfunktion in der ersten Excel-Zelle steht die Info zur Kö-Herkunft, in den Spalten das jeweilige Datum und dann halt kurzer Text. Ist das Volk supi, dann mit grün hinterlegt, Schwächlinge gelb, rot heißt tot und wird nicht weitergeführt. Am Tag der Todesfeststellung noch meine Meinung warum. Ich trage dadurch zwar viel hin und her kann aber am Jahresende super pro Volk nachlesen wie es so war und entscheide dann, welche Völker zur Nachzucht taugen, Wirtschaftsvölker sein sollen und welche ggf. im Frühjahr vereinigt oder aber verkauft werden. Die Spalten werden übers Jahr recht viel, überflüssige blende ich aus und kann bei Bedarf wieder einblenden und nachlesen. Durch den Eintrag in mein Notizbüchlein weiß ich auch immer gleich am Stand, was beim letzten Besuch los war. Ich arbeite immer den Stand komplett ab und merke mir die wichtigen Punkte und trage dann zum Abschluss ins Buch ein.

    Ist sicher etwas umständlich, hat sich bei mir aber sehr gut bewährt.

    Aufm mobilen Endgerät will ich am Volk nicht fummeln, verdreckt und muss ich sauber machen, Notizbuch ist irgendwann speckig und voll und landet im Ofen.

    Jörn

    Liebe Immenverrückte,

    ich habe mir das Buch jetzt auch besorgt und durchgelesen und möchte meine Meinung verkünden.

    Ich mag sehr die Frische mit der Bernhard Heuvel schreibt und er hat auch, zumindest mir, neue Ansätze. Auf jeden Fall ein sehr großer Wissensschatz der geteilt wird und von dem ich in meiner Hobbyimkerei in 2021 Einiges ausprobieren werde.

    Gut finde ich auch, dass Hr. Heuvel eigene Meinung besitzt und konsequent dafür einsteht. Sicher hat er nicht immer Recht und Einiges sehe ich anders, aber das ist auch gut so.

    Was mir an dem Buch leider überhaupt nicht gefällt ist die literarische Qualität. Manchmal fehlt der klare Faden im Buch, manchmal sind Gedankensprünge nicht nachvollziehbar und ab und an ist ein Absatz nicht richtig zu Ende gedacht oder geschrieben. Widersprüche gibt es auch, aber was ich am Wenigsten leiden kann, ist, wenn Themen x-mal wiederholt werden.

    Ich weiß dann nicht ob der Autor schon vergessen hat, was er alles erzählt hat (wäre das geringste Übel), oder ob er bei mir Gehirnwäsche betreiben will (den Eindruck habe ich bei Liebig und Aumeier häufigst gehabt), oder sein Buch füllen muss (glaube ich beim Wissen vom Autor nicht), oder der Lektor hat gepennt, wurde eingespart oder ist anderweitig abhanden gekommen.

    Mich strapaziert dies arg.


    Auch der Bogen ist etwas weit geholt und sehr umfassend, lässt dann glaube ich aber auch große Passage aus. Ist aber zugegebener Maßen auch schwierig vom Warre-Imker auf den Berufsimker zu kommen und dann auf 400 Seiten Rechenformeln zur Wirtschaftlichkeit zu schwingen.


    Ob ich das Buch empfehlen würde? Unbedingt, schon allein ob seiner Ansätze. Ich werde sicher die ein oder andere Passage mehrfach nachschlagen, das Buch geht in meine Bibliothek und wird genutzt.

    Aus einer weiteren Auflage oder einem anderen Buch von Bernhard Heuvel wünsche ich mir persönlich mehr literarische Qualität.


    Insgesamt hat es mich fachlich beglückt.

    So, es ist vollbracht.

    Ich habe die Bonbons nun so weit, dass sie zumindest so hart sind, geschnitten und abgepackt zu werden. Perfekt sind sie noch nicht, Hauptsache ist jedoch, sie schmecken super. Ich finde sie könnten noch ein bisschen härter, etwas mehr Salz muss auch noch dran...

    Einpacken geht ganz gut mit Brotpapier, an der Bonbonschleife am Ende muss ich noch arg üben.

    Das Abpacken dauert ewig, definitiv nur ein Geschenk an Familie und beste Freunde....


    Ich habe den Eindruck, dass es sehr hilft, wenn die Bonbonmasse einmal erkaltet und dann wieder aufkocht(ca. 10-15 min). Ich denke auch, dass eine Beimischung Zucker nicht schlecht ist und ich habe jetzt mit 4 Teilen Honig, 2 Teilen Zucker, 1 Teil Sahne und 0,25 Butter gearbeitet. Ich habe den Eindruck ich könnte noch weniger Sahne nehmen.

    Dateien

    • Bonbons.jpg

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    Du bist mir Meilen voraus....

    Habe es mit deinem Rezept versucht aber wieder nur zähfliessend. Ich glaube es liegt (zumindest nicht nur) am Zucker/Honig sondern vielmehr an der (zuviel) Sahne und Butter. Ich habe jetzt die ganze Masse wieder aufgeschmolzen, nebenher nochmal 500 Gramm Honig und 250 Gramm Zucker genommen. Das karamellisiert(wurde beim Erkalten sofort richtig schön hart) und habe dann alles zusammen geführt. Mal sehen wie die Konsistenz jetzt wird. Schön zähflüssig ist es, ob's was wird weiß ich morgen früh....

    Ich werde berichten. Und ja als Weihnachtsgeschenk sind die auch bei mir gedacht. Verkauf geht ja eh nicht so easy.

    Hm, also ich habe nicht gestoppt aber ne halbe, dreiviertel Stunde sicher.

    Aus Verzweiflung habe ich dann gestern die halbfeste Masse erneut erhitzt und dann erkalten lassen und gezogen. Das war eine große Sauerei, wurde dann aber tatsächlich so fest, dass man mir es heute als Kaubonbon innerhalb der Familie hat durchgehen lassen...


    Am Wochenende gibts den nächsten Anlauf!

    Hallöle,

    ich habe am Wochenende verschiedene Anläufe zum Nachkochen genommen, aber egal wie, ich bekomme die Masse einfach nicht hart, eher so richtung zähe Paste.

    Ich habe drei Anläufe gemacht und immer wieder Sahne und Butter reduziert, weil ich dachte es liegt an deren zu hohen Anteilen, hilft aber nicht.

    Zuletzt hatte ich 500 Gr Honig karamellisiert, richtig schön dunkel. Dann 75 gramm Sahne(echte) und nur 10 Gramm Butter aufkochen+eindicken lassen, dann alles zusammen gekippt und 20 min. köcheln lassen. Auf Backpapier gegeben, aber wird selbst nach 24h nicht hart und auch der Kühlschrank richtet es nicht.


    Was mache ich falsch?

    LG Jörn