Beiträge von Berlinimker

    Ich habe eine kurze Frage am Rande hierzu.

    Seit zwei Jahren bastel ich mir auf diesem Weg auch immer gute Jungvölker. Unten Brutraum, Kö mit ihren Begleitbienen rein, Waben und/oder Mittelwände, ordentlich Wasser(insbesondere im Sommer),

    Wie machst du das mit den Wasser ?

    Die Waben besprühen ....

    Nein, ich halte eine Wabe in eine Regentonne und wende sie paarmal, dann ist jede Menge Wasser drin/drauf/dran

    Ich habe eine kurze Frage am Rande hierzu.

    Seit zwei Jahren bastel ich mir auf diesem Weg auch immer gute Jungvölker. Unten Brutraum, Kö mit ihren Begleitbienen rein, Waben und/oder Mittelwände, ordentlich Wasser(insbesondere im Sommer), Futter. Flucht drauf und je nach Besatz der Honigräume 3-5 Dadant. Flugloch natürlich zu und Boden auf, idealerweise auch ein bisschen erhöht gestellt damit gut Luft rein kann. Klappt super, solange die Kö was taugt.


    Aber ich setze die Kö mit ca. 5 Bienen einfach so rein, ohne Käfig. Ist noch nie schief gegangen. Habe ich nur Glück oder ist der Käfig unsinnig?


    M.E. geht's auch ohne Käfig weil die Bienen aus dem HR ja ihrer Weisel beraubt sind, sie riechen aber die Pheromone der neuen Kö. Sie werden schnell merken, es gibt nur die neue Kö und gehen bereitwillig runter. Die Bienen gehen ja nur wegen DER KÖNIGIN runter, sonst würden sie ja oben bleiben.

    Warum sollten sie die Kö abstechen?

    In Charlottenburg sind mir gestern die ersten blühenden Linden begegnet, dieses Jahr also leichte Überschneidung mit der Robinie, die noch nicht überall abgeblüht ist.

    Hallo liebe Immenfreunde, heute eine mir nicht plausible Entdeckung.

    An einem meiner Warre-Beuten war heute bei regem Flugbetrieb zu beobachten, dass viele Drohnen die Beute verließen. Wächterbienen haben sie nicht wieder herein gelassen, ich hatte gar den Eindruck sie werden aktiv vertrieben.

    Gegen Abend konnte ich vor der Beute ca. 30/40 Drohnen sehen, die sich gesammelt haben und nur noch ein Häuflein Elend waren.

    Kann hier jemand eine Erklärung bringen? Das Volk ist normal stark, keine Auffälligkeiten, Futter ist vorhanden, Kö legt, Volk ist nicht geschwärmt und ich rate was los ist...

    Jörn

    In Berlin habe ich heute die ersten offenen Robinien gesehen, denke noch wenige Tage dann geht's los. Wetterbericht sieht vielversprechend aus.

    kapis bei meinen Dadant-und DNM Beuten lege ich die Streifen auf die Oberträger und dann Deckel drauf, nur bei Warre habe ich das anders gemacht(siehe Beitrag zuvor).

    Futterteig hatte ich nicht dabei, wozu? MAQs lege ich nur ein, wenn ausreichend Futter im Volk ist, also erst füttern(ggf. eine leichte Gabe), dann Maqs drauf, 14 Tage später kann man weiter füttern.

    Bei Dadant könnte man sicher Futterteig in einer Futtertasche drin lassen, ob das nun gut ist weiß ich nicht, habe ich noch nicht probiert.

    Ich habe letztes Jahr dazu mit Andermatt(Hersteller) telefoniert, die hatten keine Empfehlung für Warré und meinten ich sollte mal einen halben Streifen nehmen. Das hat mir nicht eingeleuchtet, da die Völker nicht deutlich kleiner sind als in anderen Beuten und die Säure ja "nach unten fällt".

    Also habe ich einen ganzen Streifen quer über die obersten Zarge auf die Oberträger gelegt. ich habe dann einen kleinen Distanzrahmen aufgelegt(schmaler Zwischenboden, den ich als Bienenflucht nehmen kann) und darauf das Kissen.

    Hat super geklappt, nach ca. 14 Tagen das Ganze entfernt.


    Wenn man nach weiteren ca. 14 Tagen immer noch starken und erneuten Milbenfall feststellt, könnte man nochmal einen Streifen einlegen, das war bei mir nicht nötig.

    Ich benutze MAQ's seit ca. 3 Jahren und hatte noch nie Völkerverluste oder Kö-Verluste während/nach der Behandlung. Die Milbenlast reduzieren die Streifen m.E. recht gut.

    Ich nutze die Streifen in DNM 12'erEinzargig, Dadant und auch Warre.

    Mich begeistert, dass die Streifen nahezu Wetterunabhängig arbeiten und auch zügig und ohne viel Aufwand ins Volk gebracht werden können.

    Der Preis ist natürlich hoch, aber dafür sind sie in meinen Augen halt zuverlässig.

    @ Frank, mein Mörtelrührer hat es nicht geschafft, Betonmischer müsste man probieren. Ich bin auch schon am Überlegen ob man mal nen Bäcker anhaut, der bekommt sicher Puderzucker und Hefe günstiger als wir und dem seine Teigknetmaschine steht tagsüber ja sinnlos in der Ecke rum....


    vhe gute Frage, ich hatte ihn gute zwei Monate liegen. Die Untersuchung hat sensationelle 10 € gekostet.

    Liebe Imker,

    mir liegt nun das Untersuchungsergebnis meines selbst gefertigten Hefefutterteiges vor. Diese liegt bei. Hefefutterteig 22042021.pdf


    Der Hefefutterteig wurde nach dem Rezept von Foldissimo auf Youtube wie folgt gemischt:

    Im Dezember 2020 habe ich 450 ml Wasser mit 450 Gramm Hefe zu einem Brei vermischt. Dann 10 kg. Puderzucker unter fortlaufendem Kneten eingearbeitet (dauert per Hand ca. 30 min und ist echt anstrengend). Dann 1 Woche bei Zimmertemperatur arbeiten lassen, hiernach in den kalten Schuppen gestellt(dürfte je nach Wetter bei mir 0 bis 10 Grad haben).

    Das Invertin in der Hefe soll die Aufgabe haben die Saccarose in Fructose und Glucose zu spalten, also den Job übernehmen, den die Biene sonst hat.

    Im Februar und März habe ich testweise einigen Völkern gleich große Menge (zeitgleich) an Apifonda(Futterteig), Neopoll und meinen Hefefutterteig oberhalb der Traube gegeben. Mein Hefefutterteig hatte für meine Nase den größten Eigengeruch(riecht eindeutig nach Hefe). Ich habe gesehen, dass zuerst mein Hefefutterteig, dann Neopoll und dann Apifonda vernascht wurde. Die Bienen haben mir also eine klare Präferenz aufgezeigt.


    Jetzt wollte ich wissen inwieweit das Invertin der Hefe Arbeit geleistet hat und im Länderinstitut für Bienenkunde meinen Futterteig untersuchen lassen.


    Ergebnis: 26,8% Fructose, 26,9% Gluccose und 31,8 % Saccharose. Also ca. Drittelung der Zuckersorten.


    Zum Vergleich:


    Apifonda(Südzucker Futterteig): hat nach Angaben des Herstellers ca. 72% Saccharose und 8 % Fructose und Glucose. Die Bienen müssen also die hauptsächlich vorhandene Saccharose selbst umarbeiten. Ich denke das belastet den Bien in den Wintermonaten zusätzlich.

    Apiinvert(Südzucker Flüssigfutter): hat nach Angaben des Herstellers ca. 30% Saccharose, 39 % Fructose und 31 % Glucose. Hat demnach also etwas mehr Fructose und Glucose als der Hefefutterteig. Der Nachteil von Apiinvert im Winter liegt an der schwierigeren Verfütterung(Annahme von Flüssigfutter im Winter).

    Honig: hat nach meinen Honiguntersuchungen in Hohen-Neuendorf(12 Stück insgesamt) ergeben; Saccharose 0 - 4,2 %, Glucose 28,5 bis 41,12 %, Fructose 37,83 bis 42,28%.

    Fazit aus dem Vergleich:

    Der Glucose- und Fructose- Anteil im Hefefutterteig entspricht im Mittel durchaus dem des Honigs. Der Saccharose-Anteil im Hefefutterteig ist aber weiterhin sehr viel höher als im Honig. Die Differenz ergibt sich wohl daraus, dass im Honig noch weitaus mehr Zuckersorten zu finden sind (Turanose, Maltose, Trehalose, Isomaltose und Erlose), welches durch das Invertin nicht „erzeugt“ werden kann. Apiinvert und Hefefutterteig nehmen sich m.E. nicht sonderlich viel, der eine ist fest, der andere halt flüssig.

    Das LIB wies noch darauf hin, dass unbedingt der Hefefutterteig nicht in den Honig gelangen darf. Telefonisch wies man mich darauf hin, dass hin und wieder unerklärliche Hefesorten bei Honiguntersuchungen auftauchen und die Honige dennoch nicht in Gärung gehen. Ob hieran Hefefutterteig Schuld ist, weiß man nicht, empfiehlt aber nicht unnötig Hefen einzubringen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hefefutterteig noch im Honig landet, werde aber dieses Jahr wieder meine Honige untersuchen lassen und ausdrücklich hinterfragen ob atypische Hefen festgestellt werden können.


    Mein persönlicher Eindruck ist, dass Hefefutterteig wirklich ein guter Futterteig ist. Ich werde dies weiter beobachten und da ich noch einige Rest habe, diese auch an Ableger in diesem Jahr verfüttern.


    Jörn

    Wozu setzt Du Deeinen Teig

    Ich habe im letzten Jahr etwas wenig eingefüttert und wollte Reserven haben zum Nachfüttern, außerdem wollte ich Reizfütterung probieren. Habe das auch erst zum ersten Mal gemacht.

    Für eine zweite Runde könnte man noch einen Honig-Puderzucker-Teig einsenden. Ich frage mich nämlich ob die Invertase im Honig zur Aufspaltung des Puderzuckers ausreicht …

    Ja könnte man machen, ich vermute aber man müsste recht viel Honig impfen und ob das dann Sinn macht?

    Nüchtern betrachtet...und nützt das was?

    War die Brutlücke (2malige) eine solche, oder haben ALLE eure Völker volle Pulle mit Sub trotz Kälte durchgebrütet?

    Das ist eine ganz dolle Frage die ich für mich sehr schwer beantworten kann. Ich kann an meinen Völkern in der Entwicklung keinen großen Unterschied feststellen, ob nur Apifonda oder nur Hefefutterteig. Ich bilde mir ein, meine Völker haben i.d. kalten Tagen Brut reduziert, aber nicht komplett eingestellt. Was ich definitiv beobachten konnte ist, dass mein selbst hergestellter Futterteig schneller aufgefuttert wurde als Apifonda und Neopoll, beides hatte ich testweise bei 2/3 Völkern gegeben, alle Teige auch auf die Brut, sodass sie gut schnell und warm rankamen. Stellt man mir Schokolade, Haferkekse und Zwieback vor den Fernseher, so entscheide ich mich für Schokolade, was nicht heißen soll, es wäre besser...


    Für mich habe ich entschieden den Hefefutterteig auch für die nächste Saison zu verwenden und meine Restbestände def. an Ableger zu verfuttern.


    Einen größeren Unterschied kann ich die Bank weg betrachten zwischen meinen überwinterten DNM(einzargig) und den Dadant (geschiedet, Wärmebrett, Alukaschierte Luftfolie oben auf).

    Dadant ist die Bank weg stärker.


    Auf das Untersuchungsergebnis bin ich gespannt wie Flitzebogen.

    Also ich verkaufe seit ca. 3 Jahren im Frühjahr Völker in Berlin und eigentlich ist die Nachfrage immer gleich stark gewesen, auch im letzten Jahr. Vielleicht ist Berlin aber auch ein Ausreißer mit besonders hoher Nachfrage. Sicher planbar ist Nachfrage und Angebot sicher nicht. Das Problem werden die KS-Verkäufer aber auch haben.


    Preise erhöhe ich jährlich.


    Und ja, man verdient bei einem Nichtverkauf und späterer Honigernte mehr aber mir macht Völker vermehren und über den Sommer heran wachsen sehen einschließlich (erfolgreichem) überwintern mehr Spaß als Honigeimer schleppen.

    Hallo Thomas,

    und jetzt hau ich noch einen drauf ;-).

    Ich habe heute eine Probe an das Bieneninstitut in Hohen-Neuendorf gesandt. Die analysieren mir die Zusammensetzung der Zuckersorten nach Saccharose, Gluccose und Fructose.

    Die sind selbst gespannt wie Flitzebogen und hatten wohl bisher sowas nicht untersucht.

    Mal sehen, sobald das Ergebnis vorliegt, werde ich hier berichten.

    Jörn