Beiträge von Berlinimker

    Wozu setzt Du Deeinen Teig

    Ich habe im letzten Jahr etwas wenig eingefüttert und wollte Reserven haben zum Nachfüttern, außerdem wollte ich Reizfütterung probieren. Habe das auch erst zum ersten Mal gemacht.

    Für eine zweite Runde könnte man noch einen Honig-Puderzucker-Teig einsenden. Ich frage mich nämlich ob die Invertase im Honig zur Aufspaltung des Puderzuckers ausreicht …

    Ja könnte man machen, ich vermute aber man müsste recht viel Honig impfen und ob das dann Sinn macht?

    Nüchtern betrachtet...und nützt das was?

    War die Brutlücke (2malige) eine solche, oder haben ALLE eure Völker volle Pulle mit Sub trotz Kälte durchgebrütet?

    Das ist eine ganz dolle Frage die ich für mich sehr schwer beantworten kann. Ich kann an meinen Völkern in der Entwicklung keinen großen Unterschied feststellen, ob nur Apifonda oder nur Hefefutterteig. Ich bilde mir ein, meine Völker haben i.d. kalten Tagen Brut reduziert, aber nicht komplett eingestellt. Was ich definitiv beobachten konnte ist, dass mein selbst hergestellter Futterteig schneller aufgefuttert wurde als Apifonda und Neopoll, beides hatte ich testweise bei 2/3 Völkern gegeben, alle Teige auch auf die Brut, sodass sie gut schnell und warm rankamen. Stellt man mir Schokolade, Haferkekse und Zwieback vor den Fernseher, so entscheide ich mich für Schokolade, was nicht heißen soll, es wäre besser...


    Für mich habe ich entschieden den Hefefutterteig auch für die nächste Saison zu verwenden und meine Restbestände def. an Ableger zu verfuttern.


    Einen größeren Unterschied kann ich die Bank weg betrachten zwischen meinen überwinterten DNM(einzargig) und den Dadant (geschiedet, Wärmebrett, Alukaschierte Luftfolie oben auf).

    Dadant ist die Bank weg stärker.


    Auf das Untersuchungsergebnis bin ich gespannt wie Flitzebogen.

    Also ich verkaufe seit ca. 3 Jahren im Frühjahr Völker in Berlin und eigentlich ist die Nachfrage immer gleich stark gewesen, auch im letzten Jahr. Vielleicht ist Berlin aber auch ein Ausreißer mit besonders hoher Nachfrage. Sicher planbar ist Nachfrage und Angebot sicher nicht. Das Problem werden die KS-Verkäufer aber auch haben.


    Preise erhöhe ich jährlich.


    Und ja, man verdient bei einem Nichtverkauf und späterer Honigernte mehr aber mir macht Völker vermehren und über den Sommer heran wachsen sehen einschließlich (erfolgreichem) überwintern mehr Spaß als Honigeimer schleppen.

    Hallo Thomas,

    und jetzt hau ich noch einen drauf ;-).

    Ich habe heute eine Probe an das Bieneninstitut in Hohen-Neuendorf gesandt. Die analysieren mir die Zusammensetzung der Zuckersorten nach Saccharose, Gluccose und Fructose.

    Die sind selbst gespannt wie Flitzebogen und hatten wohl bisher sowas nicht untersucht.

    Mal sehen, sobald das Ergebnis vorliegt, werde ich hier berichten.

    Jörn

    Hallo Thomas,

    ich habe auch nach dem Rezept von Spessartimker angemischt allerdings normale Backhefe und keine Bierhefe genommen. Ob das einen Unterschied macht weiß ich nicht. Ich habe ihn dann ca. 10 Tage warm (Zimmertemperatur) stehen lassen. Da war er eigentlich schon gut teigig und dann für Monate i.d. kalten Schuppen gestellt. Jetzt ist er perfekt und wird lieber als Nektarpoll und Apifonda angenommen. Hast du ihn ggf. nicht richtig geknetet? Mein Teig war beim Kneten schon teigig und zäh wie Brei an meinen zarten Händchen haftend....

    Jörn

    Ein nicht unwesentliches Problem wird sein, das eine deutlich größere Nachfrage, als das Angebot besteht.

    Viele Imker überweintern nicht deutlich mehr Völker als ihre Zielgröße für die nächste Saison und haben im Frühjahr nur bedingte Völkeranzahl zum Verkauf.

    Dem steht ein ständig wachsender Kreis an Erwerbern aus Anfängern im Frühjahr, Erweiternden Anfängern vom Vorjahr und Völkerverlusten gegenüber.

    Die Nachfrage kann gar nicht bedient werden, was den ein oder anderen Imker dazu bringt auf Kunstschwärme ausweichen (meinen zu müssen).

    Das Problem ließe sich dadurch beheben, dass wir in großem Stil Völker durch den Winter bringen, die nur für den Frühjahrsverkauf vorgesehen sind. Das die am 01.04. eines Jahres nicht so stark sind wie ein Südeuropäisches Volk liegt natürlich i.d. Natur der Sache, stört m.E. einen Erwerber aber nicht sonderlich.

    Also mein Gedanke ist natürlich, Jedem das vorher mitzuteilen und sein Einverständnis einzuholen. Ist er nicht einverstanden, muss ich ihm ja auch gar kein Volk verkaufen und er sucht sich einen anderen Verkäufer. Einverständnis per e-mail für die Vorgehensweise reicht vollkommen aus.


    Die Gedanken, dass es den Verkäufer erstmal nichts angeht, was jemand mit erworbenen Eigentum macht, teile ich grundsätzlich.

    Wenn sich jedoch immer mehr verbreitet, das man sich mal eben so ein Volk i.d. Garten stellt und um nichts kümmert und sich auch nicht anmeldet, dann kommt das irgendwann eh als Bumerang auf die Imkerschaft zurück.


    Wird an einem unserer Stände ein Faulbrutbezirk eingerichtet mit dem Ergebnis nicht mehr wandern zu dürfen etc. und kommt dann der VET zu euch und gleicht die gemeldeten und bekannten Bienenstände ab, fragt nach eurer Hilfe ob ihr noch einen auf dem Schirm habt, dem der VET nicht gemeldet ist, dann helfen wir doch auch? -Ausschließlich im Sinne des Gemeinwohls-.


    Mir geht es ausschließlich darum, zu sensibilisieren, sich selbst mit seinen Ständen ordnungsgemäß anzumelden und Verantwortung zu übernehmen. Mitnichten um eigene Freude am Vorgehen und mehr Aufwand oder eigentlich unnütze Kenntnis über Stände des Käufers.

    Liebe Imker's,

    Innerhalb von 24 Stunden habe ich meine diesjährigen 5 Bienenvölker verkauft. Einer ist Anfänger mit der neuen EasyBeeBox und wünscht sich Rat und Tat als Zusatz, welche er von mir erhalten wird.

    Ich möchte jetzt gar keine große Diskussion über die Zukunftsfähigkeit der EBB starten, zumal dies bereits anderweitig in Tiefe diskutiert wird.


    Jetzt kam mir folgende Idee und möchte gern eure Meinung einholen.

    Wir regen uns ja mehr oder minder über Imker auf, die ihre Stände nicht den zuständigen Veterinären melden, manchmal auch aus Unwissenheit.

    Was hindert uns als Verkäufer eigentlich daran, darauf zu bestehen uns mitteilen zu lassen wo die Völker aufgestellt werden, dann zu verlangen innerhalb einer Woche eine Kopie der Anmeldung des Standes zu erhalten und wird diese nicht vorgelegt, heidiho schicken wir unser Gesundheitszeugnis des Verkäufers selbst an den Vet. und zeigen dem den neuen Stand an?


    Mir geht es nicht darum Anscheißerei oder Ähnliches zu betreiben, sondern schlicht darum, dass wir ja auch als Verkäufer selbst ein Quentchen dazu beitragen können, unsere Imkerwelt sicherer zu machen? Auerdem zeigen wir Anfängern gleich auf, dass Bienenhaltung etwas mit Verantwortung zu tun hat?


    Mir ist bewusst, dass ich dadurch mehr Aufwand habe, löse ich im Zweifel aber recht einfach durch höheren Verkaufspreis.


    Was meinen?


    Jörn

    Ob das was zum Thema beiträgt mag ich bezweifeln, muss aber als gebürtiger Stralsunder anmerken, dass ich selbst erleben durfte, dass es auch die Küste an der Ostsee auf 30 Grad schafft.

    Hallo Meboe, im letzten Sommer bekam ich dem Tipp aus dem Forum, dass Bienen auf den Lavendel ab 30 Grad erst gehen. Dann habe ich darauf geachtet und kann bestätigen, dass erst ab sehr heißem Wetter(ca. 30 Grad) meine Bienen anfingen auf den Lavendel zu gehen. Ich habe verschiedenste Sorten und es scheint bei fast allen ähnlich zu sein.

    Hallo, ich arbeite mit solch einer Schleuder, habe sie gebraucht als DNM gekauft und dann einen neuen Schleuderkorb auf 2/3 LS fertigen lassen und den Korb getauscht. Klappt einwandfrei. Auch wenn ich's noch nicht getestet habe, wüsste ich nicht warum 2/3 DNM nicht funktionieren sollte. Solange die Länge Ober/Unterträgr gleich ist, müsste es m.E. funktionieren.

    Ansonsten einfach mal beim Hersteller nachfassen, der hat mir damals super geholfen.

    Alles eine Frage des Systems....


    Wenn man immer mit MW's arbeitet und nur mal ein/zwei Waben Naturwabenbau macht, haut es die Strategie m.E: durcheinander. ZBsp. versuche ich nur auf dem Baurahmen Drohnenbrut zu haben und setze im Brutraum dann an anderer Stelle halbe oder viertel MW ein, naja dann bauen die Mädels natürlich auch dort viel Drohnenbrut ein, habe ich aber alle Waben mit nur halber/viertel MW ausgestattet, dann bauen sie schön brav überall ein bisschen Drohnenbrut rein, sodass es ein "rundes Bild" ergibt.


    Arbeitet man nur mit Anfangsstreifen macht es keinen Unterschied mehr ob halbe MW oder nur ein schmaler Streifen.

    Logischerweise spart man beim Anfangsstreifen am Wachseinsatz, bezahlt wird dies üblicherweise mit geringerem Honigeintrag (so sagt man, ich kann an meinen Völkern das nicht ablesen weil kaum direkter Vergleich funktioniert).


    Im Honigraum gibt es deutlich weniger Verwerfungen als im Brutraum, man muss halt aufpassen, dass die Mädels überhaupt nach oben gehen wollen, wenn da nur ein Anfangsstreifen hängt. Insbesondere bei DNM oder Zander im HR wird das schwierig, bei flachen Rähmchen (Dadant LS 2/3) geht das schon einfacher.


    So meine Erfahrungen, ich finde Stabilbau/Naturbau gut und arbeite gar nicht mehr mit Mittelwänden, wenn man ein bisschen probiert und analysiert fuktionierts gut.


    Jörn

    Hallo MaddinSL hatte ich auch einige Jahre, im Grundsatz funktioniert schon. Ich hatte zwei, einen hellen, einen dunklen. Der Dunkle war bei den Bienen eindeutig weniger beliebt.

    Seit letztem Jahr arbeite ich ausschließlich mit einer Gänseschwing, dass ist deutlich besser. Ultraleicht und sanft im Umgang mit den Bienen. Außerdem auch hell, bis er dreckig wird...

    hornet war auch erst heftig skeptisch, mich belesen und erfahren; die Hefe hat nur einen sehr geringen Anteil am Gemisch. Durch den sehr hohen Zuckeranteil wird der Gärungsprozess der Hefe komplett unterbunden. Die Hefe hat Invertin als Bestandteil und der spaltet jedoch über die Zeit den Zucker. Die Hefe wird also (nach unserem Verständnis) zweckentfremdet.


    bienenfred Klasse Sache, habe schon eine ganze Weile nach der Zusammensetzung von Apifonda gesucht! Auf Anfrage hat der Hersteller nicht reagiert.

    Ich habe mal mit meinen Honiguntersuchungen verglichen, Honig hat nur extrem wenig Saccharose (bei mir zwischen 0 bis 5% je nach Tracht), Fructose und Glucose haben bis 40% Anteil.


    Aueren das was du gemacht hast ist m.E. "normaler Futterteig", weißt due bestimmt, dass der Honig die Saccharose aus dem Puderzucker in Glucose und Fructose zerlegt hat? Geschmeidig wird das ganze auch, wenn man es manuell mit Honig durchknetet.


    Frage in die Runde; kennt jemand Laboruntersuchungen von Hefefutterteig? Hat schonmal wer diesen nach seinen Zuckeranteilen auf Saccharose, Fructose und Glucose untersuchen lassen?

    Ich werde mal eine Anfrage an das Länderinstitut Hohen-Neuendorf stellen, vielleicht haben die das mal gemacht oder können das machen.

    Würde mich schon interessieren, wie sich der Zucker nun wirklich durch die Hefe zerlegt hat.


    Unzweifelhaft finden den Bienen den Hefefutterteig interessanter, an allen Völkern wurde er bevorzugt.