Beiträge von S Felger

    Also, ich habe Kundschaft, die zahlt für Meli-Honig Höchstpreise. Vorletztes Jahr schleuderte ich Meli an heißen Tagen aus, da kam was raus, mit viel Kurbeln. Meli-Kunden von hier (Autobahnkreuz Weinsberg) bis nach MeckPomm (hat sich herumgesprochen, dass ich das im Angebot habe). 2016 leider keiner, 2017 sieht es auch nicht danach aus. Meli-Honig soll anscheinend die Alternative für Diabetiker sein. Aber das geht ja nicht, dass man in den Wald wandert, um Meli-Honig zu imkern. Das wäre ein ganz neues Ziel. Was macht man dann mit dem Tannen-Hung? Grüße Steffen.

    Du hast recht. Aber das wäre dann Kö-Zucht und davor schrecke ich zurück. Noch. Bin noch nicht so weit. Ich les mir die Anleitung morgen mal durch. Wäre ja schön, wenn es einfach ist. Vielen Dank. Gruß Steffen.

    Erst einmal ein hohes Lied auf die Völkerführung mit nur einem Zander-Brutraum. Ich habe dieses Jahr darauf umgestellt und bin höchst zufrieden. Weniger Arbeit, mehr Honig. Wie konnte ich nur so lange Liebig folgen?


    Letzte Woche habe ich das Volk mit meiner besten Kö, das seinen eigenen Stand hat (ich hab mal darüber berichtet: Auf dem Dach eines Bekannten) das zweite Mal um seinen Honig erleichtert (insgesamt ca. 40 Kilo, halte ich für sehr gut, da kein Raps in der Nähe) und dann keinen neuen Honigraum aufgesetzt. D.h., das Volk sitzt jetzt auf neun prallvollen Brut- und einem Honig-/Pollenrahmen. Da sich das Volk in einem alten Dorfkern befindet (bald honigt die Linde) ist die Futterversorgung weiterhin gut. Ich spekuliere nun darauf, dass das Volk auf den Platzmangel mit Weiselzellen und Schwarmneigung reagiert. An den Weiselzellen bin ich sehr interessiert, da es sich um eine Spitzenkönigin handelt. Bin mal gespannt, das Volk hatte bislang keine einzige Weiselzelle, obwohl drangvolle Enge im Brutraum herrschte, vielleicht zeigt es mir auch jetzt die kalte Schulter. Dann wird halt nachschaffungsmäßig vermehrt. Meine Juli-Ableger habe ich noch immer über den Winter gebracht.

    Gruß Steffen

    Hallo, ich habe diesmal keine Frage, sondern möchte nur berichten. Vielleicht fällt der einen oder dem anderen etwas dazu ein, das freut mich dann.

    Also, ich habe heute meine Brutableger gecheckt. Im Mai habe ich in wöchentlichem Abstand jeweils zwei gebildet, insgesamt sechs, und diese 20 km entfernt vom Heimatstand aufgestellt. Bei sechs Ablegern lohnt sich dann die Anfahrt, zumal mich der Sprit nichts kostet. Dafür werden meine JungKös von garantiert nur noch sehr weit entfernt verwandten Drohnen begattet -> Blutauffrischung. Und in der Nähe befindet sich dort der Heimatstand eines sehr guten Imkers.

    Die Ableger hatte ich jeweils mit Pollen- und Futterwabe gerüstet + 1,5 Liter 3:2-Zuckerwasser. Dann ließ ich sie in Ruhe. (Von der Milchsäurebehandlung bin ich abgekommen, ich binde die Ableger in die normale AS-Behandlung der Wirtschaftsvölker ein.)

    So, und hier das Ergebnis der heutigen Durchschau: Alle Völker begattet, aber in sehr unterschiedlicher Qualität.

    1. Woche

    Ableger 1: Sehr friedlich. Wunderschönes Brutbild.

    "Ableger 2": Sehr friedlich. Das wusste ich schon: Da hatte ich die versehentlich die alte Kö mitgenommen. Reif für einen Honigraum (nee, ist zu spät, die futtern dann halt nächsten Winter ihren eigenen Honig)

    2. Woche:

    Ableger 3: Sehr friedlich. Wunderschönes Brutbild.

    Ableger 4: Sehr aggressiv. Auch jüngste Stifte, aber insgesamt nur sehr, sehr wenig Brut. Dafür zwei verdeckelte Weiselzellen. Das Volk scheint mit der jungen Kö - begründeterweise - sehr unzufrieden zu sein und schafft nach. So interpretiere ich das jedenfalls und habe die Weiselzellen belassen. Die Kö habe ich leider nicht entdeckt, sonst hätte ich sie gleich abgedrückt.

    3. Woche:

    Ableger 5: Sehr friedlich. Wunderschönes Brutbild.

    Ableger 6: Aggressiv. Kö legt zwar mehr als Kö von Ableger 4, aber sehr löchrig, lustlos. Verdeckelte Brutwaben geöffnet -> keine Milben. Kö ebenfalls nicht entdeckt.


    So, und was mache ich nun? Die Brombeertracht (am Ablegerstand echt massenhaft) ist praktisch vorbei, Folgetracht gibt es keine mehr. Nächste Woche hole ich die Ableger zum Heimatstand. Dort werde ich Nr. 6 auf ein Wirtschaftsvolk vereinigen, bei Nr. 4 warte ich mal ab, was weiter passiert, das finde ich einfach spannend, weil ich so etwas noch nie hatte. Interessant finde ich, dass die Völker mit den schlechten Kös - obwohl begattet - die aggressivsten waren. Zicken halt.


    Grüße Steffen

    Um den Brutraum zu beurteilen, musst Du das Absperrgitter entfernen und Rähmchen ziehen. Am ehesten befindet sich das Brutnest in der Mitte. Es ist durch kleine, weiße Larven gekenzeichnet ... Davon ein Foto, dann lässt sich mehr sagen. ?(

    Gruß Steffen

    Bei mir (Nähe Heilbronn ) haben sich die erfrorenen Robinien leider nicht erholt. Unter uns gesagt, war das ein besch... Jahr (jedenfalls hier): Die Obstblüte wurde, trotz mehrerer Standorte, durch frühen Honigtau überall "Verschnitt", bei meinen Völkern durchaus überdurchschnittliche Schwarmneigung, also viel Arbeit, kilomäßig war es kein schlechtes Jahr, aber im Glas hat man halt nur Langnese. Jedenfalls bei mir. Wem es nicht so ging, dem gönne ich es von Herzen. Gruß Steffen

    Bin anderer Meinung. Ich würde die Weiselzellen erledigen. Erst mal schauen, was die aktuelle Kö leistet. Diese Kö ist befruchtet, eine der anderen müsste erstmal vom Begattungsflug zurückfinden. Falls die aktive Kö nichts taugt, ist immer noch Zeit bis Ende Juni, neu zu beweiseln.


    Gruß Steffen

    (Nur mal so am Rande, von einem Landrassen-Imker: An meinem Heimatstand im Weinbaugebiet, wo ständig die Trauben gespritzt werden, sind meine Völker ziemlich aggressiv. Sobald ich sie in reine Obst- oder Waldgebiete abwandere, sind dieselben Völker auf einmal lammfromm. Das habe ich jetzt über Jahre hinweg beobachtet. Man kann gegen die Spritzerei aber nichts ausrichten, Weingärtner sind eben Hauptberufler und der Imker ist Hobbyist.)