Beiträge von S Felger

    Kann mir jemand verraten, warum/wozu/wogegen soeben und ca. 250 Meter von meinen Bienen entfernt ein Weingärtner in seinen Rebzeilen spritzt? Ist das nicht noch ein bisschen früh im Jahr (am Tag sowieso). 😠

    Zu DNM einzargig: Probier's aus und berichte. Ich halte es für durchaus möglich, auf nur einem Brutraum DNM zu imkern, so viel kleiner ist DNM auch nicht verglichen mit Zander. Sollte man aber nicht dogmatisch sehen. Wenn jetzt schon 7 oder mehr Waben bebrütet sein sollten, würde ich Brutraum erweitern, auch bei Zander. Und wenn vor Einsetzen des ASG der Brutraum schon auf zwei Zargen sitzt, würde ich den auch nicht durch Umheben der Brutwaben auf einen Brutraum einengen (allenfalls ASG in vorgefundenes Brutnest reinlegen und Brut in oberer Zarge auslaufen lassen). Ob man Völker in Zander (und wahrscheinlich auch DNM) im jeweiligen Jahr in einem oder zwei Bruträumen führt, hat viel mit Bauchgefühl und Beurteilung zu tun (Legefreudigkeit der Königin, Brutraumgestaltung durch das Volk, Häufigkeit imkerlicher Kontrollen, örtliche Tracht und deren Entwicklung, Klima/Höhenlage/aktuelle Wetterlage des Bienenstandes ...)

    Gruß Steffen

    ... und was mir noch dazu einfällt: Wenn aus Zeitgründen des BSV ein Gesundheitszeugnis erst in vier Wochen - und das im März/April - ausstellen kann/will, dann liegt ein Systemfehler in der örtlichen Veterinärverwaltung vor. Wann - wenn nicht März/April - brauchen Imker Gesundheitszeugnisse?

    Kopfschüttelnd grüßt nochmals Steffen

    Hallo zusammen, ich imkere selbst mit Holzzargen, muss aber als BSV auch Völker in Kunststoffbeuten begutachten. Dabei fällt mir auf, dass Imker mit Kunststoffzargen häufig Probleme haben, diese "sauber" zu halten. Sie sind häufig sehr stark mit Kitt und Wachs verklebt, man sieht aber nicht selten auch alte Kotreste. Vollkommen im klaren darüber, dass ich hier vielleicht ein heißes Thema anschneide, frage ich trotzdem (weil in unserer Gegend weit überwiegend in Holz geimkert wird und deswegen kein fundiertes Wissen in Styropor vorhanden ist, das ich vor Ort abfragen könnte): Kann man und wenn ja wie Kunststoffbeuten grundreinigen? Wie lange ist die verantwortbare Lebensdauer einer Kunststoffbeute?

    Beste Grüße Steffen

    rase Ich schrieb "im Auge behalten" und "Brutnest". Polleneintrag ist standortabhängig - mancherorts freut man sich wahrscheinlich über jedes Pollenkörnchen, bei mir herrscht Pollenüberangebot (Haselnuss, Weide). Natürlich brauchen die Bienen Pollen, aber ich habe als BSV schon viel zu viele eng gehaltene Dadant-Völker gesehen, die im Pollen fast ersoffen sind.

    Die Nachttemperaturen liegen weiterhin im unteren einstelligen Bereich. Honigräume sind für mich daher noch kein Thema.

    Ich behalte aktuell Polleneintrag im Auge, wegen genügend Platz für Brut und ersten Nektar. Verpollte Brutnester sind ein meist vermeidbares Ärgernis. Auch dunkle Waben werden aus den Bruträumen entfernt.

    Honigräume setze ich zu Beginn der Mirabellenblüte auf.

    Plusminus 7 Tage später folgt dann die Kirschblüte, möglichst kurz vor deren Beginn ziehe ich die Futterreste.

    Ich habe jetzt den kompletten Thread durchgelesen (nicht aber den Zeitschriftenartikel und das Patent) und frage mich immer noch, was eigentlich der Fortschritt gegenüber AS/OS/MS (womit ich nie Probleme hatte) sein soll. Wenn ich es richtig verstanden habe, sorgt LiCl genausowenig für einen allgemeinen Varroa-Garaus wie die vorgenannten Mittelchen, will sagen, solange Dein Nachbarimker kein LiCl verwendet, bist Du die kleinen Teufelchen auch nicht los. D.h., LiCl mag zwar Varroa-Belastung am Stand reduzieren, vermag aber nicht die Seuche auszurotten. Dazuhin scheint mir LiCl nur zu imker- und bienenunfreundlichen Zeiten (Winter) sinnvoll anwendbar zu sein. Da ich mit AS/OS klar komme, sehe ich vorderhand keinen Änderungsbedarf.

    Heute Nach-Winter-Durchschau: Von zwölf Völkern zwei nicht über den Winter gekommen:

    #1: Kö eingegangen - nachgeschafft (Weiselzellen noch sichtbar) - Volk drohnenbrütig eingegangen (junge Kö nicht begattet oder nicht heimgekommen (weniger wahrscheinlich))

    #2 Verlassenes Mausnest im Beutenboden, Futterwaben ausgefressen.

    Als bienenfreundlicher Imker meide ich die Nähe zur Erwerbslandwirtschaft und platziere meine Bienen (morgen) auf einer Streuobstwiese in Waldnähe, auch wenn sie 20 km entfernt ist. Meine Bienen haben unter Weinbau und Raps-/Maisfeldern gelitten, 2018 wandere ich erstmals alle Völker ab und nutze den Heimatstandort nur noch zum Einfüttern/Überwintern nach den letzten Weinbauspritzterminen.

    Gruß Steffen

    2016 habe ich ein- und zweizargig verglichen und bin dann 2017 auf durchgehend einzargig umgestiegen (bis auf ein oder zwei Völker, die ich noch zweizargig überwintert hatte und deren Brutnest nach dem Winter auf beide Zargen verteilt war). Mit der einzargigen Betriebsweise hatte ich 2018 keinerlei ernsthafte Probleme (unter einzargig verstehe ich, dass der Brutraum einzargig gehalten wird, den Völkern werden eine oder zwei Honigzargen aufgesetzt). Die Schwarmkontrolle geht viel schneller und sicherer. Der Honigertrag ist höher. Ggf. müssen Pollenüberschüsse entnommen werden. Brutentnahme (Ablegerbildung) im späten Frühjahr entspannt die Schwarmneigung. Trotz des am Ende doch recht kalten Winters ist keines der Völker an Futtermangel eingegangen (allerdings imkere ich im Weinbauklima, da reichen 9 kg gut für einen Einzarger, in kälteren Regionen ist wahrscheinlich Futterkontrolle angesagt).

    Überdies garantieren überwinterte Einzarger, dass man nach dem Winter keine auf zwei Zargen verteilte Brutnester hat. D.h., man kann unmittelbar vor der Obstblüte jeweils zwei Einzarger vereinigen, um starke Völker für die immer frühere Obstblüte zur Verfügung zu haben (ein starkes Volk kann mehr Bienen fürs Nektarsammeln losschicken als zwei schwache).

    Gruß Steffen