Beiträge von BienenFine

    Ebenfalls ohne juristische Fachkenntnisse vorzuweisen:


    1. du betreibst landwirtschaftliche Urproduktion, solange du nur Honig verkaufst (und keinen Met/Kerzen etc. - Landesrecht beachten!)

    2. "vor dem Haus" - ich nehme an, auf deinem Grundstück - damit sind Produktion und Verkauf nicht getrennt (siehe deine 1. Quelle 1.3.)


    damit müsste (nach meiner Einschätzung) alles rechtens sein.

    Ich persönlich brauch es für meinen Honig nicht machen, weil wir quasi keine Wald-/Laustracht haben, aber ich hab es oft an der Hochschule bei fremden Honigen machen müssen.


    Wichtig für die Leitfähigkeit ist die Temperatur!!! Zu den Messgeräten gibt es zwar häufig eine Umrechnungstabelle, aber die können sehr ungenau sein, also besser gleich bei 20 °C messen.

    Die botanische Herkunft eines Honigs wird mithilfe von sensorischen Tests (Geruch, Geschmack, Konsistenz), pH-Wert-, Leitfähigkeits- und Farbmessungen und einer Pollenanalyse bestimmt. Kurz gesagt: Wenn es sich finanziell nicht lohnt eine Sorte anzugeben, dann sollte man es lassen und lieber Frühjahrs-/Sommerblütenhonig (unter 800 ms/cm) bzw. Waldhonig (erst ab 800mS/cm) (HonigVO) drauf schreiben. Ein Leitfähigkeitsmessgerät gibt es ab 11 Euro bei Amazon für den Aquaristikbedarf und ist ausreichend für eine Unterscheidung von Honigtau- und Blütenhonig (würd ich jedem empfehlen, bevor er sich entscheidet eine Analyse zu machen).

    Ich hatte das letzte Jahr die Gummihandschuhe aus dem Imkereibedarf. Leider zu groß... Die gute Frau hatte nur noch Gr. 10 & 11, ich brauche anscheinend Gr. 8 (Handrücken ausmessen!). Falls du dich für Handschuhe aus dem Fachhandel entscheidest, schau unbedingt auf die Größe, sonst macht das Hantieren mit den Rähmchen keinen Spaß. Gegen Ende der Saison wurden sie etwas spröde und hatten durch die vielen Stiche einige kleine Löcher. Sie wurden ja auch nur gegen etwas energischere Völker eingesetzt...

    Ich versuchs dieses Jahr mal mit der passenden Größe.

    Hallo,
    Brombeere blüht Mai bis August mit laut Literatur gutem Pollen-/Nektarwert. Das ist schonmal keine schlechte Idee. :)
    Ein paar weitere Vorschläge wären
    - unterschiedliche Weidenarten, wie z.B. Salweide, Korbweide, Silberweide... (Blüte März bis Anfang Mai, unterschiedliche Arten sorgen für eine nahezu lückenlose Blüte)
    - Obstbäume, Schlehe, Weißdorn, Mehlbeeren... (Rosengewächse)
    - neben der erwähnten Haselnuss zur Erweiterung des Pollenangebotes im Frühjahr und Honigtau im späteren Jahresverlauf noch Erle (später Februar bis April), Pappel, Hainbuche und Birke (April bis Mai)
    - Spitz- und Bergahorn (April bis Mai)
    - Rosskastanie (Mai bis Juni)
    - verschiedene Lindenarten, wie z.B. Winter- und Sommerlinde (Juni bis Juli)
    - Geheimtipp: Wintergeißblatt (Lonicera purpusii) blüht Dezember bis April und wurde von unseren Bienen bevorzugt gegenüber anderen Quellen wie Schneeglöckchen/Krokus und andere Frühblüher beflogen
    - Dauerblüher: z.B. Fingerstrauch (Potentilla fruticosa) blüht Mai bis September, aber nur mäßiges Pollen-/Nektarangebot, wurde bei uns wegen oben genannter Alternativen dieses Jahr nicht allzu gut beflogen
    - u.v.m. beliebig fortführbar :lol:


    Meiner Meinung nach ist man mit einheimischen durchsetzungsstarken Pflanzen besser bedient als mit eingebürgerten, die verregnen oder erfrieren (Spätfrost) können wie Robinie (Mai bis Juni) und Bienenbaum (Juni bis Oktober) oder ähnliches. Die Naturschützer hier bei uns schimpfen drüber, aber naja sind trotzdem bei den richtigen Bedingungen gute Trachtquellen.


    Lg