Beiträge von asimov

    Hallo zusammen,


    wenn das noch mehrere Imker hier im Forum berifft, könntet Ihr eine Art "Einkaufsgemeinschaft" bilden und gegenüber dem Paketdienst einen gemeinsamen Rahmenvertrag abschließen. Bei höherer Anzahl an Sendungen wird es günstiger. Nur so als BWLer- Idee :-)


    VG asimov


    Fazit, was man hier in dem Faden wieder sehen kann:

    Die Bienenhalter und die Imker ziehen nicht an einem Strang.

    hm, also zumindest für mich trifft das nicht zu. Ich habe in meinen Beiträgen als Bienenhalter (nicht professioneller Imker) nur gesagt, dass ich es aus systematischen Gründen für falsch halte, die Forderung des DBIB überhaupt nur zu erwägen. Es gab ja hier im Faden auch schon interessante Alternativen (bspw. bestimmte Förderungen für Landwirte nur in Verbindung mit einem Imker o.ä.).


    Wenn hier jemand jemanden "ausspielt", dann doch der DBIB der sich über die Billigkonkurrenz der Bienenhalter beschwert (ob nun zu recht oder nicht). Oder anders ausgedrückt: der DBIB zieht hier nicht mit am Strang... VG

    Wolfgang : Ich habe gehofft, dass Du hier noch mitliest. Danke für die wie immer fundierte Korrektur!

    Asimov

    Der Beitrag von SAT1 ist irgendwie mal wieder etwas verschoben...
    Beim DBIB liesst sich das irgendwie deutlich nahcvollziehbarer.
    https://berufsimker.net/2019/0…-fordern-steuerbefreiung/

    OK, jetzt verstehe ich, was der DIB will. Aber - ganz ehrlich - das ist Unfug. Wenn eine Berufs-Imkerei gemeinnützig ist, dann sollen die Erwerbsimker sich als gemeinnützige Vereine organisieren. Problem ist nur, dass sie dann keine Gewinnerzielungsabsicht haben dürfen - denn sie hielten dann ja Bienen, um der Gemeinschaft zu dienen und nicht um Gewinn zu erzielen. Leute / Gruppen, die Gewinn erzielen wollen sind Unternehmer / Unternehmen und die müssen ihre Gewinne versteuern, UM DAMIT der Gemeinschaft zu dienen (Grundgesetzt: Eigentum verpflichtet).


    Häusliche Pflege ist auch "gemeinnützig" und trotzdem sind die Pflegedienste Unternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht und keine Wohltäter, die der Gemeinschaft dienen (=gemeinnützig). Wenn man den Imkern mit dem Argument des Dienstes an der Gemeinschaft die Steuern erlässt, dann finde ich 100% auch eine Argumentation, warum ich als Selbständiger in der IT auch der Gemeinschaft diene. Und jedes Waffenhersteller / anderes Unternehmen auch. Willkommen in der steuerfreien Marktwirtschaft.


    Wenn man mit dem Argument der Gemeinnützigkeit Subventionen verteilt, dann gibt es m.E. viele Bereiche, die der Gemeinschaft sehr viel mehr "dienen" als Berufsimker. Wo bleibt da das "unfinanzierbare" bedingungslose Grundeinkommen für Eltern (zukünftige Rentenzahler) etc.


    Der DIB kann vom Glück sagen, wenn er damit beim Finanzministerium nur ausgelacht wird. Wenn es dumm läuft, bekommen der DIB und seine Vertreter dort in den nächsten 10 Jahren keinen Termin mehr. Das ist ein echter Bärendienst. :rolleyes::rolleyes::rolleyes::rolleyes:


    *Kopfschüttelnd* Asimov

    ...

    2) Landwirtschaftliche Produduktion (ohne Subventionen) lohnt sich in einer Markwirtschaft aus verschiedensten Gründen in D nicht. Folge wäre u.a. Abhängigkeit von ausländischen Hersteller, keiner kümmert sich um die Landschaft, Transportkosten etc. pp.

    ...

    Und wie läuft es damit im Produktionsabschnitt der Imkerei?

    sorry, ich stehe auf dem Schlauch... Kannst Du das für mich bitte nochmal ausführen? Was ist damit gemeint?

    Georgie

    OK, Du hast sicher recht, dass die Bauernschaft mehr Privilegien genießt als die (jetzt explizit professionelle) Imkerei.


    Ich finde, man muss sich dem Thema aus einer größeren Perspektive nähern.

    1) Wie wollen wir unsere gesamte Wirtschaft / Produktion organisieren? Zentral gesteuert, also planwirtschaftlich (meine ich jetzt nicht als Kampfbegriff!) oder marktwirtschaftlich? Wir haben uns hier in D für marktwirtschaftlich entschieden. Kann man kritisieren - ist aber eine gesetzte Rahmenbedingung.


    2) Landwirtschaftliche Produduktion (ohne Subventionen) lohnt sich in einer Markwirtschaft aus verschiedensten Gründen in D nicht. Folge wäre u.a. Abhängigkeit von ausländischen Hersteller, keiner kümmert sich um die Landschaft, Transportkosten etc. pp.


    3) Weil wir diese negativen Folgen als Gesellschaft nicht wollen, tun wir etwas, was der Marktwirtschaft (Jeder Unternehmer handelt auf eigenes Risiko!) völlig wiederspricht: Wir bezahlen Subventionen für Landwirte, damit es sich für sie wieder lohnt, ihre Produkte herzustellen - und nebenbei die o.g. negativen Folgen abzuwenden oder wenigstens abzumildern. Das lassen wir uns als Gesellschaft RIESIGE Beträge kosten.

    Leider führen Subventionen auch zu unerwünschten Nebenwirkungen (steigende Betriebsgröße, gefühlte Ungerechtigkeit wie "Geld fürs Brachliegenlassen / Nixtun" etc.).


    4) Frage: Wenn es keine heimischen Berufsimker mehr in D gäbe (weil sich das alles nicht mehr lohnt), welcher Schaden der dann entstünde, wäre so groß, dass uns das als Gesellschaft Geld wert ist? Achtung: Es gibt noch andere bestäubenden Insekten, es gibt viele Hobby-Imker ...

    Wahrscheinlich würde eben kein gravierender Schaden für die Gesellschaft eintreten, wenn es keine Berufs-Imker gäbe, jedenfalls keiner, der uns ein paar Mrd. EUR im Jahr wert ist.


    Ergebnis: Berufsimker bekommen keine Subventionen, Landwirte die Feldfrüchte anbauen oder Milchkühe halten schon (oder jedenfalls sehr, sehr viel höhere Subventionen). Ich verstehe, dass sich das "ungerecht" anfühlt, es ist aber letztlich das Ergebnis einer stringenten Argumentation. Das die jeweilige Lobby damit durchkommt ist Folge der Stringenz der Argumente, nicht von Geld / Lautstärke o.Ä.


    Im eingangs genannten SAT1-Beitrag geht es ja um eine Benachteiligung der Berufsimker gegenüber den Hobby-Imkern. Problem für Berufsimker verstehe ich. Aber die Lösung dafür heißt eben nicht "Steuerbefreiung für Imker" = "Subventionen für Berufsimker". Wenn man daran etwas ändern wollte, dann müssen die Hobby-Imker (wie ich) gefälligst ihren Gewinn ermitteln und darauf Steuern bezahlen.

    Nur: Warum hat man diese Steuerbefreiung bei <30 Völkern eingeführt? Weil es dem Finanzamt nur einen haufen Arbeit macht und am Ende in einem Großteil der Fälle rauskommt, dass kein Gewinn erwirtschaftet wurde, ergo 0 € Steuer. Im Gegenteil: Da man dann auch die Kosten ansetzen können müsste, würde bei den Hobby-Imkern jedes Jahr(!) ein Verlust rauskommen und der würde dann das zu versteuernde Einkommen (aus anderen Tätigkeiten oder Einnahmen) senken!!! Das wäre ein echtes Verlustgeschäft für den Staat.


    VG

    Asimov

    Hallo zusammen,


    die Argumentation mit dem "volkswirtschaftlichen Nutzen" ist ganz, ganz gefährlich. Es gibt nähmlich auch das Gegenteil: "volkswirtschaftlichen Schaden". Wollte man das in einem Steuersstem einbauen, dann müsset jeder, der Holz zu Hause verbrennt oder den Grill anmacht die daraus folgende Feinstaubbelastung gegen seinen "volkwirtschaftlichen Nutzen" rechnen. Jeder Kilometer Autofahrt, jeder Flug, erhöhtes Unfallrisiko bei mehr als Tempo 130, Landschaftsverbrauch durch Wohnen im Eigenheim usw. usf. Die Liste können wir jetzt gefühlt endlos verlängern. Und - machen wir uns nichts vor - da werden massig Dinge auf der Liste stehen, die die meisten von uns "gar nicht so schlimm" finden...


    Davon abgesehen sind Volkswirte bei solchen Berechnungen wie dem volkswirtschaftlichen Nutzen einer Tätigkeit eher großzügig, was die Genauigkeit angeht; beim Schaden genauso. Da kommt es auch ein paar 10 Millionen hin oder her nicht an. Sind alles nur Nachkommastellen. Die zugrundeliegenden Zahlen ändern sich dauernd und Experten streiten darüber, ob der Berechnungsweg korrekt sei oder ob man nicht noch x oder y berücksichtigen müsse. Sowas möchte ich nicht als Grundlage für meine Steuerberechnung haben...


    Es hat schon einen Grund, warum das Steuersystem den "Gewinn" (Unternehmemerischen Gewinn, Lohn/Gehalt von Arbeitnehmern) als Besteuerungsgrundlage heranzieht. Und das sollte es bei allen Steuerpflichtigen gleichermaßen tun.


    Grüße

    Asimov


    PS: Das Problem sind wohl eher die "Ausnahmen" im Steuersystem, die es ermöglichen den Gewinn kleinzurechnen.

    Hallo,

    ich habe in 45 Jahren Imkerei genau eine Allergikerin kennen gelernt.

    Beim Anfängerkurs nach einem Stich kam es zu wirklichen allergischen Reaktionen mit transport ins Krankenhaus.

    Ich selbst habe mich nie wegen eventuellen Allergien testen lassen.

    Gruß Eisvogel

    Als Ergänzung dieser Link: https://www.aerzteblatt.de/arc…sterreich-und-der-Schweiz


    Am Anfang geht es im Artikel darum, wie häufig und aus welchem Grund eine sog. Anaphylaxie auftritt: 2-3 Fälle pro 100.000 Einwohner und Jahr. Davon sind in Berlin ca. 10% durch Bienen verursacht. D.h. 2-3 Fälle pro 1Mio Einwohner pro Jahr oder in ganz Berlin 7-10 Fälle pro Jahr (bei 3,5Mio Einwohnern für gesamt Berlin). Das ist schon sehr selten...


    Und: manche übertreiben gerne. Nur, weil der Stich stark anschwillt und eine Woche lang weh tut ist das noch lange keine allergische Reaktion. Eigentlich wird es erst ernst, wenn eine Reaktion an anderen Stellen des Körpers als der Einstichstelle passiert bspw. massive Atemnot nach Stich in den Fuß. Wenn sowas auftritt sofort handeln und nicht zögern den Notruf zu wählen. 10 Minuten später schaffst man es evtl. nicht mehr bis zum Handy...


    Bei mir hat es ein Jahr gedauert, dann hatte sich mein Körper an das Gift gewöhnt. Ein Stich tut immer noch weh, aber nach eine Stunde ist es meistens wieder gut - wenn es nicht an einer ganz blöden Stelle getroffen hat.


    VG

    Asimov

    Wäre denn die Konsequenz gar nicht zu zählen, weil die Fallzahlen zu wenig aussagekräftig sind?


    Mal abwarten, wie sich das Volk entwickelt.


    Ich persönlich schaue nach der OX Behandlung nur aus zwei Gründen auf de Windel:

    1) War die Behandlung wirksam, also fallen überhaupt Milben?

    2) War meine Einschätzung zum Befall im Herbst halbwegs (grob!) korrekt? Wenn ja, dann fallen jetzt nicht überraschend viele Milben. Wenn weniger Fallen als ich erwartet hätte, dann ist alles gut.

    Hallo Ababab,


    Die Frage ist nicht, wieviele Milben fallen, sondern wieviele Milben sind noch im Volk?

    Du hast die OX Behandlung gemacht, um die Restentmilbung zu machen. Gefallene Milben sind also gute Milben!

    Ja, aber was jetzt noch fällt dürfte natürlicher Milbenfall sein ...

    Hallo Ababab,


    ich würde eher davon ausgehen, dass sich die Wintertraube aufgrund der nun wieder etwas gestiegenen Temperaturen vergrößert und dabei Milben fallen, die bislang nicht durch die Traube nach unten gefallen sind.


    Und wie gesagt: Die Anzahl der gefallenen Milben sagt nur sehr bedingt etwas über die Zahl der noch im Volk befindlichen Milben aus und nur diese sind ein Problem. Der "Fehler" bei der Abschätzung zwischen Fallzahl und Befall(-sgrad) ist schon im Sommer recht hoch (vgl. div. Diskussionen zum Thema Puderzuckermethode und/oder warum manche Imker kompett auf das Milbenzählen verzichten). Im Winter dürfte die Aussagekraft der Fallzahl bzgl. des Befalls im Volk noch deutlich nachlassen.


    VG

    Asimov


    PS: Sorry, will Dich nicht belehren, nur meine Gedanken möglichst kurz fassen :-)

    Hallo Ababab,


    Die Frage ist nicht, wieviele Milben fallen, sondern wieviele Milben sind noch im Volk?

    Du hast die OX Behandlung gemacht, um die Restentmilbung zu machen. Gefallene Milben sind also gute Milben!


    Wenn sie es mit den Winterbienen bis jetzt geschafft haben, dann schaffen sie es auch bis in den April (außer andere Ursachen wie Futterabriss etc. kommen dazwischen). In der nächsten Session dieses Volk dann genauen regelmäßig kontrollieren. Jetzt kannst du eh nichts tun außer den Gedanken an eine zweite Behandlung o.ä. sofort zu verwerfen.


    VG

    Asimov